Organisationsübergreifendes Strategietreffen

Ein Strategietreffen, welches sich über zwei Tage erstreckte fand letztes Wochenede in der schönen fränkischen Provinz statt. Das sehr gute besuchte Treffen, welches auf Einladung der der neugegründeten überparteilichen Freien Akademie stattfand umfasste ein breites organisatorisches und weltanschauliches Spektrum. Vorträge und die interessanten sowie umfassenden Diskussionen boten sozialrevolutionären Nationalisten, NPD-Mitgliedern, parteifreien Nationalisten sowie auch AfD-Anhängern die Möglichkeit Gemeinsamkeiten, aber auch unterschiedliche Auffassungen darzulegen.

In letzter Zeit haben sich die politischen Probleme in Deutschland und Europa zugespitzt – die Stichworte lauten: Masseneinwanderung und Euro-Krise. Zudem hat sich in den zurückliegenden Jahren die politische Landschaft im rechten Spektrum erheblich verändert. Zum einen sind neue Akteure nach vorne getreten: AfD, Pegida, Elsässer- und Kubitschek-Bewegung usw., zum anderen ist – damit einhergehend – der traditionelle Nationale Widerstand (NW) von der Marktführerschaft auf „nationale Politik“ abgehängt worden.

Alleine diese Tatsache, abgehängt zu sein, festzustellen, würde beispielsweise in manchen NW-Kreisen einem Tabu gleich kommen. Schon deshalb bedurfte es eines Strategietreffens, um die politische Lage, auch der eigenen Organisationen, ungeschönt zu besprechen und daraus Schlussfolgerungen zu ziehen.
 
Es stellte sich im Vorfeld die Frage, ob die wesentlichen Parteien und Organisationen des NW, wie NPD, Die Rechte und Dritter Weg, über Konzepte verfügen, die den neuen politischen Herausforderungen gerecht werden. Zudem stellt sich die Frage, in wie fern es einen Sinn ergibt bzw. realistisch ist – Stichwort „Ausgrenzung“ -, mit AfD, Pegida, Elsässer- und Kubitschek Bewegung zusammenzuarbeiten. Oder warten wir auf neue Akteure, Konstellationen und Bündnisse? Oder ziehen wir uns auf Theoriearbeit zurück? Auf diese Fragestellung versuchte das Strategietreffen soweit wie möglich eine Antwort zu bieten.

Der Chefredakteur der Internetseite der Sache des Volkes bot in seinem Eingangsreferat einen tagesaktuellen Blick auf die Entwicklungen bzw. die Erweiterung des nationalen und patriotischen Spektrums. Die jüngsten Wahlerfolge der AfD würden die NPD mehr und mehr ins Abseits drängen und zur Unwichtigkeit drängen. Dies sei auch auf eigene Fehler der nationalen Partei zurückzuführen, welche sowohl taktischer als auch inhaltlicher Natur seien. Die „Taktik“ der NPD im Vorfeld der letzten Landtagswahlen hätte bei einem erheblichen Teil ihrer Wählerschaft den falschen Eindruck vermittelt, wonach NPD und AfD mehr oder weniger ähnliche Thesen vertreten würde.

Die Wahlerfolge der AfD seien auch darauf zurückzuführen das viele Wähler die AfD für etwas wählen, was diese in Wahrheit gar nicht vertritt. So sei die bürgerlich-patriotische Partei keine echte zuwanderungskritische Partei, auch beim Thema Euro und EU laviere die AfD und könne sich nicht zu einer umfassenden nationalsouveränen Kritik am antinationalem EU-Gebilde durchringen.Die Wirtschaftsprogrammatik neige in Richtung Neoliberalismus. Trotzdem sei es positiv zu sehen das mit der AfD bestimmte Themen in den Fokus der Öffentlichkeit rücke. Auch müsse man zwischen Parteibasis und Parteiführung differenzieren, wobei es aber in jener unterschiedliche Stimmen gebe.

Die Pegida-Bewegung habe den Verdienst in Mitteldeutschland zehntausende deutsche Zuwanderungskritiker auf die Straße zu bringen. Allerdings mangele es oft am „Bewusstsein“ und einem politischen Programm. Aber auch hier müsse man die etwas merkwürdige Pegida-Führung von den vielen Pegida-Aktivisten unterscheiden. Ein weiteres Thema war auch das Spektrum um Jürgen Elsässer und Götz Kubitschek. Jürgen Elsässer gelänge es insbesondere mit dem sehr modern aufgemachten Compact-Magazins ein immer größeres Leserspektrum anzusprechen. Allerdings neige er zu Opportunismus. Um als Ex-Linker den „Rechten“ zu gefallen rede er rechten Marktwirtschaftlern in der Sozialpolitik nach dem Mund. Ein weiteres Thema waren die zuwanderungskritischen Demonstrationen von Russlanddeutschen im Westen der Republik und das Spektrum um den Kopp-Verlag.

Falko Schüßler, sprach zum Thema „Neue Wege? Eine Annäherung an Strategie und Taktik für den revolutionären, politischen Kampf um Köpfe und Straßen.“ Dieses Thema bereite er Anhand der „Kriegsstrategie“ der Werke und des Wirkens von Carl Philipp Gottlieb von Clausewitz und Basil Henry Liddell Hart auf.

Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_von_Clausewitz

und https://de.wikipedia.org/wiki/Basil_Liddell_Hart

Deren politische Kriegstheorie sei zumindest in wesentlichen Teilen auch für eine heutige politische und strategische Taktik entscheidend.

Arne Schimmer referierte höchst fachkundig zur politischen Strategie und Taktik bei Machiavelli und Lenin.

Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Niccol%C3%B2_Machiavelli

und https://de.wikipedia.org/wiki/Wladimir_Iljitsch_Lenin

Hierauf aufbauend gelangte der Referent zu einer Analyse der Lage des Nationalen Widerstandes, der auch laut Schimmer bei Wahlen immer mehr von der AfD und auf der Straße von Pegida abgehängt werde. Dabei stimmte er im Kern sozialrevolutionären Nationalisten zu, mit deren Kritik, dass die NPD im Bereich des Antikapitalismus Mängel aufweise. Es wäre sinnvoller gewesen wenn sich die NPD zu einer „nationalen PDS“ entwickelt hätte. Wofür es aber nun fast schon zu spät war. Im Anschluss an den Vortrag kam es zu einer längeren, aber fruchtbaren Diskussion, wobei es sicherlich Meinungsverschiedenheiten zwischen nationalen Marktwirtschaftlern und dem sozialistischen Ansatz von Jürgen Schwab und anderen sozialrevolutionären Nationalisten kam. Meinungsverschiedenheiten sollen ja nicht verdeckt und geleugnet werden.

Klaus Menger sprach über eine nationalpolitische Strategie unter Berücksichtigung des lebensrichtigen Menschenbildes und zeigt dabei auf woran es im Nationalen Widerstandes krankt. Er unterzog dabei sowohl einen bestimmten Menschenschlag als auch die Parteienoligarchie, in welche auch nationale Parteien in der BRD eingebunden sind, einer deutlichen Kritik. Er macht dabei deutlich das insbesondere das Compact-Magazin von Jürgen Elsässer sehr professionell arbeite, woran aber im klassischen NW mangele.

Zum Ende des Strategietreffens waren sich alle Teilnehmer darin einig das es bald wieder zu einem Strategietreffen kommen soll.

SdV-Redaktion

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Kommentare

  • bituika55  On 5. April 2016 at 17:12

    Stichwort „nationale PDS“.
    Die Vorstellung, dass Nationalisten mit einem linken Wirtschaftsprogramm bei Wahlen punkten könnten, ist genauso wünschenswert wie sie leider falsch ist.

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