Das Erfolgskonzept der AfD

Den beiden rechtsstehenden Publizisten Götz Kubitschek und Ellen Kositza wurde unlängst die Aufnahme in die „Alternative für Deutschland (AfD)“ verwehrt. Offensichtlich hängt das Erfolgskonzept der AfD davon ab, namhafte bzw. gesellschaftlich verrufene Personen von der Mitgliedschaft auszuschließen.

Allemal gilt: Nichts ist so erfolgreich wie der Erfolg! Dies gilt auch und gerade für die AfD. Das Erfolgsrezept der AfD besteht offensichtlich darin, den Luftballon mit dem Namen „Alternative für Deutschland“ hochsteigen zu lassen, durch das Wort „Deutschland“ deutsche Patrioten magisch anzuziehen, vor allem nationale Wähler zum eigenen Erfolg zu nutzen; aber bei der Auswahl des Führungspersonals dezidiert nationale Personen, die als solche öffentlich bekannt sind, als Mitglieder und Versammlungsredner auszugrenzen.

Ellen Kositza, die seit Jahren für die „Junge Freiheit“ Artikel vor allem im Feuilleton verfaßt, hatte es auf den Punkt gebracht, als sie im Internetblock der „Sezession“ meinte, daß sie und ihr Ehemann Götz Kubitschek bei der AfD „strategisch unerwünscht“ seien.

Siehe hierzu:
http://www.sezession.de/48873/bei-der-afd-bin-ich-strategisch-unerwuenscht-oder-nicht-ich-sondern-ueberhaupt.html

Schließlich lehrt uns alle Erfahrung – bis zu den „Republikanern“ der 1980er und 1990er Jahre zurück -, daß sich die etablierten und linken Medien auf Mitglieder und vor allem Führungspersonen stürzen, gegen diese Kampagnen entfachen, die nach den Vorgaben der politischen Korrektheit angreifbar sind. Genau deshalb wurden Ellen Kositza und Götz Kubitschek, der erfolgreich den rechten Verlag Edition Antaios und die Zeitschrift „Sezession“ betreibt, nicht in die AfD aufgenommen.

Was werfen denn die politisch korrekten Blockwarte und Politkommissare Götz Kubitschek vor? Nicht einmal in einem sogenannten Verfassungsschutzbericht ist dieser Mann erwähnt. In einer Partei bzw. Organisation, die vom „VS“ als „rechtsextremistisch“ eingruppiert wird, war dieser Verleger niemals Mitglied gewesen. Um staatspolitische Alternativen zur BRD, um eine Kritik am Parlamentarismus und am Zustandekommen des Grundgesetzes hat Kubitschek stets einen großen Bogen gemacht. Auch in seiner Rede, die der gebürtige Oberschwabe und Wahl-Sachsen-Anhaltiner am 21. Januar dieses Jahres in Leipzig bei der „Legida“ gehalten hatte, hatte er nicht das politische System kritisiert.

Siehe hierzu:

Allerdings brach Kubitschek eine Lanze für die deutsche, kinderreiche Familie und das Volk als Generationengemeinschaft. Dabei appellierte der Redner daran, die Kulturleistungen aus der deutschen Geschichte als Ansporn für eigene Taten zu verstehen.

Genau diese Mentalität gilt linken und bürgerlichen Redakteuren als „völkisch“ (so die Online-Ausgabe des „Freitag“ vom 18.3.2015).

Siehe hierzu:
https://www.freitag.de/autoren/andreas-kemper/bjoern-hoecke-afd-armumentiert-voelkisch

Und so jemanden können Lucke & Co. nicht in die AfD aufnehmen. Nebenbei bemerkt, wurde offensichtlich Ellen Kositza in Sippenhaft genommen. Ihr können die Bundesvorständler der AfD noch weniger vorwerfen, ist doch die Ehefrau Kubitscheks fast ausschließlich mit Frauen- und Kulturthemen befaßt. Aber indem sie gegen den Gender-Wahn anschreibt, gilt auch sie möglicherweise dem Mainstream als „völkisch“. Zumal die Blondine sieben Kinder hat, was sie sowieso verdächtig macht.

Die Aufnahmeanträge lagen dem AfD-Bundesvorstand mehrere Monate vor, sie wurden – laut neuer Satzung – von einer „Telefonkonferenz“ abgelehnt, das Abstimmungsergebnis nicht den Betroffenen förmlich mitgeteilt, somit auch nicht begründet. Nur auf Umwegen sickerte die Ablehnung der Anträge in die Öffentlichkeit. Der Kreisverband Halle/Saalekreis und der Landesverband Sachsen-Anhalt hatten die Aufnahme schon beschlossen, die Mitgliedskarten ausgestellt. Zu voreilig, wie sich im Nachhinein herausstellte.

Ins Internet sickerte, daß der Bundesvorstand sich daran stört, daß Kubitschek nicht integrierbare Ausländer in deren Herkunftsländer abschieben möchte. Da die AfD für eine kontrollierte, weitere Zuwanderung eintritt, solle sich der rechte Verleger bitteschön eine Partei suchen, die zu ihm paßt. Die NPD? Die wird Kubitschek zu wenig erfolgversprechend sein. Auch sein Bekleidungsstil (Naturfarben) erinnere zu sehr an den „faschistischen Stil“ – ist in manchen Antifa-Foren zu lesen. Der AfD-Vorstand soll sich bei der Prüfung der Anträge diese Auffassung zu eigen gemacht haben. Es ist nicht zu fassen!

Derweil unterstellen linke Gesinnungsschnüffler, daß der Thüringer Landesvorsitzende der AfD Björn Höcke vor einiger Zeit unter dem Pseudonym „Landolf Ladig“ Artikel für das NPD-Blättchen „Eichsfeld-Stimme“ verfaßt habe (vgl. „Der Freitag“ ebenda).

Siehe hierzu auch:
https://andreaskemper.wordpress.com/2015/03/15/wieviel-npd-hockt-in-der-afd/

Träfe dies zu und könnte dies bewiesen werden, wäre Björn Höcke – alias „Landolf Ladig“ – als „völkischer“ Propagandist überführt. Eine antivölkische Hexenjagd durchzieht die Republik!

Es zeichnet sich jetzt schon ein großes Konfliktpotential innerhalb der AfD am Horizont ab. Die Basis dieser Partei ist größtenteils nationalkonservativ bis moderat völkisch geprägt. Nur eine Minderheit bekennt sich zu einer rechtsliberalen Agenda. Allerdings gilt es derzeit in der AfD als Konsens, daß die Repräsentanten der rechtsliberalen Minderheit um Bernd Lucke und Hans-Olaf Henkel die Partei maßgeblich führen und auch nach außen hin repräsentieren. Die Satzungsänderung auf dem letzten Bundesparteitag in Bremen, demzufolge Lucke die Partei alleine führt – statt wie bislang von einen dreiköpfigen Sprecherrat -, weist in diese Richtung. Allerdings stellt sich die Frage, wie lange sich dies die überwiegend nationalkonservative Basis noch länger gefallen lassen wird? Sollen Lucke, Henkel & Co. alleine darüber entscheiden dürfen, wer als Mitglied an einer „Alternative für Deutschland“ mitarbeiten darf? Und wie lange spielen die Repräsentanten des konservativen Flügels, vor allem Alexander Gauland und Frauke Petry, dieses Spiel noch mit?

jüs

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Kommentare

  • Iaroslava  On 21. Mai 2015 at 14:00

    Wer braucht schon rechtsstehende Publizisten?! Wir brauchen sich frontalbewegende Aktivisten!

    Und die Partei, die wir brauchen, ist nicht etwa die veraltete AfD, sondern eine Deutsch-Russisch-Chinesische Einheitspartei der neuen Epoche!

  • Schwab  On 21. Mai 2015 at 14:21

    Das entscheiden nicht Sie, sondern die Tausenden Zuhörer von Götz Kubitschek, die Tausenden Verlagskunden von ihm und die Tausenden Leser von Ellen Kositza in „Junge Freiheit“.
    Im übrigen wie schön, daß Sie uns für immer verlassen wollten und uns jetzt wieder über unsere Irrtümer aufklären …

  • Iaroslava  On 21. Mai 2015 at 15:44

    Herr Schab, lassen Sie sich doch von mir nicht stören, ich schreibe lediglich sporadisch hier; ich will doch keine Chefkolumnistin hier werden! Ich könnte bis jetzt leider noch kein Portal für konservative Stalinisten in Deutschland entdecken, also muss ich mich notgedrungen noch etwas länger hier verweilen. Dieses Portal ist doch fürs Volk, oder etwa nicht?

  • Iaroslava  On 21. Mai 2015 at 19:57

    Dass Jörg Kubitschek sein Leben lang irgendwas quasi-Gehobenes, Diffuses, Seufzendes und Langatmiges schreibt und sagt, ist anzunehmen. Aber ist er deswegen „rechts“? Was hat er denn getan, um sich als „rechts“ zu stilisieren? Verteidigt er vielleicht alte christliche Tradition? Hat er z. Bp. den Klassiker der hohen gestigen christlichen Kultur – Ignatij Brjanchaninow – gelesen?
    Ist Jörg Kubitschek vielleicht persönlich ein leuchtender Beispiel, der viel betet und ein Verfolgter gläubiger Christ im Freimaurer-, Sekten-, Synagogen- und Sodomie-Land „BRD“ ist?
    War er vielleicht im Kloster auf dem Berg Athos oder auf der Pilgerfahrt in Heiliger Rus?

    Engagiert sich Jörg Kubitschek vielleicht in der „Anti-Gay“-Bewegung von Scott Lively, um den rotzfrechen Sodomiten und den Kinderschändlern in der verkommenen amerikanischen Kolonie „BRD“ konkret Widerstand zu leisten?

    Was für ein riesiges Weh-Wehchen hat nun Jörg Kubitschek derzeit? Hat er einfach ein Pöstchen in einer quasi-gehobenen Parteichen AfD nicht bekommen, und jetzt müssen wir alle wissen, wie ungerecht das doch ist? Oder möchte er Deutschland retten, aber die bösen Linken hindern ihn ganze Zeit daran? Oh je, armer Jörg Kubitschek!

  • sozrev  On 22. Mai 2015 at 10:28

    Götz Kubitschek ist ein BRD-Konservativer, soll heußen er rezipiert aus nostalgischen Gründen die „Konservative Revolution“, traut sich aber aufgrund des Verfassungsschutzes und BRD-Sozialisierung nicht inhaltlich die Thesen der KR im hier und jetzt aufzugreifen, dann müsste er nämlich schreiben das er das BRD-System abwickeln will und dann müsste er den Parlamentarismus als „Herrschaft der Minderwertigen“ ablehnen.

  • Schwab  On 22. Mai 2015 at 11:15

    @Sozrev

    Zustimmung. Zur Ergänzung: Kubitschek hatte neulich während einer Rede das Wort „System“ verwendet, gegen das er jetzt anzustänkern gedenkt!?
    Man sollte sich vergegenwärtigen – gerade aus einer sozialrevolutionären Analyse -, daß Kubitschek viel zu verlieren hat: einen guten Ruf in rechtskonservativen Kreisen, den Ruf bei seiner Frau und seinen Kindern ein auch wirtschaftlich erfolgreicher Ehemann und Vater zu sein, den Kontakt zu seinen bürgerlich akademischen Autoren, zu seinen Kunden, die ihm eine mittelständische Existenz ermöglichen.

  • sozrev  On 22. Mai 2015 at 11:24

    laroslava:

    Es gibt auch so etwas wie selbsternannte „Stalinisten“. Ein wirklicher „Stalinist“ käme nun nie auf die Idee die griechische Reformisten und Linkssozialdemokraten von der Syriza als seine „Freuden“ zu bezeichnen. Die Reformisten gelten den griechischen Kommunisten jedenfalls als „linke Rerserve“ des kapitalistischen Systems, als EU und NATO-Büttel, als Betrüger der Arbeiterklasse, usw. Der KKE gilt der Tsipras als der „griechische Obama“. http://inter.kke.gr/de/articles/SYRIZA-Die-linke-Reserve-des-Kapitalismus

  • Schwab  On 22. Mai 2015 at 12:18

    @Sozrev

    Richtig. Hinzu kommt, daß Josef Stalin niemals zum Eintritt in die christlich-orthodoxe Kirche aufgerufen hätte. Diese Kirche wie die anderen Glaubensgruppen waren in der Sowjetunion verboten. Da hilft auch nicht der Hinweis, daß Stalin aus taktischen Gründen (!!!) im „Großen Vaterländischen Krieg“ den christlichen Volksglauben miteinbezogen hatte.

  • sozrev  On 22. Mai 2015 at 14:54

    Allerdings war Stalin in seiner Jugend Schüler eines orthodoxen Priesterseminars. Der Marxismus hat dann allerdings Religion grundsätzlich verdammt, was sicherlich einer der größen Fehler des Marxismus war. Soweit ich weiß hat Stalin sogar die katholische Kirche in Russland gegenüber der orthodoxen bevorzugt, da er der orthodoxen aufgrund des Zarismus nicht traute und den Katholizismus als Gegengewicht aufbauen wollte. Aber bestimmte Damen müssen das freilich ausblenden, da sie ja ihr eigenes Weltbild bewahren wollen – vor einer historisch-konkreten Sicht.

  • Iaroslava  On 23. Mai 2015 at 06:05

    @ sozrev und Schwab:
    / Zur Kenntnisnahme:
    in den deutschen Ländern gibt es seit längerem eine grassierende Krankheit – man wird, ohne es zu merken, ein sog. „Klugsche.ßer“.
    Die Evidenz zeigt, dass auch diese Seite („Sache des Volkes“) von dieser Epidemie schwer befallen ist.

    Als Heilungsmittel wird empfohlen:

    1) Intensivkurse Russisch und Altkirchenslawisch zu belegen, um das Stadium der Analphabeten endlich zu überwinden und reife Urteile bzgl. der Russischen Geschichte bilden zu können;

    2) Zwei Bücher von (Professor für Int. Finanzwiss.) Валентин Катасонов auf Russisch zu lesen:

    (1) „История как промысел Божий“. Москва, Институт Русской Цивилизации, 2014. ISBN: 9785426100831;

    (2) „Экономика Сталина“. Москва, Институт Русской Цивилизации, 2014. ISBN: 9785426101067.

    3) Zum Rechtgläubigen Christen konvertieren und über groben Unfug, den man in seiner Hybris meinte, über Russland zu wissen, reumütig zu beichten.

  • Iaroslava  On 23. Mai 2015 at 09:01

    Was wäre wirklich interessant zu wissen:

    wann begreift endlich der letzte deutscho-zionistischer Schreiberling, wie bspw. Thorsten Jungholt, welcher den Artikel “Um Putin abzuschrecken, braucht es den Leopard-II” geschrieben hat:

    http://www.welt.de/debatte/kommentare/article141386828/Um-Putin-abzuschrecken-braucht-es-den-Leopard-II.html

    – dass (1) hinter Vladimir Putin fast 100% des Russischen Volkes steht – und auch wir – Rusinen/Ruthenen aus der West-Ukraine; (2) dass Vladimir Putin, um Unterschied zum erbärmlichen Lakai-Schreiberling Jungholt, durch nichts abzuschrecken ist, und (3) dass wir, Stalin- und Putin-treue Partisanen wissen bereits jetzt, dass Leopard sehr gut brennen kann.

    = All-Slawischer Widerstand gegen alle Schreiberlinge des deutscho-zionistischen russophoben Kriegshetz-Blattes “Die Welt” jetzt! =

  • sozrev  On 23. Mai 2015 at 12:46

    laroslava:

    Du nervst langsam! Ich werde in Zukunft deine „Beiträge“ zensieren. Wir sind ja hier nicht gezwungen jedem Fall für den Psychiater ein Forum zu bieten.

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