Querfront?

Das nicht einmal 100-Seiten dünne Büchlein „Querfront“ von Benedikt Kaiser, welches im Verlag Antaois erschienen ist, gehört mit Sicherheit zu den interessantesten Neuerscheinungen des Jahres 2017. Der Autor, der für die Sezession und die Neue Ordnung aus Österreich schreibt, hat damit in seinen noch jungen Jahren bereits sein drittes interessantes Buch vorgelegt. So hatte er bereits mit seinem Buch über die Gesellschafskritik bei Drieu la Rochelle (2011) und zum „Phänomen Inselfaschismus“ (2013) bereits lesenswerte Bücher vorgelegt bzw. an diesen mitgearbeitet.

In „Querfront“…

Siehe: https://antaios.de/gesamtverzeichnis-antaios/reihe-kaplaken/38118/querfront

…macht er schon zu Anfangs deutlich das es bei dem Querfrontvorwurf um einen „Vorwurf als politische Waffe“ geht, welcher sich gegen Akteure richtet bei denen die politische Gesässgeopgraphie überfordert sei. So gehe es dabei auch um das Credo „Bestrafe einen, erziehe Hundert“. Bei diesem Vorwurf gehe es um Deutungsmacht und um die Hegemonisierung von Begriffen im vorpolitischen bis politischen Raum. Es gehe um Umöglichmachung und Totaldiffamierung, wobei dahinter vor allem der neoliberale und transatlanitistische Diskurs stecke, der sich aber auf weite Teile der deutschen Linken ausgeweitet habe.

Der Vorwurf sei nun seit dem Jahr 2014 in Mode gekommen – wegen der Einkreisungspolitik gegen Russland, NATO-Diskussionen und der Flüchtlingskrise. So weiß auch Kaiser aber auch zu berichten das dieser Vorwurf nicht nur von der Antifa, Linksliberalen und bürgerlichen Kreisen erhoben wird sondern auch innerhalb der Rechten um interne Abweichler mit dem Bolschewismusknüppel zu verunmöglichen. Dies reiche im Spektrum von der Stein-Jungen Freiheit bis hin zum Neonazispektrum. So ganz neu ist aber der Vorwurf dann auch nicht. Schon 2005 hatte er Hochjunktur! Damals wegen Lafontaines Erfurter „Fremdarbeiterrede“. In den 80er wegen patriotischen Tendenzen in der Friendens und Anti-Atombewegung oder auch wegen „Dutschkisten“ und linken Souveränisten sowie nationalkonservativen Ökologen in der Frühphase der Grünen-Partei. Ende der 90er-Jahre witterte man in der PDS einen „nationalbolschewistischen“ Diskurs. Auch die Spaltung der Jungen Welt 1997 – aus der Abspaltung ergab sich die antideutsche Jungle World – war auf den antideutschen Vorwurf von „Nationalbolschewismus“ und „Querfronttendenzen“ rückführbar.

Neu ist an dem Vorwurf das er die bürgerlichen Mainstreammedien füllt – also so weit einflussreicher ist. Auch neu ist die Behauptung das „Querfront“ und gar angeblicher „Nationalbolschewismus“ Teile der „Mitte“ erfasst haben sollen. Dieser Meinung ist man von Welt, Zeit, SZ über Gewerkschaften. Nach dieser Darstellung ist eine „Querfront“ in der Gesellschaft fest verankert, wobei diese „Antizionismus“, „Antiamerikanismus“ und ein „populistischer Nationalismus“ plus „Antiglobalismus“ verbinde. Dort „befürchtet“ man ein Aufweichen des „rechts-links Gegensatzes“. Nach diesen transatlantischen und antinationalen Alarmmeldungen steht eine wie auch immer geartete „Querfront“ wohl kurz vor der „Machtergreifung“.

Für diese These müssen dann Namensnennungen wie Wagenknecht, Gauland, Naidoo und als finsterer Meister und Strippenzieher im Hintergrund Putin herhalten. In der BRD geht ein neues „Gespenst“ oder eine „Verschwörung“ um! Bei einigen dehnt sich neuerdings diese Verschwörung lächerlicherweise gar bis zur CSU und der Schlagersängerin Helene Fischer aus.

Zu ergänzen wäre das dieser Vorwurf sich nun mindestens genauso gegen Linke richtet – wobei hier besonders gerne Linke den Vorwurf aufgreifen und bedienen. Sei es das man Lafontaine einen „nationalen Sozialisten“ nennt oder Wagenknecht gar „rot-braun“. Besonders beliebt ist der Vorwurf linke Israelkritiker seien „Antisemiten“. Zu den bekannten linken Opfern gehört etwa auch „Topas“ Rainer Rupp der bei der Jungen Welt seinen Hut nahm als man versuchte aus der eigenen Redaktion heraus Teile der Friedendensbewegung und ihn selbst mit dem Querfrontknüppel „rot-braun“ anzumahlen. „Topas“ schreibt nun seine Kolumnen für Russia Today-Deutschland.

So treffe der Vorwurf ganz verschiedenen Kreise, die an sich mit einander wenig bis teilweise gar nichts zu tun hätten, weder in organisatorischer noch inhaltlicher Sicht. Zu den von der PC „Verfemten“ zählt Kaiser neben dem sozialdemokratische-keynesiastischen vielgelesen Blog „Nachdenkseiten“, dem Compact Magazin von Jürgen Elsässer, Linksparteipolitiker wie Wagenknecht, Lafontaine und Dehm, den linken Jorunalisten Ken FM, Teile der Friedensbewegung, den Kopp Verlag, die von ihm richtig benannte oder eingeordnete „nationalrevolutionäre Kleingruppe Sache des Volkes und Jürgen Schwab“, aber auch Pegida, „Endgame“, „völkische Siedler“, Autonome Nationalisten, einzele NS-Gruppen oder aber auch „authentische Neue Rechte“ – letzterem Spektrum ordnet sich Kaiser sicherlich selbst zu.

So sieht Kaiser im Querfrontvorwurf zurecht eine Phrase, um sich entweder mit den Inhalten nicht auseinandersetzen zu müssen oder einen politischen Diskurs durch Diffamierung vorn vorneherein abzutöten. Die Inhaltslehre gelte aber nicht für historische Querfrontbestrebungen in der Weimarer Republik. Da habe es mehrere Ansätze gegeben, die sich vereinfacht als nationale Strömungen in der kommunistischen Bewegung, als sozialistische Bestrebungen innerhalb der Rechten und als vorübergehende Kooperation von links und rechts gegen das liberalkapitalistische System und eine „Ostorientierung“ bennenen lassen. Kaiser selbst sieht sich wie dem Buch zu entnehmen ist als „Linker Mann von Rechts“ (Otto- Ernst Schüddekopf, auch erschienen als „Nationalbolschewismus in Deutschland. 1918-1933).

Kaisers eindeutige Präferenzen liegen hierbei in einer „praktischen Querfront“ zur „Selbstermächtigung der Mitte“, wobei ein mögliches Bündnis aus dem „Generalsozialismus“ des Reichskanzlers Schleicher, des Tat-Kreises und konservativer Revolutionäre, Gewerkschaften, Teilen der Sozialdemokratie und der NS-Linken gemeint ist. Diese Querfront hätte sowohl das kapitalistische System einengen als auch die Katastrophe „Hitler“ verhindern können, so Kaiser. So verweist Kaiser zurecht darauf das dieser Querfrontversuch – der scheiterte – einer gegen den Hitlerfaschismus, aber auch gegen das enthemmte Kapital gewesen sei. Die Verhandlungen zwischen Schleicher, Gregor Strasser, dem Gewerkschaftsbund und dem „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold“ der SPD seien schon relativ weit gediegen gewesen. Das sie nicht zu Ende gebracht werden konnten, dürfte als eine der „deutschen Katastrophen“ in die Geschichte eingehen.

Diesem Spektrum ordnet Kaiser dann auch den berühmten Staatsrechtler Carl Schmitt oder Edgar Julius Jung („Die Herrschaft der Minderwertigen“) zu. So weiß Kaiser zu berichten das Carl Schmitts 1934 vollzogene Wendung „Pro-Hitler“ eine opportunistische „Selbstschutzmaßnahme“ gewesen sein wird. Vor der Machtergreifung habe nun Schmitt dafür plädiert den „Bürgerkrieg“ zwischen NSDAP und KPD zu unterbinden bzw. durch eine Regierung aus radikalen Konservativen und gemäßigten Sozialisten aufzuheben. Ohne Opportunismus hätte Schmitt wohl das KZ befürchten müssen oder eine Liquidation wie etwa Gregor Strasser oder der genannte Jung.

Andere Quefrontbestrebungen ordnte Kaiser als Versuch „geistiger Querfronten“ ein. Dazu zählt der Sezessions-Autor beispielsweise den Kreis um Ernst Niekisch, die Gruppe um den nationalistischen Rätesozialisten Karl Otto Paetel. Kurt Hillers „Weltbühne“, die einen freiheitlichen Sozialismus propagierte, gilt Kaiser als protoptypenhaftes Organ einer Verständigung zwischen Sozial- und Nationalrevolutionären, linken und rechten Sozialisten. Von so etwas sei man heute wie er anmerkt meilenweit entfernt, da man kaum politische Inhalte diskutiere, sondern der „Kampf gegen Rechts“ gelte als alles entscheidende Frage, wobei andere Fragen – Überwindung von Kapitalismus und Imperialismus – höchstens mehr die Position von „Nebenwidersprüchen“ einnehmen.

Einen interessanten Blick wirft Kaiser auch auf internationale Querfrontversuche. Hier wird auf eine Vermischung des revolutionären Syndikalismus von Sorel, des Royalismus eines Charles Maurras und den „Zirkel Proudhorn“ verwiesen. In Frankreich verweist Kaiser auf die „Französische Volkspartei“, die als ein Sammelbecken von radikalen linken und rechten galt. So verband diese eine Synthese aus emanzipatorischen, nationalen und sozialrevolutionären Elementen. Ergänzend ließe sich sagen das es sich etwa beim argentinischen Peronismus ebenfalls um eine Mischung aus Linksfachismus und Halbsozialismus handelt, der einst von Mussolini kam, aber dann nach „links“ wanderte. Eine ähnliche Tendenz lässt sich auch im brasilanischen Linksnationalismus finden. Was dann der These von Ernst Nolte widerspricht das sich es beim Faschismus nur um einen reinen bürgerlichen Rettungsanker handelte. Neben dem bürgerlichen Faschismus gab es auch eine andere Teiltendenz innerhalb der „faschistischen Internationale“. Laut Kaiser ist der Faschismus keine geschlossen ideologische Bewegung sondern man müsse zwischen einem bürgerlichen Nationalkapitalismus und einer eher sozialrevolutionären Strömung unterschieden – letztere war aber sicherlich in der Minderheit.

Benedikt Kaiser neigt sicherlich einer linken Spielart des Faschismus zu, wobei seine Definition sich nicht an Ernst Nolte, sondern an Zeev Sternhell ausrichtet. Letzterer Faschismusforscher definierte den Frühfaschismus als eine Mischung aus radikalen Nationalismus und einer antimaterialistischen Revision des Marxismus. Hier verweist Kaiser auch auf den frühen Mussolini oder einer linken sozialrevolutionären Tendenz im spanischen Faschismus. Diese Teiltendenz sind Kaiser auch heute in Frankreich walten. Etwa in dem Kreis um Alain Soral oder auch Teile des Front National. Frankreich könne vielleicht ein erfolgreiches Experimentierfeld darstellen. Auch die Koalition der linken Syriza mit den rechten Unabhängigen Griechen in Griechenland erföffne theoretische Möglichkeiten – obwohl Kaiser gewahr ist, dass diese Koalition alleine nicht zum Bruch mit der neoliberalen Hegemonie führte. Volksnahe linke Parteien gäbe es zudem zwar in einigen europäischen Staaten – Griechenland, Zypern, Slowakei, Portugal, Tschechien, usw. – aber für Deutschland müsse aufgrund einer nationalmasochistischen Linken nach anderen Optionen gesucht werden.

Kaiser führt völlig zutreffend an das weite Teile der deutschen Linken volksfeindlich seien, selbst keinen Bezug mehr zu Arbeiterklasse und Klassenkampf hätten und im Zuge einer Linksliberalisierung entweder schon im System des Kapitalismus angekommen sei oder danach trachte. In Zuge dessen wurde auch der Antiimperialismus vergraben, von dem er selbst eine Menge versteht und sich hier auf Lenin beruft und dessen Credo das Kapitalismus und Imperialismus nicht zu trennende Pfeiler eines Ganzen seien. Allerdings ist sich Kaiser dann doch nicht so sicher ob nicht Teile der Linken nicht doch einen positiven Kern in sich trage der doch noch zur Entfaltung kommen kann. So beruft er sich gerne auf Wagenknecht, Dehm, Andreas Wehr oder den verstorbenen Werner Pirker. Hier ist Kaiser also durchaus schwankend. Kaiser der sich in der linken Literatur gut auskennt weiß etwa auch das in dem Werk „Antifa heißt Luftangriff“, einer lesenswerten Kritik der heutigen Antifa von Links, richtigerweise der „Antifa“ ein radikalkapitalisches „Holzhacken mit Hayek“ und Neokonservatismus attestiert wird.

Die Lösung ist für den Verfasser, der selbst eine inhaltliche Mischung aus dem neurechten Theoretiker Benoist und dem nationalen slownischen Philospophen und Marxisten Slavoj Zizek bevorzugt, eine Transformation der alten prokapitalistischen Rechten hin zu einer antikapitalistischen und antiimperialistischen „neuen Rechten“. So soll eine antikapitalistische Rechte in seinem Modell die Reste einer antikapitalistischen Linken überflüssig machen bzw. diese in diese neue Rechte aufsaugen. So hält er auch die Aussage von Marx für richtig das der Sinn eines Antikapitalismus nur darin bestehen könne die kapitalistische Marktwirtschaft zu überwinden. Kaiser hat im Gegensatz zu vielen die sich auf der Rechten zweifelhafterweise als „Kapitalismuskritiker“ aufführen einen Begriff von dem was Kapitalismus und Antikapitalismus sei. Auch die sogenannte „Zinskritik“ weiß er als einen Pseudo“antikapitalismus“ zu benennen der kaum versteckter „Antisemitismus“ sei. Diese ist bekanntlich vor allem im „NS“-Spektrum beheimatet.

So sei die rechte Zuwanderungskritik die sich nun vor allem auf den Islam fokusiert verkürzt da er die Gründe und Ursachen ausblendet, die Kaiser in einer Zuwanderungsstrategie des Kapitals, der kapitalistischen Globalisierung und Imperialismus sieht. So könne das „Überdruckventil“ (Marx) nicht mehr ewig halten – wobei als Teil dieses Ventil dann auch „Rechtspopulisten“ und andere „rechte“ Kapitalismusbefürwörter fungierten. Laut Kaiser wäre auch eine kapitalistische deutsche Gesellschaft ohne „großen Austausch“ nichts weiter als sinnentleherte Gesellschaft des Radikalkapitalismus. Mit einer solchen Kritik wird sich Kaiser aber unter manchen Rechten wohl keine Freunde schaffen. So weiß er durchaus zurecht auch darauf zu verweisen, das es einen rechten Pseudoantiimperialismus gibt, der gar kein Antiimperialismus ist, etwa wenn man Imperialismus nur mit der „Macht der Ostküste“ gleich setzt. Auch lehnt Kaiser im Gegensatz zu angeblichen rechten Kapitalismuskritikern die Kapitalanayse von Marx nicht ab, sondern bejaht diese in den Grundzügen.

In einem Interview mit der Sezession zu seinem Buch führte der Verfasser der Schrift etwa aus: „Nun dürfte aber das wir aber darüber hinaus brauchen ist ein wahrer Neubeginn, eine „Neue Rechte“, die sich gegen konservativ-sozialdarwinistische Kapitalismusaffirmation stellt; eine Neue Rechte, die sich geopolitisch für eine „Pluralisierung der Hegemonien“ (Chantal Mouffe) positioniert; eine Neue Rechte, die europäisch denkt und mehr als nur einen populistischen Anti-Brüssel-Block formieren möchte, die die Idee des einigen Europas neu und innovativ, aber rückgebunden auch an Tradition und Herkunft betrachtet; eine Neue Rechte schließlich, die in der Lage ist, die größeren Zusammenhänge beim Großen Austausch und der aktuellen Lage des Finanzmarktkapitalismus zu analysieren und Gegenentwürfe zu entwickeln – eine solche Neue Rechte hätte es nicht nötig, auf der linken Seite nach Partnern zu suchen. Sie genügte sich selbst und verkörperte aus eigener Kraft und eigenem Ideenreichtum eine intellektuelle Alternativansatz“. (Vom 14. Februar 2017)

Der Ansatz von Kaiser dürfte im Moment daran scheitern das die nationale Rechte mehrheitlich keinen Antikapitalismus vertritt bzw. sich nur zu gerne einen „guten“ nationalen Kapitalismus sich herbei wünschen will. Ob nun vorerst Kaiser nicht als Rufer und Mahner im nationalkapitalistischen Wald landet, wird sich noch erweisen. Trotz des letzteren Einwandes lohnt sich nun der Erwerb des Buches von Kaiser unter allen Umständen. Kaisers Wunschvorstellung ist dabei eine „linke Politik mit rechten Köpfen“. So will Kaiser die gegenwärtige Rechte wie er schreibt „schlichtwegs aufheben“ und „gemäß sozialen, nationalen, ökonomischen und globalen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts neu gestalten“. In einer neuen zeitgemäßen „konservativen Revolution“ sieht Kaiser eine Synthese aus rechtem und linkem Denken. Das Denken des Autors ist für manche Rechte sicherlich ein Tabubruch weil es neben Benoist und der linken sozialrevolutionären Tendenz im Faschismus auch „Neoleninismus“ und „Nationalmarxismus“ enthält.

Der Einfluss des Werkes von Kaiser dürfte auf die Rechte in Deutschland leider eher begrenzter Natur sein weil er vieles ausformuliert was viele Funktionäre und Artikelschreiber eben nicht hören wollen – sei es in AfD, NPD oder aber auch in anderen „rechten“ Spektren. Kaiser ist sicherlich einer der wenigen „rechten“ Publizisten die in der Lage oder Willens sind zu verstehen was Kapitalismus ist und was dann als antikapitalistischer Kontrapunkt dem entgegen zu setzen sei. Will eine nationale oder patriotische Rechte aber wirklich systemkritisch sein hätte sie schon in dem ein oder anderen Punkt auf den Autoren des Querfrontbüchleins zu hören. Momentan sieht es nun aber wohl nicht danach aus. Es bleibt nun zu hoffen das man von dem talentierten jungen Autoren noch einiges hört.

Verfasser: Sozrev

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Kommentare

  • Schwab  On 26. Juli 2017 at 08:42

    „Ergänzend ließe sich sagen das es sich etwa beim argentinischen Peronismus ebenfalls um eine Mischung aus Linksfachismus und Halbsozialismus handelt, der einst von Mussolini kam, aber dann nach „links“ wanderte. Eine ähnliche Tendenz lässt sich auch im brasilanischen Linksnationalismus finden. Was dann der These von Ernst Nolte widerspricht das sich es beim Faschismus nur um einen reinen bürgerlichen Rettungsanker handelte. Neben dem bürgerlichen Faschismus gab es auch eine andere Teiltendenz innerhalb der „faschistischen Internationale“. Laut Kaiser ist der Faschismus keine geschlossen ideologische Bewegung sondern man müsse zwischen einem bürgerlichen Nationalkapitalismus und einer eher sozialrevolutionären Strömung unterschieden – letztere war aber sicherlich in der Minderheit.“

    Nolte ist dadurch nicht widerlegt. Es mag Schnittmengen geben, auch Wanderungsbewegungen – von rechts nach links oder umgekehrt. Wenn ein (bisheriger) Faschist immer weiter nach links wandert, ist er am Ende kein Faschist mehr, somit auch kein Rettungsanker für den Kapitalismus.

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