Wer ist ein Nazi?

Der Fraktionsvorsitzende der AfD im Thüringer Landtag Björn Höcke hatte unlängst viel Empörung auf sich gezogen, als er über die NPD sagte: „Ich gehe nicht davon aus, daß man jedes einzelne NPD-Mitglied als extremistisch einstufen kann.“ Daraufhin hagelte es Rücktritts- und Ausschlußforderungen von Seiten des rechtsliberalen Flügels der AfD.

Siehe hierzu:
http://www.welt.de/regionales/hamburg/article140783721/Nord-AfD-fordert-Absetzung-des-Thueringer-Landesparteichefs.html

In Schutz genommen wurde Höcke daraufhin von Jürgen Elsässer, der auf einer Compact-Veranstaltung meinte, daß man „nicht jedes NPD-Mitglied als Nazi“ bezeichnen kann.

Siehe hierzu (ab Minute 43):

Grund genug sich einmal Gedanken darüber zu machen, wer überhaupt ein „Nazi“ ist? Im Grunde genommen gibt es hierzu drei begriffliche Ansätze: Zum einen den wissenschaftlich historisch begründeten, zum anderen den deutsch antifaschistischen; hinzu kommt die rein polemische Begriffsverwendung.

Der polemische Nazi-Vorwurf:

Elsässer selbst liefert unfreiwillig ein Beispiel für die rein polemische, diffamierende Verwendung des Nazi-Vorwurfs, indem er die Partei der „Grünen“ als solche beschimpft (siehe den Youtube-Verweis oben; Minute 43). Im Grunde genommen dockt Elsässer hierbei an Götz Aly an, der in den Achtundsechzigern geistige Nachfahren der Nazis sieht.

Siehe hierzu:
https://de.wikipedia.org/wiki/Unser_Kampf_1968_%E2%80%93_ein_irritierter_Blick_zur%C3%BCck

Solche Polemik funktioniert über die unwissenschaftlich motivierte Scheinbegründung, derzufolge man isoliert einzelne Wesensähnlichkeiten betrachtet – daß beispielsweise das erste Naturschutzgesetz in Deutschland unter Hitler verabschiedet wurde, die „Grünen“ ab 1980 sich vor allem für den Umweltschutz einsetzen, und so weiter und so fort.

Daß derartige selektiv, verkürzte Argumentation mit wissenschaftlichen Methoden nichts gemein hat, versteht sich von selbst. Hierbei geht es schlichtweg darum, den politischen Gegner zu diffamieren, ihn zu kriminalisieren – ihn mit den Leichenbergen, für die das Hitler-Regime verantwortlich gewesen war, in Verbindung zu bringen. In die gleiche Kerbe schlagen diejenigen auf der politischen Rechten, die Kommunisten und andere totalitär gesinnte Linke als „Linksfaschisten“ bezeichnen – nur deshalb, weil sich die totalitären, gewaltsamen Methoden aller Totalitären ähneln. Von gleicher unsinniger Manipulation ist die Gleichsetzung in dem Begriff „Islam-Faschismus“, da doch Islamisten totalitär und zudem antijudaistisch gesinnt sind. Daß Islamisten keine Nationalstaatsbefürworter wie die Faschisten sind (aber nicht alle Nationalstaatsbefürworter sind Faschisten!) und die Nazi-Faschisten Rassenantisemiten gewesen waren, die Islamisten hingegen als Universalisten vom Rassenstandpunkt überhaupt nichts halten, sei hier nur erwähnt, um die unwissenschaftliche, selektive Verwendung solcher verkürzten Begriffsschöpfungen zu verdeutlichen.

Ähnlich verhält es sich mit dem inflationär mißbrauchten Antisemitismus-Vorwurf. So beschimpfte beispielsweise der dem Zionismus zuzurechnende Journalist Henryk M. Broder den linksliberalen deutschen Journalisten Jakob Augstein als „Antisemit“, weil dieser sich für die Menschenrechte der Palästinenser aussprach.

Siehe hierzu:
http://www.faz.net/aktuell/politik/jakob-augstein-ein-antisemit-kein-spass-mehr-12015602.html

Der antifaschistische Nazi-Vorwurf:

Der antifaschistische Nazi-Vorwurf setzt in der Regel jeden „Rechtsextremisten“ mit „Nazis“ gleich. Oftmals mit der unsinnigen Begründung, da doch „Rechtsextremisten“ als Redner auf Veranstaltungen auftreten, die auch von Nazis besucht oder gar organisiert werden. Demzufolge ist man also das, mit was man sich zumindest partiell abgibt bzw. umgibt. Die Antifa argumentiert auch hierbei strukturell bürgerlich: wer einen schlechten Umgang pflegt, ist eben selber schlecht. Bei dieser Argumentation geht es um nichts anderes als um gesellschaftliche Reputation.

Nach dieser Antifa-“Logik“ wäre jeder Veranstaltungsteilnehmer einer linken Demo ein Kommunist, nur weil auf solchen Demos auch eine Minderheit von Kommunisten dabei ist. Nach der gleichen „Logik“ gelte ich in Antifa-Medien oftmals als „Nazi“, weil ich mich doch (auch!) mit „Neonazis“ abgebe. Die Frage, warum ich versuche Einfluß auf „Neonazis“ zu gewinnen – nämlich um diese von meiner Art des Nationalismus zu überzeugen, von der Hitler-Verehrung wegzubringen – wird dabei nicht berücksichtigt.

Siehe hierzu:
http://de.indymedia.org/2012/01/322868.shtml

Grundsätzlich ist die Antifa-Methode, alle deutschen Nationalisten und Patrioten als „Nazis“ zu diffamieren, mit wissenschaftlichen Methoden nicht zu vereinbaren. An dieser Stelle soll nur der Hinweis genügen, daß der Nationalismus – nicht nur der deutsche – im 19. Jahrhundert entstanden ist, als von Adolf Hitler und Alfred Rosenberg als Politiker und Ideologen noch keine Rede sein konnte.

Siehe hierzu das Lexikon „Geschichtliche Grundbegriffe“, Stichworte: „Volk, Nation, Nationalismus, Masse“, das in jeder geisteswissenschaftlichen Abteilung deutscher Universitätsbibliotheken, teilweise auch in Stadtbibliotheken einzusehen ist:
http://www.klett-cotta.de/buch/Andere_Handb%C3%BCcher/Geschichtliche_Grundbegriffe._Band_1_-_8/2/5388

https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichtliche_Grundbegriffe

Zudem sind die ideologischen Strömungen des Nationalismus so mannigfaltig, daß sich diese nicht ernsthaft auf das Weltbild Hitlers, Himmlers und Rosenbergs verkürzen lassen. Zumal die Frage aufzuwerfen wäre, ob Hitler zwar teilweise dem deutschen Nationalismus – vor allem in seiner Revisionspolitik gegen das Versailler Diktat – zuzuordnen wäre, sich aber mit seinem Sozialdarwinismus („höher- und minderwertige“ Völker und Rassen) und seinem Raumeroberungsprogramm („Lebensraum im Osten“) als Imperialist reinster Sorte entpuppte?

Der wissenschaftliche Nazi-Begriff:

Der wissenschaftliche Nazi-Begriff wird vor allem von den Ämtern des sogenannten Verfassungsschutzes geprägt. Hinzu treten andere professionelle „Rechtsextremismusexperten“. „Professionell“ in dem Sinne, daß sich diese Fachleute als Profis, das heißt im beruflichen Kontext mit dem „Nazi“- und „Rechtsextremismus“-Begriff und dem entsprechenden politischen Spektrum befassen – also in ihrer Eigenschaft als Politologen und Journalisten. Das bedeutet natürlich nicht, daß wir Nationalisten unkritisch deren Begriffsverwendung übernehmen sollten.

Hinzu kommt das Defizit, daß man im nationalen Lager diese Begriffe, die man als vom politischen Feind besetzt und bestimmt empfindet, überhaupt nicht selbst analysiert und definiert. Im Grunde genommen entsteht gerade im Nationalen Widerstand der Eindruck, daß es in unseren Reihen bzw. in unserem Spektrum überhaupt keine „Nazis“ gebe, dies nur der Propaganda bzw. Diffamierung von Antifa, Lügenpresse und „Verfassungsschutz“ entsprungen wäre.

Wir sollten zunächst einmal davon ausgehen – sozusagen als Arbeitshypothese -, daß es gerade innerhalb des deutschen Nationalen Widerstands viele „Nazis“ gibt. Wir sollten klären, welche Personen, Personengruppen und ideologischen Profile dem „Neonazismus“ zugehörig sind und welche nicht.

Durchweg unterscheidet sich der professionelle bzw. wissenschaftliche „Nazi“-Begriff von dem der Antifa. Während für die Antifa jeder deutsche Nationalist, zum Teil sogar gemäßigte Patrioten wie die von REP und AfD als „Nazis“ gelten – während die antiimperialistische deutsche Linke sehr wohl mit Nationalisten aus dem Ausland bzw. mit solchen unter Migrantengruppen (Kurden usw.) zusammenarbeitet -, gilt für den „Verfassungsschutz“ nur das Spektrum der Hitlerverehrer und Dritte Reichs-Verherrlicher als „Neonazis“. Dabei gehören im VS-Bericht die „Neonazis“ als Teilmenge dem Spektrum des „Rechtsextremismus“an, aber weite Teile dieses Gesamtspektrums werden vom VS nicht als „Neonazis“ bezeichnet. Nicht einmal die NPD wird in den VS-Berichten in ihrer Gesamtorganisation dem „Neonazismus“, sehr wohl aber allgemein dem „Rechtsextremismus“ zugerechnet.

Nach meinen jahrelangen Beobachtungen besteht die NPD seit den 1990er Jahren zu etwa einem Drittel aus „Neonazis“, aber viele Mitglieder und Funktionäre, die ich kenne, wie Arne Schimmer, sind keine „Neonazis“ im Sinne von Hitler- und Dritte Reichs-Apologie.

Der „Extremismus“-Begriff, wie ihn der VS geprägt hat, bezeichnet das politische Spektrum von rechts und links – hinzu kommt der Extremismus von rechts und links unter Ausländern, die in Deutschland leben, sowie der Islamismus -, das sich argumentativ gegen die bestehende politische Ordnung von Grundgesetz und FDGO richtet. In diesem Sinne ist freilich, um zur Ausgangsfrage, die Björn Höcke aufgeworfen hat, die NPD sehr wohl eine rechtsextremistische Partei. Den meisten Mitgliedern, die ich kenne, schwebt eine andere, nationalstaatliche und völkische politische Ordnung vor. Aus Sicht des VS handelt es sich hierbei um „Rechtsextremisten“.

„Rechtsextremisten“ sind laut VS-Berichten Menschen mit einer nationalistischen Überzeugung, die sie auch öffentlich äußern. „Rechtsextremismus“ ist beim VS ein Synonym für Nationalismus, wobei die Frage, ob es auch einen linken Nationalismus bzw. eine linksnationale Position geben könnte, ausgeblendet bleibt.

In sich schlüssig ist dabei allemal die Terminologie von „Wikipedia“. Denn wenn für „Wikipedia“ wir Nationalisten „Rechtsextremisten“ sind, dann gehören der „Sache des Volkes“ eben „rechtsextreme Sozialrevolutionäre“ an.

Siehe hierzu:
https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtsextreme_Netzwerke#Unabh.C3.A4ngige_Netzwerke

Womit „Wikipedia“ allemal wissenschaftlicher arbeitet als manche Schreiberlinge aus dem Neonazi-Spektrum, die uns von der SdV – historisch und ideengeschichtlich falsch – als „Bolschewisten“, ihren eigenen Pseudo-“Sozialismus“ als „Nationalen Sozialismus“ bezeichnen.

Ganz anders unsere professionellen, um wissenschaftliche Methoden bemühten politischen Gegner, die mich durchweg – wahrscheinlich nahezu ausnahmslos – als der extremen Rechten zugehörig, aber keinesfalls als „Neonazi“ bezeichnen.

Siehe hierzu beispielsweise:
https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Schwab_%28Publizist%29

http://www.endstation-rechts.de/news/kategorie/medien/artikel/zwischentag-in-erlangen-vernetzungstreffen-der-neuen-rechten.html

Eine Besonderheit leistet sich herbei das „Netz gegen Nazis“, das unter dieser Überschrift alle möglichen deutschen Nationalisten und Patrioten – wie Dieter Stein und Bernd Lucke – in einem Internetlexikon vorstellt, dabei meine Person mit „nationalrevolutionärer Publizist“ bezeichnet.

Siehe hierzu:
http://www.netz-gegen-nazis.de/category/lexikon/schwab-juergen

Bei diesem Spagat, meine Person als „Nationalrevolutionär“ in der Tradition von Ernst Niekisch und anderen einzugruppieren, aber dennoch unter der seit 1945 stigmatisierenden Überschrift „Nazis“ laufen zu lassen, ist wohl einem Kompromiß aus wissenschaftlichem Bemühen und der Herkunft der Autoren aus der Antifa entsprungen.

Wie glaubwürdig ist Björn Höcke?

Kehren wir abschließend wieder zum Ausgangspunkt unserer Betrachtung zurück. Wie glaubwürdig ist die Aussage von Björn Höcke, nicht alle NPD-Mitglieder seien „Extremisten“? Da Höcke mittlerweile auf öffentlichen Druck hin eingeräumt hat, mit Thorsten Heise befreundet zu sein – was seine private Angelegenheit ist -, wird genau diese Frage zum öffentlichen Thema. Ist Höckes Freundschaft zu Heise nur privat oder bezieht sich diese auf gemeinsame politische Überzeugungen. Das ist die Frage, die die linksliberale Tageszeitung „taz“ aufwirft.

Siehe hierzu:
http://www.taz.de/Thueringer-AfD-Funktionaer-und-die-NPD/!5204587/

Hat Höcke möglicherweise unter dem Pseudonym „Landolf Ladig“ in Publikationen veröffentlicht, die Heise herausgibt? Schließlich ist Heise glühender Hitlerverehrer, was dieser niemals bestreiten würde. Wenn Heise kein Nazi wäre, würde es überhaupt keine Nazis geben. Das wäre dann nur noch eine Propaganda der „Antifa“ und des VS. Zudem ist Heise Nazi-Faschist, da er seine Hauptaufgabe darin sieht, die Reihen des Nationalen Widerstands von „Bolschewisten“, die er wie mich dafür hält, zu säubern. Schon vor Jahren versuchte er Vortragsreisen von mir durch Norddeutschland per Telefon zu stören. Die Organisatoren von Veranstaltungen, die mich als Redner einluden, sollten mich wieder ausladen. Vor Jahren konnten er und Thomas Wulff im damaligen NPD-Parteivorstand den damaligen Parteivorsitzenden Udo Voigt davon überzeugen, daß ich als „Bolschewist“ kein Schreibrecht in der „Deutschen Stimme“ haben soll.

Siehe hierzu:
http://www.endstation-rechts.de/news/kategorie/deutsche-stimme/artikel/npd-blatt-raeumt-auf-juergen-schwab-und-axel-reitz-erhalten-schreibverbot.html

Möglicherweise ist das die Keimzelle der „Volksfront von rechts“, von der der Nazi-Faschist Thomas Wulff träumt: sein Nazi-Kamerad Thorsten Heise (NPD) und der Konservativ-Völkische Björn Höcke (AfD) im Kampf gegen den „Bolschewismus“ (in Wirklichkeit gegen jede Form der sozialen Revolution) vereint. Damals hieß das „Harzburger Front“, bestehend aus NSDAP, DNVP, Hugenberg-Presse und Stahlhelm.

Siehe hierzu:

Für Nationale Sozialisten war in diesem reaktionären Rechtsbündnis kein Platz mehr, für Gregor Strasser und Ernst Röhm ging dieser Kurs tödlich aus, Otto Strasser überlebte im Exil, Ernst Niekisch im Zuchthaus.
Jürgen Schwab

Bücher von Jürgen Schwab:
Die Manipulation des Völkerrechts. Wie die „Westliche Wertegemeinschaft” mit Völkermordvorwürfen Imperialismus betreibt. Kyffhäuser Verlag, Mengerskirchen 2011, 14,95 Euro. (Unter anderem in diesem Buch setzt sich der Autor für die Freiheit der Wissenschaft und Publizistik auch für Geschichtsrevisionisten ein!)
Angriff der neuen Linken – Herausforderung für die nationale Rechte. Hohenrain Verlag, Tübingen 2009, 19,80 Euro.
Die „Westliche Wertegemeinschaft”, Abrechnung, Alternativen. Hohenrain Verlag, Tübingen 2007, 19,50 Euro.
Volksstaat statt Weltherrschaft. Das Volk – Maß aller Dinge. Hohenrain Verlag, Tübingen 2002, 9,80 Euro.

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Kommentare

  • sozrev  On 22. Juni 2015 at 10:57

    Also für Heise müsste Höcke eigentlich ein „Bolschewik“ sein:

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article140323582/AfD-Landeschef-will-DDR-Familienpolitik-zurueck.html

  • sozrev  On 22. Juni 2015 at 11:55

    Zu den Grünen. Die lettischen Grünen koalieren zumindest in Lettland mit der „Nationalen Allianz“, eine Partei die aus der Tradition der Waffen-SS stammt. Auf EU-Ebene nehmen es die deutschen Grünen bei der Zusammenarbeit mit Nationalisten nicht so streng, wie in Deutschland. So arbeiten auch die deutschen Grünen im EU-Parlament mit zahlreichen nationalistischen Parteien zusammen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Freie_Allianz

    Unter anderem auch mit der Südtiroler Freiheit…also nimmt man den „Antifaschismus manchmal auch bezogen auf nationale Kräften im deutschen Sprachraum nicht so genau…

    https://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%BCd-Tiroler_Freiheit

  • Schwab  On 22. Juni 2015 at 19:05

    @Sozrev

    Wenn Höcke die kinderfreundliche Politik der DDR lobt, würde ihm Heise wohl kaum widersprechen. Es geht doch um die Heiligkeit des bürgerlichen Privateigentums, wogegen die DDR massiv verstoßen hatte. Die deutschen Millionäre und Milliardäre sollen alles an Vermögen und Einkommen behalten dürfen. Das sei der Grundsatz des „Nationalen Sozialismus“.

    Für Elsässer ist klar, daß er die Grünen mit der NSDAP gleichsetzen muß, da beide Parteiführungen gegenüber politisch Andersdenkenden intolerant sind. Bei Götz Aly kommt noch hinzu, daß NSDAP und Grüne für den Naturschautz eintraten bzw. eintreten.

    Siehe:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Reichsnaturschutzgesetz

    Ich meine, daß dies für eine Gleichsetzung zu wenig ist. Und auch die Sprache ist verschieden, wenn die Nazis meinten, daß der „deutsche Mensch“ den „deutschen Wald“ brauche. Worin ich selbst ihnen in diesem Punkt zustimme.

    Was bei den Grünen ist typisch deutsch ihre nervige pedantische Art als „Öko-Faschisten“. Wie Merkel und Schäuble die Griechen mit ihren finanzwirtschaftlichen Vorhaltungen nerven.

    Bei den polemischen Gleichsetzungen wird zumeist so verfahren, daß die Gründe, die gegen eine Glewichsetzung sprechen, weggelassen werden. Die Grünen sind ja heute wirklich die volksschädlichste Partei in Deutschland: alles was Tradition ist, wird abgelehnt, dafür Gender-Wahn, Schwulen-Ehe, die Grünen sind die radikalste Einwanderungspartei seit Jahren, was den Gegenpol zur NSDAP-Rassenpolitik darstellt.

  • Nürnberg  On 23. Juni 2015 at 06:23

    Anfangs hört es sich schon ziemlich lächerlich an, dass gerade jemand wie Heise versucht, Nationalrevolutionäre zu diskreditieren und diese auszuschließen, aber im Gegenzug V-Leute in seiner Partei völlig in Ordnung findet(„Die Story im Ersten: V-Mann-Land“, https://www.youtube.com/watch?v=soyyyOgNnMg ab Minute 19:40). Andererseits ist so etwas doch genau im Interesse des Staates, wenn Leute mit vernünftigen und wirklich radikalen Ideen keinen Einfluss gewinnen und gleichzeitig gesteuerte (und ungesteuerte) Provokateure beim Normalbürger für Kopfschütteln sorgen können.

  • sozrev  On 23. Juni 2015 at 15:15

    Auf EU-Ebene ist der Kampf gegen Rechts durch die Grünen freilich arg unglaubwürdig, da sich in der EU-Fraktion nationalkonservative Parteien finden lassen.

    Die Grünen hatten sogar im EU-Parlament teilweise mit einer völkischen Partei aus Bulgarien kooperiert („Endlösung der Zigeuenerfrage“).

    http://www.marianne.net/Les-mauvaises-frequentations-de-Jose-Bove_a202905.html

    Beim Thema „NSU“ sollten die Grünen dann vielleicht einmal die Klappe halten:

    http://www.bifff-berlin.de/Roeder.htm

    Auf EU-Ebene gibt es aber bei den europäischen Grünen offenbar auch keine Mehrheit für die Anti-Russland-Haltung der deutschen Grünen.

    Schwab:

    Bei „Antibolschewisten“ wie Heise ist der Antiboslchewismus mehr ideologisiert als bei AfD-Nationalkonservativen, die dann populistisch, ohne DDR-Anhänger zu sein, schon mal Teilbereiche der DDR loben. Ein solches Teillob kommt aber für Hitleristen wohl nicht in Frage. Selbst Lucke sprach ja mal positive Seiten der DDR an.

  • Falko Schüßler  On 25. Juni 2015 at 10:34

    Lieber Jürgen,

    so sehr ich Deinen publizistischen Einsatz und Dich als Person und Kameraden schätze und Deine Selbstdefinition als National- und Sozialrevolutionär auch zu einem großen Teil ideologisch mittragen kann, muß ich Dir dennoch sagen, daß ich diesen Artikel für kontraproduktiv und überflüssig halte.

    Zunächst ist eine exakte und wissenschaftliche, politisch-ideologische Ausdifferenzierung angesichts der machtpolitischen Bedeutungslosigkeit des nationalen und konservativen Widerstands und in anbetracht der exterministischen Wut der Feinde alle Völker und Nationen, aus strategischer Sicht, ein Rückschritt, der zur Spaltung und Schwächung des Widerstands führt.

    Weiterhin begehst Du den gleichen Fehler, den Du anderen als Polemik unterstellst. Die Gleichung Nationalsozialismus = Hitler = Leichenberge entstammt der Kriegspropaganda der antideutschen Koalition und taugt weder als historische noch als politische Positionsbestimmung. Die Begriffe „Linksfaschismus“, „Islam-Faschismus“ oder „Nazi-Faschisten“, die Du auf bewährte Kameraden anwendest, dienen ausschließlich der Diffamierung, wie Du selbst erkannt hast. Du begibst Dich also in die gleichen Fußangeln, die Du eigentlich kritisierst. Auch ist „Hitlerverehrung“ kein Synonym für Nationalsozialismus. Man kann durchaus Hitlerverehrer sein ohne den Nationalsozialismus je verstanden zu haben oder Nationalsozialist sein, aber kein Hitlerist.

    Daß Steiner oder Heise Dir persönlich übel taten, ist bedauernswert aber hinsichtlich des politischen Kampfes, den wir alle führen, völlig bedeutungslos. Ich persönlich würde sehr gerne mehr politische Artikel von Dir in der Deutschen Stimme und anderswo lesen.

    Noch ein Wort zum historischen Nationalbolschewismus. Auch wenn ich die Gedankengänge der damaligen Protagonisten durchaus interessant und für diskussionswürdig halte, spätestens mit der Andienung an den Imperialisten und Massenmörder Stalin und seiner Helfershelfer von der Wall-Street (Rote Kapelle, Nationalkomitee, etc.) und der unrühmlichen Haltung im Nachkriegseuropa ist der Nationalbolschewismus in Deutschland moralisch und politisch bankrott. Wer Krieg gegen das Selbstbestimungsrecht der Völker führt, ist, damals wie heute, besser auf der Seite der One-World aufgehoben.

    Mit volkssozialistischen Grüßen
    Falko Schüßler

  • sozrev  On 25. Juni 2015 at 15:44

    Wenn ich mich mal kurz eimischen darf. Die Gleichsetzung von National“sozialismus“ mit den KZ-Leichenbergen ist freilich unwissenschaftlich, aber genau dies steht ja auch in dem obigen Artikel. Aber diese Gleichsetzung ist ja im öffentlichen „Diskurs“ entscheidend, da es hier ja nicht um eine umfassende Beschreibung dessen geht was den National“sozialismus“ ideologisch ausmachte. So wird als der Nationalsozialismus vor allem auf die Leichenberge verkürzt.

    Hitlerverehrung ist nun aber für die meisten im NW die sich als „nationale Sozialisten“ bezeichnen ein Synonym für Nationalsozialismus und auch ein Synonym für Nationalsozialismus im Mainstream-Diskurs.

    Die Mehrheit derjenigen die sich als „nationale Sozialisten“ betrachten sind nun zumindest aus meiner Sicht durchaus als „Nazi-Faschisten“ zu bezeichnen, wobei dies für die allermeisten gar keine Beleidigung sein dürfte, weil man dort gewisse Unterschiede zwischen NS und dem italienischen bzw. spanischen Faschismus betont, aber dann doch eine Wesensverwandtschaft sieht. Der Unterschied war viel mehr darin begründet das der Faschismus auf den Staat ausgelegt war, währen die Hitler-Rosenberg Linie eher den Staat im Vergleich zum Volk in den Hintergrund rückte. Dies wird wohl damit zu tun haben das der italienische Faschismus seine Wurzeln teilweise einst auf der Linken hatte und der Linken geht es um die Erringung der Macht im Staat. Die Wurzeln der NS-Bewegung liegen hingegen eher auf der klassischen völkischen Rechten (Alldeutsche, Deutschradikale in Österreich).

    Die meisten „Nazifaschisten“ denken aber nicht sonderlich politisch und haben wohl von den Inhalten des historischen „NS“ auch nicht so wahnsinnig viel Ahnung. Neben der Person Hitler versteht der Nazifaschist unter seiner Ideologie vor allem Rassendenken (wobei man aber von Rassentheorien selbst nicht so viel Ahnung hat), radikaler „Antibolschewismus“ und die Phrase der „Volksgemeinschaft“, wobei man darunter ganz einfach die „Einheit“ von Unternehmertum und den anderen Klassen und Schichten versteht.
    Das führt dazu das die meisten heutigen Nazifaschisten wirtschaftspolitisch sogar „rechts“ vom damaligen Regierungs-NS stehen.

    Der Begriff des „Nationalbolschewismus“ ist nun sehr schwer zu verstehen und zu fassen. Auf keinen Fall ist es aber möglich diesen Begriff nur mit dem NKFD und Boysen-Gruppe zu verbinden. Dem Wortsinn nach müsste damit ein nationaler „Bolschewismus“ gemeint sein. Das NKWD war etwa eine sowjetgesteuerte Gründung in der sich zunächst deutschnationale Militärs tummelten, die aber keine echten „nationalen Bolschewisten“ waren, sondern eher reformistische soziale und völkische Rechte. Später wurde diese Organisation dann ideologisch gesäubert und vertratt nur mehr eine Linientreue – also einen internationalistischen Marxismus.

    Nach streng wissenschaftlichen Methoden handelt es sich auch beim „Hamburger Nationalkommunismus“ um keinen „Nationalboschewismus“, sondern um einen nationalen Rätesozialismus, also um einen nationalen Linkskommunismus, der links vom Bolschewismus stand.

    Vielleicht kann man aber den Begriff des „Nationalbolschewismus“ teilweise auf Stalin anwenden, da dieser teilweise mit dem „Internationalismus“ im Marxismus brach und so etwas wie eine sowjetische Version eines „nationalen Sozialismus“ war, der dann auch mit dem bürgerlichen Eigentumsbegriff brach (im Gegensatz zur NSDAP). Aus wissenschaftlicher Sicht sind dann die Verbrechen Stalins nicht entscheidend, sondern die Ideologie des „Stalinismus“.

    Die Scheringer-Linie in der KPD ist dann wohl als deuscher nationaler Leninismus zu bezeichnen.

  • Schwab  On 25. Juni 2015 at 17:12

    Lieber Falko,

    danke für Deine Kritik. Vieles ist an Antwort schon von @Sozrev vorweggenommen worden, was ich genauso sehe.

    Der Vorwurf der „Spaltung“ geht gegen mich ins Leere. Ich hatte mich mindestens 15 Jahre bemüht, aus dt. Neonazis zukunftsorientierte Nationalisten zu machen. Diejenigen, die dem nazi-faschistischen Muster von damals verhaftet sind, wie Heise und Wulff, die ihren „Sozialismus“ verwirklicht sehen, wenn alle Sozialisten in Deutschland, auch nationale, ausgeschaltet sind, und sie mit den deutschen Millionären und Milliardären die dt. „Volksgemeinschaft“ bilden möchten – was sie sowieso nicht erreichen werden -, die brauchen wir nicht gewinnen. Die grenzen uns aus und wir brauchen sie auch nicht. Die sind aus meiner Sicht sowieso ein Klotz am Bein. Die diskreditieren unseren nationalistischen und sozialrevolutionären Ansatz.

    Vor Jahren hatte mich Ralph Tegethoff auf der Internetseite von Axel Reitz und auf Altermedia als „Antideutsch“ und „Bolschewist“ diffamiert. Würdest Du an meiner Stelle mit ihm zusammenarbeiten wollen? Ich will mit diesen Leuten nichts zu tun haben. Das sind Faschisten, deren Aufgabe es ist, Leute wie mich auszuschalten. Das nehme ich so zur Kenntnis. Das ist ja auch die Aufgabe von Faschisten, Sozialisten auszuschalten – auch physisch.

    Daß die Gregor Strasser-Fraktion heute immer noch zusammenfassen möchte, was nicht zusammen gehört, ist tragisch, gerade weil hierbei nicht die richtigen Lehren aus dem tragischen Ende von Gregor Strasser gezogen werden.

    MkG
    Jürgen Schwab

  • sozrev  On 26. Juni 2015 at 15:04

    Falko:

    Das Problem ist ja nicht unbedingt das Antisozialisten aus dem NS-Spektrum es verhindern wollen das sozialrevolutionäre Nationalisten in Zeitungen publizieren, als Redner auftreten, weil es für Antisozialisten ja logisch ist Sozialisten auf die ein oder andere Weise auszuschalten oder zu verhindern. Ein Problem ist auch nicht unbedingt das sich Antisozialisten selbst als (nationale) „Sozialisten“ bezeichnen, weil sich die SPD ja als neoliberale Hartz-IV-Partei auch für „sozialistisch“ hält („demokratischer Sozialismus, Parteipgramm) und die Linkspartei unterscheidet sich in Regierungsverantwortung auch nicht wirklich von der CDU (siehe Billanz in Berlin, Brandenburg und Thüringen). Ich würde Heise und Wullf auch gar nicht den Hauptvorwurf machen, sondern eher den vielen Mitläufern, die selbst keine „Nazis“ sind, sondern eher soziale völkische-nationale, aber sich von den Hitleristen davon überzeugen lassen sozialrevolutionäre Nationalisten seien „antideutsche Bolschewisten“. Das mag auch daran liegen das man natürlich antibolschewistisch geprägt ist, aber keine Ahnung davon hat was „Bolschewismus“ und Sozialismus sind, aber gleichzeitigg auch Kapitalismus nicht definieren können.

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