„Rassismus“ und „Antirassismus“

Ich würde einmal sagen das Ich und etwa der NPD-Funktionär Arne Schimmer um Beispiele zu nennen auf einer wissenschaftlichen Basis „softe Rassisten“ sind. Wer zu einem völkischen Denken bekennt ist grundsätzlich auch „Rassist“. Aber dieser „softe Rassismus“ ist antichauvinistisch, weil es nicht darum gehen kann andere Völker und Rassen abzuwerten. Der chauvinistische Rassismus war im 19. Jahrhundert teilweise „internationalistisch“ geprägt, weil er von einer „Bürde des weißen Mannes“ ausging, soll heißen die „primitiven“ Afrikaner sollten von den aufgeklärten Europäern „erzogen“ werden – so wurde damals der Kolonialismus und Imperialismus begründet. Wer sich in seiner Nationsdefinition auf den „Turnvater Jahn“ bezieht ist freilich softer Rassist. Die NS-Rassenideologie war eine Entartung des völkischen Denkens und im übrigen nicht deutsch-nationalstaatlich, weil ein Nordeuropäer mehr galt als ein Süddeutscher. Daß man Slawen abwertete, zeigt auch das, dass Gerede von der „weißen Rasse“ als Definitionsmomentum unter heutigen NSlern arg unglaubwürdig ist.

Wenn man es genau nehmen würde stünde ein Pole oder Tscheche einem Deutschen kulturell und „rassisch“ sogar näher als ein Spanier, Portugiese oder Kroate. So hat man damals auch die Japaner nicht abgewertet, obwohl ja keiner ernsthaft behaupten könnte dass ein Japaner einem Deutschen rassisch näher stehen würde als ein slawischer Russe. Im europäischen „Nationalismus“ gibt es dann auch das Phänomen der sogenannten „Eurosibirier“, denen es um die „weiße Rasse“ geht, wobei man sich dann gegen andere Rassen als angebliche „Feinde“ der Weißen positioniert. Dabei handelt es sich aber nicht um Nationalisten sondern um Rasse“internationalisten“. Deren Denken würde nun bedeuten das die „weiße USA“, Australien und Neuseeland, Kanada, usw. unsere Partner wären.

Bei dem französischen Eurosibirier Faye würde dann auch Israel zu unseren Partnern gehören weil „der“ Islam der Hauptfeind sei. Dann müssten deutsche Nationalisten vielleicht auf der Seite des IDF gegen die Hezbollah und den Iran kämpfen. Wobei bei einigen dieser Eurosibirier die weiße Rasse eingeschränkt ist, da man Russen zu einem asiatischen „Mischvolk“ erklärt. In einer E-Mail meinte etwa Pierre Krebs das man Russland „kolonialisieren“ müsse, weil die Russen über so viel Landmasse und Rohstoffe verfügten, zudem sei die Kopfform vieler Russen „mongolisch“. Wie er dies aber machen will, sagt er nicht. Soll sich Putin etwa über Krebs totlachen? Womit möchte Krebs Russland „erobern“? Der Eurosibirier scheint zu glauben er verfüge über mehr militärische Potenz als Napoleon und Hitler. Aber Russland hat andere Probleme als ein paar größenwahnsinnige und machtlose Chauvinisten.

Unsere Gegner wären dann aber der Iran, Syrien, Venezuela und Bolivien. Deutsche Nationalisten können aber beispielsweise kein Interesse an einer „weißen USA“ haben, sonst müsste man nun die Werbetrommel für McCain und Donald Trump trommeln. Wenn nun Massenweise Mexikaner über die US-Grenze fluten, dann ist mir das nur recht – da dies tendenziell den US-Imperialismus schwächen kann. Würde nun – was sehr unwahrscheinlich ist – Venezuela, Bolivien oder Kuba in den USA einmarschieren, dann würde mich das nicht sonderlich beunruhigen. Weiße Amerikaner können unsere Feinde sein, Indios, „Mischlinge“ und Schwarze unsere Partner.

Die „weiße Rasse“ ist nämlich kein ernsthafter politischer Bezugsrahmen. Wir wollen zwar das die „weiße Rasse“ in Europa in separaten Nationen erhalten werden soll, aber wir plädieren nicht für einen globalen weißen Transnationalismus. „White Power“-Gedöns, wie man es im NS-Spektrum findet, hat mit einem deutschen Nationalismus streng genommen wenig zu tun. Ich bin zwar kein Fan von Gerhard Frey gewesen, aber er hatte in einem NZ-Artikel schon recht, wenn er forderte „Schluss mit White Power“. „White Power“ war wie Frey zurecht schrieb der antideutsche Mörder „Bomber Harris“.

Der linke Antirassismus ist zudem im Grunde eine Lebenslüge, weil der klassische Antirassist der Meinung ist das ein Indiostamm oder die Kultur der Afrikaner in ihrer ursprünglichen Form erhaltenswert sein. Im Grunde handelt es sich dabei um eine Projektion des Völkischen auf andere Kulturkreise. Jemand der am „Karneval der Kulturen“ in Berlin teilnimmt, ist rein logisch betrachtet eigentlich ein softer Völkischer – ohne Bezug zur deutschen Nation. An sich haben wir es dort mit einem Pluriversum der Kulturen zu tun -also etwas was deutsche Nationalisten wollen -aber dies dürfte deutschen Antirassisten in der Regel nicht klar sein.

Der reinen Begrifflichkeit ist „Multikulturalismus“ als Begriff aus der Sicht eines deutschen Nationalisten gar nicht abzulehnen – weil wir ja für eine „multikulturelle Welt“ sind. So gesehen sind wir eigentlich „internationalistischer“, weil der Linke Multikulti „nur“ im eigenen Nationalstaat möchte – den er ja überwinden möchte. Wir lehnen aber Multikulti im Nationalstaat ab, weil dies einen globalen Multikultiralismus verhindern würde. Der globale Multikulturalismus bedarf nun dem geschlossenen Nationalstaat, der sich noch als völkische Einheit zu definieren hat. Dieser Zusammenhang ist aber auch vielen „Rechten“ nicht klar.

Was aber linke Antirassisten nicht verstanden haben, dies haben „Antideutsche“ verstanden. So verweist man nicht ganz zu unrecht auf eine gewisse Ähnlichkeit zwischen Multikulturalismus und Ethnopluralismus (Neue Rechte). Dies tut man natürlich mit der Absicht linke Antirassisten als angebliche „Nazis“ vorzuführen. Aber der Hinweis das es streng genommen gewisse ideologische Schnittmengen zwischen Multikulturalisten und Ethnopluralisten gibt ist nicht so falsch. Der Unterschied ist darin begründet das Ethnopluralisten alle Kulturen bewahren möchten und Multikulturalisten nur einige. Der Multikulturalist ähnelt aber auf einer anderen Ebene auch dem Rassenchauvinisten, da dieser eben andere Rassen nicht erhalten möchte bzw. der Meinung ist diese seien „unwert“.

Auch linke Antiimps argumentieren zum Teil“ völkisch“, ohne sich dies einzugestehen. Werner Pirker hatte etwa in der Jungen Welt die „Assimilation“ von Türken mit dem Argument abgelehnt, das zur „deutschen Leitkultur“ heute der Holocaust und die Israelsolidarität gehöre. Pirker wollte also das die Türken und Araber in der BRD auch Türken und Araber bleiben – das ist im Grunde auch NPD-Argument, wenn auch teilweise anders begründet.

Vom Pirker Argument hätten aber dann auch Deutsche etwas. Deutsche blieben Deutsche, Türken eben Türken. Der marxistische Antiimp war dann auch gegen die „Integration“, weil sich ja der Antizionist aus Arabien sonst in eine prozionistische Gesellschaft integrieren müsste. Rechtspopulisten sind dagegen der Meinung das sich Türken und Araber integrieren oder assimilieren sollten, also „unsere Werte“ – postmoderne und liberale Werte des Westens – annehmen müssten. Aus völkischer Sicht wäre ein Pro-NRW-Programm schädlicher als das von Pirker.

Für einen Strache oder Beisicht wären also solche Araberinnen und Türkinnen wie „Naddel“ (eine Disco-Freundin vom HC) oder Kader Loth das was man sich unter assimilierten und integrierten „Neudeutschen“ vorstellt. Dagegen haben Rechtspopulisten ein Problem mit Migranten wie Xavier Naidoo und Safet Babic (NPD), weil diese entweder bei der Demonstrationen der „Reichsbürgerbewegung“ oder in der Deutschen Stimme für die nationale Souveränität Deutschlands und einer Abkehr von der WWG aussprechen. Ein Rechtspopulist wird also mit einer neudeutschen Assimilierten durch die Disco tingeln, sich aber kaum mit Xavier Naidoo solidarisieren.

Die große Mehrheit der „Antirassisten“ ist aber Bürgerlich geprägt (von CDU bis Grüne). Dabei handelt es sich um ein Spektrum von Angela Merkel bis Claudia Roth. Diesen geht es um einem um das „Ansehen“ Deutschlands im Ausland – also um das Kapitalinteresse – um Nationalmasochismus und um eine ideologische und taktische Begründung für Sozialabbau und Imperialismus im Namen des „Antirassismus“. Dabei werden die Deutschen von den Gutmenschen im Inland rassisch diskriminiert.

Auch der sogenannte „Antifaschismus“ erweist sich in diesem Zusammenhang als Farce. So durfte etwa gar laut Gerichtsbeschluss ein Türke in Österreich den Holocaust als „Form der Kritik“ loben. Dagegen werden in Deutschland besorgte Bürger, die sich gegen die Überfremdung aussprechen und sei diese Kritik noch so seicht, vor Gericht gezehrt. Sogar Antirassisten und Antifaschisten müssen sich schon als „Linksnazis“ und „rot-braun“ beschimpfen lassen (etwa Lafontaine und Wagenknecht). Mittlerweile trifft dieser Vorwurf auch Ex-Kanzler! Ein Journalist meinte per Buchveröffentlichung etwa den ehemaligen SPD-Kanzler Schmidt als „Nazi“ beschimpfen zu können und wird dafür auch noch von der Mainstreampresse protegiert.

Selbst verschiedene Gruppen und Flügel der „Antifa“ beschimpfen sich Gegenseitig als „Kryptonazis“. So kursierte etwa vor einigen Jahren ein Demonstrationsaufruf der antideutschen Antifa unter dem Titel „Gegen Linke und andere Nazis“. Von Antinationalen und Antideutschen wird absurderweise die Linkspartei als „Partei des nationalen Sozialismus“ bezeichnet. Linke Antiimps und Pazifisten schießen dann zurück, wenn sie Antideutschen „Faschismus“ vorhalten. Selbst innerhalb der Antideutschen Szene traktiert man sich mit Nazivorwürfen. Die antideutsche Zeitschrift „konkret“ bezeichnet die Konkurrenz der „Bahamas“ als „neuen völkischen Beobachter“. Dagegen bezeichnet Bahamas die konkret-Szenegegner als „pazifistisch-deutsche Linksnazis“. Auf der Suche nach „Nazis“ sind viele Deutschen und antideutsche Deutschen wohl völlig durchgeknallt.

In der Antifa ist man sogar schon so durchgeknallt das auf Seiten der antideutschen Antifa Hitler als Erfinder des Multi-Kulti-Wahnes und des Antirassismus ausgegeben wird (etwa in „Prodomo“ aus NRW und dem „Conne Island Newsflyler“ aus Sachsen). Demnach müssten eigentlich Pro Asyl, „antirassistische“ Antifanten, Thomas „Steiner“ Wulff und Altermedia eine gemeinsame Demonstration veranstalten.

Dabei handelt es sich wohl um eine lagerübergeifende pathologische deutsche Krankheit.

Verfasser: Sozrev

Advertisements
Post a comment or leave a trackback: Trackback URL.

Kommentare

  • Schwab  On 24. Oktober 2015 at 11:22

    Die Frage, ob Gutmenschen oder die Antifa in der SdV „Rassisten“ sieht, ist belanglos und uninteressant. Der SdV geht es um politische Fragen. Im Mittelpunkt des politischen Denkens steht die Frage nach dem geeigneten Gemeinwesen bzw. Staat. Hierbei ist die Frage nach dem Staatsvolk, seiner ethnischen Zusammensetzung, dem Zusammenhalt, dem inneren Frieden von größter Bedeutung.
    Deshalb müssen die richtigen Fragen gestellt und die richtigen Antworten gefunden werden. Ob diese dann „rassistisch“ oder „bolschewistisch“ sind, etwa bei der Frage nach der sozialen Gerechtigkeit, ist politisch absolut belanglos.

  • sozrev  On 24. Oktober 2015 at 16:06

    Genau so ist es! Wobei die harten antideutschen Neocons behaupten würden wir seien „Antirassisten“.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: