Gastbeitrag: Das Dilemma des Systems und seine schwindende Glaubwürdigkeit

John Trichet, verfasst am 09.01.2016

Vor wenigen Monaten hätte der Autor dieser Zeilen nicht einmal im Traum daran gedacht, zu behaupten, dass die derzeitige Regierung in einer schweren Krise (wohlmöglich die schwerste in der bundesrepublikanischen Geschichte) steckt. Aber es ist tatsächlich wahr. Immer mehr Menschen misstrauen den hiesigen Medien, die immer offensichtlicher als 5. Kolonne fungieren. Immer mehr Deutsche wagen den Schritt die bequemen Sessel vor ihren Flachbildschirmen zu verlassen, um ihrer Stimme Gehör zu verschaffen. Gutmenschen fangen an ihr eigenes Weltbild, das ihren bisherigen Lebensweg bestimmte, zu hinterfragen. Das System befindet sich in einer Vertrauenskrise und schuld ist seine völlig utopische Ansicht von der Gleichheit aller Menschen. Es bahnt sich eine neue Zeit an. Diese wird von massiven Veränderungen begleitet sein.

Sprechen wir von dem System, so meinen wir in diesem Kontext die Gesamtheit der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zusammenhänge, die das Leben im hier und jetzt bestimmen. Es handelt sich um eine Ordnung, die nach bestimmten Prinzipien, nach einem Paradigma gerichtet ist. Dieses Paradigma ist das Postulat nach einer zur Einheit verschmelzenden Menschheit, in der die Gleichheit aller Menschen zur obersten Maxime erhoben wird. Sie haben uns Jahrzehnte über das Märchen von der seligmachenden dem Globus umfassende Menschlichkeit erzählt. Dabei warnten uns immer wieder Stimmen aus der Philosophie und Wissenschaft vor dieser scheinheiligen Schwärmerei. Denken wir nur an Carl Schmitt, der uns jene, die von Menschheit sprechen, als Betrüger auswies (Der Begriff des Politischen, 1932). Oder Konrad Lorenz sowie sein Schüler Irenäus Eibl-Eibesfeldt, die das „Ererbte als bestimmenden Faktor im menschlichen Verhalten“ sahen. Als in den 1960er Jahren die damalige Bundesregierung die gezielte Anwerbung von Einwanderern mit dem sehr abstrusen Begriff der „Arbeitsmigration“ förderte, gab es bereits mahnende Stimmen. Auch das Volk war den Fremden gegenüber skeptisch. Die Nationaldemokraten hatten in dieser Zeit einen nicht zu unterschätzenden Zuspruch aus der Gesellschaft. Dennoch durchdrangen die 68er den metapolitischen Raum und leiteten einen Paradigmenwechsel ein. Obgleich sie in Form der Grünen mit ihren „Koryphäen“ wie Jürgen Trittin nur sieben Jahre in Regierungsverantwortung standen, haben sie einen erheblichen Einfluss auf die Gesellschaft ausgeübt, der bis heute anhält. Im Zuge der vergangenen Jahrzehnte brannte sich in den Köpfen der Deutschen ein Komplex der deutschen Universalschuld ein. Dieser nahm pathologische Züge an und ging mit der perfiden Umdeutung des Toleranzbegriffes einher. Denn ursprünglich bedeutet der aus dem lateinischen tolerare abgeleitete Begriff ‚erdulde‘. Hingegen seiner Wortherkunft, wird er heute aber mit „Respekt, Akzeptanz und Anerkennung“ (Erklärung von Prinzipien der Toleranz, 28. Generalkonferenz der UNESCO) gleichgesetzt. Im eigentlichen Sinne bedeutet „Toleranz üben“ also „sich in Geduld üben“.

Diese „Geduld“, die den Deutschen tagtäglich förmlich eingehämmert wurde, geht nun allmählich zu ende. Trotz der Bemühungen seitens des Systems, kam es zu den von uns bereits vor Jahren vorhergesagten Ereignissen. Diese sind, wie ich in meinem letzten Artikel „Das war erst der Anfang“ (http://aktion-widerstand.de/?p=11785) andeutete, lediglich die ersten Anzeichen eines bevorstehenden kollektiven Ausbruches der sog. „Menschen mit Migrationshintergrund“. Bedenken wir nur, dass die Täter von Köln und Hamburg lediglich vor ein paar Tagen, Wochen oder maximal ein paar wenigen Monaten nach Deutschland gekommen sind. Was wird erst passieren, wenn die Invasoren in der Mehrheit sind? Wenn sie sich in den rechtsfreien Raum namens Bundesrepublik Deutschland erst einmal etabliert und mit anderen RAPEfugees vernetzt haben? Nur einem völlig blinden oder die Welt durch seine ideologische Brille betrachtenden Naivling können diese Schlussfolgerungen befremdlich sein. Diese Gesellschaft wird auf die Probe gestellt. Dies ist aber keine Geduldsprobe, sondern die Möglichkeit einer totalen Umwälzung der derzeitigen Verhältnisse.

Die Zivilgesellschaft wirft dem Staat Versagen vor, im Handelsblatt titelt Wolfram Weimer „Hilfe, unser Staat versagt!“ (http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/whatsright/whats-right-zu-koeln-hilfe-unser-staat-versagt/12803516.html) und selbst Berufsportale wie http://www.haufe.de wagen es Zeilen, wie „Eine Silvesternacht, in welcher der Schutz des Rechtsstaats versagt hat“ (http://www.haufe.de/recht/kanzleimanagement/gewalt-gegen-frauen-die-schwarze-silvesternacht-in-koeln_222_334612.html), zu formulieren. Das ist eine voll umfängliche Bankrotterklärung. Die Bürger dieses Landes vertrauen dem angeblich freiesten Staat, den es je auf deutschen Boden gegeben haben soll, nicht mehr. Sie sehen das für den Bürger wichtigste Gut einer Gesellschaft nicht mehr gewährleistet: Sicherheit.

Dabei ist dieser Vertrauensverlust auf das Dilemma zurückzuführen, in dem sich das System befindet. Es handelt sich dabei um die oben bereits benannte Behauptung, dass alle Menschen ungeachtet ihrer Herkunft und Kultur gleich wären. Spätestens seit der Silvesternacht 2015/2016 dürfte jedem halbwegs intelligenten Menschen klargeworden sein, dass dieser Behauptung keinerlei Wert beizumessen ist. Auch wenn jene, die für diese Katastrophe verantwortlich sind, nun gebetsmühleartig die angebliche Mehrheit der „friedlichen Flüchtlinge“ beschwören. Bei völlig dogmatischen Elementen, wie dem Hamburger Grünen-Vize Michael Gwosdz, ist die einzige Möglichkeit aus dem ideologischen Dilemma auszubrechen, die Erhebung eines Generalverdachtes gegenüber allen Männern. Seiner Meinung nach sind „alle Männer potenzielle Vergewaltiger“. Dabei schließe er auch sich selbst ein. Gwosdz erweist sich damit als glänzendes Beispiel für das in der Bundesrepublik vorherrschende Dilemma der Gleichheit aller Menschen. Lieber beschmutzen diese Gestalten andere Deutsche und sogar sich selbst, als dass sie zugeben würden, dass ihr Weltbild sich als Trugbild herausstellte. Derartige Ausbrüche sowie die naiven Versuche der Bundesregierung, nun „die harte Hand“ zu demonstrieren, sind nur lächerliche Versuche, das Unaufhaltsame aufzuhalten. Das System hat sich festgefahren und kommt so schnell nicht mehr aus dem Graben heraus.

Vielmehr sieht es danach aus, dass sich eine neue Zeit anbahnt. Der Aufbruch der Gesellschaft, die gestern noch so geduldig mit den „Flüchtlingen“ war, erkennt die Tragweite dieser Invasion. Sie erkennt, dass der Verlust ihrer Güter mit der völlig fehlgeleiteten Asylpolitik einhergeht. Die heute (09.01.2016) in Köln stattgefundenen gewaltsamen Auseinandersetzungen mit PEGIDA-Anhängern, Hooligans und der Polizei zeigen welche Auswirkungen die Ereignisse haben, die lediglich das Anfangsstadium einer gesellschaftlichen Konfrontation mit dem Fremden darstellen. Obgleich es niemand vorhersehen mag, ist die Wahrscheinlichkeit einer sich anbahnenden Umwälzung noch nie so hoch gewesen. Der Autor ist sich dessen bewusst, dass unsere „Pragmatiker“ dies gerne als Phantasterei abtun. Doch sei diesen ach so rationalen Menschen gesagt: Eine Umwälzung wird stattfinden. Sie findet bereits vor unser aller Auge statt. Die Strukturen des Systems werden aufgebrochen und Politiker in die Ecke gedrängt. Die schauspielenden Akteure auf der politischen Bühne liefern sich einen Schlagabtausch.

Die Gesellschaft wird in „Flüchtlings“befürworter und „Flüchtlings“gegner geteilt. Revolutionen haben immer stattgefunden. Die ganze Geschichte ist eine Aneinanderreihung von revolutionären Ereignissen. Sie finden kontinuierlich statt und wirklich tiefgreifende Ereignisse entstehen beinahe zufällig aus dem Nichts. Ihre Vorhersehbarkeit ist nahezu unmöglich. Deshalb sei der Leser davor gewarnt, die Möglichkeit einer Umwälzung in Abrede zu stellen. Wir wissen nicht, ob wir morgen in einem vollumfänglichen Polizeistaat aufwachen oder die Regierung endlich das Zeitliche segnen wird. Wir wissen nur eins. Die Chancen standen noch nie so gut wie heute. Die Überfremdung mag den heranziehenden Exitus des deutschen Volkes immer deutlich sichtbarer machen. Doch ist er notwendig, um dem nach seiner eigenen Sicherheit trachtenden Bürger aufzurütteln.
Die Aufgabe einer nationalen Bewegung muss es sein, diesen Protest, die bürgerliche Forderung nach geschlossenen Grenzen, zu der klaren und konsequenten Umsetzung des Regierungsaustausches, der gänzlichen Aufbrechung des Systems und der Einführung einer am Volk orientierten Politik weiterzuführen. Wir müssen einsehen, dass der Einfluss identitärer Kreise nicht ausreicht, um eine geistige Umwälzung hervorzurufen. Deshalb muss sich die Identitäre mit anderen Elementen verbinden, die das System ebenfalls als feindlich identifiziert haben. Die momentane Situation ruft immer mehr auch revolutionäre Menschen auf den Plan. Mittlerweile kommen diese sogar aus dem bürgerlichen Lager. Mag die Masse nach Ernst Jünger auch „gestaltlos“ (Der Arbeiter – Herrschaft und Gestalt, 1932) sein. Sie kann Dynamiken entwickeln. Diese müssen nur in die richtige Richtung gelenkt werden. Der Autor dieser Zeilen hätte es selbst nicht mehr für möglich gehalten. Doch der Deutsche ist tatsächlich noch lernfähig. Der Bürger fängt gerade an zu gehen. Helfen wir ihm dabei zu lernen, wie er kämpf, sodass der nächste Paradigmenwechsel vollzogen werden kann!

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