Anja Reschke – Lohnsprecherin des Kapitals

Wer hinsichtlich des Einwanderungsstroms, der sich seit September 2015 dramatisch verschärft hat, an eine zufällige Entwicklung glaubt, der ist mehr als naiv. Es war sicherlich kein Zufall oder Dummheit geschuldet, als Angela Merkel im Spätsommer diesen Jahres alle Auswanderungswilligen in Syrien aufforderte nach Deutschland zu kommen.

Siehe hierzu:
http://www.tagesspiegel.de/politik/asylpolitik-in-europa-wenn-angela-merkel-spricht-hoeren-sie-die-fluechtlinge/12293216.html

Ebensowenig ist der Imperialismus der USA von Zufällen oder Fehleinschätzungen bestimmt. Die USA haben mit der von ihnen verursachten militärischen Destabilisierung Nordafrikas, des Nahen Ostens und Afghanistans zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: zum einen erlangen die USA endgültig die Hegemonie über diese gerade auch hinsichtlich der großen Rohstoffvorkommen wichtigen Weltregionen; zum anderen wurde durch das „Nation building“ made in USA eine gigantische Flüchtlingswelle in Gang gesetzt – von Menschen, die für sich und ihre Kinder in ihrer Heimat keine wirtschaftliche Zukunftsperspektive mehr sehen.

Und das Ergebnis ist, daß diese Flüchtlingslawine, die von den USA maßgeblich ausgelöst wurde, – bedingt durch die geographischen Gegebenheiten – nach Europa rollt. Und Europa – wer hätte das gedacht! – ist vor allem in technologischer Hinsicht der Hauptkonkurrent der USA. Die USA erreichen also mit dem von ihnen verursachten Flüchtlingsstrom die ethnische Fragmentierung und somit Schwächung der europäischen Gesellschaften und vor allem der wirtschaftlichen Führungsmacht Europas – Deutschland.

Aber auch das deutsche Kapital ist ein Nutznießer dieser gigantischen Einwanderungswelle. Seit Jahren versuchen deutsche Industrielobbyisten die Bundestagsparteien dazu zu bringen, ein Einwanderungsgesetz zu verabschieden, womit sich Deutschland in gleicher Dimension zu einem Einwanderungsland entwickeln könnte wie die USA, Kanada, Australien usw. Da Teile der Unionsparteien einen Rechtsruck bei Wahlen befürchten, was sich – siehe die aktuellen Umfragewerte – negativ auf ihre Wahlchancen auswirken könnte, wurde das Einwanderungsgesetz, das das deutsche Kapital so dringend braucht, immer wieder vertagt bzw. aufgeschoben und in Talkshows von Leuten wie Wolfgang Bosbach (CDU) zerredet.

Zum Streit um ein Einwanderungsgesetz innerhalb der Unionsparteien siehe das Zeit-Interview mit Armin Laschet:
http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-08/einwanderungsgesetz-laschet-fluechtlinge

Der von den USA ausgelöste Migrantenstrom aus Nordafrika, Syrien, Irak und Afghanistan ermöglicht nun auch dem deutschen Kapital den deutschen Arbeitsmarkt zu fluten. Geflutet mit Scheinasylanten wird zudem auch der Mietermarkt mit Mietern und die Verbrauchermärkte mit neuen Kunden.

Der Asylantenstrom (überwiegender Scheinasylanten) ist also auch ein Notbehelf des deutschen Kapitals, da bislang ein Einwanderungsgesetz in der BRD fehlt. Sicherlich wäre ein richtiges Einwanderungsgesetz die Ideallösung für das deutsche Kapital, da hierbei das Augenmerk mehr auf die für den Arbeitsmarkt qualitative Einwanderung gerichtet würde, aber bevor eben die massenhafte Einwanderung weiter blockiert beleibt, ist der Umweg über die Scheinasylantenflut – ein Asylgesetz besteht ja in der BRD – die Notlösung. Nicht die Ideallösung, aber eben die Notlösung. Das deutsche Kapital kann sich aus der Migrantenmasse immer noch die Teile herausselektieren, die es für den Arbeitsprozeß braucht. Und als Mieter und Kunden kann man selbst Hartz IV-Empfänger gewinnbringend verwerten.

Uns sollte es nicht verwundern, daß sich im Mediensystem, der „Lügenpresse“ der BRD, viele Lohnschreiber des Kapitals befinden, die diesen Einwanderungsstrom gerade auch in ökonomischer Hinsicht wunderbar finden. Anja Reschke beispielsweise, die das ARD-Magazin „Panorama“ moderiert, sekundierte in ihrer Sendung vom 17. September 2015 ausdrücklich Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender des Daimler-Konzerns, der – uns kann es nicht überraschen! – den Migrantenstrom in den deutschen Arbeitsmarkt wunderbar findet.

Wie Anja Reschke dem Daimler-Chef Dieter Zetsche bezüglich des „nächsten deutschen Wirtschaftswunders“ sekundiert, siehe (ab Minute 11):
http://www.ardmediathek.de/tv/Panorama/Panorama-die-ganze-Sendung/Das-Erste/Video?documentId=30643738&bcastId=310918

Anja Reschke, die neuerdings bei Günther Jauch die verfolgte Unschuld spielt, beklagt sich über Beschimpfungen und Drohungen, die gegen sie im Internet gerichtet werden;

Siehe hierzu (ab Minute 32):

… was sie allerdings irgendwie zu verdrängen scheint, ist der Umstand, daß sie eine Lohnsprecherin des deutschen Großkapitals ist. Auch wenn sie bekunden mag, daß sie ihr Gehalt vom Norddeutschen Rundfunk (NDR) bezieht, sie weiß, daß auch ihr wirtschaftliches Fortkommen von den Werbeeinnahmen der ARD abhängt, zu denen die deutsche Industrie maßgeblich beiträgt.

Diejenigen, die Anja Reschke in Internet anpöbeln, dürften wohl überwiegend der Unterschicht und der Mittelschicht angehören. Niemand sollte es verwundern, daß es auch unter den politisch unzufriedenen Kleinbürgern, Arbeitern und Erwerbslosen Pöbelelemente gibt, die nicht wissen, was sich gehört, und die von niederen Instinkten bestimmten sind. Aber ebenso klar ist, daß die Einwanderungspolitik in Europa ein Elitenprojekt ist. Und diese volksverräterischen Eliten bestimmen die Medien, deren Vertreter es als unerträglich finden als „Lügenpresse“ bezeichnet zu werden.

Jürgen Schwab

Bücher von Jürgen Schwab:
Die Manipulation des Völkerrechts. Wie die „Westliche Wertegemeinschaft” mit Völkermordvorwürfen Imperialismus betreibt. Kyffhäuser Verlag, Mengerskirchen 2011, 14,95 Euro. (Unter anderem in diesem Buch setzt sich der Autor für die Freiheit der Wissenschaft und Publizistik auch für Geschichtsrevisionisten ein!)
Angriff der neuen Linken – Herausforderung für die nationale Rechte. Hohenrain Verlag, Tübingen 2009, 19,80 Euro.
Die „Westliche Wertegemeinschaft”, Abrechnung, Alternativen. Hohenrain Verlag, Tübingen 2007, 19,50 Euro.
Volksstaat statt Weltherrschaft. Das Volk – Maß aller Dinge. Hohenrain Verlag, Tübingen 2002, 9,80 Euro.

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