Dresden und Bani Walid

Diese Tage jüngst sich erneut die Zerstörung Dresden durch angloamerikanische Bomberverbände – vor allem durch die Royal Air Force. Im Februar wurde die von Flüchtlingen aus den deutschen Ostgebieten überfüllte Stadt vollständig ausradiert. Ein militärisches Ziel stellte die Elbmetropole nicht dar und war gegen den Angriff völlig wehrunfähig. Ziel war es im Sinne des sogenannten „Moral Bombing“ möglichts viele deutsche Zivilisten zu töten. Umstritten sind nun aber die genauen Opferzahlen – von 25.000 bis 300.000 reichen die Angaben. Die Zahl von 25.000 oder auch „nur wenigen tausenden“ wird zumeist von deutschen Nationalmasochisten, Briten und Amerikanern angegeben. In der DDR ging man von 250.000 Opfern des Terrorbombardaments aus.

Die genaue Anzahl ist sachlich kaum noch genau zu ermitteln wegen dem Totalzerstörung und den zu großen Teilen völlig verbrannnten Leichen, so das den Behörden eine Identizierung kaum möglich war oder aber auch weil von den Leichen gar nichts mehr übrig blieb und die genaue Anzahl der sich in der Stadt befindlichen Flüchtlinge nicht erfasst war. Anzunehmen sind nun mindestens 100.000 Tote, oder aber auch weitaus mehr – aber sicher nicht weniger. Das ZDF machte in einer mehrfach ausgestrahlten „Dokumentation“ dagegen auf Leugner und behauptete gar zahlreiche Augenzeugen hätten Tiefflieger die auf Flüchtlingscamps gezielt feuerten nur „erfunden“ oder sich „eingebildet“. Diese Sichtweise wird auch von einer „Historikerkomission“ geteilt, die von der Stadt Dresden eingesetzt wurde. Dies mag eine Form von BRD-„Revisionismus“ sein.

Galt im wissenschaftlichen Betrieb der BRD, der Bombenterror lange Zeit eher als „Nazipropaganda“ , wurde dies dann doch teilweise durch die Werke des Historikers Jörg Friedrich etwas eingeschränkt aber auch durch einige Arbeiten neuerer anerkannter britischer Historiker, die das damalige „Moral Bombing“ kritisch sehen. Zu den britischen Kritiker gehört etwa auch der bekannte liberale Hitler-Biograph Ian Kershaw.

Siehe: https://www.perlentaucher.de/buch/joerg-friedrich/der-brand.html

und https://www.kopp-verlag.de/Dresden,-Dienstag,-13.-Februar-1945.htm?websale8=kopp-verlag&pi=A0146376

„Nazipropaganda“ macht auch gar keinen Sinn weil die NS-Führung damals wie die meisten ersnt zu nehmenden Historiker wissen, dazu neigte die Opferzahlen unter der Zivilbevölkerung eher zu untertreiben, die durch den Bombenterror verursacht wurden. Man fürchtete eher die Wut der Ausgebombten über ein eigenes Versagen beim Luftschutz. Deshablb war Göring auch kaum in der Öffentlichkeit zu sehen – wohl wissend das er verhasst war – und Hitler vermied dazu jede Äußerung. Beliebter war nur Goebbels, da sich dieser in den ausgebombten Städten zeigte und es wohl den von ihm gesetzten Luftschutzmaßnahmen zu verdanken war das die Verluste unter der Bevölkerung nicht noch weitaus höher waren. Letzteres ist jeweils bei dem bekannten BRD-Historker Longerich zu lesen.

Siehe: https://www.randomhouse.de/Paperback/Joseph-Goebbels/Peter-Longerich/Pantheon/e363315.rhd

Kershaw wäre nun natürlich auch eines gesonderten Textes wert, weil er sich nicht an BRD-PC hält. So meint der Brite etwa das Teile von Hitlers-Programm durchaus berechtigt gewesen sei, so etwa die Revision von Versailles. Zum Glück darf Kersahw trotzdem in deutschen TV-Dokus auftreten – wohl weil er kein Deutscher ist.

Siehe: https://www.randomhouse.de/Paperback/Hitler/Ian-Kershaw/Pantheon/e317725.rhd

Neben dem antideutschen Mordmotiv könnte es damals noch – laut DDR und Stalin – ein anderes gegeben haben und zwar Antikommunismus. Da von einer kommunistischen Machtübernahme nach der sich längst abzeichnenden Totalniederlage in Mitteldeutschland ausgegangen wurde, wollte man Stalin verbrannte Erde hinterlassen und gleichzeitig eine enrsprechende kriegerische Warnung in Richtung Moskaus schicken.

Diese Erklärung ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Was heute kaum noch bekannt ist folgendes: Churchill überlegte sich noch im Mai 1945 die Regierung Dönitz nicht etwa vor Gericht stellen zu lassen sondern „anzuerkennen“ und die Wehrmacht auch nicht aufzulösen sondern gegen Moskau mit britischen Waffen austatten zu lassen. Hierzu kam es aber doch nicht! Auf Druck Stalins musste Churchills Operationsplan unter dem Namen „Unthinkable“ abgeblasen werden.

„Bomber Harris“ hatte Erfahrung mit dem Töten von Zivilisten, so leitete er bereits die Aufstandsbekämpfung der Briten gegen Inder, Kurden und Araber – unter anderem per Giftgaseinsatz – und war als chauvinistischer „White Power“-Imperialist berüchtigt. Nun hat aber die antideutsche „Antifa“ in Bomber Harris einen „Helden“ gefunden, unter anderem mit der Vollidioten Parole „Bomber Harris do it again“. Also einen sattsam bekannten Kolonialrassisten, der sich auf das vergasen von „farbigen“ Völkern spezialisiert hatte. So das es sich scheinbar nicht um das vergasen und das Töten von Unschuldigen gehen wird – beim „Antifaschismus“ in der BRD. Es müssen nur die „Richtigen“ sein – Deutsche, Inder und Araber, usw.

Siehe: http://de.soc.politik.misc.narkive.com/oAFfBZAv/arthur-harris-mordete-schon-in-den-20ern-mit-gas

Der „Bomber Harris“-Kult ist nun eine relativ neue Erscheinung in der deutschen „Linken“ und kam erst Mitte der 90er-Jahre auf. „Erfunden“ hat dies mehr oder weniger einer der damit heute nicht mehr erinnert werden will und zwar Jürgen Elsässer, mit einem damals prägenden Text in seinem Buch „Wenn das der Führer erlebt haben dürfte.“ So handelt es sich laut dem damaligen Elsässer um eine „Dresden-Lüge“, die gleichsam von Rechten, der wie er es nannte „DDR-Volksgemeinschaft“ und „Mainstream-Revisionisten“ gepflegt würde. Das nun aber aus „No Tears for Krauts“, gleichsam auch ein „No Tears for everyone without Washington“ werden sollte fiel Elsässer erst etwa ab 2001 schrittweise auf. Den Zünder hatte aber der dann später angewiederte gesetzt.

Siehe: https://www.booklooker.de/B%C3%BCcher/J%C3%BCrgen-Els%C3%A4sser+Wenn-das-der-F%C3%BChrer-h%C3%A4tte-erleben-d%C3%BCrfen-29-Gl%C3%BCckw%C3%BCnsche-zum-deutschen-Sieg-%C3%BCber-die/id/A02arNdY01ZZ0

Nun kann es sein das Bomber Harris, Antideutsche und Konsorten aus ihrer Sicht „gute Absichten“ hatten und haben. Die hatten Hitler und Himmler auch! Die Vernichtung des „Bolschewismus“ und des „Judentums“ waren aus deren Sicht auch „gut gemeint“. Sogar den eigenen Gedanken nach zum „Nutzen der Menschheit“. Die wollten nur viele nicht einsehen – wie auch heute bei Neocon, Gutmenschen und Antinationalen Mordraserei. Natürlich geht es bei jedem Weltanschauungskrieg um die Vernichtung des Dämonisierten Feindes mit „guten Absichten“. Bei einer Ausrottungsabsicht muss man aber erst einmal der Meinung sein man habe es mit einem totalen Feind zu tun, einem Unmenschen und Verbrecher. Dies wird nun aller Wahrscheinlichkeit bei „Bomber Harrris do it again!“ vorhanden sein.

„Bomber Harris do it again!“ wird logisch gesehen auch ein Ruf von selbstmordsüchtigen sein. Wahrscheinlich wird doch kein Antifant wollen das eine Bombe auf ein Antifa-Zentrum fällt. Das nun aber die Briten oder Amis heute Bomben aus Dresden oder das Conne Island in Leipzig abwerfen ist dann doch mehr als unwahrscheinlich. Zudem ist wie jeder weiß die „Präzesionstechnik“ eine Schimäre. So hat etwa die NATO im Kosovo-Krieg ganz präzisse und computergesteuert die halbe serbische Armee laut Eigenpropaganda ausradiert, aber es kam raus das man nicht einmal ein halbes Dutzend Panzer traff – dafür aber etwa albanische Flüchtlingstrecks die man für die „serbische Armee“ hielt. So das bei „Bomber Harris do it again!“ wohl im Spektrum vom NPDler bis zum Antifanten alle möglichen dran glauben müssten.

Dagegen steht im linken Spektrum aber die Haltung in der DDR, von Werner Pirker in der Jungen Welt, harten Stalinisten und Maoisten aus dem K-Gruppen-Spektrum oder aber der berühmte Text der RAF-Mitgbegründerin Ulrike Meinhof in Konkret. Nun soll es hier nicht um die RAF gehen, aber es sei nebenbei erwähnt, dass diese in einer Kommandoerklärung ihren Terror mit „Dresden und „Hamburg“ begründete. So das sich heutige antinationale „Linke“ schamhaft den Kopf darüber zerbrechen ob die RAF so was wie „nationalrevolutionäre“ Armeefraktion gewesen sein könnte?

Das „Moral Bombing“ praktiziert nun insbesondere der US-Imperialismus auch nach 45 bis heute. Das nannte sich dann im Fall Vietnams „Wir werden euch in die Steinzeit zurückbomben“ und im Fall des Irak „Wir werden euch ins vorindustrielle Zeitalter zurückbomben“ – jeweils als Drohung von Verteidigungsministern ausgesprochen. So hat man im Koreakrieg auch mehr Bomben und Sprengstoff abgeworfen als ALLE Staaten im 2. Weltkrieg zusammen.

Nun gab es gerade in den letzten Jahren allerlei „Mini-Dresdens“ – allerdings nicht in Deutschland, sondern weit ab von hier. Als Beispiel könnte etwa die libysche Wüstenstadt Bani Walid genannt werden, die 2011 wochenlangem Terrorbombardament ausgesetzt war und erst eingenommen werden konnte als in der Stadt kein Stein mehr auf dem anderem stand. Von den 60.000 Einwohnern sollen bis zu 20.000 getötet worden sein durch die unablässigen Angriffe von US-Amerikanern, Briten und Franzosen. Die letzten Verteidiger leisteten in einem Bezirk der kaum noch einige hundert Meter umfasste bis zur letzten Patrone heldenhaft Widerstand.

Nun soll es aber auch etwa Funktionäre von nationalen Parteien geben die einen solchen „Vergleich“ als „Frechheit“ empfinden. Zumindest hatte man sich 2011 gegen einen solchen Vergleich in Internetforen entsprechen verwährt – eben als „Frechheit“. Nun hinken historische Vergleich ja immer und können höchstens teilzutreffendes enthalten.

Aber Bani Walid ist nun natürlich nicht Dresden. Hier kam es doch ganz anders. 2012 eroberte eine Guerilla von Gaddafi-getreuen die Stadt zurück unter dem mehrfach für tot erklärten Gaddafi-Sohn Khamis. Erneut wurde die Stadt bombardiert, offenbar auch unter dem Einsatz von biologischen und chemischen Kampfstoffen. Die Stadt wurde erneut zertrümmert und eingenommen. Das war auch relativ nutzlos, weil nun die Stadt wieder von den Gaddafi-Loyalisten kontrolliert wird. Der „Untote“ Khamis, der 2012 erneut totgesagt wurde hat sein Ableben Meldungen nach zum mindestens zum fünften mal überlebt.

Der Unterschied besteht also daran das Araber scheinbar so etwas wie kapitulieren und ergeben nicht wirklich kennen. Ähnlich lief es auch in der irakischen Stadt Falludschah (300.000 Einwohner), die mehrfach von en US-Besatzern zerstört und eingenommen wurde. Das schien aber jeweils die Masse der sich im Widerstand befindlichen Bewohner nicht zu kümmern, so das man die Stadt einfach immer wieder befreite. Dies liegt aber auch in der arabischen Logik, da im Irak jede Familie oder Clan dazu aufgerufen ist den Tot eines Familienmitgliedes zu rächen. Hinzu kommt die nationale und religiöse Ehre, die in Deuschland verschüttet ist.
Deutsche führen aber keinen Partisanenkrieg – vielleicht bis auf die Ausnahme der RAF – anders als andere europäischen Völker (Sowjetpartisanen, Resistance in Frankreich oder Tito-Partisanen). Erfunden haben dieses Mittel aber auch nicht die Sowjets, sondern schon lange davor die Spanier.

Nun gibt es verschiedene rechte Ansätze die teilweise korresponideren um den deutschen Nationalmasochismus nach 45 zu deuten. Entweder seien Juden, Linke oder „68“ schuld oder aber alle zusammen. Nun könnte dies aber zum Teil auch etwas mit Völkerpsychologie oder gar Hitler zu tun haben. Ausländern war schon lange aufgefallen das aus ihrer Sicht die Deutsche entweder „himmelhoch jauchzend oder zu tode betrübt“ seien. Hitler selbst kannte nur „Alles oder Nichts“. Zum Kriegsende meinte er nun, dann sollten eben die Deutsche vergehen, wenn sie sich als „zu schwach“ erwiesen hätten. Das soll er aber angeblich schon prophetisch 1941 – im Fall einer Niederlage – geäußert haben. Das „zu Tode betrübt“ und das „Nichts“ scheint erkennbar auch ein (negativer) Teil des deutschen Nationalcharakters zu sein, was uns momentan als Nation nun behindert zu einem souveränen Staat zu finden.

Verfasser: Sozrev
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