Republik auf tönernen Füßen

Die Ausschreitungen linksautonomer Kräfte haben den gesamten G-20-Gipfel von Hamburg überschattet. Daraus lassen sich Schlußfolgerungen über den Zustand der BRD ziehen:

Zum einen beeilte sich das linksliberale Mileu, sich von den linken Gewalttätern zu distanzieren. Das zeigt uns, daß weite Teile der sogenannten Linken, über die Grünen bis in die Linkspartei hinein, fest in das kapitalistische System integriert, das heißt von diesem korrumpiert sind. Beispiel hierfür sind die handzahmen Äußerungen der Grünen-Vorsitzenden Katrin Göring-Eckardt bei Anne Will.

Siehe hierzu:
http://www.ardmediathek.de/tv/Anne-Will/G20-Bilanz-War-es-das-wert/Das-Erste/Video?bcastId=328454&documentId=44296490

Wenigstens bewies Jakob Augstein wirkliche Zivilcourage, indem er sich zu seiner Sympathie zu den linksautonomen Gewalttätern, die in Hamburg ganze Arbeit leisteten, bekannte.

Siehe hierzu:
http://www.faz.net/aktuell/g-20-gipfel/was-jakob-augstein-zur-gewalt-in-hamburg-twittert-15096175.html

Daß sich die deutsche Rechte ziemlich geschlossen entrüstet und erschüttert hinsichtlich der linken Gewalt in Hamburg zeigte, darf uns nicht verwundern. Die „Junge Freiheit“, die im Schlepptau des rechtsliberalen Flügels der AfD noch tiefer im System ankommen möchte, ist hierfür nur ein prominentes Beispiel.

Siehe hierzu:
https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2017/sek-einheiten-raeumen-das-schanzenviertel/

Konservative in diesem Sinne sind längst keine Konservativen Revolutionäre mehr. Die KR ist vergessen – es zählt nur noch der Strukturkonservativismus.

Was will man eigentlich den Linksautonomen ernsthaft vorwerfen? – Daß Marxisten auch bereit sind, den kapitalistischen Klassenstaat mit Mitteln der Gewalt herauszufordern, diesen am Ende mit Militanz stürzen wollen? – Ich selbst habe hierzu schon einiges in dem SdV-Gespräch, das ich unlängst mit Safet Babic (NPD) führte, ausgeführt. Während Babic die bürgerliche Gesellschaft als naturgegeben betrachtet, aus der jede Form von Volksgemeinschaft sich zu entwickeln hat, weshalb es einer Sünde beziehungsweise einem Verbrechen an der Natur gleichkomme, die bürgerliche Ordnung, auch der BRD, mit Gewalt zu stürzen, sehe ich das eher pragmatisch.

Siehe hierzu:
https://sachedesvolkes.wordpress.com/2017/06/16/sdv-gespraech-mit-safet-babic-ueber-karl-marx/

Zur Durchsetzung politischer Ziele gehört immer auch Gewalt. Sicherlich, Gewaltfetischismus als Selbstzweck ist abzulehnen. Gewalt darf nicht das Ziel sein, um irgendwelche niederen Triebe zu befriedigen, sondern sie ist die Ultima Ratio, das letzte Mittel, wenn alle friedlichen Mittel versagen.

Die Behauptung, staatliche Gewalt sei grundsätzlich legitim, weil legal, während revolutionäre Gewalt, die auf den Sturz eines Regimes abzielt, generell unmoralisch, das heißt letztendlich verbrecherisch sei, kann nur von Spießern kommen.

Niemand kann mir schlüssig erklären, warum die wenigen Tausend linken Autonomen, die in Hamburg gewütet haben – teilweise auch blind gegen unsinnige Ziele gewütet haben – unmoralischer mit ihrer Gewalt sein sollen, als der Bundestag, der die Bundeswehr ins Ausland schickt, um dort gewaltsam imperialistische Strukturen zu sichern und zu erweitern, wobei bei diesem Unterfangen Hundertausende Menschen verletzt und getötet werden.

Und warum sollen Kapitalisten und Vorgesetzte in kapitalistischen Betrieben, die auf vielfältige Weise täglich Menschen demütigen und erniedrigen, soziale Existenzen zerstören, moralisch besser sein als diejenigen, die „Feuer und Flamme“ für diesen kapitalistischen Staat sind, welche die Hauptverbrecher dieser Erde in der Hamburger Hölle willkommen heißen?

Zum anderen haben diese Ausschreitungen gezeigt, daß die Republik der Volksverräter auf tönernen Füßen steht. 20.000 Polizisten, so erzählte Hamburgs regierender Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) bei Anne Will, konnte das BRD-System aus dem gesamten Bundesgebiet in Hamburg zusammenziehen – und gereicht hat es nicht: gleichzeitig die Sicherheit der Gipfel-Bonzen und der Bürger der Hansestadt zu gewährleisten.

Die Vorstellung ist also gar nicht mal aus der Luft gegriffen, daß sich in naher Zukunft bewaffnete Haufen bilden können, die Teilgebiete der Republik der Sezession unterziehen werden. Das müssen nicht Linksautonome sein. Auch Nationalisten könnten dies rein theoretisch tun – oder Islamisten, die an irgendeiner Stelle unserer Heimat ihre „Islamische Republik Deutschland (IRD)“ gewaltsam durchsetzen.

Zumal die deutschen Bürger der Unter- und Mittelschichten zunehmend kein Bock mehr darauf haben, einem „Staat“ Steuern zu zahlen, der im Ausnahmezustand, von dem wir in Hamburg am letzten Wochenende Anschauungsunterricht erhielten, seine Bürger nicht mehr beschützen kann. Oder dies auch nicht will, weil andere Prioritäten, der Schutz von Veranstaltungen der internationalen Bourgeoisie, gesetzt werden.

Genau dann wird auch das Gewaltmonopol des BRD-“Staates“ zunehmend von der Mehrheit der Deutschen in Frage gestellt.

Siehe hierzu auch:
http://www.redside.tk/cms/

Jürgen Schwab

Bücher von Jürgen Schwab:

Die Manipulation des Völkerrechts. Wie die „Westliche Wertegemeinschaft” mit Völkermordvorwürfen Imperialismus betreibt Kyffhäuser Verlag, Mengerskirchen 2011, 14,95 Euro.
Angriff der neuen Linken – Herausforderung für die nationale Rechte. Hohenrain Verlag, Tübingen 2009, 9,80 Euro.
Die „Westliche Wertegemeinschaft”, Abrechnung, Alternativen Hohenrain Verlag, Tübingen 2007, 9,80 Euro.
Volksstaat statt Weltherrschaft. Das Volk – Maß aller Dinge. Hohenrain Verlag, Tübingen 2002, 9,80 Euro.

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