Die Zukunftsperspektiven der Sache des Volkes (4)

Auch in Zukunft werden wieder Strategietreffen stattfinden, die von der organisationsübergreifenden Freien Akademie (FA) ausgerichtet werden. In Bezug auf die Sache des Volkes (SdV) stellt sich die Lage folgendermaßen dar:

Grundsätzlich haben sich in letzter Zeit die operativen Möglichkeiten der SdV nicht verbessert, aber auch nicht verschlechtert. Die SdV wird nicht im nächsten Jahr in den Bundestag einziehen, wahrscheinlich aber die AfD in großer Fraktionsstärke. Die SdV bringt keine Tausende Demonstranten auf die Straße, sondern Pegida. Die SdV veranstaltet keine großen Kongresse, für die man 100 Euro Eintritt zahlen muß, sondern Jürgen Elsässer mit „Compact“.

Dessen ungeachtet bleibt das inhaltliche Profil der SdV aktuell und gewinnt weiter an Aktualität – nämlich die national- und sozialrevolutionären Positionen zusammenzubringen, was Millionen unserer Landsleute so sehen. Wir sind derzeit und in absehbarer Zeit aber noch nicht in der Lage, das entsprechende Programm vom Absender (SdV) zum Empfänger (Volk) zu bringen.

Zur Zeit sind andere Parteien und Bewegungen, die ich oben genannt habe, in der Lage, ihre Potentiale quantitativ besser auszuschöpfen. Die SdV hingegen nimmt derzeit noch den Status einer kleinen gesellschaftlichen Randgruppe ein.

Aus dieser Analyse heraus ergeben sich zwei mögliche Handlungsoptionen: Zum einen uns in größere Bündniszusammenhänge einzubringen. Nur in welche? – Die zweite Option ist das geduldige Abwarten, nicht das untätige Die-Hände-in-den-Schoß-legen, aber die Kleingruppenarbeit, die das Augenmerk auf qualitative Verbesserung legt. Dieser Ansatz, so bin ich überzeugt, ist derzeit und für die absehbare Zeit der richtige!

Die Zeit arbeitet für uns, andere haben keine Zeit! Lassen wir uns deshalb nicht von NPD-Funktionären in deren Konzeptlosigkeit hineinziehen, dabei unsere Kräfte abnützen und verschleißen. Wie viele Angebote zur Kandidatur zu Bundestags- und Kommunalwahlen mußte ich die letzten Jahre ablehnen. Daß die NPD zu wenige Leute hat, die lesen und schreiben können, ist nicht das Problem der SdV und auch nicht das Problem des deutschen Volkes. Daß in letzter Zeit ausgerechnet Udo Voigt seine bezahlten Assistenten vorschickt, um SdV-Autoren wieder zur Mitarbeit in der „Deutschen Stimme (DS)“ zu bewegen, ist ein Zeichen dieser strukturellen Schwäche der NPD. Auf Voigt lastet der Makel, daß unter seinem Parteivorsitz im Jahr 2011 das Schreibverbot über mich als „Bolschewist“ erhoben wurde. Er möchte dies ungeschehen machen und weiter seine Demagogie von „Der Deutschen Zwietracht mitten ins Herz“ betreiben.

Siehe hierzu:
http://www.endstation-rechts.de/news/kategorie/deutsche-stimme/artikel/npd-blatt-raeumt-auf-juergen-schwab-und-axel-reitz-erhalten-schreibverbot.html

https://www.amazon.de/deutschen-Zwietracht-mitten-ins-Herz/dp/3981240936

Diese Partei ist insgesamt gesehen langweilig – wie ihr aktueller hochanständiger Parteivorsitzender. Da nutzen selbst die tollsten Filmchen nichts. Dieses Trauerspiel auch noch in der DS aufzuhübschen, würde der nationalen Sache überhaupt nichts nutzen, sondern nur schaden, weil die wenigen Kräfte der SdV an der falschen Stelle vergeudet würden. Diese Leute sollen sich nach dem 19. Januar 2017 gerne in Franken treffen, um mit einem bekannten Liedermacher ihren Persilschein, der ihnen wahrtscheinlich vom Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe ausgestellt werden wird, zu feiern. Diese Partei müßte vollständig – in Namen und Konzept – reformiert werden. Wir von der SdV gehen nach aller Erfahrung davon aus, daß dies nicht eintreten wird. Die NPD scheint nicht reformierbar zu sein.

Es hat auch keinen Sinn sich Thilo Sarrazin und anderen, die zum Mainstream gehören wollen, an den Hals zu werfen, wie dies vor Jahren der von mir persönlich sehr geschätzte NPD-Politiker Arne Schimmer getan hatte.

Siehe hierzu:
http://www.npd-hessen.de/index/menue/63/thema/69/id/2316/akat/1/anzeigemonat/01/anzeigejahr/2011/infotext/Zuwanderungsstopp_jetzt/Aktuelles.html

Eine NPD, die wie ihr Nürnberger Politiker Ralf Ollert nicht erklären kann, worin denn vom inhaltlichen Profil her der Unterschied zur AfD liegt, braucht das deutsche Volk nicht. Es wäre Zeit- und Energieverschwendung sich weiterhin in ihr und für sie zu engagieren. Dies bedeutet aber nicht, zu einzelnen ihrer Mitglieder und Verbänden den Kontakt abreißen zu lassen. Wo sich über die Jahre hinweg die Kameradschaft bewährt hat, soll diese weiter gepflegt und vertieft werden. Dies gilt ebenso für die NS-Kleinparteien „Dritter Weg“ und „Die Rechte“, die über kein überzeugendes Konzept verfügen, das in die Zukunft weisen könnte. Immerhin gehören diesen Organisationen einige Aktivisten an, deren Belastbarkeit in Sachen Repression des Systems schier unverwüstlich ist. Kein Gefängnisaufenthalt, kein Arbeitsplatzverlust, kein Steinhagel der Antifa kann diese Kameraden erschüttern.

Eine andere Frage: Warum sollten wir uns der AfD, Jürgen Elsässer und Götz Kubitschek an den Hals werfen? Zum einen haben diese Leute Schiß vor dem sogenannten Verfassungsschutz und dessen VS-Berichten, weshalb wir deutschen Nationalisten denen als Paria gelten; zum anderen ist es eine Frage der charakterlichen Hygiene, daß wir nicht mit Strolchen und Hasardeuren in einer Front stehen wollen. Mit Leuten, die Lynchaktionen gegen Asylforderer rechtfertigen (Tatjana Festerling), die über „KZ“ für Asylforderer fabulieren (Akif Pirinci) und bestimmte Ausländergruppen als „Viehzeug“ (Lutz Bachmann) beschimpfen, wollen wir von der SdV nicht in einem Atemzug genannt werden. Erfolg ist eben nicht alles; für uns ist es schon wichtig, unter welchen Voraussetzungen dieser zustande kommt.

Siehe hierzu:
https://sachedesvolkes.wordpress.com/2016/03/07/aufruf-zur-maessigung/

Oder was sollen wir vom „Identitären“ Martin Sellner halten, der sich zwar – sicherlich taktisch motiviert – von seinem früheren Neonazi-Mentor Gottfried Küssel distanziert, allerdings seinem faschistischen Totalitarismus nicht abgeschworen hat. Man kann ja den antideutschen Jakob Augstein heftig dafür kritisieren, daß er heute die Position einnimmt, die vor über zehn Jahren noch Jürgen Elsässer als damaliger Antideutscher eingenommen hatte, aber muß man Augstein wirklich das Recht auf Meinungsäußerungsfreiheit in Abrede stellen, wie dies Sellner getan hat? Und wenn sich Augstein nicht davon einschüchtern läßt, will ihn dann Sellner ins KZ stecken?

Siehe hierzu (ab Minute 11):

Nicht daß wir uns falsch verstehen. Zu Elsässer, Kubitschek und deren Mitstreitern haben wir von der SdV viele inhaltliche Überschneidungen, wir erkennen auch den qualitativen wie den quantitativen Fortschritt in der Erreichbarkeit patriotischer deutscher Bürger an. Aber eine kritische Distanz zu manchen Personen und Äußerungen nehmen wir schon ein. So viel Selbstachtung sollte man uns zutrauen. Die derzeit vorne stehenden Organisationen und Bewegungen wie AfD, Sezession, Compact usw. sehen wir von der SdV als notwendige Durchlaufstationen. Alles andere wird die Zukunft erweisen.

Jürgen Schwab

Bücher von Jürgen Schwab:
Die Manipulation des Völkerrechts. Wie die „Westliche Wertegemeinschaft” mit Völkermordvorwürfen Imperialismus betreibt. Kyffhäuser Verlag, Mengerskirchen 2011, 14,95 Euro.
Angriff der neuen Linken – Herausforderung für die nationale Rechte. Hohenrain Verlag, Tübingen 2009, 19,80 Euro.
Die „Westliche Wertegemeinschaft”, Abrechnung, Alternativen. Hohenrain Verlag, Tübingen 2007, 19,50 Euro.
Volksstaat statt Weltherrschaft. Das Volk – Maß aller Dinge. Hohenrain Verlag, Tübingen 2002, 9,80 Euro.

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