In Venezuela siegt die Konterrevolution – Maduro erkennt Wahlergebnis an

Die zweite Konterrevolution in Lateinamerika innerhalb von eine paar Wochen. Erst Argentinien und nun Venezuela. Das kommt davon, wenn man halbe Revolutionen macht. Wenn man der Oligarchie alle ihre gestohlenen Milliarden lässt, ihre Medien (ein dutzend Fernsehkanäle, 90 % der Zeitungen und Magazine), die Putschisten alle laufen lässt, die bezahlten NGOs des Imperiums nicht aus dem Lande wirft, riesige Geldsummen der USA an die Opposition frei ins Land fließen lässt. Das haben wir von vornherein zu bedenken gegeben, aber auch Maduro hat nichts getan, um diese Fehler von Chávez zu beheben. Für das Volk wird es eine echte Katastrophe sein.

Nicolás Maduro, Präsident von Venezuela erkannte am frühen Morgen des heutigen Montag das von dem Nationalen Wahlrat (CNE) veröffentlichte Wahl-Ergebnis an, bei dem die Opposition 99 Sitze in der Nationalversammlung (AN) erhielt.
„Angesichts dieser widrigen Resultate müssen wir mit unserer Moral, mit unserer Ethik Venezuela sagen, dass die Demokratie gesiegt hat“, sagte Maduro. Er rief das Volk auf, Geschichte zu machen und sich einer neuen Schlacht zu stellen.

Bei einer Wahlbeteiligung von 74.25 % und einer Auszählung von 96.03 % der Stimmen hat die Beauftragte der CNE erklärt, dass der ‘Tisch der Demokratischen Einheit’ (MUD) 99 Sitze erhielt, während die Vereinte Sozialistische Partei (PSUV) 46 erhielt. Es fehlen jedoch noch 22 Abgeordnete (17 reguläre, 2 von Wahllisten und drei Indigene).„Der ökonomische Krieg hat gewonnen, die Strategie, dem Modell des Landes zu schaden. Der ökonomische Krieg hat vorübergehend gewonnen“, erklärte Maduro in Bezug auf die Strategie der Opposition, das Land zu destabilisieren.

„Unsere Anerkennung der Resultate war garantiert. Wir wussten, dass wir gegen den Strom schwimmen.“

Er rief jene, die dagegen stimmten, zu Arbeit und Nachdenken auf: „Die Stunde ist gekommen, um den ökonomischen Krieg zu bremsen.“

Der Staatschef versicherte, dass es sich nicht um einen Sieg der Opposition handelte, sondern im Gegenteil. „Die Konterrevolution hat gesiegt und hat eine Mehrheit erhalten dank eines Wahlsystems, das von unserem Kommandanten Hugo Chávez ermöglicht wurde.“

Er gab zu bedenken, dass diese Resultate uns zwingen „viele Aspekte der revolutionären Politik neu abzustecken und das werden wir nur erreichen, wenn wir uns auf die absolute Aufgabe mit Fokus auf die Revolution konzentrieren.

Das Land von dem ökonomischen Krieg zu befreien, ist die große Aufgabe der Revolution, und produktiv zu werden. Alles andere ist ein Betrug, um zu versuchen, Venezuela ein neoliberales Modell aufzuzwingen.“

Er rief zur Einheit der revolutionären Kräfte auf, um die Volksmacht zu stärken. „Wir alle müssen über unsere Verpflichtung nachdenken, uns zusammenzuschließen, um den Umständen zu begegnen, die wir in den folgenden Monaten durchleben müssen … um dem konterrevolutionären Plan zu widerstehen.“

Der Präsident der Nationalversammlung erkannte ebenfalls das Wahlergebnis an und sandte eine Botschaft des Nachdenkens an die revolutionären Kräfte.

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