Wien als Renegat

Die österreichische Regierung, bestehend aus sozialdemokratischer SPÖ und christ-“konservativer“ ÖVP, war in den letzten Monaten der treueste Verbündete der BRD-Merkel-Regierung und hatte so gut wie alles mitgemacht. Damit ist aber nun Schluss, da meine Obergrenze beschloss und mittlerweile bevorzugt gegen die Ex-Verbündete Mutti feuert.

Siehe: http://www.sueddeutsche.de/politik/fluechtlingspolitik-oesterreich-gegen-merkel-wir-bremsen-auch-fuer-deutschland-1.2885033

Die „Wende“ wird wohl auch etwas damit zu tun haben das die oppositionelle FPÖ zur stärksten Partei in Österreich aufstieg und bei Umfragen den ersten Platz mit bis zu 34 Prozent Zustimmung erreicht.

Ein ÖVP-Abgeordneter meinte nun das Merkel ihre eigene Kinderlosigkeit durch die Asylschwemme kompensieren möchte.

Siehe: http://derstandard.at/2000031988628/OeVP-Mandatar-haelt-Merkel-Kinderlosigkeit-vor

Der Vizekanzler der ÖVP hat die „Koalition der Willigen“ für Aufgekündigt erklärt.

Siehe: https://jungefreiheit.de/politik/ausland/2016/die-koalition-der-willigen-besteht-nicht-mehr/

Als Bundespräsidentenkandidat bietet die ÖVP dann allerdings einen bekennenden Merkelianer auf.

Siehe: http://www.kleinezeitung.at/k/politik/innenpolitik/4935937/HofburgKandidat_Khol_Ich-verehre-die-Angela-Merkel

Andreas Khol scheint allerdings geistesverwirrt zu sein. So verteidigt der Merkel-Fan den „Austrofaschismus“, aber in diesem System wäre er wohl interniert worden. So versucht der Merkel-Fan wohl das Dollfuß-Regime als Liberalismus umzudeuten.

Siehe: http://derstandard.at/1265852087330/Begraben-wir-Dollfuss-noch-ein-zweites-Mal

Der SPÖ-Kanzler Faymann, in der Vergangenheit ein enger Merkel-Verbündeter, gibt nun den tapferen Anti-Merkel-Kämpfer.

Siehe: http://www.welt.de/politik/deutschland/article152413569/Faymann-empfiehlt-Blick-auf-die-Landkarte.html

Für härtere Angriffe schickt er seinen Minister Doskozil vor.

Siehe: http://www.wiwo.de/politik/ausland/nach-tv-interview-von-merkel-oesterreichs-minister-wettern-wieder-gegen-die-kanzlerin/13032472.html

Ein Berater des Kanzlers hatte sich als großer Tabubrecher betätigt und gefordert das die „Arbeitnehmerfreizügigkeit“ einzustellen sei, da der Zuzug von osteuropäischen Arbeitern den inländischen Arbeitnehmern massiv schade. Zwar hatte diesen Vorschlag Faymann abgelehnt, aber Unterstützung kam von einem SPÖ-Landeshauptmann (Ministerpräsident).

Siehe: http://burgenland.orf.at/news/stories/2757510/

Die Arbeitnehmerfreizügigkeit gehört nun zu den Säulen des EU-Kapitalismus und der Zuwanderungspolitik im Interesse des großen Kapitals.

Das Ausscheren Österreichs aus Merkels „Koalition der Willigen“ ist ein schwerer Schlag für „Mutti“, da mittlerweile auch Schweden und Dänemark ausgeschert sind. Die großen EU-Staaten – GB, Frankreich, Spanien und Italien – hatten sich sowieso verweigert. Österreich versucht nun durch die Initiative mit den Balkan-Staaten die Balkan-Route zu schließen, während diese die BRD-Regierung unbedingt offen halten möchte. Österreich kann dabei auf die alten K.u.K.-Verbindungen anknüpfen und etwas für die europäische Solidarität tun, während die Bundesregierung stramm auf einen Kurs gegen die europäischen Völker bleibt.

Österreich war ja schon beim Thema Russland nicht so ganz auf der Linie der Kanzlerin.

Siehe: http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4650515/Osterreich-bremst-bei-Sanktionen-gegen-Russland

Die Maßnahmen der österreichischen Bundesregierung sind völlig unzureichend aber dann immerhin ein Anfang, der beweist das die Behauptung von CDU, SPD, Grüne und Linkspartei nur Überfremdungspropaganda sind, wenn man behauptet das solcherlei „nichts“ bringe. In Bayern sind seit Bekanntgabe der österreichischen Maßnahmen die Asylzahlen rückläufig. Österreicher scheinen eben die „besseren Deutschen“ zu sein.

Den Asylstromm wird dies nicht stoppen. Dazu bräuchte es schon eine Kritik am kapitalistischen und antinationalstaatlichen Gesamtsystem und eine Aufhebung des sogenannten „Asylrechts“.

Siehe: https://sachedesvolkes.wordpress.com/2015/08/31/bewusstlose-vor-asylantenheimen/

Verfasser. Sozrev

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Kommentare

  • C.H.  On 1. März 2016 at 13:15

    Schön zusammengefasst, wobei die beschlossene Obergrenze natürlich nur eine Beruhigungspille für das Wahlvolk war, es gibt nach wie vor täglich 200-300 Asylanträge in Österreich, die Obergrenze von 80 Anträgen gilt ausschließlich für den Grenzübergang in Spielfeld. Richtig spannend für die Österreicher wird es erst, sollte Seehofer irgendwann doch einmal seine inflationär verwendeten leeren Drohungen wahr machen und Bayern dicht machen.

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