Paris-Anschläge: Zivilreligiöse Heuchelei

Terroranschläge auf europäischen Boden werden nun nicht nur die steigende Anzahl von korangläubigen Migranten immer wahrscheinlicher, sondern sie sind auch „logisch“, aufgrund der westlichen Interventionspolitik im arabischen und muslimischen Kulturkreis. Daß sich die Unterstützung des Jihadismus durch WWG-Staaten in der Form eines Rückstoßes gegen den Westen äußern würde, darauf hatten immer wieder Gaddafi und Assad hingewiesen.

Wenn nun Jihadisten dutzende französische Zivilisten umbringen, so ist das aus meiner moralischen Position heraus „unmenschlich“, aber nach der Logik der modernen Kriegsführung (nicht mehr unbedingt ein Krieg Staat vs Staat, sondern ein Krieg WWG vs Partisanen) handelt es sich dabei um eine mittlerweile natürliche Kriegsführung, weil nun einmal der Jihadist zu schwach ist um „fair“ Mann gegen Mann zu kämpfen – schließlich verfügt der Islamist nicht über Kampfflugzeige und Atombomben. Der Terrorismus ist eben die Waffe der Schwachen. Die moralische Empörung über den islamischen Terrorismus soll wohl nur verdecken das sich der „moralische“ Westen selbst terroristischer Mittel bedient, nur in größerer Permanenz.

An sich sind die Anschläge von Paris mit 130 bis 160 Toten nicht sonderlich überraschend und auch nicht ganz so schockierend – auch wenn dies Hollande, Obama und Merkel, plus Presse und TV behaupten. Frankreich soll über ein „Gefährderpotential“ an Jihadisten von etwa 5000 Personen verfügen. Da sind Anschläge in dieser Größenordnung nun nicht sonderlich überraschend. Auch stellen die „Franzosen“ unter den Syrien-Jihadisten den ersten Platz unter den EU-Staaten. Hinzu kommt die Involvierung Frankreichs in den WWG-Interventionismus, sowie die Ghettoisierung muslimisch geprägter Problemviertel.

Daß es sich beim IS gewisserweise um eine Schöpfung des westlichen Interventionismus handelt und teilweise den Interessen der WWG dient ist auch klar. An sich bedient man sich aber unter falschen ideologischen Voraussetzungen der Taktik von Che Guevara („zwei, drei, viele Vietnams schaffen“). Der Antiimperialist der 70er-Jahre hätte davon gesprochen das man den imperialistischen Krieg in die Metropolen des Imperialismus „bringt“. Das hat in Deutschland recht erfolglos die RAF versucht.

Nun ist es recht heuchlerisch wenn man von der Ermordung von unschuldigen Zivilisten spricht. So viele unschuldigen Zivilisten wie die USA, Frankreich und Großbritannien kann der IS gar nicht ansatzweise töten. Da müsste er noch ein paar tausend Jahre Terroranschläge verüben. So war etwa die Empörung als Islamisten einige WWG-Journalisten von Charlie Hebdo exekutierten. Aber man tat nichts anderes, was nicht auch der Westen unentwegt tut. Im Irak und in Syrien wurde massiv TV- und Redaktionsstuben zerbombt. Bush wollte sogar die weltbekannte arabische TV-Station Al Jazeera bombardieren lassen, wurde von diesem Vorhaben von Tony Blair aus taktischen Gründen abgebracht.
Aus arabischer Sicht handelt es sich bei Charlie Hebdo nämlich um eine Zeitung die Kriege gegen arabische Länder per Propaganda mitvorbereitet. Bei den Satirikern handelt es sich dann nach dieser Sichtweise um Schreibtischtäter. So ist der Einfluss vieler Medien heute größer als der Einfluss mancher Politiker hinsichtlich der Meinungsbildung. Wenn man so denkt, dann handelt es sich bei solchen Angriffen um „berechtigte“ Ziele. Es stellt sich auch die Frage ob nationale Rechte die auch „Charlie Hebdo“ sein wollten ebenso argumentierten hätten wenn Islamisten die Zeitungsredaktion von BILD oder antideutscher Jungle World liquidiert hätten?

Nach dem Völkerrecht sind nun selbst Selbstmordanschläge nicht unzulässig – etwa in Frankreich – wenn diese von Personen ausgeführt werden die einer Nation angehören, die vom französischen Imperialismus angegriffen wird, dann müssten diese aber militärische und diplomatische Ziele anpeilen und nicht Zivilisten. Hätten Islamisten das französische Parlament in die Luft gejagt so wäre dies völkerrechtlich durchaus erlaubt. Darauf hatte mal der FDP-Politiker Möllemann hingewiesen.

Daß Beklagen von zivilen Toten ist zudem zivilreligiöser Moralismus. Oder kennt jemand einen Krieg in dem mehr Soldaten als Zivilisten getötet wurden? Die Alliierten haben im 2. Weltkrieg etwa massiven Bombenangriffe mit dem Hauptziel möglichst viele Zivilisten zu töten (sogenanntes „moral bombing“). Israel tötet etwa ganz gezielt Frauen und Kinder und zwar mit der Begründung das es sich um eine „feindlich gesinnte“ Bevölkerung handeln würde. In diesem Denken verschwindet dann der Unterschied zwischen Partisanen und Zivilisten, weil potentiell alle Palästinenser zu „Terroristen“ erklärt werden. So haben auch die Amerikaner in Vietnam gehandelt und teilweise auch im Irak. Worin soll eigentlich der Unterschied bestehen wenn Jihadisten in einem Konzertsaal wahllos Besucher erschießen oder wenn die Amis in Vietnam ganze Dörfer ausradierten – kollektiv alles vom Kleinkind bis zum 95. Jährigen erschossen? In Afghanistan werden ganz gezielt Hochzeitsgesellschaften ausradiert und Krankenhäuser bombardiert.

Der französische Imperialismus hat selbst auf die Pest des Jihadismus gesetzt – in Libyen und Syrien. Der französische Außenminister war etwa im Jahr 2012 strikt dagegen den Al Kaida-Ableger in Syrien, die Al Nusra-Front in Syrien, als terroristische Organisation einzustufen. Der französische Imperialismus war federführend beim Angriffskrieg auf Libyen und drängte auf diesen noch mehr als Obama und Hillary Clinton. Als Fußtruppen bediente man sich dort etwa des libyschen Al Kaida Ablegers. Der französische Imperialismus ist nicht nur in Libyen und Syrien höchst aktiv, sondern vor allem in Afrika, wo man nun versucht die alten Kolonialgebiete wieder unter die Knute zu bekommen (Elfenbeinküste und Mali seien hier nur als Beispiele genannt). Gerade jetzt bereitet der französische Menschenrechtsimperialismus in Afrika einen neuen Kriegsgang vor.

Siehe: http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4862897/Frankreich-fordert-gezielte-Sanktionen-gegen-Burundi

In Libyen starben aufgrund der von Frankreich vorangetriebenen Intervention wohl bis zu 100.000 Libyer. Das hat aber fast niemanden in der WWG gekratzt. Die pseudomoralische Empörung ist nun leicht zu durchschauen. Wer vielleicht etwa 150 Menschen tötet kann als „Teufel“ gelten, obwohl er andernorts durchaus französische Interessen schützt, aber wer 100,000 Menschen aus anderen Gründen (angeblich „Demokratie“ und „Freiheit“) ermordet der handelt nach „unseren“ ach so guten „Werten“. Beim Terrorismus und Massenmord kommt es in Wahrheit nur auf die jeweilige Sicht um ideologische Zuschreibung an.

Siehe: https://www.youtube.com/watch?v=90EeqSaJ6kI

Ein französischer Abgeordneter war so mutig darauf hinzuweisen das die französische Regierung mit Al Kaida paktiert.

Siehe: https://www.youtube.com/watch?v=lkwp3-g8brI

In Frankreich selbst hat unter den größeren Parteien nur der rechte Front National eine französische Intervention in Syrien und Libyen abgelehnt. Die „radikale Linke“ hat sich dagegen unter Menschenrechtsphrasen hinter die Politik von Hollande und Sarkozy gestellt.

Siehe: https://www.wsws.org/de/articles/2012/01/npa-j07.html

An sich ist der Menschenrechtsimperialismus in Frankreich noch weitaus schlimmer ausgeprägt als in der BRD. Die deutsche Bundesregierung hat dann wenigstens beim Libyen-Krieg nicht offensiv mitgemacht und dachte auch im Gegensatz zu Frankreich nicht an eine militärische Intervention mit eigenen Truppen in Syrien. Dies liegt auch daran das der französische Imperialismus sich ideologisch auf die Ideen von 1789 beruft. Ursprünglich gehört Frankreich der politischen Geistesgeschichte und der Nationsdefinition nach zum „Westen“, die deutsche Tradition ist historisch gesehen antiwestlich (völkische Nationsdefinition, Antiparlamentarismus, deutscher Sonderweg, deutsche Romantik, Hegel, usw).

Allerdings haben die Franzosen kein gebrochenes Verhältnis zur eigenen Nation – im Gegensatz zu vielen heutigen Deutschen. So könnten sich nationale Deutsche durchaus mit gaullistischen Traditionalisten und französischen Nationalisten, sowie der „Neuen Rechten“ um Alain de Benoist verständigen.

Paradoxerweise werden die Ereignisse in Frankreich wie bei Charlie Hebdo dazu genutzt werden Multikulti voranzutreiben. Franzosen und muslimische Migranten dürften sich nicht „spalten“ lassen, so die Gutmenschenpropaganda. Dabei ist zumindest der Charlie Hebdo-Anschlag nach dem Koran erlaubt.

Siehe: http://www.zeit.de/2015/03/blasphemie-islam-koran

Der „Alarmismus“ von Jürgen Elsässers Compact-Magazin war also zutreffend.

Siehe: https://www.compact-online.de/compact-heft-november-2015/

Wie es nun heißt, versuchte ein Mazedonier über Deutschland ein Auto voll Sprengstoff nach Paris zu schaffen.

Siehe: http://www.br.de/nachrichten/schleierfahnder-attentat-paris-100.html

Nicht ausgeschlossen ist nun freilich eine Verwicklung von Geheimdiensten. So bestehen etwa zum Fall Charlie Hebdo nach wie vor zahlreiche Merkwürdigkeiten und Ungereimtheiten. Scheinbar bestehen bei einigen Attentäter Geheimdienstverbindungen und auch gibt es merkwürdige Videos, die etwa die Frage aufkommen lassen, ob französische Sicherheitskräfte mit „Platzpatronen“ schossen? So soll auch Wachmann von einem Jihadisten getötet worden sein, obwohl dieser dem Video nach gar nicht von der Kugel des Jihadisten getroffen wurde.

Siehe: https://www.youtube.com/watch?v=4vJ44IYAbM8

Solche Mutmaßungen müssen aber da sie noch unbewiesen sind erst einmal „Verschwörungstheorie“ bleiben. Auszuschließen sind die aber nicht, da etwa der französische Geheimdienst den damaligen französischen Präsidenten de Gaulle mittels Attentäter aus rechtsreaktionären Kreisen ermorden wollte. Dies ist nun keine Verschwörungstheorie, sondern beweisbar.

Siehe: http://www.voltairenet.org/article8701.html

Beweisen lässt sich auch das Frankreich einen Anschlag auf eigene Bürger durch den pakistanischen Geheimdienst deckte, aufgrund von wirtschaftlichen Interesse. Bis heute behauptet das offizielle Frankreich das hinter der Tat „Jihadisten“ stecken, obwohl es nach Faktenlage wohl ein „befreundeter“ Geheimdienst war.

Siehe: http://www.n-tv.de/politik/Terroranschlag-in-Karachi-2002-article375015.html

Der nun nach Europa getragene Terrorismus ist als eine Mischungsursache aus Massenmigration und Interventionsimperialismus zu sehen. Beide sind dabei eng verknüpft und werden durch das Interesse der Kapitalistenklasse an Zuwanderern ergänzt.

Verfasser: Sozrev

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Kommentare

  • Carabus violaceus  On 15. November 2015 at 13:09

    Meines Erachtens besitzen Geheimdienste hier mindestens eine Mitwisserschaft bzw. lässt sich eine Laissez-faire-Einstellung vermuten. Ein Terroranschlag bedarf ja einer Planung und einer dahinterstehenden Logistik, schließlich wurden ja an mehreren Orten in Paris zur gleichen Zeit Anschläge verübt. Wie soll denn sowas in einem Kristallisationspunkt der westlichen Welt völlig verdeckt ablaufen? Zumal für das Fußballspiel mit ziemlicher Sicherheit besondere Vorkehrungen getroffen wurden, welche die Polizeiadministration in erhöhte Alarmbereitschaft gesetzt hat. Letztlich könnte der WWG die Anschlagsserie von Nutzen sein, um den staatlichen Überwachungsapparat weiter voran zu bringen. So könnten dann auch Demonstrationen, Pegida-Läufe usw. im Voraus unter dem Verweis auf eine „erhöhte Terrorgefahr“ abgewürgt werden.

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