Nicht nur Björn Höcke hat etwas „vergeigt“

Die Zuchtmeister der politischen Korrektheit dürfen frohlocken. Wieder einmal ist es ihnen gelungen einen national gesinnten Patrioten in die Knie zu zwingen. Der gewiß unter Druck stehende Björn Höcke (AfD), der sicher kein Neo-Nazi ist, auch kein Hoch- und Landesverräter wie einige andere Politiker, hat sich nachträglich unnötigerweise entschuldigt. Druck hin oder her: „Freiheit ist das Recht, den Leuten zu sagen, was sie nicht hören wollen.( George Orwell ).

Zu der wenig erfreulichen Sache fällt mir ein passendes altes deutsches Sprichwort ein: Fürchten und Zagen hat manchen geschlagen. Aber auch dieses sollte man wissen: Ehre und Gewinn schlafen nicht in demselben Bette. Nicht selten verliert man beides. Keineswegs möchte ich damit über jemanden den Stab brechen. Steht mir auch nicht zu. Wiewohl Höckes mea culpa unter den herrschenden Umständen verständlich ist, politisch war es ein Fehler.

In letzter Konsequenz könnte jetzt der von ihm selbst befürchtete Umstand noch schlagend werden, daß die AfD in der Tat die letzte Chance war, auf evolutionärem Weg noch eine grundlegende Änderung in Deutschland herbeiführen zu können. Dazu hätte vor allem der Wille der Parteiführung gehört, geschlossen und entschlossen dem mit Lügen und Heuchelei verseuchten Meinungsklima entgegen treten zu wollen, anstatt, wie es den Anschein hat, auf Ministerposten zu schielen.

Vergeigt hat also auch die Parteispitze etwas, und das könnte schwerer wiegen als Höckes mißverständliche Bemerkungen zur Erinnerungskultur. Womit sich die Frage stellt, kann die AfD noch eine Alternative sein? Schadenfreude wäre dennoch unangebracht. Alle jene aber die weder wie rechte Hornochsen jetzt blind drauflos stürmen möchten, noch weiter den institutionalisierten Canossagang als Staatsräson akzeptieren wollen, müßten endlich erkennen: es gibt eine Lücke, die eine nationalrevolutionäre Bewegung füllen könnte.

Ich bleibe dabei: ohne revolutionäre Erneuerungskraft wird weder dieses Deutschland noch das restliche Europa dem weiteren Niedergang noch etwas entgegensetzen können. Jede andere Annahme wäre illusorisch und gefährlich. Der angeschlagene Selbstbehauptungswille besonders des bald geschichts- und gesichtslosen Deutschen hat einen Tiefpunkt erreicht, der zu äußerster Besorgnis Anlaß gibt. Wegschauen ist kein Mittel der Wahl.

Daß eine unheilvolle Entwicklung absichtlich gefördert wird, dafür gibt es genügend Indizien. Frau Merkels Politik ist ja nur die Spitze eines Eisberges, der nicht nur dem deutschen Volk zum Verhängnis werden könnte. An „Germany must perish“* erinnernde, nicht zu unterschätzende antideutsche politische Initiativen, die zugleich antieuropäische sind, unterstützen parallel dazu die Bemühungen, Überliefertes und gemeinschaftlich Bindendes auszuradieren.

Dazu gehören, neben anderen, so harmlos scheinende Umbennenungsfeldzüge gegen die altehrwürdige Ernst Moritz Arndt-Universität in Greifswald oder auch die Attacke eines österreichischen Ignoranten im Ministeramt gegen den Heldenplatz in Wien. Tabula rasa auch sonst in der Geschichte, ausgenommen jene 12 bzw. sieben Jahre. Die leeren Seiten können ja dann mit den „Heldentaten“ der Schlägerbanden mit Migrationshintergrund gefüllt werden.

Gegen Gesinnungstrotteleien und ganz allgemein gegen eine verhängnisvolle Entwicklung anzukämpfen scheint nun zwar auch ein Anliegen Höckes zu sein. Jetzt aber hat der AfD-Rebell mit seinem Einknicken zu unpassender Zeit erneut etwas „vergeigt“. Deutschland scheint damit einen weiteren Hoffnungsträger bereits in der Etappe verloren zu haben. Wenn noch dazu keine klare Abgrenzung zu jenen erfolgt, die unkritisch der NS-Ideologie huldigen und auch nicht zu jenen, die sich nicht genug krümmen können, dann ist politische Panne angesagt.

Nun sterben Alternativen zum Glück ja nicht aus. Nachdem alle etablierten Parteien, und die AfD möchte dazu gehören, bloß den allgemeinen Niedergang verwalten, also die Insolvenzverschleppung eines morschen Systems betreiben, sollte dies ein Ansporn zu einem mutigen Aufbruch in Richtung einer auf religiös-sittlichem Fundament beruhenden neuen Ordnung sein, in der die Regierenden keine im Gegensatz zu den Regierten stehenden Interessen mehr haben. Wer die Lage richtig einschätzt, muß sich daher aufgerufen fühlen, Neues zu wagen. Nach dem Motto: National ist revolutionär, Tradition ist Fortschritt!

*Publikation von Theodore Kaufman, 1941

Helmut Müller
Quelle

Advertisements
Post a comment or leave a trackback: Trackback URL.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: