Möchtegernrechtspopulisten am Boden

Bei der anstehenden Bundestagwahl wird wenn man den Umfragen glauben schenken darf wohl Angela Merkel als Bundeskanzlerin bestätigt werden, entweder unter Fortsetzung der großen Koalition mit der SPD oder in einem klassisch bürgerlichen Bündnis aus den Unionsparteien und der wieder erholten FDP. Der SPD droht unter Martin Schulz ihr schlechtes Wahlergebnis bei einer Bundestagswahl. Eine jüngste Umfrage sieht die SPD nur noch bei 21 Prozent. Die AfD ist dagegen wieder da nachdem sich die Partei in Flügelstreitereien aufzureiben drohte. So hat die AfD im Wahlkampf wieder massiv zugelegt – von 7 auf 11 Prozent. Die BILD-Zeitung meint gar einen Zweikampf mit der SPD um den zweiten Platz ausmachen zu können. Was aber doch arg unwahrscheinlich sein dürfte.

Siehe: http://www.bild.de/bild-plus/politik/inland/bundestagswahl2017/kann-die-afd-die-spd-einholen-53150804,view=conversionToLogin.bild.html

In Bayern plakatiert die AfD zweifelsohne recht geschickt und dürfte damit einige Wähler ansprechen können, die nur zurecht an den Aussagen der CSU und Horst Seehofers zu zweifeln beginnen. So spricht die AfD diese Bürger mit „Wer CSU wählt bekommt Merkel“ an. In Brandenburg könnte der AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland gar ein Direktmandat erringen.

Siehe: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/alexander-gauland-schrecken-der-cdu-im-wahlkreis-bad-saarow-a-1165776.html

Auch schlägt sich AfD-Spitzenfrau Alice Weidel wohl ganz tapfer, was zum einem daran liegt das sie sicherlich gut reden kann und zudem „cool“ wirkt. Der Abgang in einer ZDF-Sendung dürfte wohl ein geplanter PR-Coup gewesen sein, wenn man einer Analyse von Compact-Online folgt. So gelang es Weidel in der Sendung auch den CSU-Vertreter Scheuer so weit zu provozieren, als das sich jener verredete. Auch die CSU ist demnach für eine Legalisierung illegaler Migration.

Siehe: https://www.compact-online.de/alice-weidels-abgang-ein-geplanter-pr-coup/

Weidel steht nun unter Druck, da sie laut der Springerpresse „demokratiefeindliche“ und „rassistische“ Äußerungen via E-Mail-Verkehr geäußert haben soll.So heißt es im entsprechenden Text: „Der WELT AM SONNTAG liegt eine brisante Mail vom 24. Februar 2013 mit rassistischen Bemerkungen und demokratieverachtenden Thesen vor. Der Absender: Alice Weidel. In der Mail an einen Vertrauten heißt es unter anderem wörtlich: „Der Grund, warum wir von kulturfremden Voelkern wie Arabern, Sinti und Roma etc ueberschwemmt werden, ist die systematische Zerstoerung der buergerlichen Gesellschaft als moegliches Gegengewicht von Verfassungsfeinden, von denen wir regiert werden.“ Weidel war damals noch nicht Parteimitglied, begann aber, sich in dem AfD-Vorläufer „Wahlalternative 2013“ zu engagieren.Frau Weidel versuchte die Berichterstattung zu verhindern, bestreitet, dass der Text von ihr stammt, und schaltete Anwälte ein. Sie teilten mit, dass es falsch und rechtswidrig sei, „öffentlich zu behaupten, unsere Mandantin habe diesen Text geschrieben, oder auch nur diesen Verdacht zu äußern“. Doch der Redaktion liegen eine eidesstattliche Versicherung und weitere Aussagen vor, aus denen das Gegenteil hervorgeht.“

Siehe: https://www.welt.de/politik/article168489086/Alice-Weidel-will-Veroeffentlichung-rassistischer-E-Mail-stoppen.html

So heißt es der nun Weidel zugeschriebenen Mail auch: „Diese Schweine sind nichts anderes als Marionetten der Siegermaechte des 2. WK und haben die Aufgabe, das dt Volk klein zu halten indem molekulare Buergerkriege in den Ballungszentren durch Ueberfremdung induziert werden sollen.“ Nun wird Weidel aber ansonsten beteuern sie stehe an sich zur NATO, die nur „reformiert“ werden müsse, was nun bedeutet das man Deutschlands fehlende Souveränität anerkennt und sich damit auch nachträglich auf die Seite der Siegermächte zu stellen hat. Weidel gehört selbst dem neoliberal-libertären Flügel in der AfD an. Weidel arbeitete für Goldman Sachs. Sie ist Mitglied der neoliberalen Hayek-Gesellschaft und wählte laut Zeit früher Grüne und FDP. Die attraktive 38-Järhige befindet sich in einer lesbischen Beziehung. Ideologisch passt Weidel am besten zu dem Spektrum um die libertäre und radikalkapitalistische Zeitschrift Eigentümlich Frei.

Siehe: http://ef-magazin.de/

Da die AfD aber neben bürgerlichen Wählern auch Arbeiter, Arbeitslose und das untere Kleinbürgertum anspricht – in Mitteldeutschland auch Wähler die bislang die Linkspartei wählten – hat man sich im Programm auf einen „Konsens“ geeinigt. Die AfD ist so programmatisch wegen der verschiedenen Wählerschichten die man ansprechen möchte weder eine soziale noch eine radikalneoliberale Partei. So möchte man den Mindestlohn etwa zumindest beibehalten, womit aber nur gesagt ist das man hier „links“ von der FDP steht, aber nicht das die AfD deswegen eine programmatisch soziale Partei sei. Von dem Wirtschaftsprogramm der AfD würden vor allem Gutverdiener profitieren, während die Sparmaßnahmen und Kürzungen vor allem Unter- und Mittelschichten treffen würden. Was aber erst einmal den meisten Wählern der AfD nicht klar sein wird, weil man diese nun vor allem wegen der Katasstrophen- und Überfremdungspolitik der Kanzlerin und der „Einheitspartei“ im Bundestag wählt.Eine andere Alternative für patriotische und nationalgesinnte Wähler ist ja für die meisten auch nicht ersehbar.

Die „Worch-Partei“ scheint offenbar nur anzutreten um eine Nabelschau für die „Szene“ zu betreiben.

Siehe: https://www.youtube.com/watch?v=1RXbfaeVpfc

Die am Boden liegende NPD, die Personell und intellektuell ausgedünnt ist, kann mit ihren Durchhalteparolen nun kaum mehr die eigenen Leute bei der Stange halten. Wenn es noch einen Beweis bedarf das man offenbar es fast darauf anlegt sich völlig überflüssig zu machen, so bietet auch dieser Wahlkampf gerade ein Musterbeispiel.

Siehe: https://www.rheinpfalz.de/lokal/artikel/herxheim-am-berg-kundgebungen-zu-hitler-glocke-verlaufen-friedlich/

Der Spagat zwischen Möchtegernrechtspopulismus und NS-Nostalgie wird dazu führen das die NPD bald auf das Niveau der MLPD zurückfallen dürfte. Daran sind nun aber nur Möchtegernrechtspopulisten und NS-Nostalgiker schuld. Das hieraus aber Konsequenzen gezogen werden dürfte arg unwahrscheinlich sein.

Verfasser. Sozrev

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