Besprechungen (30)

Ein Fossil ist wieder ausgegraben worden! Es heißt „N. S. Heute“ und ist eine Zeitschrift von und für Neonazis.

Siehe:
http://www.nsheute.com

In den 1980er und 1990er Jahren, als ich begann mich für nationale beziehungsweise rechte Politik zu interessieren, wurde das Gemeinschaftsgefühl gerade des NS-Spektrums auf der medialen Ebene vor allem durch Szene-Zeitschriften gepägt. Mit dem Aufkommen des Internets in den 2000er Jahren, da nun nahezu jede lokale Kameradschaft eine Internetseite betreibt, die viel aktueller gestaltet werden und die theoretisch jedermann, der über einen Internetzugang verfügt, erreichen kann, sind die gedruckten Zeitschriften gerade von politischen Randgruppen von Jahr zu Jahr immer mehr eingegangen.

Sascha Krolzig, der Chefredakteur von „N. S. Heute“ zeigt uns, daß man auch gegen den Strom des Zeitgeistes und der technischen Entwicklung schwimmen kann.

Siehe auch:
https://sachedesvolkes.wordpress.com/2017/05/16/sdv-gespraech-mit-sascha-krolzig-ueber-ns-heute/#respond

Das heißt selbstverständlich nicht, daß dieser studierte Jurist aus Westfalen, der der jungen Generation angehört, über keinen Internetzugang verfügen, kein Forum auf Internetseiten besitzen würde. Wozu dann aber noch zusätzlich eine gedruckte Zeitschrift in Auflage von 1.500 Stück herausbringen? Schließlich gibt der Erfolg Krolzig recht: die beiden vorliegenden Zweimonatshefte im DINA4-Format gehen weg wie die warmen Semmeln! – Warum finden sich nun aber so viele Leute, die für ein Jahres-Abo knapp 30 Euro hinlegen – vielleicht steigen demnächst noch Auflagen- und Abonnentenzahlen!? Warum nicht, wie bisher, auch dieses Geld in Bier und in Eintrittskarten für schwarzgelben (Aachen, Dortmund, Dresden) und andersfarbigen Fußball zu investieren?

Wenn man wie ich die bislang vorliegenden zwei Ausgaben von „N. S. heute“ einer inhaltlichen Analyse unterzieht, kommt man dem Geheimnis vielleicht näher. Meine Interpretation, der die Führer der NS-Szene rundheraus widersprechen werden: Die große Mehrheit des Neonazi-Spektrums weiß oder ahnt längst, daß der politische Kampf, den man jahrelang geführt hat, längst verloren ist. Die feindlichen Kräfte, die gegen die Wiedergeburt einer deutschen Volksgemeinschaft reden und handeln, sind übermächtig stark, die eigenen quantivativen und qualitativen Potentiale sind dermaßen schwach, so daß die Zahl derjenigen, die die letzten Jahre öffentlichkeitswirksam ausgestiegen sind beziehungsweise sich still ins Privatleben zurückgezogen haben, beträchtlich ist. In vielen Kameradschaften mangelt es an jugendlichem Zulauf. Die Absetzbegung in Richtung „Identitäre“, bei denen man erkannt hat, daß man mit Hitler im Gepäck nicht mehr erfolgreich sein kann, ist in vollem Gange.

Die immer kleiner werdende NS-Szene, die sich noch zu Hitler („88“ usw.) bekennt, übt sich in Durchhalteparolen und in der Schaffung einer parallelgesellschaftlichen Randgruppenkultur. Der „Ethnozoo“ (Robert Kurz), der in Deutschland und Europa nicht mehr in seiner Entwicklung aufzuhalten ist, führt auch unter den politisch organisierten weißen Eingeborenen zu Rückzugsstrategien. Man macht es sich eben in seiner eigenen Puppenstube gemütlich, ob im „Nazi-Kiez“ in Dortmund-Dorstfeld (Nr. 1, S. 15-24) oder im „Goldenen Löwen“ im thüringischen Kloster Veßra (Nr. 2, S. 24-29). Andere in der „völkischen“ Szene halten es gar nicht mehr aus, gehen noch einen Schritt weiter, indem sie die Frage nach dem „Was tun?“ mit Auswanderungsprojekten beantworten.

Siehe hierzu:
https://sachedesvolkes.wordpress.com/2016/11/01/besprechungen-29/

Die anderen, die sich die Niederlage nicht eingestehen beziehungsweise diese nicht öffentlich kommunizieren wollen, konzentrieren sich – wie bereits gesagt – auf den Rückzug in die eigene Randgruppenkultur, die dann um so mehr gepflegt wird. Wer beispielsweise wie Sven Skoda aus Düsseldorf von der bürgerlichen bis linken Mehrheitsgesellschaft nahezu jeden Tag gemobbt wird, jahrelang durch einen Prozeß (wie in Koblenz, der kürzlich eingestellt wurde) gehetzt wird; der schon deshalb keine persönliche, berufliche Entwicklungsperspektive in dieser Gesellschaft mehr hat, der ist als „politischer Soldat“ umso mehr darauf angewiesen, sich sein menschliches Grundbedürfnis nach sozialen Kontakten, Anerkennung und emotionaler Zuwendung in der eigenen Randgruppen-Szene zu holen (Nr. 1, S. 5-9). Skodas Ex-Kameraden Axel Reitz, Felix Benneckenstein und andere mehr sind über den VS aus der Neonazi-Szene ausgestiegen, weil sie für ihr eigenes Weiterkommen und die Zukunft des deutschen Volkes – im Rahmen eines Engagements in der Neonazi-Szene – keine Erfolgsaussichten mehr gesehen haben.

Die Frage ist absolut berechtigt, die uns von der SdV ein Leser in unserer Kommentarspalte gestellt hat: warum befaßt man sich noch mit solchen Randgruppenorganisationen? – Weil man selbst Randgruppe ist und sonst kaum jemand vom Establishment mit uns spricht?

Siehe hierzu:
https://sachedesvolkes.wordpress.com/2017/04/04/15-arbeitstagung-der-sache-des-volkes/#comments

Dies kann selbstverständlich keine befriedigende Antwort sein. – Zum einen sehen wir von der SdV uns als unabhängige politische Wissenschaftler, …

Siehe hierzu:
https://sachedesvolkes.wordpress.com/2014/12/08/die-wissenschaftlichen-methoden-der-sdv-1/

https://sachedesvolkes.wordpress.com/2014/12/16/die-wissenschaftlichen-methoden-der-sdv-2/

… die vor allem auch die Vergangenheit, Gegenwart und künftige Entwicklung des deutschen Nationalismus analysieren, dokumentieren und kritisieren. Genau darin besteht unsere eigentliche Kernaufgabe. Was künftige Generationen und Akteure aus unseren Analysen und Positionen machen, die wir zuvor erarbeitet haben, ob sie diese verwerfen, aufgreifen, modifizieren werden – dies bleibt offen.

Zum anderen sehen wir von der SdV uns in einer pädagogischen Verantwortung für gute Charaktere gerade auch im Neonazi-Spektrum. – Nicht jeder Irrläufer muß in zehn Jahren noch ein Irrläufer sein. Viele haben – wie wir – einen langen Atem, viel Ausdauer und Geduld, was sich gerade auch im Sport bewahrheitet. Der eine (ich) ist schon als Jugendlicher in drei Wochen mit dem Fahrrad von zu Hause aus nach Nizza und zurück gefahren und hat als junger Erwachsener in einem Tag auf Schusters Rappen den Grand Canyon in seiner Breite durchquert; der andere (Sascha Krolzig) hat nun schon zum zweiten mal am 100 Kilometer langen Totenkopfmarsch in Flandern teilgenommen (Nr. 2, S 42-46).

Das heißt: nur die Härtesten kommen durch. Ob wir mit unseren politischen Zielen ankommen werden, hängt aber nicht nur von unserem Durchhaltewillen ab, sondern auch davon, ob unsere Programme der Zeit entsprechen und ob die politischen und vor allem die ökonomischen Kräfte für oder gegen unsere politischen Ziele arbeiten.

In „N. S. Heute“ ist nach meiner Einschätzung viel zu viel die Rede vom ach so glorreichen NS-System Adolf Hitlers. Man könnte sich mit Neonazis nun lange darüber streiten, wie eine Volksgemeinschaft beschaffen sein sollte. Daß das deutsche Volk irgendwie zusammenhalten soll, darüber braucht man nicht zu debattieren. Neben dem „ob“ – bezüglich einer Volksgemeinschaft – ist das „wie“ viel interessanter. – Daß nämlich die Voraussetzungen einer solchen heute nicht mehr gegeben sind, daß die großbürgerlichen besitzenden Kreise unseres Volkes auf Grenzöffnung für Waren, Dienstleistungen, Kapital, Arbeitskräfte, Konsumenten und Mieter setzen, genau das wollen viele Neonazis einfach nicht wahrhaben, weil sie es sich in ihrer eigenen Parallelwelt mehr oder weniger gemütlich eingerichtet haben.

Die Frage, ob diejenigen, die die Wirklichkeit richtig analysieren, „Bolschewisten“ sind, stellt sich für intelligente Menschen nicht. Es geht nur um die Wirklichkeit und nicht darum, mit welchem Etikett (Neonazi-) Moralisten den Überbringer der schlechten Botschaft versehen und gegebenenfalls ausschalten – das heißt mundtot machen oder töten – wollen.

Jürgen Schwab

N. S. Heute. Weltanschauung, Bewegung, Leben, zweimonatlich, Stückpreis: 4,90 Euro. Normal-Abo: 29,40 Euro, Förder-Abo: 44,00 Euro.

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Kommentare

  • Falko Schüßler  On 26. Mai 2017 at 20:53

    Von Jürgen Schwab habe ich schon Intelligenteres gelesen als diese „Besprechung“. Ob die Volksgemeinschaft nun ein zukunftsträchtiges Konzept ist – oder eben nur eine Vision bleibt, ist nicht entscheidend. Auf das nationale Wollen kommt es an und solange der Kampf weiter geht, ist alles möglich.
    Im besten Fall ist es einfach nur kontraproduktiv, Aktivisten in der ersten Reihe mit Spott und Häme zu begegnen und im Antifa-Jargon zu diffamieren. Auch wenn man deren taktische, strategische, politische und/oder weltanschauliche Auffassungen nicht teilt.

  • Schwab  On 28. Mai 2017 at 14:49

    @Falko

    Bevor ich inhaltlich auf Deine Kritik eingehe ein paar praktische Überlegungen von mir zur neuen Zeitschrift:
    Als Graphiker solltest Du Dir mal überlegen, ob das Symbol auf der Titelseite „NS-Heute“ vielleicht etwas schlicht wirkt. Und geh mal mit den Kuppen Deines Zeigefingers und Daumen über das Papier. Dies erzeugt bei mir Unbehagen: Papierqualität einer Werbebroschüre. Vielleicht ist das auch eine Kostenfrage.
    Du weißt ja: Eisberg-Theorie, es gibt nicht nur rationale, sondern auch emotionale Aspekte bei der Kaufentscheidung.

  • Falko Schüßler  On 29. Mai 2017 at 13:05

    Lieber Jürgen,
    was die grafische oder drucktechnische Qualität anbelangt, daüber mag man streiten. Es gibt und gab besseres und schlechteres in der Geschichte der nationalen Publizistik.
    Inhaltlich drehen wir uns wirklich im Kreis. Niemand – soweit ich das beurteilen kann – in nationalen und sozialistischen Zusammenhängen glaubt an eine Symbiose von deutscher Arbeiterschaft und nationalem Besitzbürgertum zur „Deutschen Volksgemeinschaft“. Das ist illusorisch, weil es beides seit mindestens 80 Jahren nicht mehr gibt. Dennoch ist das Konzept der Volksgemeinschaft nach wir vor richtig. Über den Weg dorthin kann und sollte man streiten. Dafür halte ich z.B. die Freie Akademie für hervorragend geeignet.
    Nur mit billiger Polemik werden wir keinen Konsenz innerhalb der Bewegung finden, sondern nur alte und neue Gräben aufreißen.

  • sozrev  On 29. Mai 2017 at 23:29

    Seit wann ist es aber ein Gradmesser ob man nun eine Szenezeitung wie NS Heute in Teilen kritisiert? Oder ein bestimmtes Spektrum das sich selbst sektisiert? Irgendwer könnte ja auch fragen warum der ein oder andere etwa dazu schweigt das aus diesem Spektrum-Leute offenbar einen Internetdienst für den IS aufmachten und Asow zum Pläuschen einluden. Nun wird das aber vielleicht auch „Antifa-Jargon“ sein…..Nun wird man aber aus diesem Spektrum entweder sagen: Nein! Nein! Das ist alles böse Diffamierung, usw. Ach ja….

  • Schwab  On 30. Mai 2017 at 08:42

    @Falko

    Mit MORALSTEN kann man keine politischen Diskussionen führen.

    Der böse, verräterische Schwab sitzt weit hinten in der Etappe und Macht den guten, heldenhaften Sven Skoda, der so viel durch das BRD-System leidet, schlecht. Wie gesagt, mit MORALISTEN läßt es sich nicht politisch diskutieren – auch nicht mit denen der Anitifa usw.

    Du leidest an einer falschen Wahrnehmung, mein Lieber. Das zieht sich doch durch die beiden Ausgaben hindurch: das große Vorbild die NS-Volksgemeinschaft, die ohne „S“ (wie Sozialismus) auskam.

    Schwerpunktthema der Nr. 2: Volksgemeinschaft (S. 30 ff.), Deutscher Volkssozialismus (S. 38 ff.), alle möglichen anderen Artikel, in denen erklärt wird, wie wichtig es war, den Kommunismus niederzuschalgen (Artikel über den Faschistenführer Codreanu, S. 52 f.) – und sich mit dem nationalen Bürgertum zu verbünden.
    Lieber Falko, ich kann meine Thesen genau am Text belegen. Ob dann meine Kritik der Neonazi-Szene „billig“ ist oder Deine Kritik an meiner Kritik noch „billiger“ ist, kann jeder Leser für sich selbst entscheiden.

    Ich kann nur jedem jungen Mann, jeder jungen Frau empfehlen, keinen Nazifaschismus der 1930er Jahre mehr h e u t e zu unterstützen. Das war damals schon der falsche Weg.

  • Falko Schüßler  On 30. Mai 2017 at 19:10

    @Jürgen und sozrev

    Das stimmt: mit Moralisten, mit Puritanern, Jakobinern, Stalinisten, Schädelvermessern oder Gutmenschen kann man nicht diskutieren!
    Deshalb wundere ich mich über den Seitenhieb mit den Asow-Leuten (im Übrigen war das aber auch der III.Weg).
    Ich habe Dir, lieber Jürgen, nie „Verrat“ vorgeworfen – nur „diplomatisches“ Ungeschick. Außerdem weißt Du, dass wir weltanschaulich ziemlich nahe beieinander sind.
    Man mag die NS-Volksgemeinschaft inhaltlich kritisieren, das käme auf einen historischen Exkurs hinaus. Man kann darüber streiten ob der Nationalsozialismus 1932, 1934, 1945, 1956 oder überhaupt nicht untergegangen ist. Unstrittig ist, er wurde nach 1945 sogut wie nie weiter entwickelt oder modernisiert. Insofern mag es anachronistisch anmuten eine Zeitschrift „NS Heute“ zu nennen.
    Ebenso unstrittig ist, das die „Volksgemeinschaft“ nicht nur ein Gesellschaftsmodell und ein strategisches Konzept ist sondern auch eine Vision mit Zukunftspotential, die man mit Bedacht und Verstand und Stück für Stück mit Leben füllen KANN. An Visionen mangelt es der nationalen Bewegung seit Jahrzehnten. Im Kritisieren ist sie dagegen unübertroffen.
    Insofern kann es nicht mehr um die allein seeligmachende und reine Lehre gehen (wobei sich da der moralistische Kreis wieder schließt). Sondern jeder der es wagt dem antideutschen Regime öffentlich die Stirn zu bieten, ist weitläufig und evtl. ohne es zu wollen oder zu wissen auf der richtigen, also unserer Seite. Von der „Roten Fahne“ bis zur „Bayerndepesche“, von der NS-Heute zu Teilen der AfD, vom Ex-Antideutschen Elsässer zu den Nicht-Deutschen Pirincci und Naidoo, von Erika Steinbach und Birgit Kelle zu Worch, Die Rechte und III.Weg.

    „Nazifaschismus der 1930er Jahre“, um diesen historisch falschen, kommunistischen Kampfbegriff zu benutzen kann ich da nirgens sehen. Und sollte es wirklich Zeitgenossen geben, die im stillen Kämmerlein vor einem Führerbild salutieren… darüber müssen wir uns wirklich nicht unterhalten. Oder?

  • Schwab  On 31. Mai 2017 at 08:02

    @Falko

    Übrigens hatte Sozrev schon vor Jahren das Volksgemeinschafts- und „Nationaler Sozialismus“-Konzept im Milieu um Sascha Krolzig kritisiert. Wenn ich mir die „NS heute“ durchlese, hat sich an dieser Einschätzung nichts geändert, es hat keine Weiterentwicklung gegeben.

    Siehe hierzu:
    https://sachedesvolkes.wordpress.com/2011/08/12/volksgemeinschaft-als-%E2%80%9Efreie-marktwirtschaft%E2%80%9C/

    Die von Dir befürwortete „Volksfront von rechts“ bzw. der patriotischen Kräfte in Deutschland hat ja schon vor Jahren Thomas Wulff vorgeschlagen. Wenn dies so funktionieren würde!?

    Zum einen, lieber Falko, wollen nationalliberale Kräfte und Konservative aus AfD usw. nichts mit Dir und mit mir zu tun haben – vielleicht auch aus taktischen Gründen, wegen der Medien, VS-Berichte, ujsw.

    Zum anderen stellt sich die Frage, wohin dieses breite Bündnis, würde es zustande kommen, führen soll? – Zu einer modifizierten Form eines patriotisch ummäntelten Kapitalismus? – Zu einer hübscheren Art der Einwanderungspolitik nach Deutschland? – An einen Einwanderungsstop und Ausländerrückführung im großen Stil ist da nicht zu denken. Vielleicht würde man Zeitbomben wie Amri eher entschärfen bzw. rausschmeißen, ganz sicherlich würden diese Rechten ein Einwanderungsmodell nach kanadischem Modell durchsetzen, aber eine Rassenpolitik, wie sie doch „NS heute“ vorschwebt, würde niemals verwirklicht.

    Es würden in einem solchen Bündnis Mitte-Rechts, das dann in die Regierung käme, nicht die sozialrevolutionären Kräfte obsiegen. Die Ursache des Kapitalismus an Ausbeutung und auch an Migrationsstömen und Einwanderung bei uns, das Interesse des Kapitals an Einwanderung würden nicht gelöst. Im Gegenteil!

  • sozrev  On 31. Mai 2017 at 15:06

    „Deshalb wundere ich mich über den Seitenhieb mit den Asow-Leuten (im Übrigen war das aber auch der III.Weg)“

    Was daran verwunderlich sein soll ist mir nicht ganz klar. Natürlich habe ich damit sowohl die Worch-Partei als auch den III. Weg gemeint. Das man aber mit Jakobinern nicht diskutieren kann bezweifle ich dann doch. Schließlich sind die meisten Nationalismen – wenn auch nicht der Deutsche – jakobinisch ausgerichtet. Freilich könnte man mir auch da „Polemik“ und „Undiplomatie“ vorwerfen – in Bezug auf eine Kritik auch am III. Weg. Was aber nichts macht….

    https://sachedesvolkes.wordpress.com/2014/04/26/dritter-weg-nw-trotzkisten/

    Nun ist nicht jeder der vom System kritisiert wird oder es kritisiert auf „unserer Seite“. Erika Steinbach ist eine alte Transatlantikern nur so als Beispiel. Die ideologischen Unterschiede sagen wir etwa zu einem Herrn Broder sind da nur sehr gering. Erika Steinbach hat auch inhaltlich keinerlei Interesse daran mit wem auch immer aus dem NW in einem Atemzug genannt zu werden.

  • Falko Schüßler  On 31. Mai 2017 at 21:20

    @Jürgen
    Ich bin sehr froh, daß unser Gespräch diese Wendung nimmt, um ein für alle Mal mit einem großen Mißverständnis aufzuräumen!
    In der Regel tun sich politische Theoretiker, zu denen ich Dich zähle, schwer, in militärisch-strategischen oder revolutionären Kategorien zu denken. Das ist völlig wertneutral – jeder an seinem Platz!
    Von einem, wie auch immer geartetem „Bündnis“ – ob Mitte-Rechts, „Volksfront von Rechts“ (allein dieser Begriff ist schon Unsinn), patriotisch, national, konservativ, etc., etc kann nie und nimmer die Rede sein. Es ist selbst im überschaubaren Nationalen Widerstand müßig, sich seinen Lieblingsbündnispartner zu suchen – weil es ihn schlechterdings einfach nicht gibt.
    Bündnisse, wenn sie nicht nur eine Propagandachimäre sein sollen, haben dann ihren Sinn, wenn so ein Bündnis bereit ist, die Machtfrage zu stellen. Das setzt natürlich ein machtpolitsches Vakuum voraus und dem geht der (teilweise) Verlust der Handlungsfähigkeit des Regimes vorweg. Daß wir von dieser Lage Lichtjahre entfernt sind, brauch ich ja wohl nicht erst zu erklären.
    Die objektive Schwäche der nationalen Bewegung läßt z.Zt. nur und ausschließlich eine asymetrische Kampfführung zu. Dem System mit demokratischer Beteiligung beizukommen oder reformierbar zu machen, von diesem Hirnfick wird sich demnächst die AfD verabschieden müssen, wie davor die NPD, die Reps, etc.
    Bei dem Guerillakrieg, den wir gegen eine feindliche Regierung führen, spielt es überhaupt keine Rolle, ob wir inhaltlich kompatibel sind, mit Teilen des ehemaligen Establishments, die ausbrechen und ihre Ex-Komplizen angreifen (Transatlantikerin Steinbach, Großbürger Sarrazin, Jude Broder, z.B.). Wichtig ist nur, das System wird brüskiert, demaskiert, unterminiert. Wenn das Vertrauen in die Legitimität des Regimes in weiten Teilen der Bevölkerung (und ich meine bewußt nicht nur den deutschen Teil) schwindet, haben wir eine neue strategische Gesamtlage.
    Bis es soweit ist, können wir uns gerne über Kapitalismus, Sozialismus, Geopolitik, Zeitgeschichte (natürlich 33-45) oder bedingungsloses Grundeinkommen unterhalten. Wir können auch das x-te politische Programm, bis aufs Komma genau formulieren. Ändern wird das aber an der Lage nichts! Überhaupt nichts!

  • sozrev  On 31. Mai 2017 at 22:56

    Nun das System kritisieren werden nun einige – die Frage ist nur was diese darunter verstehen. Das kann ein Libertärer sein der nun der Meinung ist man bräuchte mehr Kapitalismus als unter der FDP. Die AfD wird sich vom Reformismus auch nicht verabschieden, ebenso wenig wie links die Linkspartei, „müssen“ und tun ist ja was anderes. Bei der neuen strategischen Gesamtlage hast du nun natürlich recht. Die Frage ist dann eben wer davon profitiert, oder wohin dies genau gelenkt wird. Nun wird es aber so sein das man selbst so was ähnliches wie ein „Programm“ braucht, damit man weiß wo es ungefähr hin gehen soll. Natürlich interessiert das ja erst mal kaum jemanden. Ganz einfach weil so gut wie niemand „Programme“ liest. So sind ja auch „Parteiprogramme“ eher uninteressant. Programme interessieren höchstens politische Denker, aber der Masse geht es höchstens um eine „Grundrichtung“. Die Frage ist aber dann wie diese „Grundrichtung“ ausgestaltet ist. Wahrscheinlich interessiert sich ganz einfach so gut wie kein Patriot sagen wir mal für „NS heute“, Worch-Partei oder III. Weg. Das ist einfach uninteressant. Uninteressant meine ich nun eher „inhaltlich“.

  • Schwab  On 1. Juni 2017 at 08:24

    @Falko

    Jetzt also die Masche mit dem „blutleeren Theoretiker“, keine Ahnung von der Praxis, vom Militär.
    Als Theoretiker mit praktischer Erfahrung beobachte ich seit Jahen die Praktiker der Neonazi-Szene, denen es meistens an Bewußtsein fehlt. Mit welchen Argumenten bekämpfen Neonazis das System?
    Machen wir die Sache ein einem persönlichen Beispiel fest: Sven Skoda läßt sich in „NS heute“ feiern, daß er sich seit Jahren vom BRD-System quälen läßt. Skoda beschimpft Leute wie mich als „Bolschewisten“, er selbst würde gerne mit dem deutschen Bürgertum ein Bündnis zum Ziel einer Volksgemeinschaft eigehen. Aber nicht einmal Gauland und Sarrazin wollen etwas mit Skoda zu tun haben. Weil kein bürgerlicher Patriot sein Konzept auf der Katastrophe und den Verbrechen Hitlers aufbauen möchte. Diese Leute sind ja auch intelligent genug, möchten auch die mediale Ausgrenzung umgehen.
    Zurück zu Skoda, der natürlich auch im Kameradenkreis, in „NS heute“, auf Demos usw. bekundet, gegen das „System“ zu sein. Das nehme ich ihm auch ab, daß er meint, er würde sich gegen das System wenden. Skoda hat nur keine Ahnung was „System“ bedeutet. Bei Neonazis ist es meistens so, daß „System“ aus den linken Gegnern, Ausländern und Juden besteht, aber keinesfalls aus dem kapitalistischen System. im Gegenteil, die deutschen Kapitalisten möchten Skoda usw. für die Volksgemeinschaft gewinnen – mit dem Versprechen, daß ihnen keine Million Vermögen abgenommen wird. Gemeinsam wird dieses Mitte-Rechts-Bündnis nur gegen Ausländer, Juden und Linke vorgehen (auch gegen nationale Sozialisten wie denen der SdV! Nicht umsonst nennt mich Ralf Tegethoff einen „antideutschen Bolschewisten“ ).
    Die Neonazi-Organisationen (Die Rechte, Dritter Weg, teilweise NPD) sind für die nationale und soziale Befreiung unbrauchbar, sogar kontraproduktiv. Sinn ergibt es nur Kontakt zu halten, um zur rechten Zeit gute Leute rüberzuziehen. Wie ich im letzten Veranstaltungsbericht geschrieben habe: die Zeit wird es richten.

  • Falko Schüßler  On 1. Juni 2017 at 21:08

    Nach wie vor wird hier von utopischen „Bündnissen“ fabuliert. Eigentlich dachte ich mich klar ausgedrückt zu haben. Ich kenne weder Skoda, noch Krolzig persönlich und kann also auch nicht für sie sprechen – und mit Unterstellungen argumentiere ich nicht. Auch weiß ich nicht ob Tegethoff oder Heise einen neuen 30. Juni planen. Das tut aber auch inhaltlich nichts zur Sache.
    Etwas mehr Pragmatismus und weniger Dogma, mehr Strategie und weniger Politik – das würde aus dem Nationalen Widerstand eine revolutionäre Volksbewegung machen. Ich habe den Glauben daran noch nicht verloren. Warten wir es ab…
    Ich denke, wir brechen diese Diskussion hier ab, bevor es noch „persönlicher“ wird. Gerne können wir uns aber, bei dem ein oder anderen Glas Bier, über den kommenden antiimperialistischen, klassenlosen Volksstaat und über das Eigentum an Produktionsmitteln die Köpfe heiß reden. Das Angebot steht!

  • Schwab  On 2. Juni 2017 at 07:56

    @Falko

    Wir können gerne das eine oder andere Bier miteinander trinken – und uns mal darüber unterhalten, ob Du Dich mir gegenüber kameradschaftlich verhälst, wenn Du bekundest, daß es „inhaltlich nichts zur Sache“ tue, wenn sich in Deinem Bündnis Personen befinden, die mich und andere nationale Sozialisten – auf die eine oder andere Weise – auszuschalten gedenken.

  • Falko Schüßler  On 2. Juni 2017 at 09:38

    Lieber Jürgen,
    Du kannst versichert sein, daß ich der Erste bin der sein Maul aufmacht, wenn in meiner Gegenwart über andere Kameraden der Bewegung gehetzt, wenn diffamiert oder ausgegrenzt wird – und zwar absolut unabhängig von deren ideologischen Präferenzen. Frei nach Wilhelm II. kenne ich nämlich keine Parteien mehr, sondern nur noch Kameraden!

  • sozrev  On 2. Juni 2017 at 20:25

    Nun ja hier hat ja niemand von „utopischen Bündnissen fabuliert“, da es am sinnvollsten sein wird wenn erst mal alle Spektren ihre Hausaufgaben erledigen. Solange das kaum der Fall ist braucht man erst mal auch nicht von Bündnissen zu sprechen – höchstens im Sinne eines „Sollens“, was aber momentan nicht „Realität“ wäre. Nun wird es aber an sich nicht ganz so interessant sein was Heise, Wulff, Worch und Dritter Weg machen – also nicht für die meisten die sich irgendwie als „Patrioten“ ansehen. Zumindest nicht insofern als das dies einen großen Einfluss auf eine Volksbewegung haben wird. Ob die genannten aber nun zu einer revolutionären Volksbewegung beitragen werden oder können kann man nun arg bezweifeln. Vielleicht Einzelne aus diesem Spektrum, aber kaum das Spektrum als solches. Natürlich kann man sagen das sei „Hetze“ und „Diffamierung“ was aber dann daran zu messen wäre was dieses Spektrum erklärt und nicht daran was man sich so vorstellt, das dieses Spektrum äußern SOLLTE. Ich kann ja auch nur bewerten was sagen wir mal Angela Merkel äußert und nicht das sie „privat“ denken soll – was ja keiner wissen wird. So kann man logischerweise konkrete Inhalte nur nach „Texten“, „Programmen“ bewerten. Konkretes Handeln geht ja in diesem Fall gar nicht, weil man dazu gar keine Möglichkeit hat. Also muss man als Beobachter logischerweise sehen was man so verbreitet. Oder etwa nicht?

  • sozrev  On 2. Juni 2017 at 23:23

    Falko: Es müsste ja ganz einfach sein. Wenn im NS-Spektrum so was wie ein „Antikapitalismus“ vertreten werden würde müsste das ja auch irgendwo stehen. Sollte man ja annehmen. Wird ja keine „Geheimideologie“ sein. Wo soll das aber dann konkret stehen? Das Programm der Worch-Partei – ist reines DVU-Programm – also „nationalliberal“. Im Programm kann ja kaum jemand „antikapitalische“ Punkte finden. Wäre zumindest noch keinem aufgefallen, so als Beispiel. Die Frage ist dann halt welchen Sinn „Neonazis“ mit nationalbürgerlichen Programm machen sollen. Natürlich lässt man dann dafür in „NS heute“ den Neonazi raus. Das macht natürlich viel Sinn. Natürlich ist das leicht zu durchschauen. Die Frage ist dann wer solcherlei „brauchen“ soll. Wozu? Wer? Außer der Szene? Beim Dritten Weg tarnt man sich dann unter dem Begriff „Nationalrevolutionär“ um dann mit reaktionären NATO-Bütteln zu paktieren. Das macht nun auch sehr viel „Sinn“. Im marxistischen Spektrum kennt man dann solche „Linke“ und Pseudo“revolutionäre“ im eigenen Spektrum als „Sozialimperialisten“. Netter und durchaus zutreffender Begriff. Nun mag der Kritiker wieder von „Diffamierung“ sprechen. Aber da wird es ja um „Inhalte“ gehen und nicht darum ob jemand meint man das sei „Diffamierung“. Sonst würde die „Rote Fahne“ ja auch nur die sozialimperialistische Linke „diffamieren“. Natürlich kann nun auch jemand der „Luxemburgist“ ist (Rote Fahne) nicht zu den „Selben“ gehören die Rosa L. erschießen dufte finden. Das dann beide gegen Massenzuwanderung sind reicht nicht, wenn der eine den Anderen am liebsten erschießen möchte. Wahrscheinlich wird der eine nicht vor einem Erschießungskommando landen wollen. Wäre zumindest zu vermuten…..

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