Buchtipp für Alexander Jungkunz, Chefredakteur der Nürnberger Nachrichten

Der Chefredakteur der „Nürnberger Nachrichten“, Alexander Jungkunz, liest gerne Bücher. Dies ist in einer Zeit, die zu der Annahme einlädt, daß gedruckte Zeitungen und Bücher aussterben und in der das Leseverhalten vieler Bürger nur noch häppchenweise online geschieht, hoch anerkennenswert. Zudem Jungkunz auch gerne über Leseerfahrungen diskutiert, beispielsweise mit einer Kollegin über das „Für“ und „Wider“ des „Kleinen Prinzen“. (vgl. NN vom 07.04.18) Genau den findet Jungkunz irgendwie zu autoritär.

Ganz anders, viel autoritärer gebärdet sich der NN-Chefredakteur in Sachen „Demokratie“. Die eindeutige Wiederwahl von Viktor Orban durch die große Mehrheit der Ungarn, animiert ihn zu der apodiktischen Behauptung, daß sich Demokratie und Liberalismus nicht voneinander trennen ließen. Ganz so, als sei nur eine „liberale Demokratie“ möglich. Genau dies ist auch die Lesart des Westens. Indem Jungkunz meint, daß es anti- bzw. illiberale Demokratien gar nicht geben könne – derartrige Versuche gibt es weltweit -, schlüpft er wohl unbewußt in die Rolle eines politisch korrekten „Rassisten“ – besser Kulturkreischauvinisten -, der einzig die uns von den westlichen Siegern des Zweiten Weltkriegs gebrachte liberale, vor allem parlamentarische Demokratie als demokratisch gelten läßt.

Der „Widerspruch in sich“ (contradictio in adiecto) einer nichtliberalen Demokratie existiert nur im Kopf Jungkunzʼ und des linksliberal medial herrschenden Milieus hierzulande. Daß das Kapital dies genauso sieht wie der Chefredakteur der NN, liegt auf der Hand, zumal jenes seine ökonomischen Interessen hinter der Fassade des Parlaments mittels Lobbyismus allemal durchsetzen kann.

Deshalb sollte sich Jungkunz nicht nur bei Gelegenheit mal eine Rede von Rudi Dutschke anhören, in der der demokratische Sozialist den Parlamentarismus beziehungsweise Liberalismus verwarf, …

Siehe hierzu:

https://sachedesvolkes.wordpress.com/2018/04/09/historisches-dutscke-und-die-parlamentarismuskritik/

sondern auch zum Buch des rechtskonservativen Staatsphilosophen Carl Schmitt, „Die geistesgeschichtliche Lage des heutigen Parlamentarismus“, greifen.

Siehe hierzu:
https://www.amazon.de/Die-geistesgeschichtliche-Lage-heutigen-Parlamentarismus/dp/3428088395

Selbstverständlich würden linksliberale Journalisten wie Alexander Junkunz und Heribert Prantl einwenden, daß doch der liberale Rechtsstaat, der Minderheiten schützen solle, wichtig sei. Dem Argument würden wir von der SdV auch gar nicht widersprechen. Unser Argument ist nur, daß Demokratie Mehrheitsherrschaft ist und die Mehrheitsmeinung auch die Minderheitenmeinungen brutal unterdrücken kann – ohne aufzuhören demokratisch zu sein.

Wenn beispielsweise Neonazis der Meinung sein sollten, Jungkunz zu Hause aufzusuchen, um ihn zu lynchen, so wäre dieser Akt, wenn die Täter gewiß sein können, wie im Dritten Reich die Mehrheitsmeinung der Zustimmenden und Gleichgültigen beziehungsweise das „gesunde Volksempfinden“ hinter sich zu haben – auf jeden Fall aber die Öffentliche Meinung -, auf jeden Fall demokratisch. Und sicherlich sehen sich auch die Aktivisten der Nürnberger „Antifa“ demokratisch legitimiert, wenn sie zu „Kaffeefahrten“ zu den Wohnungen von Nationalisten aufbrechen, um diese an Ort und Stelle zu lynchen, was bislang nur durch Selbstschutz und Polizei verhindert wurde. Daß die NN zu derartigen Aktionen in den letzten Jahren die journalistische Begleitmusik lieferten, versteht sich von selbst.

Indem Jungkunz dem ungarischen Ministerpräsidenten Orban unterstellt ein „Antisemit“ zu sein, nur weil dieser sich seit Jahren erfolgreich gegen die liberalistische Einflußnahme des Milliardärs George Soros in innerungarische Angelegenheiten wehrt, belegt nur den Philosemitismus Jungkunzʼ, zumal mir nicht bekannt ist, daß Orban allen Ernstes Soros dessen jüdische Herkunft vorwirft. Wahrscheinlich beschäftigen sich deutsche Philosemiten mehr mit jüdischen Genen als irgendwelche Antisemiten.

Zum Themenkomplex Alexander Jungkunz und die NN siehe auch:

https://sachedesvolkes.wordpress.com/2018/03/14/warum-die-nuernberger-nachrichten-sich-heute-nicht-mehr-mit-ihrem-gruender-joseph-e-drexel-befassen/

https://sachedesvolkes.wordpress.com/2014/06/06/der-nazi-kollaborateur-alexander-jungkunz/

https://sachedesvolkes.wordpress.com/2012/01/18/nurnberger-nachrichten-lesen-sache-des-volkes/

https://sachedesvolkes.wordpress.com/2017/09/04/thesen-zum-neonazismus-in-der-brd-eine-neubearbeitung/

Jürgen Schwab

Bücher von Jürgen Schwab:

Die Manipulation des Völkerrechts. Wie die „Westliche Wertegemeinschaft” mit Völkermordvorwürfen Imperialismus betreibt. Kyffhäuser Verlag, Mengerskirchen 2011, 14,95 Euro.

Angriff der neuen Linken – Herausforderung für die nationale Rechte. Hohenrain Verlag, Tübingen 2009, 9,80 Euro.

Die „Westliche Wertegemeinschaft”, Abrechnung, Alternativen. Hohenrain Verlag, Tübingen 2007, 9,80 Euro.

Volksstaat statt Weltherrschaft. Das Volk – Maß aller Dinge. Hohenrain Verlag, Tübingen 2002, 9,80 Euro

Kommentiere oder hinterlasse ein Trackback: Trackback-URL.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: