Kampf um die neue Weltordnung!

Compact-Spezial berichtet auf über 80 Seiten über einen der Hauptkonflikte, der wohl das 21. Jahrundert bestimmen könnte. Dieser könnte sich wie nicht wenige meinen gar zu einem „Weltkrieg“ ausgreifen. Es gibt um einen Kampf zwischen dem US-Imperialismus plus dessen EU und NATO-Vasallen gegen die aufstrebende Macht Chinas. Sehr fundert berichten darüber in diesem Compact-Spezial deutsche und deutschösterreichische Autoren wie Jürgen Elsässer, Martin Müller-Mertens, Bernhard Tomaschitz, Daniel Pföhringer, Sven Reuth, Tino Perlick wie auch die bekannten internationalen Puplizisten Alexander Dugin (Russe) und Pepe Escobar (Brasilianer) oder der china- und nordkorea-freundliche US-Amerikaner und Buchautor („The China Miracle“ ) James Bradley.

Siehe:
https://www.compact-online.de/%E5%8B%87%E6%B0%94%E7%9C%9F%E7%9B%B8-laechelnd-in-die-neue-weltordnung/

Compact-Spezial hat schon davor einige sehr interessante Hefte abgeliefert. Sei es zum Thema US-Imperialismus, Grüne, Russland, Islam, Altparteien, Asylschwemme, NSU, US-Wahlen, usw. Die nunmalige Ausgabe dürfte aber zweifelsohne zu den besten Heften dieser Serie gehören. Dies macht auch das eher etwas zweifelhafte letzte Heft gut, wo man den „Klimaleugnern“ etwas gutes tun wollte. Zumindest war das letzte Heft aus unserer Sicht wohl inhatlich zweifelhaft.

Neben dem US-Imperialismus, sowie China wird auch Nordkorea umfassend behandelt. Ist die US-Außenpolitik auf einen großen Krieg mit China aus? Auf einen Atomkrieg gegen Nordkorea? Wie sieht die Rolle Deutschlands aus? Diese und viele anderen Fragen werden in dem Heft behandelt.

So befasst sich etwa der deutschösterreicher Bernhard Tomaschitz nicht nur mal eben „so“ mit dem Thema – drei Artikel in dem Heft – sondern davor schon in Form eines Buches, in welchem es um die US-und NATO-Bedrohung gegen China ging. Wer sich für das Thema interessieren sollte, dem sei dieses Buch zur Lektüre empfohlen. So das man auch einen echten Themenexperten an Bord hatte.

Siehe: http://www.gegenargument.at/texte/277_Der_Drache_wehrt_sich_-_Uncle_Sams_Griff_nach_Asien

In einem halbstündigen Video hat hierüber auch der Geopolitik-Experte und Zuerst-Chefredakteur Manuel Ochsenreiter mehr als nur profund Rede und Antwort gestanden. Ochsenreiter ist auch der einzige deutsche nationale Journalist von „internationalen Rang“ – wie seine zahlreichen Auftritte bei Russia Today, diversen russischen TV-Sendern, bei arabischen Fernsehrstationen, im iranischen TV und so weiter zeigen. Auch im europäischen Ausland ist er höchst bekannt – etwa in Bulgarien, Tschechien oder jüngst in Moldawien.

Siehe:https://www.youtube.com/watch?v=0p3lllLX4tA

Manuel Ochsenreiter analysiert sehr zutreffend das es sich bei der US-Ideologie um eine bellizistische religiöse Heilserwartung handelt, bei welcher durch kriegerische Inerventionsgewalt die ganze Menschheit zum „Glück“ geführt werden soll, in dem sich alle dem US-Modell unterwerfen sollen oder unterworfen werden sollen. China habe dagegen keine missionarische Absicht. Das „Glück“ sei aus chinesischer und russicher Sicht Abhängig von den verschiedenen Nationalkulturen und divergenten Sichtweisen und nicht von einem Messianismus, der Außenpolitik zur amerikanischen „Weltinnenpolitik“ erklärt.

Längst glauben nun auch deutsche Gutmenschen sie seien die „Weltinnenpolitiker“, so das einige glauben sie hätten nun hier die „Führung“ zu übernehmen, da sie sich angeblich die USA unter Trump „zurückzögen“, so das man meint diese Aufgabe könne nun nur Merkel-Deutschland weiter führen. In dieser Hinsicht möchten die neudeutschen Tugendwächter in iher Hybris auch China im Geist der Menschenrechte „befreien“ und darüber bestimmen was die Chinesen zu tun, zu sagen und vor allem zu denken hätten. Vor diesen höchst gefährlichen Tugendbolden und Alles-Besser-Wisser warnten aber auch deutsche Mainstreampolitiker wie Helmut Schmidt oder aber auch Helmut Kohl.

So beherrschen nach wie vor zu dem Thema China verstärkt Bücher und Artikel über die „gelbe Gefahr“ den Markt, die auch relgemäßig auf den Sachbüchern-Listen landen. Dabei geht es von der reinen „chinesischen Bedrohung“ bis hin zur der Propehezeiung eines 3. Weltkrieges, der nun gegen China zu führen sei, und ganz „unvermeidlich“ sei. Dies knüpft wohl auch an alte Vorstellungen von der „asiatischen Barbarei“ an, die nun ganz menschenrechtlerisch und liberal neu interpretiert wird.

Nun haben aber die Menschenrechts-Gutmenschen die am liebsten zu einem Krieg treiben würden ein Problem! Chinesen, Koreaner und andere Vietnamesen sprengen sich nicht in Paris, London und Berlin in die Luft, werfen auch keine Deutschen vor U-Bahnen, sind nicht als besonders kriminell bekannt, fordern nicht das die Deutschen ihre Kultur übernehmen sollen und sind zumindest laut Studien Intelligenter als Durschschnittseuropäer (106 vs 100 beim IQ). So das es relativ schwer wird den normalen Deutschen gegen bestimmte Asiaten zu mobilisieren. Ganz einfach weil wohl Asiaten aus China, Korea, Vietnam nicht als „Bedrohung“ wahrgenommen werden. Auch ist „fleißig“, „intelligent“ und „wenig kriminelll“ in Deutschland kein Negativum. Daraus eine „krimnielle“ Handlung zu machen wäre nun sehr schwer.

China zwinge auch niemand in Deutschland oder woanders eine „chinesische Kultur“ und Politik auf. Deutsche gehen freiwillig in China-Lokale – wohl weil die gebratenen Nudeln und das Bami Goreng schmecken, aber nicht weil darin eine kulturimperialistische Zwangsgerrschaft stecke. China verfolge kein „chinesisches Modell“ sondern nationale Interessenspolitik, so der zutreffende Tenor von Ochsenreiter. Die sollten wir nun wieder genauso vertreten, was aber leider lange nicht mehr der Fall ist. So das Ochsenreiter von „wir“ spricht, die auch dieses Modell vertreten, wobei aber wohl diejenigen gemeint sind die das so sehen wie er oder die SdV, aber nicht Deutschland als „Staat“ im Jetztzustand.

Der Geopolitiker weiß zu berichten das China kein „Nur-Staat“ sei, sondern eine „eigene Welt“. ein kulturpolitisches „Reich“, was aber auch einst für Deutschland gegolten habe. Heute beteilige sich die BRD an den Menschenrechtskampagnen gegen China und schade damit gerade eigenen deutschen nationalen Interessen. Dem kann man sich nur anschließen, wie auch bezüglich der Kritik an der Kampagne gegen Moskau.

Bezüglich der Anti-China Kampagne wird der chinesische Staatschef Xi-Xinping in Compact mit „Was wollt ihr überhaupt?“ zitiert. China exportiere weder Hunger noch Armut, wie Sven Reuth zu berichten weiß. Auch keine Interventioskriege! Daniel Pföhringer sieht China als kommende Macht auf ökokomischen Gebiet. Bernhard Tomaschitz berichtet über die „neue Seidenstraße“, die gerade auch im deutschen Interesse liegen müsste und über ein neues Bündnis das neben China und Russland auch Indien, Pakistan umfasst, dem aber auch der Iran und die Türkei beitreten möchte. Dies würde wohl die USA und NATO vor schwere Probleme stellen.

China selbst wurde und wird wegen der Produktion von Billigprodukten kritisiert, was aber teilweise ein veraltetetes Klischee ist, da sich China nun auf Hochtechnologie und hochwertigere Produkte verlegt hat. Bei den angemeldeteten Patenten findet sich China inzwischen weltweit in der Spitzengruppe der ersten drei. Insbesondere in Afrika hat China inzwischen den USA und der EU den Spitzenrang auf den afrikanischen Märkten abgerungen und stellt dort Infrastruktur bereit, verlangt aber im Gegensatz zu Washington und Brüssel weder die Übernahme eigener Wertvorstellungen ein, noch beutet man den schwarzen Kontinent aus. So das Afrika vom chinesischen Entwicklungsmodell profitiert, aber nicht von demjenigen der WWG.

China verstellt sich zu guten Teilen auch einer kulturellen Amerikansierung. So wird etwa der russische Filmmarkt von russischen Produktionen beherrscht, die zwar russisch sind, aber wie ein Abklatsch von Hollywood wirken – nur eben „schlechter“. In China dominieren dagegen anspruchsvolle chinesische Filme mit chinesischen Themen, die auch unter einem europäischen Anti-Mainstream-Publikum auf Achtung stoßen. Auch gilt unter Kennern die neuere chinesische Literatur als hochwertig, da man es nicht mit einer Anpassung an einen globalisierten Mainstream des schlechten Geschmacks zu tun hat. In der asiatischen Literatur ist höchstens die japanische Literatur „besser“, die ebenfalls im Westen ihre Leser findet (Murakami, Yoshimoto, Ooe, usw).

Ein wichtiger Teil in dem Heft ist auch Nordkorea, so werden einige westliche Mythen entzaubert. In mehreren Artikeln werden die Verbrechen der USA in Korea dargestellt. So ist der Korea-Krieg mittlerweile fast vergessen, in welchem die USA mehr Bomben wie über Japan und Deutschland im 2. Weltkrieg abwarfen und bis zu 4 Millionen Koreaner töteten. In dieser Hinsicht wird das nordkoreanische Atomprogramm in ein anderes Licht gerückt und zwar nicht als „Aggression“ sondern als Schutzschild und Abschreckung. Pepe Escobar zerlegt zudem die Propaganda über das angebliche aggressive Atomwaffenprogramm der Nordkoreaner, wobei die Propagandamärchen vor allem von der japanischen Regierung und US-Kreisen stammten, die aber keiner sachlichen Überprüfung standhalten.

In einem längeren Text werden die weitgehend unbekannten Reformen in Nordkorea geschildert, die zu einer wirtschaftlichen Erholung führten und einem sozialen Aufstieg nicht weniger Nordkoreaner. Hierbei kann man sich auf ein sachliches und differenziertes Buch des Nordkorea-Experten Rüdiger Frank berufen, der zwar Nordkorea zu kritisieren weiß, sich aber um Versachlichung bemüht und vor einer einseitigen Dämonisierung Nordkoreas warnt. Frank hat den Vorteil das er dies auch in mehreren deutschen TV-Sendern dem Publikum näher bringen konnte und somit zumindest im kleinen etwas die Dämonisierungsstrategie abmildern konnte. Einer der sich um Sachlichkeit bemüht wird aber trotz TV-Auftritten die Maschinerie nicht aufhalten können.

Siehe: https://www.amazon.de/Nordkorea-Innenansichten-eines-totalen-Staates/dp/3421046417

Nicht genau erklärt wird nun allerdings die Juche-Ideologie bei er sich laut Eigendefinition um eine „Weiterentwicklung des Marxismus“ handelt. Inhaltlich wird aber die völlige nationale und kulturelle Unabhängigkeit auf allen Ebenen gefordert und eine Autarkie des Landes. Hierbei handelt es sich um einen aus europäischer Sicht gesehenen „extremen“ Nationalismus – der in dieser Form wohl auch den meisten völkischen in Deutschland und Europa zu „fundamentalistisch“ ist. Als eines der Hauptziele gilt die Wiedervereinigung mit Südkorea, allerdings unter Juche und nicht wie in der DDR unter den Vorzeichen einer Konterrevolution. Die Juche erhebt auch nicht den Anspruch auf andere Länder auszustahlen, sondern bleibt strikt nationalistisch-koreanisch ohne Interesse an einem Juche Modell in einem anderem Land. Ob es sich um dabei um „Marxismus“ handelt ist mehr als nur fraglich.

So wird Nordkora auch als „Schurkenstaat“ vorgeworfen mögliche Dissidenten umzubringen, die aus der Führung oder der „Familie“ stammen. Wirkliche „Beweise“ gibt es aber kaum. So wurde etwa behauptet man habe ein Kim-Familienmitglied erschossen, nur ist komisch das der dann kurz darauf in die kurz darauf in die KP-Führungsriege gewählt wurde, was die österreichische Tagespresse per Bildbeweis brachte. Um einen „Zombie“ wird es sich ja kaum gehandelt haben.
So soll auch angeblich ein Bruder von Kim der sich absetzte und das lockere Leben im Ausland genoß angebelich von nordkoreanischen Killeragenten umgebracht worden sein. Diese „Story“ ist aber eher auch mit Vorsicht zu sehen, da die „investagativen Beweise“ (etwa eine ZDF-Doku) keine sind, sondern eher Propaganda ohne Beweise. In der Landespresse des Fluchtlandes wird etwas anderes vermutet – und zwar ein Mafia-Hintergrund, da sich der betreffende in entsprechenden Kreisen bewegte. Bei Gaddafi hatte man auch behauptet dieser sei ein angeblich „Kinderschänder“, „Vergewaltiger“ und sonst was. Alles ganz WWG-„Investatigiv“.

Nordkorea ist nun tatsächlich weitestgehend außenpolitisch isoliert, als einziger wirklicher Verbündeter gilt Assads Syrien. Nach Syrien hat auf Anfrage Assads Nordkoreas auch eigene Truppen geschickt und beteiligt sich dort am Kampf gegen Jihadisten, arabische Reaktionäre und vom Westen gespronsorte Terroristen. China und Russland lavieren eher und haben im UN-Sicherheitsrat die Sanktionen gegen Nordkorea nicht verhindert – obwohl dies möglich gewesen wäre. Ähnlich naiv hatte man sich im Fall Libyiens und Gaddafis verhalten.

Was Nordkoreas Führer Kim genau von Deutschland hält, ist nicht genau bekannt. Nun dürfte er aber relativ gut deutsch sprechen, da er angeblich in der Schweiz zur Schule ging. Hevorragende Kontakte zur Botschaft Nordkoreas hält jedenfalls die nationale deutsche Gruppe „Antiimperialistische Plattform“ (AIP) um den Nationalkommunisten Michael Koth, der von dieser mit diversen Preisen auszeichnet wurde und dort Dauergast ist. Ansonsten verfügt Nordkorea kaum über enge Verbündete in der BRD – gerade nicht unter Linken. Allerdings finden sich nun wieder auf diversen linken Antiimps-Blogs wieder Nordkorea-Solidaritätsartikel, wobei man sich davor eher „distanzieren“ wollte.

Werner Pirker, der Altmeister der Antiimps, hatte einst in der Jungen Welt zutreffende Worte zu Nordkorea gefunden. Nordkorea sei wegen der Verteidigung der nationalen Souveränität vorbildlich, aber nicht unbedingt was den Stand des Sozialisms anbelangt, da der „Kasernsozialismus“ viele sozialökonomischen Hoffnungen des Volkes enttäuscht habe. Allerdings hat man es in Nordkorea seit Jahren auch wieder mit einem Aufschwung zu tun, der mittlerweile Hungersnöte verhindert und zu einer Verbesserung der sozialen Lebenssituation führt.

Ein „Tabu“ wird in dem Compact-Heft allerdings nicht gebrochen und zwar bezüglich China. Der „Welterklärer“ Peter Scholl Latour hatte in mehreren Werken sich als „Mao-Versteher“ positioniert. Mao habe zwar schwere Verbrechen begangen, aber die seien gar nicht in der chinesischen Geschichte ungewöhnlich gewesen. Andere chinesische Herrscher hätten schlimmer gewütet und zwar mit geringeren Mitteln. Mao habe den chinesischen Nationalismus befeuert und zugleich den sozialen Zusammenhalt gefördert, der davor nicht vorhanden gewesen sei, sondern nur ein Stammes und Clienteldenken. Mao habe die Nation eben national und sozial gestählt. Maos brachial Kollektivierung, der „langer Marsch“ und die „Kulturrevolution“ sollten sich allerdings zu einem Desaster auswachsen.

Die im bekannten „Schwarzbuch des Kommunismus“ genannte Todeszahlen, die man Mao zuschreibt, sind nun mehr als nur illusorisch. So wird hier behauptet Mao habe 65 Millionen Chinesen auf dem Gewissen, was nun von vielen in der deutschen Rechten als „historisch verbürgt“ übernommen wird. Keine anderen Mainstreamhistoriker nehmen aber diese genannten Zahlen an. Andere wissenschaftlich arbeitende Antikommunisten gehen eher 20 Millionen aus – was nun zwar Zahlen schwerer Verbrechen sind, aber nicht Angesichts der chinesischen Geschichte der Vergangenheit. Ein Kaiser hat etwa alleine in der kleinen Provint Xinjang 10 Millionen umbringen lassen.

Der „Antikommunist“ Scholl-Latour meinte auch das „Massaker“ am Platz des himmlischen Friedens sei gar keines gewesen. Das sei von Westmedien aufgebauscht werden. Das geht aber noch bei ihm noch weiter: Falls sich die „Demokraten“ durchgesetzt hätten, hätte China ein Bürgerkrieg mit Millionen Toten gedroht. Das Minimassaker habe ein Millionenmassaker verhindert und einen Untergang der chinesischen Nation. Das es gerade dazu nicht kam kann nur im Interesse der Gesamtnation gewesen sein.

Die US-Strategie nationale Konflikte zur Defragmentierung oder gar einem Regime-Change zu nutzen dürfte in China kaum aufgehen können. China ist zwar ein Vielvölkerstaat – der sich nun allerdings zu mindestens 93 Prozent aus Han-Chinesen zusammen setzt. China drückt durch eine massive Zuwanderung von Han-Chinesen etwa in Tibet und Xinjang die dortige Urbevölkerung an die Wand. Die innere Mongolei ist inzwischen zu fast 85 Prozent von Chinesen besiedelt. Diese Überfremdung ist nun aus einer nationalen Fernsicht zu bedauern, aber wohl nicht aus einer chinesischen. Der nationale chinesische Staat baut damit aus seiner Sicht eine Schutzmauer gegen eine Staatsauflösung auf.

China verfügt auch über eine große Anzahl von Muslimen, die meisten gehören aber zur Han-Ethnie (Chinesen). Neben den turkrassigen Muslimen in Xinjang, die aber dort gar nicht mehr die Mehrheit stellen, gibt es die „Hui“, welche die Masse der Muslime stellen – an die 40 Millionen. Beim Begriff „Hui“ handelt es sich um keine ethnisch-rassische Kategorie sondern um reine Han-Chinesen, die völlig staatstreu sind. Als Begriff wurden die „Huis“, aber erst von Mao „erfunden“. Um eine „Ethnie“ handelt es sich bei jenen nicht.

Der chinesische Kommunismus war selbst unter Mao kaum „internationalistisch“, da in erster Linie auf „nationale Befreiung“ und „nationale Frage“ fokusiert, ja Mao hatte sich gar eine besonders krasse chinesische Rassentheorie ausgedacht: Die Chinesen seien keine „Homo Sapiens“, sondern angeblich Abkömmlinge des Peking-Menschen und somit eine „andere Menschheit“ oder „Menschenart“. Diese längst widerlegte These ist aber in China immer noch Inhalt von Schulbüchern und wissenschaftlichen Erörterungen. Widerlegt ist diese Theorie darum da sich Genpool der Chinesen nur reine Homo Sapiens DNS finden lässt und keine andere die unbekannt sei. So das der Chinese eben anders als Mao meinte eben auch ein Homo Sapiens ist.

Peter Kuntze führt nun jedenfalls in „Chinas konservative Revolution“ aus, dass man es in China mit einem chinesischen „nationalen Sozialismus“ zu tun habe, der sich auf Chinas nationale Traditionen stütze und in dieser Hinsicht auch rasch Konfuzius rehablitiert habe. China werde nicht nur als starke eigenständige Nation gesehen, sondern vor allem auch als Zivilisation, was im Westen in der Regel nicht verstanden werde. Eine ideologische Verwestlichung sei daher ausgeschlossen.

Siehe: https://www.buecher.de/shop/fachbuecher/chinas-konservative-revolution/kuntze-peter/products_products/detail/prod_id/41489726/

So das man es beim asiatischen „Marxismus“ auch keineswegs mit einem Marxismus zu tun hat sondern mit einer nationalistischen Abstraktion asiatischer Art. Beim Maoismus, der Juche-Ideologie in Nordkorea, dem Vietkong und dem Steinzeitkommunismus der Roten Khmer in Kambodscha handelte es sich um einen Nationalkommunismus mit völkischer und teilweise gar rassischer Grundierung. So stritten sich etwa der Vietkong und die Roten Khmer, weil die einen ein „Großvietnam“ wollten und die anderen ein „Großreich“ Kambodscha. „Streiten“ ist nun natürlich“verharmlosend“, da man deswegen einen Krieg führte. In Nordkorea gibt es dann so etwas wie „Rassengesetze“, da es Koreaner gesetzlich verboten ist Nichtkoreaner zu heiraten – auch keine anderen Asiaten. So könnten deutsche Marxisten Nordkorea „Rassismus“ vorwerfen, da schließlich Obama als „Dschungelaffe“ beschimpft wurde.

Chinas Reformpolitik, die auf einen staatsinterventionistischen „Staatskapitalismus“ ausgeht – was Chinesen „sozialistische Marktwirtschaft“ nennen – wird nun auch von sozialrevolutionären Nationalisten kritisiert, da es sich nicht um einen antikapitalistischen Sozialismus handelt. Allerdings ist die Billanz im Gegensatz zum chinesischen Vor-Mao-System und auch zu Mao „positiv“, da der soziale Lebensstandard höher ist als jemals in der Geschichte der chinesischen Nation. So besserte sich auch der Standard auf den überbevölkerten bäuerlichen Gebieten merklich. Um ein sozialistisches Land handelt es sich aber nicht mehr, da es sich um einen Staat mit unterschiedlichen ökonomischen und sozialen Klassen handelt – auch wenn die KP von „chinesischen Sozialismus“ spricht.

Allerdings müsste Mao recht gehabt haben und zwar insofern als das er meinte, dass der Sozialismus in China selbst Gefahr laufe sich zum Kapitalismus zurück zu verwandeln. Dies bewies auch die Entwicklung in der Sowjetunion in den 80er Jahren und Anfang der 1990er. China war aber schlau im Gegensatz zum Russland der frühen 90er die „Reformen“ nicht zu einem Wild Ost Kapitalismus zu treiben sondern „nur“ zu einem halbkapitalistischen System mit immerhin noch vorhanden teilweisen sozialistischen Komponenten. Dies muss aber nicht das Ende der Entwicklung sein, das es in der KP derzeit massiven Druck auf die Führung gibt wieder mehr Sozialismus zu wagen.

Die teilweise pseudo-„antikapitalistisch“ verkleidete Polemik von harten Wirtschaftsliberalen und Gutmenschen gegen China ist völlig lächerlich, da China weit über eine Milliarde Staatsbürger versorgen muss – mehr Menschen als auf der Erdkugel im Jahr 1800 lebten. In China muss aber heute keiner mehr verhungern, so das es auch in den relagtiv krisenhaften Gebieten zu einem bescheidenen „Wohlstand“ reicht – mit TV, ausreichender Nahrung und medizinischer Versorgung. Für ein Land mit den Ausmaßen einer „Welt“ ist das eine große Leistung.

China war noch vor wenigen Jahrzehnten außenpolitisch völlig isoliert – damals auch gerade im sozialistisch-kommunistischen Lager. Im „Ostblock“ konnte gerade mal das damalige Albanien als Verbündeter gelten. Dies hat sich nun völlig verkehrt, so das man in Asien und Afrika zur einflussreichen Macht aufstieg und sich zur Verwunderung des Westens auch mit Russland, Indien und anderen wichtigen Staaten nicht nur einigte sondern zu einer guten Partnerschaft fand. Galt das Riesenreich früher als „kranker Mann“, das sich von ausländischen Mächten – auch europäischen – herumstoßen lassen musste – ist dies heute undenkbar geworden. China ist nun nicht nur eine starke Wirtschaftsmacht, sondern auch eine militärische mit einer unglaublichen Masse von Einwohnern, das nun nach Weltgeltung verlangt ohne aber daraus einen Imperialismus zu entwickeln.

Atlantiker, US-Neocons, US-Regierungs- Thinks Thanks präferieren einen Krieg gegen China, was bis zu John Bannon geht der in einem langen Interview von einem „kommenden Krieg um das chinesische Meer“ sprach. Letzteres wird in bestimmten Publikationen nun natürlich nicht erwähnt. Der ökonomisch marode US-Imperialismus hängt nun aber durchaus am chinesischen Tropf, so das die USA die Finanzkrise nur dank chinesischer Finanzspritzen überleben konnten. Ein Krieg gegen China wäre nun purer Wahnsinn, schon alleine deswegen da die chinesische Truppenstärke mit weit über zwei Millionen Soldaten diejenige der USA der USA um etwas doppelte übertrifft.

So übertrifft ja auch das Militärpotential der BRICS-Staaten dasjenige der NATO an sich bei weitem. Russsland kann etwa 7000 A-Waffen aufbieten, China an die 500, Indien noch mal etwa 130. Bei Südafrika weiß man es nicht genau, aber es könnten durchaus einige dutzend sein. In der Shangai-Gruppe soll zudem Pakistan über bis zu 140 Atombomben verfügen. China ist den USA schon alleine bei den Bodentruppen überlegen: China verfügt über mehr als 6000 Panzer, die USA nur über etwas mehr als 2000. Bei den Kampfflugzeugen haben die USA auch nur ein leichtes Übergewicht, bei U-Booten herrscht ein Gleichstand. So das die „Hympermacht“ USA eine Schimäre sein dürfte. Wahrscheinlich wird man es also zumindest hier nicht darauf anlegen wollen – es sei den natürlich es seien US-„Schlafwandler“ und Verrückte am Werk.

Bei Kriegsvorbereitungen gegen China scheint aber die Invasion Afghanistans durch USA, NATO und damit auch Berlin eine Rolle gespielt zu haben, was kaum einem in der BRD klar ist, da Afghanistan eine Grenze zu China besitzt. So das man in China vermutet hier sei es darum gegangen US- und Westtruppen an die Grenze zu China zu bringen und nicht um ein paar Bartträger in Afghanistan. Nun wird aber gemunkelt China reibe sich die Hände, da sich die Invasionstruppen in Afghanistan in ein „neues Vietnam“ verwickelt haben. Dieses Versagen nütze nun China – und Russland. So soll aus Pekinger und Moskauer Ministerbehörden geäußert worden sein: „You have to eat your own shit“ (In der Übersetzung).

Historisch gesehen haben die USA bereits in Korea Anfang der 1950er eine große Niederlage gegen China einstecken müssen. Damals war aber die chinesische Armee völlig marode und eingentlich militärisch völlig unterlegen. Die Amerikaner verloren offiziell mindestens 36.000 GIs, wobei Historiker meinten dies sei weit untertrieben worden – es könnten auch mehr als 100.000 gewesen sein. Die Mao-Armee die kaum über gleichwertige Waffen verfügte stürmte ohne Rücksicht auf Verluste über die US-Linien und überrante die modern bewaffneteten US-Kräfte mit einer chinesicherseits völliger veralteter Technik. Die weit überlegenen US-Amerikaner befanden sich in heilloser Flucht und Auflösung. Die Chinesen stürmten mit einer Menschenmasse von mindestens 400.000 an -einige meinen auch 1.000.000. Die US-Army fabulierte zuerst, es kämen höchstens 12.000.

Aus Verzweiflung wollte die Amis Atombomben abwerfen, wozu es aber nicht kam wegen Drohungen von Stalin. So das die USA zu einen für sie negativen Friedensschluss gezwungen wurden, nachdem die Nordkoreaner und Chinesen massive Gebietsgewinne erzielten. In Vietnam verlegten sich die GIs auf unsinnige Proaganda und meldeten fast jede Woche die Liquidierung von zehntausenden Vietkongs, so das bald jeder Zehn-Mann-Trupp halb Vietnam ausgerottet haben wollte. So das man die „Heimatfront“ jeweils Phantasiezahlen meldete. Am Ende wollte man zwar mehr Vietkongs erledigt haben als es Vietnamesen gab, aber trotzdem floh man komischerweise 1973 in heilloser Auflösung aus Nordvietnam, so das sich an den letzten Helikoptern verzweifelte klammern mussten, während im Hintergrund die Schüsse des Vietkongs zu hören waren, da der seit 10 Jahren „besiegte“ Vietkong nur wenige hundert Meter vor den letzten GI-Flugplatz stand.

Nun war aber „eigentlich“ der Vietkong auch völlig militärisch unterlegen – da man weder Helikopter, eine Luftwaffe, noch in der Lage war ein Land völlig mit Brandbomben einzudecken. Eigentlich bedeutet aber kaum wirklich! So werden auch in den Compact-Spezial aktuelle Großmäuler aus den USA zitiert von „Sie werden da drüben sterben“ bis hin zu Verteidigungsminister „Mad Dog“ der unbedingt Leute „in den Schlamm werfen will“ und als Afghanistan und Irak-General für Sprüche bekannt war wie das es „Spass“ mache Afghanen und Iraker zu töten. Einen Typen der den Irakern sagte: „Wenn ihr mich hintergeht, bringe ich euch alle um“. „Mad Dog“, der „Spass-Killer“, gehört nun auch zu den Hardlinern in Richtung Nordkorea und China.

Dagegen versucht ausgerechnet der Außenminister Tillerson, der dem liberalen Rep-Establishemt zugerechnet wird, zumindest etwas zu beruhigen. Was man davor von ihm eher nicht erwartet hätte. Trump twitterte in dessen Richtung, er solle sich nicht um eine „diplomatische Lösung“ beim Nordkorea-Konflikt bemühen. Dagegen setzte Trump auf „Fire und Fury“, wie „sie sie die Welt noch nie gesehen hat“. Der Außenminister und der Präsident sich aber nun im gegenseitigen tiefen Hass „verbunden“. So hat Tillerson nie auf Nachfrage nie bestritten das er Trump einen „Idioten“ genannt haben soll.

Die US-Gegner – von Russland, China, Nordkorea bis Syrien – profitieren nun von einem solchen Gegner, die sich US-Regierung nennt. Jene ist nun in Wahrheit kaum handlungsfähig und bringt trotz eigener Mehrheit kaum Gesetze durch. So schwach war der US-Imperialismus noch nie, da man etwa Minister hat, die den eigenen „Chef“ einen Idioten nennen oder einen Chef der angeblich gesagt haben soll „ich hasse alle im Weißen Haus“. So das man in einer Regierung zu tun haben wird wo jeder so ziemlich jeden verachtet. Bei so einer Chaos-Regierung wären die US-Gegner wahrscheinlich längst zusammen gebrochen.

Wirklich „Angst“ vor einem Militärschlag einiger wilder Neocons und Menschenrechtsverrückter dürfte China nicht haben, da die USA und als ganzes die WWG bisher noch keinen Krieg in Asien nach 1945 gewannen. Die Franzosen verloren den Indochina-Krieg , die Amis in Vietnam und Kambodscha sowie den Korea-Krieg (gegen Nordkorea und China). Zudem ist natürlich auch keiner in der Lage auch nur im Ansatz China zu „besetzen“. Wer nicht in der Lage Staaten wie Afghanistan oder den Irak zu kontrollieren der kann nun erst recht nicht ein Land mit 1,3 Milliarden Menschen und 500 Atombomben niederwerfen.

Donald Trump hatte im Wahlkampf selbst heftig antichinesisch geraubauckt, musste sich aber im Ton seit er Präsident in Richtung China eher mäßigen, während andere aus seiner Regierung einen Eskalationskurs fahren. „Dr.Seltsam“, wie er in dem Compact-Heft genannt wird, wobei es sich bei dem Spitznamen um eine bekannte US-Filmfigur handelte die auf einer Atombombe ritt, bleibt aber völlig unberechenebar wie insbesondere seine wilden Kriegsdrohungen gegen Nordkorea zeigen. Trump und seine völlig instabile Regierung bleiben defenitiv eine Bedrohung und Gefahr. Beruhigend dürfte höchstens sein das diese eben relativ handlungsunfähig ist und bleibt.

Verfasser: Sozrev

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