Unsere Frauen und Kinder als Freiwild

Angela Merkel sei „großartig“ meint Adelheid Khol, die Ehefrau des ÖVP-Präsidentschaftskandidaten Andreas Khol. Mit dieser Einschätzung steht sie leider nicht allein. Ob die mittlerweile unzähligen Opfer von Asylanten-Gewalt und deren Familien diese schwärmerische Gefühlsaufwallung verstehen können? Unter ihnen viele Kinder und Frauen, die schon lange vor und auch nach Köln sexuell belästigt oder brutal vergewaltigt wurden. Stumm bleibt deren Anklage, so wie ihr Leid, das sie stumm ertragen müssen. Wie zuletzt jene 52jährige Tirolerin, die vor ihrem Wohnhaus Opfer einer brutalen Vergewaltigung durch einen Fremden wurde. Ob Frau Khol aus dem Heiligen Land Tirol gelegentlich an sie und andere Opfer denkt?

Das Martyrium vieler vergewaltigter Kinder und Frauen wird von der sonst stets gegewärtigen pharisäerhaften Empathie der Gutmenschen kaum erfaßt. So jedenfalls der Eindruck. Weder das Leid jenes achtjährigen vergewaltigten Mädchen in Hilden (NRW) noch jenes eines vergewaltigten zehnjährigen Buben in Wien – keine Einzelfälle! – scheint “Qualitätsmedien“ und “Flüchtlings”helfern eine tiefergehende Bachtung, gar Mitgefühl wert. Was aber wurde nicht alles in der Seele dieser Schutzbedürftigen zerstört, eine glückliche Zukunft vor allem verunmöglicht. Welche Journalistin, welcher Politiker hat je eines der Opfer besucht, Hilfe angeboten? Pech gehabt, einem solchen Opfer fehlt die Aura des „armen“ Fremden.

In der Tat, bei Opfern “ohne Migrationshintergrund” gehen die Scheuklappen runter, und sogleich geht man zur Tagesordnung über. Es ist, als hätte man Scheu, sich darauf näher einzulassen. Angst vor der Wahrheit? Aber das andere Leid, das fasziniert, das wird mitunter sogar ausgeschlachtet. Selbst wenn es sieben Jahrzehnte zurückliegt. Aber das eigene… So interessiert millionenfaches Leid geschändeter und mißhandelter deutscher, also auch österreichischer Frauen und Kinder gegen Kriegsende und kurz danach keinen einzigen dieser hochkarätigen Gutmenschen. Schier unbeschreibliche menschliche Tragödien dieser Zeit werden bis heute aus ideologischen Gründen bewußt ignoriert.

In einem im Bundesarchiv aufliegenden Bericht des Dr.med.Arnold Biedenzu aus Ostpreußen heißt es u.a.: „Nach meinen Erfahrungen darf ich behaupten, daß von den Frauen und Mädchen zwischen 50 und 15 Jahre, nur zehn Prozent verschont geblieben sind… Häufig wurden die Frauen bei der Vergewaltigung noch in übelster Weise geschlagen, gestochen und mißhandelt.“ …“ Und Pfarrer Georg Gottwald berichtete: „Die Stadt (Grünberg) hallte bei Tag und Nacht wider vom Wehgeschrei der gequälten, vergewaltigten Einwohner. Frauen und Mädchen wurden Freiwild.“ In einigen Fällen übersteigen die grauslichen Details, die hier nicht ausgebreitet werden sollen, das Vorstellungsvermögen eines durchschnittlichen Bürgers.

Doch nun zurück zur Jetztzeit: In welcher Gesellschaft leben wir denn? Eine Gesellschaft in der Leid selektioniert, unerwünschtes, also jenes unserer vergewaltigten Kinder und Frauen, geringgeschätzt und ausgesondert wird. Wie auf einer virtuellen Ausleserampe. Ist eine solche Gesellschaft nicht gerade auch deshalb dazu verurteilt unterzugehen, um einer anderen Platz zu machen, in der, und das ganz allgemein gesehen, das Eigene nicht hintangestellt wird? Wenn einem vergewaltigten und gequälten Kind in Deutschland oder Österreich weniger Aufmerksamkeit und weniger Empathie zukommt als einem Kind, das aus einem Flüchtlingsboot fällt, dann ist mit der Moral und dem Gefühlshaushalt vieler Gutmenschen offensichtlich etwas nicht in Ordnung. Aber das ist bei der Kultur des Todes, die in unseren Breitengraden seit Jahrzehnten gepflogen wird, wohl auch nicht anders möglich.

Es scheint ein ursächlich geistig-seelisches Problem zu sein, das längst weite Bereiche unseres Lebens, des privaten wie des öffentlichen, paralysiert. Dagegen ist anscheinend noch kein Kraut gewachsen. Aber vielleicht stellt sich noch rechtzeitig eine Spontanheilung ein. Und mit ihr die Erkenntnis, daß nicht die Weitergabe irgendeiner Ideologie, sondern der eigene Nachwuchs der Sinn des Lebens ist. Und dieser darf weder der eigenen noch einer fremden Aggression ausgeliefert werden. Eine Politik, die das nicht zu verhindern weiß, ist eine des Bankrotts, und Politiker, aber auch Journalisten, die diese bedrohliche Entwicklung fördern oder gutheißen, sind persönlich verantwortlich für jedes einzelne Opfer von Asylantengewalt.

Helmut Müller

Quelle

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