Abhängige „Unabhängige“ Griechen

Die Situation in und um Griechenland spitzt sich derzeit zu. Die von der linksreformistischen Syrzia angesetzte Volksabstimmung über die Bedingungen zur „Griechenlandrettung“, von Seiten von EU, Troika und IWF führen im Mainstream-EU zu einer Putschdiskussion unter dem Motto das die gewählte griechische Regierung praktisch wegzuputschen sei. Unter deutschen „Antirassisten“ kommt es nun auf einmal zu einem rassischen Chauvinismus. Bei den Griechen handele es sich um eine „Mischung aus Slawen, Albanern und Byzantinern“. So heißt es in der Springerpresse etwa: „Die Vorstellung, dass es sich bei den Griechen der Neuzeit um Nachfahren eines Perikles oder Sokrates handeln würde und nicht um eine türkisch überformte Mischung aus Slawen, Byzantinern und Albanern, wurde für das gebildete Europa zu einem Glaubenssatz. Dem konnten sich auch die Architekten der EU nicht entziehen. In seinem Sinne holten sie das schon 1980 klamme Griechenland ins europäische Boot. Die Folgen sind täglich zu bestaunen.“

Siehe: http://www.welt.de/geschichte/article142305296/Griechenland-zerstoerte-schon-einmal-Europas-Ordnung.html

Die Strategie der Bundesregierung scheint aufzugehen. Bei dem Referendum in Griechenland könnten die „Ja-Sager“, also diejenigen die für die endgültige Abdankung der griechischen Souveränität beitragen, leicht in Führung zu liegen. Unter dem Druck von Bundesregierung und EU ist der Anteil der Gegner von 57 auf 43 Prozent zurückgegangen. Der Bundesregierung geht es darum eine Kapitulation der Griechen zu erzwingen. Dies verkauft die SPD als „internationale Solidarität“ und wirft der griechischen Linksregierung „nationalstaatlichen Egoismus“ vor.

In Wahrheit war Tsipras aber zur Kapitulation bereit. So hatte der griechische Ministerpräsident verkündet: „Am Montag nach dem Referendum wird die griechische Regierung wieder am Verhandlungstisch sitzen und sie wird in einer Position sein, aus der heraus sie bessere Bedingungen für die griechische Bevölkerung erreichen kann.“ Eigentlich hatte der Grieche die Waffen gestreckt. Dies machte er in einem Brief deutlich, den er am Dienstag an die Spitzen der EU, der EZB und des Internationalen Währungsfonds schickte. Für einen 30 Milliarden Euro Kredit vom Europäischen Stabilitätsmechanismus über zwei Jahre wäre er bereit, alle Forderungen der Institutionen zu erfüllen, mit Ausnahme eines Nachlasses der Mehrwertsteuer um 30 Prozent für die griechischen Inseln, eine dreimonatige Verschiebung der Erhöhung des Rentenalters auf 67 Jahre und ein langsameres Auslaufen der Solidaritätsleistung für arme Rentner.

Die deutsche Bundesregierung und andere Kräfte in der EU verlangen aber nach einer Absetzung der Syriza-Regierung und einem neuem neoliberalen Helotenregime, welches bereit ist sämtliche Zumutungen durchzudrücken.

BRD-Politiker, wie der EU-Kommissar Günther Öettinger (CDU), denken gar öffentlich über einen Militärputsch nach. So dachte dieser daran „Sicherheitskräfte“ zu mobilisieren um einem sozialen Aufstand in Griechenland vorzubeugen.

Schon 2013 stand ein Militärputsch laut internationalen Medien kurz bevor.

Siehe: http://www.theguardian.com/world/2013/sep/26/greece-democracy-backslide-coup-threat?utm_source=twitterfeed&utm_medium=twitter

Das wäre aber kein Putsch nach dem Gustus von WWG-Politikern gewesen. Griechischen Militärs sei es darum gegangen die „Ehre Griechenlands“ wiederherzustellen. Dann wäre Griechenland heute wohl weder im Euroraum, oder der EU. An diesem Szenario hätte wohl auch die völkische „Goldene Morgenröte“ teilgenommen.

Siehe: http://www.handelsblatt.com/politik/international/putschplaene-griffen-griechische-generaele-nach-der-macht/7199508.html

Ein ähnliches Szenario war wohl in Portugal auf der Agenda.

Siehe: https://juergenelsaesser.wordpress.com/2013/03/09/portugal-militarputsch-gegen-die-euro-diktatur-ja-bitte/

Syriza geht es nun darum Griechenland in der EU und im Euroraum zu halten. So warnen Syriza-Vertreter auch EU-Vertreter davor das ein Grexit das „Ende der EU“ nach sich ziehen könnte. Die deutsche Schwesterpartei der Syriza – die LINKE – bläst in das selbe EU-Horn.Der Oberreformer der Linkspartei Gysi hat dabei vor allem die Profite der deutschen Wirtschaft im Blick.

Siehe: http://www.deutschlandfunk.de/griechenland-gysi-grexit-ist-eine-grosse-gefahr-fuer.694.de.html?dram:article_id=322910

Selbst bei den „Unabhängigen Griechen“, dem rechten Koalitionspartner der Syriza, gibt es nun Unterstützer des neoliberalen Griechenlandbesetzungskurses.

Siehe: http://greece.greekreporter.com/2015/07/02/independent-greeks-party-member-expelled-for-supporting-yes-vote/

Mit Syriza und den Unabhängigen Griechen wird das griechische Volk wohl nicht die nationale Souveränität, die Währungs- und Finanzhoheit zurück gewinnen, da es dem linken und rechten Reformismus um die Utopie einer „besseren“ EU geht. Selbst Island hat gezeigt das die „Untergangszenarien“ der Europäisten kompletter Unsinn sind.

Siehe: http://www.welt.de/kultur/article107705666/Island-ist-gluecklich-ohne-die-EU-und-den-Euro.html

Verfasser: Sozrev

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