DKP-„Nationalbolschewisten“?

Die DKP, gegründet 1972, ist mittlerweile eine recht erfolglose Kleinpartei. Nun verfügt die DKP immerhin noch über eine Mitgliedschaft von etwa 4.500 Genossen, diese gehören aber zumeist zu den älteren Semestern. Die DKP bezieht sich im großen und ganzen auf den „Realsozialismus“ Marke DDR.

Die Erfolglosigkeit bei Wahlen liegt zum einem an der übermächtigen linken Konkurrenz durch die Linkspartei und zum anderem an ideologischen Fehlern, da man auf Antifa-Phrasen setzt und sich dadurch selbst von der Arbeiterklasse absondert.

Zudem tummeln sich in der DKP WWG-Fans, so etwa Personen aus dem Bereich des VVN, die vor all zu viel Israel und USA-Kritik „warnen“. Eine irakische KP die sich den US-Besatzern als Erfüllungsgehilfe anbot galt oder gilt als „Bruderpartei“ der DKP.

Siehe: http://kommunisten-online.de/Archive/Kommunisten/dkp_irak.htm

So hatte die DKP versucht sich in der Vergangenheit der Linkspartei anzubiedern und war damit selbst auf den Weg in das Lager des linkskapitalistischen „Reformismus“. Unter der neuen Parteiführung gibt es aber einige positive Aspekte: So grenzt man sich nun eher von der Linkspartei ab und arbeitet mit den griechischen Kommunisten, von der KKE, zusammen.

Seit Jahren tobt innerhalb der DKP ein Streit darüber wie man sich zur EU positionieren soll. Die einen geben sich der linksliberalen Illusion von einer „anderen EU“ hin, während ein anderer Teil der Parteibasis für einen EU-Austritt ist. Mehrheitsfähig ist derzeit aber noch die Position von einer „anderen EU“.
Die DKP ist wieder nach „links“ gerückt! Für manche „Rechte“ mag dies in der Mehrheit kein Grund zur Freude sein, aber in den letzten Jahren versucht ein Teil des DKP-Spektrums das linke Tabu der Nation und des Nationalismus zu überwinden. So gibt es in dem DKP-Theorieorgan „Marxistische Blätter“ immer wieder heftige Debatte zu dem Thema „Die Linke und die Nation“.

Siehe: http://www.neue-impulse-verlag.de/marxistischeblaetter/ausgabe/108-die-linke-und-das-nationale.html

Ein kleiner Kreis veranstaltete jüngst ein Seminar unter dem Motto „Nation und Nationalismus“. Dabei wurde die These einer „sozialistischen Nation“ vertreten. Diese These kennen auch Nationalrevolutionäre. Sie wurde etwa von dem „Nationalbolschewisten“ Rehm, der zum KPD-Scheringer-Kreis gehörte, aufgestellt. Rehm war damals von der NSDAP zur KPD gewechselt.

Siehe: http://news.dkp.suhail.uberspace.de/2015/07/bericht-ueber-das-seminar-nation-und-nationalismus/

Völkische Nationalisten kennen in der Regel ie ungeteilte Nation. Zur deutschen Nation gehören demnach alle Deutschen aller Klassen und Schichten. Also sowohl Hans Olaf Henkel, als auch der Arbeitslose und Angehörige der sozialen „Unterschicht“. Nationalmarxisten gehen davon aus das es im deutschen Volk „zwei Nationen“ gibt, nämlich die kapitalistische und die sozialistische deutsche Nation. Völkische Nationalisten gehen von einem „romantischen“ Nationsbegriff aus, während Nationalmarxisten ein politisch-ökonomisches Nationskonzept vertreten.
Bei völkischen Nationalisten geht es also um die Abstammungsgemeinschaft, während der Nationalmarxist die Nation entlang seiner eigenen politischen Anschauung (Sozialismus vs Kapitalismus) definiert. Die sozialistische Nation hat nun für Sozialisten freilich den Vorteil das zu dieser Nation dann Neoliberale und Oberschichten außerhalb der Nation stehen.

Dies ist nun zwar angenehm, jedoch nicht wissenschaftlich. Die Zugehörigkeit zu einer Nation definiert sich nun einmal über gemeinsame Abstammung, Geschichte und Sprache und nicht über politische Auffassungen. Allerdings schaden viele aus der Oberschicht deutschen Interessen und haben sich so selbst aus der Nation herausgenommen. Den Nationalen Interesse schadet allerdings auch die „Antifa-Linke“.

In der DDR gab es aber eine Lösung! Nationalliberale (NDPD) und Völkische (Nationale Front) hatten sich dem Ziel des sozialistischen Staatsaufbau grundsätzlich verpflichtet. Somit konnten auch Nationalliberale und Nationalkonservative, auch Ex-Nazis, zur sozialistischen Nation gehören und an dieser positiv mitwirken.

Hitleristen mögen nun einwenden das dies dem Ziel der Volksgemeinschaft widerspricht – also die Spaltung der Nation in zwei ideologische Flügel. Aber genau das hat das 3. Reich gemacht, da man Kommunisten, Sozialdemokraten und Kommunisten sowie Nationalrevolutionäre aus der Volksgemeinschaft ausschloss. Wer der „Volksgemeinschaft“ angehhören wollte musste schon Hitler-Anhänger sein oder zumindest Opportunist.

Auf einer DKP-Seite findet sich auch der Text eines Nationalkommunisten der meint rechter Patriotismus, sei gar kein echter Patriotismus, womit er sagen will das ein „echter Patriotismus“ nur von Kommunisten und Marxisten ausgehen könnte.

Siehe: http://news.dkp.suhail.uberspace.de/2014/12/rechter-patriotismus-ist-kein-echter-patriotismus/

Falls dem so ist, dann müsste aber die DKP nationalpatriotischer argumentieren als die NPD. Dem ist aber aufgrund der Sachlage nicht so. Falls es aber irgendwann doch noch so weit kommen sollte dann wäre dies nur zu begrüßen. Bis dahin sollten deutsche kommunistische Patrioten weiterhin an der Thematik „Sozialismus und Nation“ arbeiten.
Europäisches Vorbild wäre dabei wohl die kommunistische Partei Portugals. Jene vertritt einen -wenn auch antivölkischen – marxistischen Nationalpatriotismus.

Siehe: http://rotefahne.eu/2012/12/pcp-nationale-frage-und-internationalismus/

Freunde der „Querfront“ auf der nationalen Rechten sollten zudem auch einen völkischen Schwenk der marxistischen Patrioten in der DKP nicht erwarten oder zumindest als nicht ganz wahrscheinlich ansehen. Völkische Positionen könnte man ja nur innerhalb der nationalen Rechten vertreten. Dies wäre aber keine „Querfront“, da diese von nationalen und sozialrevolutionären Positionen „links“ und „rechts“ ausgeht. Eine Querfront ohne nationalpolitische Positionen auf der radikalen Linken ist eben keine Querfront.

Nehmen wir mal an das sich die DKP-Patrioten in ihrer Partei durchsetzen, so wären wohl auch Rechte dazu gezwungen ihr soziales Profil zu schärfen. Der Antisozialismus hätte es auch auf der nationalen Rechten schwerer.

Verfasser: Sozrev

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