Der Hitler-Mythos

Adolf Hitler arbeitete spätestens seit dem Jahr 1923 an seinem eigenem Führer-Mythos, woraus ein Hitler-Kult erwuchs, nachdem er zu Anfang seiner Karriere nur ein „Trommler“ sein wollte, der einem nahezu sagenhaften und mystischen Erreter vorarbeit leistet. Hitler glaubte selbst an seine fast schon mythologische Kraft, an die Vorsehung die ihre schützende Hand über ihn hält und laut Hans Frank soll er sich in Gesprächen gerne mit Jesus verglichen haben. Scheinbar glaubte Stalin nach 1945 an Hitlers „Unsterblichkeit“, da er das Gerücht verbreiten ließ Hitler sei am Leben. So haben auch US-Behörden mittels Fahndungsportrait – „so könnte Hitler heute aussehen“ – nicht an sein Ableben geglaubt – zumindest Teile der US-Geheimdienste.

Siehe: https://www.youtube.com/watch?v=rLySasIQT1I

Besonders phantasiehaft war der NS-Okkultist Miguel Serrano, der in einem seiner Bücher behauptete, Hitler leben als Unsterblicher in einem mystischen unterirdischen Reich weiter. An diese Phantasie oder Science Fiction Geschichte glauben heute noch so einige deutsche Hitler-Fans im NW. Ebenso wie an geheime Naziarmeen auf dem Grund der Weltmeere oder auf dem Mond und Mars. Einige glauben auch das diese mit arischen Außerirdischen verbündet seien – vom Aldebaran. Warum aber Hitlers UFO-Flotte noch nicht in Berlin und München geladent ist, dies wird wohl ein Rätsel bleiben.

Siehe: http://www.freepdf.info/index.php?post/Serrano-Miguel-Das-goldene-band-Esoterischer-Hitlerismus

http://www.bild.de/news/mystery-themen/ufo/antarktis-nazis-49521344.bild.html

Es gibt freilich in der Szene noch eine andere Fantasyversion. So herrsche ein magischer ewiger Krieg zwischen „Shambala“ und „Agartha“ vor. Hitler, Himmler und andere seien magische Krieger der einen Seite gewesen – der Seite des Lichts- während sich die Gegenseite dem jüdischen Schadenszauber bediente – der dunklen, die Welt zerstörenden Kraft. Diese Storys verkaufen sich bei manchen im NW besser als Herr der Ringe und Game of Thrones.

Daneben gibt es auch noch die „Theorie“ Hitler sei ein Geheimagent der jüdischen Weltverschwörung gewesen. Überhaupt sei in dieser Verschwörungstheorie so gut wie jeder Naziführer ein Jude gewesen. Die NSDAP ist hier eine Gründung der „Weisen von Zion“. Was ja auch logisch ist! Wenn die jüdische Allmächtig ist, muss diese auch hinter dem 3. Reich stehen. So stehen dann hinter dem Holcaust auch die berühmten „Hintergrundmächte“.

Zwar wollte Werner Maser den Hitler-Mythos aus der Welt schaffen, was aber scheinbar gar nicht funktioniert hat.

Siehe: https://www.amazon.de/Adolf-Hitler-Legende-Mythos-Wirklichkeit/dp/3762805210

So kann man heute weit über 1500 Bücher zum Thema „Hitler“ erwerben, so die Zählung des britischen Historikers Kershaw in dem ersten Band seiner Hitler-Biographie. Dies war allerdings im Jahr 1998, so das die Anzahl der Hitler-Bücher inzwischen stark angestiegen sein wird. Scheinbar gibt es immer wieder neues zu Adolf Hitler zu erfahren, immer neue Deutungen, immer neue Erkenntnisse und Mysterien. So kommt der Name Adolf Hitler in Presse und TV häufiger vor als der jedes anderen lebenden Politikers und auch jedes Staatschefs der Vergangenheit. Was dazu führte das vor einigen Jahren noch laut einer Umfrage, in den USA damals immerhin 20 Prozent der Amerikaner meinten der damalige Bundeskanzler heiße nicht Schröder sondern Hitler. Da aber nun bei fast jeder politischen Diskussion von Hitler die Rede ist, oder von neuen Hitlers, von dem über alles schwebenden Geist des Mannes aus Braunau, kann einem das auch nicht so ganz verwundern.

Trotz der kaum noch überschaubaren Flut an Büchern über das „Phänomen“ Hitler gibt es höchstens eine handvoll ernst zu nehmende Hitler-Darstellungen: Zu nennen sind hier die Biographien von Fest, Bullock, Kershaw und Toland sowie Maser. Nun ist zwar im NW Hitler das große Thema, allerdings ist vielen Aktivisten der ungefähre Lebenslauf des großen Vorbilders eher unbekannt. Trotz der Vielzahl an revisionistischer Literatur in nationalen Verlagsanstalten fehlt es an einer sachlich-kritischen Auseinandersetzung und Darstellung Hitlers, obwohl dieser ja ständig das Hauptthhema ist. Daran hatte sich aber in Buchform wohl nur Richard Pemsel in seinem Buch „Hitler. Staatsmann, Revolutionär, Verbrecher?“ versucht. Pemsel unterschied dabei verschiedenen Phasen des 3. Reiches – eine „revisionistische“ und eine „imperialistische“ Phase. Die Zeit ab 1942 sah der Buchautor als die „belastende Phase“ an. Pemsel war einer der wenigen, die versuchten das Thema „wissenschaftlich“ und „differenziert“ zu betrachten.

Siehe: https://www.eurobuch.com/buch/isbn/3878470835.html

Nun enthüllen allerlei Bundestagspolitiker und Mainstream-Zeitungen sowie TV-Talkshows wer alles in der AfD Hitler, Himmler und Rosenberg sein soll und das es sich bei der AfD um eine „Nazipartei“ handeln soll, scheint von der Linken bis zur FDP common sense zu sein. Nun war aber auch schon einst Strauß „Hitler“ und für Strauß waren seine linke Gegner „Goebbels-Anhänger“. Scheinar haben 1980 Hitler und Goebbels noch einmal ihren damaligen Kampf aus dem Jahr 1925 ausgetragen. Götz Aly „enthüllte“ in einem seiner Bücher, dass der APO-Führer Deutschke der „Goebbels“ der damaligen Zeit war und der SDS angeblich direkt vom NS-Studentenverband abgeschrieben hatte.

Oskar Lafontaine meinte einst sein Rivale Helmut Schmidt sei so was wie ein „KZ-Wärter“, wegen preußischer Tugenden, zu denen sich Schmidt bekannte. Schmidt rächte sich später und verglich Lafontaine in einem Interview mit Hitler, unter anderem wegen dessen Fremdarbeiterrede. Schmidt wird nun in einem „Enthüllungsbuch“ beschuldigt er sei als Wehrmachtssoldat „Nazi“ gewesen.

In der linken Szene beschimpfen sich nun Antifa-Gruppen gegenseitig als Nazis – Antiimps und Antideutsche. Mittlerweile wird von Antideutschen versucht nachzuweisen das eine antideutsche Konkurrenzveranstaltung als „Tarnnazis“ bestünde. Nun muss man nur noch herausfinden welche Antifa-Gruppe zu welchem genauen Flügel der NSDAP gehört. In der Linkspartei versuchen dann darüber hinaus einzelen Flügel nachzuweisen das der andere Flügel angebräunt sei – mit jeweils stets unterschiedlichen Begründungen.

Sahra Wagenknecht wird von antinationalen Linken, Partei“freunden“ und der bürgerlichen Presse zu „rot-braun“ erklärt, was dann wohl eine ideele Gesamtvereinigung von Rosa Luxemburg und Eva Braun (wohl doch eher Hitler, da Eva unpolitisch war) hinaus läuft. Wagenknecht hat dabei in der Vergangenheit selbst noch manchmal gerne mit dem Naziprügel gegen patriotische Linke gerarbeitet. Was sich nun seit einigen Jahren umkehrte. Nun arbeitet sie auch heute noch mit der Nazikeule in Richtung AfD („Halbnazis“), wobei sie dann wiederum einigen Genossen selbst als „Halbnazi“ gilt. So das wir es hier mit einem Streit zu tun wer nun „Halbnazi“ sei.

Bei den Grünen wird nun auch der Aslykritiker Boris Palmer von einigen Parteifreunden, die auch in Parlamenten sitzen, für einen „Grün-Nazi“ gehalten, da man sein Buch, in welchem er mit der Flüchtlinsgpolitik der Kanzlerin abrechnete, als „braunes Sudelpamphlet“ beschimpft. So gibt es auch einige Überraschungen! Daniel Cohn-Bendit hatte einst in seinem Plasterstrand Manfred Roeder eine Plattform geboten.

Siehe: http://www.bifff-berlin.de/Roeder.htm

Von der Bundeskanzlerin wird auch jeder der an ihrer Flüchtlingspolitik zweifelt in ein braunes Eck geschoben. Aber darauf antwortet man hier wieder mit dem Nazivorwurf. Auch hier ist Hitler am Leben – dieses mal wiedergeboren als Angela Merkel. Merkel-Hitler lebt dann natürlich auch wieder im „Führerbunker“. Wolfang Bosbach wird dann wohl Stauffenberg sein.

Siehe: https://www.youtube.com/watch?v=W_spKeroF-w

Heiko Maas wurde zu Adolf Eichmann. Wer Gabriel sei, wurde zwar noch nicht bestimmt, aber vermutlich Göring. Broder hatte einst den Zentralrat der Juden zu „Nazikollaborateuren“ erklärt, wobei nun der Naziverdacht auf Broder fällt. So sind auch Juden damit beschäftigt unter Juden überall Nazis zu erkennen. Was vermuten lässt das die Neo-NSDAP mehrere jüdische Flügel hinzu gewonnen haben dürfte.

Die CSU und der sogenannte „Stahlhelm-Flügel“ der CDU, mussten sich auch immer wieder mit Nazivorwürfen befassen, wobei hier der Vorwurf auf „schwarz-braun“ lautete. Dies traff in der Vergangenheit auch bestimmte Mitglieder der FDP („Gauleiter-Fraktion“). Dies hat sich allerdings aufgrund der Liberalisierung der Union minimiert seitdem selbst der „rechte“ hessische Landesverband mit den Grünen koaliert. Wobei es dann auch anders herum ging. So koalierte die liberale Hamburger CDU mit der „rechtspopulistischen“ Schill-Partei.Deren gescheiterter Vorsitzender Schill ist mittlerweile als Koksnase in Rio und in Promi Big Brother gelandet. Einen ehemaligen Schilllianer hatten auch die Grünen azpetpiert – diesen mitgewählt und gegen Kritik verteidigt.

Die „antirassistische“ Empörung hängt nun natürlich auch gar nicht immer von Inhalten ab, sondern ob der Diffamierte dem eigenen Lager nahe steht, oder nicht. So ist Martin Schulz etwa immer gegen Orban und die polnische Regierung sehr „tapfer“. Dagegen tritt Schulz gegen Fico, Zeman nicht so sonderlich tapfer auf, weil diese der sozialdemokratischen Internationale angehören, aber in der Asylfrage ähnliches wie die Kritisierten vertreten. Schulz ist nun auch gegen die AfD tapfer, aber weniger gegen die österreichischen Genossen aus der Steiermark, die mit der FPÖ koalieren. Auch eine Koalition aus SPÖ und FPÖ im Bund ist ja zumindest nicht ausgeschlossen! In einem solchen Fall werden wir ja sehen die tapfer ein Herr Stegner auftreten wird. So war auch die Linkspartei nicht mehr sonderlich tapfer als in Griechenland die Schwester Syriza mit den rechten Unabhängigen Griechen koalierte. So schweigen nun auch die deutschen Grünen zu ihrer EU-Fraktion – in welcher sich mehrere nationalistische Parteien finden, sowie Putin-Anhänger. Man hat ja auch schon zu dem Flirt von Daniel Cohn Bendit mit der bulgarischen völkischen Partei Ataka geschwiegen.

Weil für die Antifa grundsätzlich alle Rechte die auf deutsche Namen hören „Nazis“ sein sollen, wird nun auch die Antifa zu einer Naziorganisation erklärt. Bei jener soll es sich in Wahrheit um die „SA“ handeln. In der linken Jungle World hatte ein Antideutscher aber einst noch eine andere Version parat. Der „neue Volkssturm“ und der „Antifa-Wehrwolf“ lasse sich nicht auf die SA sondern auf Mussolinis Schwarzhemden zurückführen. Ein ganz schlauer hat sich in einer anderen antideutschen Publikation etwas ganz besonderes ausgedacht: Hitler sei „Antirassist“ gewesen, so das der Antirassismus nur auf Hitler zurückführbar sei. Damit wäre freilich die ganze Linke des „Hitlerismus“ überführt. Verrückte Zeiten gebären auch verrückte Thesen!

Der BRD-„Antifaschismus“ ist nun damit in einer Zwickmühle, auch wenn dies von Antifa und den ewigen Warnern kaum gesehen wird. Wenn nun jeder „Nazi“ sein soll, dann erledigt sich der wie auch immer geartete „Antifaschismus“ selbst. Wenn sich die „Antifaschisten“ darum streiten wer von ihnen nun der größere Nazi sei, wird die ganze Veranstaltung zu einer absoluten Lachnummer. Die ausufernde Nazijagd entspricht aber auch einem kapitalistischen Marktgesetz: Da es nicht genügend Nazis gibt, muss man ganz einfach welche erfinden. Schließlich sichert das in der BRD hunderttausende Arbeitsplätze, da an diesem Geschäft eine gigantische Industrie hängt. Womit sollte man sich auch sonst beschäftigen, wenn nicht mit der Frage, wer alles ein Tarnnazi sei?

Auch in der Diskussion um das Buch „Deutschland schafft sich ab“ von Thilo Sarrazin durfte der Naziknüppel nun nicht fehlen. Die einen witterten eine „NS-Rassentheorie“, während einige andere den Zensoren auch wieder mit der Nazikeule kamen („NS-Reichsschriftkammer“-Vergleiche). So das es bald um den Streit ging ob Sarrazin „Nazi“ sei, oder diejenigen, die das Buch gerne zensiert haben wollten.

Scheinbar scheint der Hitler-Mythos nicht nur überdauert zu haben, sondern er durchseucht das ganze politische Denken, dass auf Hitler fokusiert ist. Je mehr Zeit vergeht desto stärker scheint der Geist Hitlers zu werden. Nach dem ganzen Enthüllungen der verschiedensten politischen Spektren wer angeblich alles Hitler und Nazi sei, müssten sich nun jedenfalls echte Neonazis genüsslich zurücklehnen können, da demnach es im deutschen Bundestag nur verschiedenen NSDAP-Version geben würde.

Die „Deutschen und ihr Führer“, so der Titele eines Buches des Juden Rafael Seligmann, scheint nicht 1945 geendet zu haben, sondern der „Führer“ bestimmt 2017 das Denken mehr als jemals zuvor. Der „Führer“ bestimmt im Hintergrund die Richtlinien der antinationalen Politik der BRD. Bei allem was man politisch unternimmt, denkt der Nationalmasochist an den Führer. So bestimmt der Führer auch heute das Recht, wenn auch anders als damals. Beziehungsweise hat man es heute mit einer „Herrschaft des Unrechts“ zu tun, um Hitler „aufzuarbeiten“. Die ewige „Entsühnung“ braucht Hitler wie die Kirche den Satan. Hitler darf nicht sterben, sonst stirbt das System der BRD.

So haben wir es auch auf internationaler Ebene mit einer globalen Hitlerisierung zu tun. Da haben wir den US-Hitler, den Russen-Hitler, Syrien-Hitler, Iran-Hitler, Ungarn-Hitler, Türken-Hitler, Venezuela-Hitler, auch in Afrika gibt es den Hitler, ja sogar in Israel. Hitler hat sich expontionell vermehrt und das ganz ohne jede Rassen und Ideologieschranken. Hitler ist überall! An einen solchen Endsieg hatte der echte Hitler sicherlich nicht gedacht oder er wäre nie auf eine solche Idee gekommen.
Einigen reicht es auch nicht nach aktuellen „Hitlers“ zu fahnden, sondern man beschäftigt sich mit der Frage ob nicht schon Bismarck, Hermann der Cherusker Hitler waren – bevor es Hitler gab. Oder aber ob nicht der Koran als Vorläufer von Mein Kampf zu sehen sei. Einige Schlaumeier forschen dann ob es sich bei Comics und Trickfilmen wie Asterix und Obelix und die Schlümpfe nicht um Nazitrickfiguren handelt. Auch wird ernsthaft in manchen Zeitungen die Frage erörtert ob es sich bei Stars Wars und Herr der Ringe nicht um „faschistische“ Filme und Literatur handelt. Linksliberale „Feministen“ schreiben nun auch ganze Manifeste zu der Frage was den nun die Barbiepuppe angeblich mit dem BDM zu tun habe.

Siehe: https://www.welt.de/kultur/article5037128/Schluss-mit-dem-Kult-um-die-Asterix-Comics.html

Wie gesehen ist das ganze politische Denken in der BRD genuin auf Hitler ausgerichtet, was einen politischen Diskurs in allen Fragen enorm erschwert, die dazu angetan sind, die deutsche Nation wieder zu einem souveränen Staat zu führen. Aber auch die Fokusierung auf Hitler, dieses mal als Rechtfertigung oder gar „Vorbild“, schadet dem Vorhaben wieder einen souveränen deutschen Nationalstaat zu begründen. Diese Erkenntnis ist aber drigend notwenig wenn man zu einem souveränen deutschen Volksstaat gelangen möchte.

Verfasser: Sozrev

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