Renegaten

Es gibt nicht nur im religiösen, sondern auch im politischen Bereich den Begriff der Renegaten.

Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Renegat#Politische_Renegaten

Dieser Typus des Ex-Linken, der zur nationalen Rechten wechselte hat schon eine historische Tradition. Der italienische „Duce“ Mussolini begann als „Anarchist“ und wandelte sich dann zunächst zum Sozialisten, gab eine Zeitschrift Namens „Klassenkampf“ heraus. Mussolini führte die Kritik des linken Pazifismus – trotz des „Kriegskommunismus“ von Stalin und Trotzki – zum italienischen Imperialismus und Faschismus. Als Führer der faschistischen Bewegung vertrat er dann ein antisozialistisches Programm, wobei allerdings die „Republik von Salo“, wieder ein Schwenk nach „Links“, hin zu einer teilweisen sozialrevolutionären Sichtweise des Faschismus darstellte.

Siehe: http://www.endstation-rechts.de/news/kategorie/faschismus/artikel/das-manifest-von-verona-der-republik-von-salo.html

Unbekannt ist es in NW-Kreisen das auch Adolf Hitler in einer kleinen Phase seines Lebens der politischen Linken angehörte. 1919 warb er zunächst für die Sozialdemokratie und anschließend setzte er sich für die Münchner Räterepublik ein. Das könnte man eigentlich in fast jeder Hitler-Biographie nachlesen.Hitler sollte in der NSDAP schließlich sozialialistische Positionen bekämpfen und ausmerzen.

Auch Joseph Goebbels war zunächst „deutscher Kommunist“.

Auf der heutigen nationalen Rechten findet man auch einige Top-Vertreter der politischen Linken, vor allem aus dem Bereich der 68er.

Zu nennen wäre da etwa Horst Mahler (Ex-SDS, RAF und Maoist).

Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Horst_Mahler

Der enge Vertraute des Studentenführers Dutschke, Bernd Rabehl.

Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Bernd_Rabehl

Der „Dutschke Hamburgs“ Reinhold Oberlercher.

Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhold_Oberlercher

Oder aber Günter Maschke.

Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnter_Maschke

Selbst der „Kommunarde“ und Politclown Langhans tritt heute bei Burschenschaften auf.

Siehe: http://www.dieburschenschaften.de/aktuelle-berichte/bericht/meldung/797/ein-guru-auf.html

Aus dem orthodoxen ML-Bereich sind etwa Michael Koth und Dr. Michael Nier zu nennen.

Der Ex-Antideutsche Jürgen Elsässer vertritt heute einen souveränistischen Kurs und setzt sich tapfer für deutsche Interessen ein.

Siehe: https://juergenelsaesser.wordpress.com/

Die genannten Personen vertreten nun unterschiedliche Positionen. Horst Mahler ist bei der Ghettoposition des Hitlerismus gelandet, Maschke und Rabehl sind Nationalkonservativ – was nicht mit dem AfD-“Nationalkonservatismus“ verwechselt werden sollte. Oberlercher vertritt einen völkischen „Nationalmarxismus“ – der aber in der Kapitalismusanalyse nicht mehr marxistisch ist. Nier und Koth vertreten einen ML-Nationalpatriotismus, während sich Elsässer am russischen und schweizer Modell ausrichtet – also eine Mischung aus „autoritären“ Patriotismus und „basisdemokratischen“ Souveränismus.

Elsässer der heute keine sozialistischen Positionen mehr vertritt, ist sicherlich der Erfolgreichste der Genannten. Über sein Compact-Magazin konnte er Leute wie Peter Gauweiler, AfD-Leute, Egon Bahr, Thilo Sarrazin und Norbert Blüm als Gesprächspartner und Artikelschreiber gewinnen. Seine Souveränitskonferenzen ziehen ein Publikum vom im Schnitt 800 Zuhörer an. Die anderen genannten können bei Vorträgen dagegen im Schnitt wohl nur wenige dutzend Personen erreichen.

Sozialistische Positionen haben es im NW – bei orthodoxen „NS“lern, NPD-Nationalkonservativen und Nationalliberalen – auch schwer. Desweiteren ist die intelektuelle Schwäche zu erwähnen. So wird Horst Mahler gemerkt haben das seine Zuhörer Hegel und Marx weder gelesen, noch verstanden haben. Hier interessiert man sich eher für Mahlers neuere Thesen über „Hitler“ und „die Juden“. Dabei handelt es sich aber unpolitische Positionen, während Hegel für das Staatsdenken von Bedeutung ist und Marx für die Kapitalismusanalyse.

Trotzdem findet er immer weniger Zuhörer, weil Parteipolitiker und Aktivisten eben „Erfolgreich“ sein wollen und da ist wohl die Position des Rechtspopulismus von Interessen.

Siehe: http://www.meinbezirk.at/land-oesterreich/wirtschaft/umfrage-zur-wien-wahl-fpoe-bei-32-prozent-rot-gruen-geht-sich-trotzdem-aus-d1416249.html

https://www.tagesschau.de/europawahl/euwahl176.html

Der Rechtspopulismus führt aber nicht zu positiven nationalpolitischen Fortschritten und die Hitler-Position schadet dem deutschen Nationalismus.

Verfasser: Sozrev

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