Kämpferische Kurden und Türken

Zu einem der Hauptthemen in den BRD-Medien hat es in den letzten Monaten der neuerliche Ausbruch der Kämpfe zwischen Kurden und Türken gebracht. Der „Friedensprozess“ zwischen den beiden verfeindeten völkischen Gruppen ist damit Makulatur. Die Kämpfe umfassen mittlerweile die Türkei, den Irak und Syrien. Es ist es davon ausgehen das mehrere tausend Menschen getötet wurden – zumeist Kurden.

Die türkische Regierung nahm ausgerechnet den Anschlag des IS auf eine kurdische Gruppe in der Türkei zum Anlass um nun einen großen Angriff auf mutmaßliche Stellungen kurdischer Partisanen zu starten.

Nun meinen auch linksliberale, wie der „antatolische Schwabe“ Cem Özdemir, das die Türkei nicht in die EU gehöre. Wahrscheinlich hat auch der Grüne gemerkt das die Türkei alles andere als ein linksliberaler Staat ist.

Siehe: http://www.welt.de/politik/deutschland/article156178894/EU-Mitgliedschaft-unter-Erdogan-wird-es-nicht-geben.html

Eine kurdisch dominierte linksliberale Partei hatte Erdogan nämlich zunächst die Regierungsmehrheit in der Türkei gekostet. Der Wahlkampf der kurdischen Partei, die in der Türkei aus dem Stand auf 12 Prozent kam, wurde immer wieder von Anschlägen behindert, hinter welchem der Erdogan-Apparat zu vermuten ist.

So hatte diese Partei, die der Linkspartei ähnelt, auch die einfach Wahrheit ausgesprochen das Erdogan in Syrien den IS fördert, unter anderem auch um eine kurdische Staatsgründung im Norden Syriens zu verhindern.

Darüber regen sich auch deutsche Gutmenschen auf, was weniger daran liegt, dass man der Meinung wäre, dass der IS ein „unmoralischer“ Partner im Kampf gegen das Assad-Regime wäre, sondern weil man sich grundsätzlich mit den linksliberalen Kurden solidarisiert. So gelten die nordirakischen Kurden als sichere Bastion des Westens. Auch die PKK hat den Marxismus abgelegt und vertritt nun so etwas wie einen bewaffneten Linksliberalismus. Die Kurden in Syrien, im Iran und im Irak sind auch so etwas wie der Vorposten Israels im Nahen Osten geworden.

Insbesondere in Nordsyrien vertreten die kurdischen „Nationalisten“ so etwas wie ein BRD-„Antifa“-Progamm: Gender Mainstreaming, eine antirassistische Menschengleichheit, gleiche Rechte für Transgender-Menschen, einen „Nationalismus“ der behauptet das kurdische Volk bräuchte gar keinen Staat und die Abschaffung von „Gefängnisstrafen“. Wahrscheinlich möchte man die IS-Kopfabschneider zu ideelen Gesamtlinkslinberalen umerziehen. Im Gegensatz zur pazifistischen deutschen Linkspartei möchte man dies alles aber mit Waffengewalt erreichen. Durch eigene Waffen, deutsche Waffenlieferungen und US-Bomben.

Man sollte den türkischen Nationalismus auch nicht durch die moralische Brille verurteilen, wenn er gegen die Kurden vorgeht. Den türkischen Nationalisten geht es um ihr eigenes nationales Interesse, welches man durch die Kurden bedroht sieht. Aus türkischer Sicht gibt es nämlich keine Bedrohung durch den IS, sondern durch die Kurden. Der IS nützt insofern türkischen Interessen. Warum sollten türkische Chauvinisten den IS bekämpfen wollen? Etwa um einen Kurdenstaat der kurdischen Erzfeinde zu fördern? Aus türkischer Machtsicht ergibt eine solche Forderung keinen Sinn.

Türken, Kurden und Amis geht es eben nicht um gutmenschliche „Moral“, sondern sie handeln frei nach dem italienischen Philosophen Machiavalli.

Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Machiavellismus

Die Amis verbünden sich wenn es ihren Interessen nützt mit Kopfabjihadisten, die Türken mit dem IS und der linksliberalen Türkei-Lobby in Deutschland, die Kurden mit den USA, deutschen Linken und ab und an – je nach Interessenslage – auch mit Assad und früher einige Kurden auch mit Saddam Hussein. Jemand hat mal gesagt Staaten kennen keine Freunde, sondern Interessen.

So war Erdogan bis 2012 mit Assad verbündet, als NATO-Partner möchte er mit Putin kooperieren und verkündet in Wahlkampfreden die „Welt des Zionismus müsse untergehen“, finanziert die Hamas.

Daß dies Kurdistan-Anttimps wie Nick Brauns aus München (Junge Welt, Linkspartei, Antifa-München) „spanisch“ vorkommt ist auch klar. Was Brauns nicht versteht ist das es Erdogan um eine türkische „Machtpolitik“ geht. So ist Erdogan mal für und mal gegen den „Friedensprozess“ mit den Kurden, je nach türkischer Interessenslage. Daß Bündnis mit Assad war vor einigen Jahren im türkischen Interesse, nun nicht mehr, da es Erdogan darum geht in der arabischen Welt im Sinne des „Neoosmanismus“ möglichst großen Einfluss zu gewinnen. So ist die Türkei heute trotz der Anti-Assad-Position, nach wie vor mit dem Iran verbündet. Der Iran ist der wohl wichtigste Wirtschaftspartner der „Neoosmanen“.

Auch die antizionistische Reden Erdogans sind in diesem Zusammenhang zu sehen. Erdogan möchte im arabischen Raum als „Schutzherr der Palästinenser“ anerkannt werden um den eigenen Einfluss zu vergrößern. Rein logisch gesehen ist dies als NATO-Mitglied freilich abstrus. Die Palästinenser werden aber fragen was Nick Brauns für die Palästina getan hat? Wie viel Waffen hat Nick Brauns geliefert? Wie viel Millionen Euro an die Hamas überwiesen? Und vor allem: Ist der Muslim oder „gottloser Atheist“?

Erdogan tritt auch in Deutschland als türkischer Imperialist auf. Zu seinen Landsleuten spricht er hier wie ein osmanischer Kalif, der über die Deutschen gebieten möchte. Aber auch das ist ein zweischneidiges osmanisches Schwert, da er die Türken in unserem Lande vor Assimilation warnt, was „Völkermord“ bedeute. Dem werden auch viele Völkische zustimmen, während dies Rechtspopulisten und Konservative als „Provokation“ auffassen.

Dem starken Mann vom Bospurus geht es um eine Einflussnahem auf die Politik der BRD, was nicht möglich ist wenn sich „seine“ Türken zu assimilierten „Deutschländern“ wandeln. Daß Bekenntnis zur „Integration“, ist so als reine Taktik zu erkennen. Daß sich die Masse der Türken aber „intergriert“, dies können nur die dümmsten Gutmenschen annehmen. Eine „Assimilation“ ist dann noch utopischer. Beides wäre im Sinne des deutschen und türkischen Nationalismus auch nicht wünschenswert.

Die Türkei schadet heute den nationalen Interessen Deutschlands und auch arabischen Staaten, wie Syrien. Sicherlich gab es historisch gesehen ein gutes Verhältnis zur Türkei – etwa während des Kaiserreiches und auch während der Attatürk-Phase. Momentan sind aber der deutsche und der türkische Nationalismus in einem Widerspruch. Sicherlich muss dies dies nicht auf Ewigkeiten so bleiben, aber derzeit gibt es daran nichts zu deuten.

Verfasser: Sozrev

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