Mahler, Schily und Broder

Die Meinungsäußerung des Ex-Bundesinnenministers Otto Schily (SPD, davor Grüne und noch früher „linksradikaler “ RAF-Verteidiger) wonach das Strafmaß für die Infragestellung des Holocaust herabzusetzen sei, hat beim Zentralrat der Juden erwartungsgemäß für Empörung gesorgt. Es fehlt nicht mehr viel und ehemalige Freund von Horst Maher wird zum „Antisemiten“ erklärt.

Siehe: http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/21890

Schily ist seinem alten Freund Horst Mahler, der eine langjährige Haftstrafe wegen Holocaust-Leugnung absitzt, dann auf die alten Tage doch zur Seite gesprungen. Freilich ist Schily der Meinung das die Leugnung des Holocaust durch Horst Mahler eine absurde Geisteskrankheit darstellt, aber sein alter Genosse und Freund soll laut Schily dafür doch nicht so lange einsitzen. Die Ex-Mahler-Freunde Gerhard Schröder und der Exponent des linken Grünen-Flügels HC Ströbele haben dagegen den Hitler-Hegelianer bislang im Stich gelassen.

Der Systempolitiker Schily ist schon einmal aus dem Korsett der politisch-korrekten Gutmenschen ausgebrochen. Damals meinte er noch als Bundesinnenminister in Bezug auf den Ausländeranteil das, dass Boot voll sei. Aus den Reihen seiner eigenen Leute – SPD und Grüne – hieß es damals, er rede wie ein „Rechtsextremer“.

Horst Mahler, sicherlich ein überaus intelligenter und belesener Mann, gefällt sich in der Rolle des Märtyrers. Dabei hat Mahler einen bewegten Lebensweg hinter sich: RAF, Maoist, im BRD-Kerker zum Hegelianer mutiert, FDP-Unterstützer, Rechtskonservativer, Junge Freiheit-Schreiberling, NPD und schließlich Hitler-Fan sowie Holocaust-Provokateur und krankhafter Antisemit vom Dienst. Einige Verschwörungstheoretiker haben deswegen schon vermutet Mahler sei ein „Agent. Sinnvoller ist da schon die Vermutung des SDS-Nationalrevolutionärs Bernd Rabehl einem Horst Mahler gehe es gar nicht mehr um wirkliche politische Inhalte, sondern um ein Märtyrertum. Mahler wolle zumindest in eine gettoisierten Szene „unsterblich“ werden, etwa in dem er einen Michel Friedman mit dem „deutschen Gruß“ empfängt.

Siehe: http://www.sueddeutsche.de/politik/rechtsextremismus-heil-hitler-herr-friedman-1.319936

Sicherlich hat Mahler zu seiner Zeit als Schreiberling des „Deutschen Stimme“ und teilweise beim „Deutschen Kolleg“ einige zutreffende Analysen verfasst. Dies gilt aber auch für seine Zeit als Maoist. Heute kann man sich über seine Analysen aber nur noch amüsieren, etwa wenn er meint, daß sich WWG-Salafisten und die Wilders-Pegida in einer gemeinsamen Front gegen die WWG befinden würden.

Siehe: http://joergkrautheim.de/wp-content/uploads/2015/01/Horst-Mahler-Weihnachten-2014.pdf

und https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2015/geert-wilders-kommt-zu-pegida/

Wirre Thesen gibt es aber so einige. Im salafistischen Spektrum befeuert ein gewisser Bernhard Falk den WWG-Jihad ideologisch mit einem „Al Kaida-Marxismus“. Der Ex-Marxist musste eine mehrjährige Gefängnisstrafe absitzen weil er sich als Linksterrorist vor Jahren an einer Neugründung der RAF versuchte. Daß sich nun Falk für einen „Antiimperialisten“ hält ist freilich mehr als nur ein Treppenwitz.

Siehe: https://www.youtube.com/watch?v=_twnNA_BZ4Y

Nun ist es auch unter den Hitler-Getreuen wohl relativ unbekannt das sich Mahler in einer israelischen TV-Doku als zumindest teilweise jüdischstämmig bekannt hatte. Psychologisch könnte dies vielleicht dann doch eines erklären. Diese Form des Selbsthasses, der im Judentum eine gewisse Tradition hat, in welcher sich der Jude oder Teiljude als 300 %-Antisemit aufführt schadet nur dem Antizionismus. Mahler wird so zu einem negativen Berufszeugen von Zionisten, wenn es darum geht Antizionisten als „Antisemiten“ zu diffamieren.

Henryk M.Broder hat nun damit recht wenn er im Bundestag als CDU-Gastredner meinte das der Antisemitismus eines Horst Mahler nicht nur marginalisiert, sondern für die Zionisten auch völlig ungefährlich sei. Broder und andere Zionisten wittern die Gefahr denn eher im oftmals linken Antizionismus und der weit verbreiteten Israelkritik, die in der Mitte des Volkes angekommen ist. 59 Prozent halten Israel laut einer Umfrage für die „größte Gefahr für den Weltfrieden“, gefolgt von den USA. Mahler erweist also als Hobby-Holocaustleugner also einen Bärendienst.

Auf einem völlig anderen Blatt steht es nun freilich das es absolut unehrenhaft und pervers ist einen Rentner wie Horst Mahler für Jahre zu verknasten. So handelt es sich bei der Strafverfolgung von „Holocaustleugnern“ für eine absolute Sondergesetzgebung. In Israel kann theoretisch etwa jeder behaupten es habe den Holocaust gar nicht gegeben. Nicht nur das! Eine der bedeutensten israelischen Parteien, die orthodoxe Schas-Partei treibt in dem Zionistenstaat – bei gleichzeitigem Bekenntnis zu Israel – den Selbsthass auf die Spitze. Der Holocaust sei die angeblich „gerechte Strafe Gottes“, da sich die Mehrheit der europäischen Juden durch den Säkularismus von den Geboten Gottes abgewandt habe. In dieser Denkweise wird ein Adolf Hitler zum Ausführenden des Willens des „jüdischen Gottes“. Diese Partei stellt in abwechselnden Koalitionsoptionen mit dem rechts- und linkszionistischen Lager immer wieder eine Reihe von Minister.

Auch kann man in der BRD jeden anderen Völkermord in Abrede stellen. Wer etwa in der BRD behauptet die Türkei habe keinen Holocaust an den Armeniern begangen, Belgien hätte nicht Millionen Kongolesen wegen ein paar Diamanten vernichtet, oder wer die Verbrechen Stalins oder Maos in Frage stellt, der muss nicht mit einer langjährigen Gefängnisstrafe rechnen. Dies hat damit zu tun das der Holocaust an den Juden als angeblich einmaliger Vorgang betrachtet wird, was im übrigen die Opfer anderer Völkermorde beleidigt und abwertet.
Gegen diese Sondergesetzgebung hatte sich einst auch der ehemalige Zentralratsvorsitzende Galinski ausgesprochen und gemeint er sei gegen bundesdeutschen „Schutzpark“ für Juden. Dessen Tochter gilt heute im übrigen als Ikone der linken Israelgegner. Aus einem völlig anderen Eck stammt dann aber die Forderung des polnischen rechtszionistischen WWG-Juden Broder der Straftatbestand der Holocaust-Leugnung sei abzuschaffen.

Siehe: http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2009/11/13/holocaustleugnung-straffrei_1881

Der „Achse des Guten“-Imperialist möchte das sich die BRD-Politik dem aus seiner Sicht „Wichtigen“ zuwendet. Statt einen Horst Mahler zu verknasten, soll die Bundeswehr lieber Bomben auf Teheran und andere antizionistische Staaten werfen. Daß die Broder-Forderung (Aufhebung der Holo-Sondergesetzgebung) unkritischen Beifall bei den Dummfaschisten des Altermedia-Spektrums fand, ohne dessen Absichten zu beleuchten, darf aber nicht verwundern.

Broder hat zwar zumeist unrecht, aber eine der Broder-Analyse trifft den Nagel durchaus auf den Kopf. Laut Broder geht es dem Antisemiten gar nicht darum was Juden tun oder äußern. Dem Antisemiten geht es schlicht darum das Juden eben Juden sind. Ob also der Jude Kapitalist (Greenspan, Soros)ist oder Antikapitalist (Marx, Trotzki) spielt für den echten Antisemiten keine Rolle. Auch deutschnationale Juden, wie diejenigen des deutsch-jüdischen Frontkämpferbundes der Weimarer Republik können den Antisemiten nicht milde stimmen.

Abschließend lässt sich sagen das die Sache des Volkes dafür eintritt die Sondergesetzgebung „Holocaust-Leugnung“ abzuschaffen. Niemand sollte wegen einer historischen Meinungsäußerung im Knast landen. Allerdings kann es wie der verstorbene wertkritische Marxist Robert Kurz sehen. Nach diesem ist der Holocaust als radikale Form des mörderischen kapitalistischen „Verwertungsprozess“ zu interpretieren. Die politisierte „Holocaust-Religion“ (Werner Pirker) nutzt aber nur den Zionisten und der WWG als Ganzes und behindert die deutsche nationale Souveränität. Zudem dient der Holocaust heute als Begründung für immer neue Kriege der WWG.

Verfasser: Sozrev

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