Der doppelte Trump

Noch vor etwa zwei Wochen schien das Präsidentschaftsrennen in den USA gelaufen zu sein. Hillary Clinton lag scheinbar uneinholbar in den Umfragen vorne, mit einem Vorsprung von bis zu 12 Prozent. Dies scheint nun Makulatur zu sein, da nach diversen Enthüllungen – unter anderem von Wikileaks – Donald Trump nach der neuesten Umfrage sogar vorne liegt, wenn auch nur nach absoluten Zahlen und nicht wie in den USA entscheidend bei den „Wahlmännern“. Trump kommt nach jener Umfrage auf 46 Prozent und Hillary nur mehr auf 45 Prozent.

Siehe: https://www.welt.de/politik/ausland/article159189641/Trump-liegt-in-Umfrage-vor-Clinton.html

So hat das FBI Ermittlungen gegen Clinton wegen „Geheimnisverrat“ zu ihrer Zeit als Außenministerin aufgenommen oder genauer gesagt gegen Clintons enger Mitarbeiterin Huma Abedin. Auch fanden sich in den von Wikileaks veröffentlichten E-Mails beispielsweise die Enthüllung, dass die von CNN als Expertin frei beschäftigte demokratische Politikerin Donna Brazile das Team von Hillary Clinton vor CNN-TV-Debatten mit ihrem Vorwahlgegenkandidaten Bernie Sanders vorab mit den Fragen der Moderatoren versorgte, sofern ihr diese bekannt waren.

So ist es unter Antiimperialisten und kritischen Beobachtern der US-Politik kein Geheimnis das es sich bei Hillary Clinton um eine wilde Kriegstreiberin handelt, die etwa in Libyen neben Sarkozy hauptverantwortlich für die Zerstörung des einst blühnenden souveränen Landes ist und dort als Bodentruppen auf Al Kaida-Elemente setzte, sich nach vollendeter Arbeit als Psychopathin im TV in Szene setzte.

Siehe: https://www.youtube.com/watch?v=Fgcd1ghag5Y

In Syrien drängte Hillary Clinton auf eine Militärintervention und verfolgte die Strategie einer Aufrüstung von Dschihadisten und Kopfabschneidern. Den russischen Präsidenten verglich sie mit Hitler und kann sich in ihrem Gefolge auf Neocon-Ideologen wie Robert Kagan stützen. Publizistisch ist mittlerweile einiges aus kritischer Sicht zu „Killary“ veröffentlicht worden.

Siehe: https://www.westendverlag.de/buch/die-chaos-koenigin/

http://www.buchdienst-hohenrain.de/Grabert-Hohenrain-Titel/HR/Rode-Bernhard-Hillary-Clinton.html

und https://juergenelsaesser.wordpress.com/2016/09/21/hillary-ist-killary-compact-spezial-zur-us-wahl-erscheint-am-23-9/

Donald Trump wird nun unter manchen deutschen Nationalen und Patrioten hochgejubelt, aufgrund seiner einwanderungskritischen Linie, aber auch wegen seiner außenpoliltischen Positionen im Wahlkampf.

Siehe:https://www.youtube.com/watch?v=cuckfd3mmro

und https://www.youtube.com/watch?v=FCnDBh6Lb4w

Die Trump-Anhänger zitieren dabei aber nur sehr selektiv, da der Multimilliardär mit der narzistischen Persönlichkeitsstruktur sich ständig zu fast jedem Thema widerspricht und gerne genau das Gegenteil von dem erzählt, was er noch einige Tage zuvor äußerte. So unterstützte Trump 2011 die Intervention und den Angriffskrieg gegen Gaddafis Libyen.

Siehe: https://www.youtube.com/watch?v=OTqoz0RYvVM

Trump ist der Meinung das man die Irakis noch zu gut behandelt habe und das irakische Öl den USA gehöre.

Siehe: https://www.youtube.com/watch?v=q7oT_wL1C84

Den Vogel schoss Trump aber ab, als er äußerte, das nicht nur angeblich das syrische Öl den USA gehöre sondern man es sich „zurücknehmen“ müsse. Nun ist es aber Historikern unbekannt das Syrien jemals Bestandteil der USA gewesen sein soll. Trump geht wohl davon aus, dass so gut wie jedes Ölfeld, wo auch immer dem US-Imperium gehören soll.

Siehe: http://stepfeed.com/donald-trump-i-ll-invade-syria-destroy-isis-and-take-the-oil-for-u-s-9209;c=stepfeed

Trumps Hauptfeind ist aber der Iran, wobei sein Lieblingsstaat neben den USA Israel ist. Saudi Arabien bezeichnete Trump als „Partner“, den er gegen die angebliche „iranische Bombe“, wie er sagt, „beschützen“ will. Trumps „Antiislamismus“ wird dadurch natürlich überaus glaubhaft, da ja bekanntlich der Wahabiten und Salafistenstaat ein Hort der Unterstützung und Finanzierung von sunnitischen Terrormilizen ist.

Siehe: http://thehill.com/blogs/ballot-box/presidential-races/264748-trump-we-made-iran-a-power

Nun ist ja Trump auf engste mit dem reaktionären saudischen Königshaus verbandelt. Geld stinkt eben für den Großkapitalisten nicht.

Siehe: http://www.nydailynews.com/news/politics/exclusive-donald-trump-made-millions-saudi-government-article-1.2777211

Interessant dürfte vor allem Trumps aktuelles Buch zur US-Wahl „Greal Again“ sein, welches zwar stilistisch und inhaltlich wahrlich nicht sonderlich lesenswert ist, aber doch sehr interessant, da hier Trump die Saudis als „Partner“ bezeichnet und im Gegensatz zu seinem Wahlkampfauftritten Russland und China als „Feinde“. So regt sich hier Trump sogar darüber auf, das angeblich Putin in die Ukraine „einmarschiert“ sei. Er könne gar nicht verstehen warum die Bundeskanzlerin Merkel „nichts dagegen unternehme“. Im Visier hat er aber vor allem den Iran. Dies alles wird im orwellschen Neusprech von Trump auch noch als „Friedenspolitik“ bezeichnet. Trump geht es darum das die USA ihre „Kriege“ verlieren und laut seiner Meinung sich auch das Öl nicht dauerhaft sichern würde. Trump will „gewinnen“ und das Öl einsacken.

Siehe: https://www.amazon.de/Donald-J-Trump-Amerika-retten/dp/3864703840

Nun mag zwar „Killary“ Clinton gefährlicher als Donald Trump sein, aber dies macht Trump noch lange nicht zu einen Hoffnungsträger, wie deutlich zu ersehen sein dürfte.

In einer US-Trump-Biographie wird für interessierte das Geschäftsgebaren und insbesondere der narzistische Charakter Trumps beleuchtet. Dabei versucht der Author aus US-Sicht Trump zu „verstehen“ und kommt zu dem Schluss Trump sei so was der „idrele Gesamtamerikaner“, darin sei auch sein Erfolg zu sehen.

Siehe: http://www.buecher.de/shop/politiker/die-wahrheit-ueber-donald-trump/dantonio-michael/products_products/detail/prod_id/44990021/

Verfasser: Sozrev

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