Aufruf zur Mäßigung (2)

Provokationen sind nun sicherlich im Wahlkampf und auch in der wahlkampffreien Zeit durchaus angebracht. Darauf verwies jüngst auch die rechtsbürgerliche AfD-Parteivorsitzende und FDGO-Anhängerin Frauke Petry.

Siehe: http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/afd-chefin-petry-erklaert-provokation-ist-wahlkampf-und-medien-strategie-a1312633.html

Nun gibt es schlechte und gute, nützliche und schädliche Provokationen. Zu der zweiten Kategorie gehört ein Wahlplakat der „Worch-Partei“ Die Rechte in welchem offenbar politischen Gegnern der Strang angedroht wird.

Siehe: http://www.shz.de/deutschland-welt/die-rechte-in-sachsen-anhalt-will-nicht-nur-plakate-haengen-id12877011.html

Wahrscheinlich wird es nicht um das Aufhängen von Räucherspeck oder dem neuestem Bravo-Poster gegangen sein. Diese Aussage werden nun Gutmenschen und Antifa-Aktivisten als Morddrohungen interpretieren. Man wird in diesen Kreisen der Meinung sein das nach einer utopischen „Machtergreifung“ der Minipartei linke und andere politische Gegner ermordet würden. Daraus wird man die Schlussfolgerung ziehen das man dagegen „präventiv“ vorgehen müsse, also „Nazis“ und „Rechte“ unschädlich zu machen habe.

Damit wird der Bürgerkrieg auf der Straße befeuert. So zählt die Statistik in den letzten Monaten etwa 50 schwere Angriffe auf „rechte“ Ziele – Brandanschläge, Körperverletzung, usw. Der Großteil der Angriffe richtete sich gegen AfD-Funktionäre und deren Wohnungen, PKWs, Büros. NPD und Die Rechte sind eher ins Hintertreffen geraten, weil sie von militanten Antifas wohl als zu unwichtig betrachtet werden. Solche Plakate könnten nun aber das Gewaltpotential gegen die Worch-Anhänger steigen lassen.

Diese unsinnige Provokation schadet nun auch anderen Nationalisten und Patrioten da sie sicherlich für etwas in Haftung genommen werden, womit sie nichts am Hut haben. Sicherlich könnten Verbotsbehörden solcherlei Sprüche auch als Verbotsgrund anführen.

Nun gibt es aber sicherlich kritikwürdigeres als zweifelhafte Sprüche auf Plakaten. Dazu zählt etwa die teilweise Kooperation mit Kopfabschneider-Jihadisten vom IS.

Siehe:https://sachedesvolkes.wordpress.com/2014/11/23/dortmunder-is-helfer/

Wahlplakate töten schließlich keine Menschen. Aber soweit jeder weiß, der Islamische Staat (IS) sehr wohl. Ein wenig absurd wirkt es in diesem Zusammenhang das sich das Worch-Umfeld als „PEGIDA“-Ableger ausgibt. Von so etwas wie „Glaubwürdigkeit“ kann man nun sicherlich nicht reden.

Siehe: https://www.facebook.com/Dogida-Dortmund-das-Original-1515023485443257/

Kritikwürdig ist auch das Parteiprogramm der Worch-Partei in der man sich zur FDGO bekennt und mit einem nationalliberalen Wirtschaftsprogramm aufwartet, welches man in großen Teilen von der DVU übernommen hat. Mit einem wie auch immer gearteten „nationalen Sozialismus“ hat dies alles vielleicht so viel zu tun wie Claudia Roth mit Zuwanderungskritik oder Broder mit Israelkritik.

Siehe: http://worch.info/die-rechte/pdf/Parteiprogramm.pdf

Ein nationalliberaler „NS“ ist nun überflüssig wie ein Kropf. Eine nationalliberale Position ohne „NS“ kann man in NRW schließlich von Seiten von Pro NRW und der AfD haben. Dafür braucht es nun keine Neonazis, keinen Hitler-Bezug. Statt unsinnige Gewaltandrohungen auf Plakate zu schreiben wäre es schon sinnvoller wenn dieses Spektrum mit einer inhaltlichen Systemkritik aufwarten würde. Ob es aber dazu kommt ist doch zweifelhaft weil in NS-Gruppen eben die „Führer“ die Inhalte vorgeben.

Verfasser: Sozrev

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