Hans Scholl und der Widerstand sowie „Nürnberg“

Neben dem militärischen Widerstand, dem kommunistischen, bürgerlichen und sozialdemokraischen sowie nationalrevolutionären oder der NS-Linken um Otto Strasser gab es auch einen studentischen Widerstand gegen Hitler, bekannt durch die kleingruppe Weiße Rose aus München. Bekannt ist vor allem der Name Sophie Scholl, aber die eigentliche Figur hinter der christlichen Gruppe war Hans Scholl. Über jenen liegt eine Biographie von Barbara Ellermeier vor, die dem politischen linksliberalen Umfeld zuzuordnen ist.

Siehe: https://www.buecher.de/shop/buecher/hans-scholl/ellermeier-barbara/products_products/detail/prod_id/34561756/

Die Weiße Rose wurde durch einen bekannten Film populasiert, aber auch durch TV-Dokus, Schulbücher und zumeist zweifelhafte „Fachbücher“. Das nun etwas „zweifelhafte“ liegt an der ideologischen enthistorisierung bzw. an einger gar teilweisen Märchenerzählung. Mit den Fakten hat sich auch kaum ein entsprechend indoktrinierter befasst.

Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Sophie_Scholl_%E2%80%93_Die_letzten_Tage

Dem Forschungsgegenstand ist Ellermeier nicht gerecht geworden obwohl das Buch einen „literarischen Anspruch“ hat wie die Süddeutsche Zeitung lobend vermerkte. Zwar hat die studierte Historikerin als erste die vielen persönlichen Zeugnisse (etwa Briefe) von Hans Scholl ausgewertet und auch den „privaten“ Hans Scholl erforscht, aber das politische Wollen wird gar nicht analysiert. So fehlt der politische Hintergrund fast völlig, was auch daran liegen mag das sie sich linksliberal gedacht nicht den Forschungsgegenstand nicht kaputt schreiben wollte. Sonst wäre der Held keiner mehr, sondern ein sogenannter „rechtsextremer“.

Der politische Hintergrund liegt nun in der „bündischen Jugend“ und ist somit im Gesamtbestand des deutschen Nationalismus zu verordnen. 1937 stand Scholl schon vor Gericht weil ihm vorgeworfen wurde eine bündische Gruppe zu leiten. Die bündische Jugend war im 3. Reich verboten. Hans Scholl soll insgesamt 180 bündische „befehligt“ haben und wurde deswegen zwar verurteilt, aber begnadigt, so das er keine Haftstrafe antreten musste.

So beruft sich selbst die „Antifa“ etwas unsinnig auf die Weiße Rose. Die Gruppe wirkte nur einige Monate und wurde relativ rasch zerschlagen. Sie gründete sich erst 1942 und wurde 1943 zerschlagen. In Wahrheit kam es auch zu einer internen Spaltung da bürgerliche Kreise den „Sozialismus“ von Hans Scholl nicht mittragen wollten und ihm vorwarfen seine Konzeption für ein Deutschland nach Hitler trage angebliche „sowjetische“ Vorzeichen.

Der Intellektuelle Hans Scholl diente selbst an der Ostfront und entwickelte dort eine Art „Russophilie“, die aber nicht auf den Stalinismus aus war, sondern auf eine Ehrerbietung vor dem russischen Volk und der russischen Kultur. Ideel steckte dahinter aber ein christlich begründeter kleinbürgerlicher Sozialismus. Eine wirkliche Ablehnung des NS-Systems oder zumindest Hitlers gründete sich auf die christliche Ethik, als bekannt wurde das 100.000 Behinderte liquidiert wurden. Die Empörung über dieses unethische Verbrechen wird ja mehr als verständlich sein, es sei den man wäre radikaler Sozialdarwinist.

Ein politisches Konzept oder eine Strategie hatte die Weiße Rose nicht. So gab es auch keine Vernetzung mit anderen Kreisen des Widerstandes. Die Aktionen waren auf Flugblattaktionen und Wandschmierereien minimiert („Mörder Hitler“). Eine „Gefahr“ für das NS-System ging von der Weißen Rose nicht aus, im Gegensatz zu etwa den „Verschwörern“ in militärischen Kreisen, welche zumeist nationalkonservativ grundiert waren.

Als Helden für den „Kampf gegen Rechts“, nicht gegen Hitler, sondern gegen „rechts“ an sich – als bis hin zur AfD, taugt die Weiße Rose nur im Mainstream-Denken. Das wird schon unsinnig sein, da die letzte Überlebende der Weißen Rose Mitglied der Republikaner war und dort zum „radikaleren“ Flügel gehörte und sich gegen Abgrenzungsbeschlüsse in Richtung NPD aussprach.

Hitler selbst sah sich in den letzten Tagen in seinem Denken von lauter „Verrätern“ umgeben – von Göring bis Himmler. Albert Speer behauptete später er habe selbst geplant den „Verräter“ Hitler zu beseitigen, sei aber durch die Umstände daran gehindert worden. Diese Behauptung sollte sich auszahlen, so das der ehemalige Rüstungsminister und „Freund“ Hitlers dem Galgen in Nürnberg entging und es später durch seine Erinnerungsbücher zum internationalen Star brachte und zum Millionär.

Bei der Frage wer „Verräter“ sei gibt es nun natürlich verschiedene Ansätze. Hitler hat im Bunker verräterisch gegen das deutsche Volk argumentiert: Dieses habe ja den Untergang verdient, da es sich als zu „schwach“ erwiesen habe, als soll es nicht mehr leben dürfen. So das Hitler sein Schicksal über das „Ich“ gegen das deutsche Volk wendete.

Die „Nerobefehle“ sollten auch viele seiner ehemaligen Anhänger empören – bis hin zu Rosenberg. Wobei man wohl „Nero“ unrecht tun wird da jener unter neueren Experten eher freundlich gesehen wird, als im alten Nero Negativ-Mythos. Jedenfalls sind viele heutige Nero-Historiker der Meinung jener seien einer der „harmlosesten“ römischen Kaiser gewesen, so das die meisten im zugesprochenen „Verbrechen“ relativ absurd seien. Hätte es nie gegeben! Aber dies soll kein Text über Nero sein.

Ob die Epoche des 3. Reiches einmal versachlicht wird steht in den Sternen! Nero und Caligula galten auch 1900 Jahre lang als „verrückte Verbrecher“, wobei dann die meisten Historiker seit einigen Jahrzehnten schreiben, dass dies so nicht stimmen mag. Weder habe der eine Rom angezündet, noch hunderttausende Christen getötet, seine Mutter getötet und der andere habe auch nicht sein Pferd zum Konsul ernannt, oder es gäbe auch keine Hinweise auf eine Geisteskrankheit und krankhafte Mordlust. So unterstellt man heute entsprechenden Berichten „Propaganda“. Zu dieser Sichtweise hat es aber 1900 Jahre gebraucht!

„Revisionisten“ gehen aber nun davon aus man könne zeitnah „beweisen“ das Hitler kein schlimmer Superschurke war. Wie der „Beweis“ erfolgen soll, kann aber keiner ernsthaft beanworten da Gutmenschen und „HItleristen“ jeweils nicht von Sachlichkeit ausgehen sondern von einem „politisch nützlichen“. Ob jemand, den man Verbrechen zuspricht ein Held oder Schurke ist, dies hängt real gesehen von Sieg und Niederlage ab. So das Mao und Stalin in ihren Staaten teilweise als „Helden“ gelten. Den ersten finden 70 Prozent der Chinesen gut und den zweiten nennen in Umfragen die Russen den „größten Russen der Geschichte“ – vor Lenin und „Iwan den Schrecklichen“.

Wie viele dann Mao oder Stalin genau auf dem Gewissen haben ist aus chinesischer und russischer Sicht „relativ“. Die Meisten die die beiden irgendwie „gut“ finden werden meinen sie hätten schlechtes getan, Verbrechen, Fehler, usw, – was aber „relativ“ ist, da man auch das „gute“ sieht. Was eben auch mit dem „Sieg“ zusammen hängen wird und nicht mit einer Totalniederlage.

Deutschland ist in einer historischen Sondersituation: Zum einem totale Niedelage, aber eben auch einer „akzeptanz“, der sich daraus angeblich ergebenden politisch nationalmasochistischen „Folgerungen“. So haben auch viele andere Nationen oder Staaten kurzweilig gesehen politisch und kriegerisch total verloren ohne sich aber ideel und inhaltlich zu ergeben. Das kann auch Völker betreffen die gar keinen eigenen Staat begründen konnten, sich aber nie aufgaben. Die „Umerziehung“ hat auch etwas damit zu tun ob es im Volk den Willen gibt sich umerziehen zu lassen oder eben nicht.

So stehen in Mainstream, Schulbüchern und Teile der „Erinnerungsliteratur“ auch bürgerliche Märchen: Hitlers Ermächtigungsgesetz war gar nichts neues, da in der Weimarer Republik seit 1930 mit Ermächtigungsgesetz regiert wurde. Das war „nur“ ein NS-Ermächtigunggesetz, welches aber schon davor seit Jahren gab, so das sich Zentrum, BVP, DVP, Staatspartei bis DNVP in einer „freiwilligen Selbstauflösung“ der Diktatur beugten mit der Begründung „uns braucht es ja nicht mehr, Hitler ist ja da“. Ein „Parteiverbot“ der bürgerlichen Parteien gab es nicht, sondern nur der Linken.

Die „Machtergreifung“ war so ein bürgerliches Rettungsverhältnis über jemanden den man zwar als „Grobian“ verstand, aber als „letzte Rettung“ des Bürgertums vor dem „Marxismus“. Freilich hatte zumeist „rechte“ bürgerliche regiert und keine „Marxisten“. Die SPD hatte zwar in einigen Regierungen mitregiert, aber über Koalitionen mit Bürgerlichen und nicht der KPD, die jede Zusammenarbeit mit der revisionistischen bis „bürgerlichen“ SPD ablehnte.

Der Riesenwiderstandskämpfer Konrad Adenauer – nach späterer Märchen – versicherte freilich damals er habe „schon immer“ gemeint die NSDAP müsse in „führender Stellung“ den Staat führen und gemeint ,er habe trotz Verbot SA und HJ immer bevorteilt. Also: Immer schon NSDAP-Freund und immer schon harter NS-Gegner. Es kommt nur darauf an wer gerade was zu sagen hat.

Siehe: https://www.ahriman.com/buecher/mit_gott_und_den_faschisten.htm

Ob beim Stauffenberg-Attentat etwas etwas „gestunken“ hatte, vermuten zumindest einige Historiker. So wird das „rätselhafte“ Versagen von Görings Abwehr angeführt oder aber auch einige Merkwürdigkeiten von Seiten Himmlers Gestapo. So führt selbst der „Revisionist“ Irving in seiner Göring-Biographie an, dass in Görings Stab vor Göring geäußert wurde, man „müsse den Verrückten los werden“, erschießen. Gemeint war Hitler. Göring habe nichts gesagt und habe auch nichts gegen diese Ansichten unternommen.

Siehe: https://www.amazon.de/G%C3%B6ring-David-Irving/dp/381350557X

Die „Verschwörungstheorie“ behauptet jedenfalls Göring und Himmler hätten „etwas“ gewusst und abgewartet. Was daran nun dran sein kann ist nun schwer zu sagen und wird sich wohl nie klären lassen. Die Zeitzeugen sind längst verstorben! Wahrscheinlich existieren auch keine „Dokumente“. Es wäre zumindest relativ dumm so was festzuhalten, falls was dran wäre. Das war eine andere Zeit, so das es auch keine „Whistleblower“ gab.

Der BRD-Stauffenberg „Mythos“ ist nun natürlich aus Sicht dieses „Staates“ logisch, aber historischer Unsinn. So wird die „demokratische Tradition“ auf Stauffenberg zurück geführt, nun kommt es aber darauf an was man darunter versteht. Rein logisch gesehen wird es sich zumindest nach Mainstream-Definition bei einem Gegner der Weimarer Republik eigentlich nicht um einen „Demokraten“ handeln. Ein Hitler-Gegner und Anhänger des George-Kreises ist nun kein Liberaldemokrat, aber wohl ein Hitler-Gegner. Das wäre so wie wenn jemand behauptet Julius Evola sei ein „Demokrat“ gewesen, im Gegensatz zu Mussolini. Sinn macht dies nun jedenfalls kaum!

Die Stauffenberg-Diskussion gibt es gerade auch in nationalen und „rechten“ Kreisen. Oder allgemein über den „Widerstand“ – der ganz unterschiedliche Ansatzpunkte hatte. Die einen wenden „Landes- und Hochverrat“ ein, während die anderen von Idealismus und Patriotismus ausgehen. Zumeist wird die Diskussion „fudamental“ geführt – mit den Gegenpunkten Dieter Stein und seinem „Stauffenberg-Kult“ und auf der anderen Seite die Linie von Otto Ernst Rehmer,die sich in vielen Schriften fortsetzte.

Siehe: https://www.amazon.de/Juli-1944-Otto-Ernst-Remer/dp/B0000BMQW6/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1529624452&sr=1-1&keywords=otto+ernst+remer

Beides wird etwas unsachlich sein. Vernünftiger wäre es zu sagen, dass etwa Stauffenberg – wobei dies nur die bekannteste Figur war – es um eine gute Sache ging, nämlich die „Rettung des Reiches“. Was aber eine gute Absicht war, aber an sich unrealistisch, da es den Kriegsgegnern um ein Ausschalten Deutschlands ging und nicht um einen „fairen Friedensschluss“. Ganz egal ob Hitler, Stauffenberg, oder wer auch immer. Stauffenberg hatte dies selbst so gesehen, aber selbst noch einmal versucht trotzdem eine letzte Rettung zu versuchen, trotz der Meinung das dies wohl doch unrealistisch sein müsse.

Niemand hatte noch das Reich retten können, wegen dem Kriegswillen der späteren Sieger und der hoffnungslosen deutschen Kriegslage.

Die ideologische Bewertung von Stauffenberg ist politisch nicht ganz einfach zu sehen. Zum einem gibt es die Sicht, er sei ein „Reaktionär“ gewesen und zum anderem hat der Niekisch-Schüler Wolfgang Venohr mit seiner Stauffengerg-Bio eine relativ andere Sicht dargelegt, eher als Sozialreformer aus der Konservativen Revolution mit teilweisen nationalrevolutionären Verbindungen – zu Niekisch, Jünger und gar der KPD.

Siehe: https://www.amazon.de/Stauffenberg-Symbol-Widerstandes-Wolfgang-Venohr/dp/3776621567

Venohrs Sicht könnte aber in der wohl besten Stauffenberg-Bio auf dem Buchmarkt nicht unrealistisch seien, Stauffeberg habe zum Teil die reine adelige Klassenposition abgelegt, zugunsten einer eher „jungkonservativen“ mit einem „ideelen Antikapitallismus“ in Richtung eines „preußischen Sozialismus“ ohne aber genaue Zielvorstellungen. Eher hatte sich Stauffenberg auf Keynes bezogen, in einer relativ sozial-nationalen Variante. Zumindest „links“ von Hitler. Wenn man Venohr folgen mag.

Ein „Hoch- und Landesverräter“ war er sicherlich kaum, wie in der Literatur aus diversen NW-Verlagshäusern behauptet wird. Es ging aber auch nicht wie Dieter Stein um eine „Unterordnung“. Dies wird wohl auch auf Hans Scholl zutreffen. Beiden sollte man zugestehen das sie deutsche Patrioten und Nationalisten waren, die sicherlich gute Absichten hatten, die aber nicht durchsetzungsfähig gewesen wären wegen dem „Krieg gegen das deutsche Volk“ und den sogenannten „preußischen Militarismus“ durch die Alliierten.

Bei der Diskussion über „Landesverräter“ hat man es wenigstens in Teilen mit einer gewissen Heuchelei zu tun. Den „Landesverräter“ Leon Degrelle, einen belgischen Faschisten, nimmt man natürlich als „Helden“ im Gegensatz zu Stauffenberg. Jener wurde mit etwa Büchern in deutschen NW-Verlagen verlegt und gilt in der NS-Szene als Heroe. In Belgien galt jener natürlich als Landesverrtäter. So das diese Sichtweise jeweils nur von der politischen Ansicht abhängen mag.
Man könnte es auch differenziert sehen: So hat Degrelle in „Hitler geboren in Versailles“ eine richtige Kritik am Versailler-Vertrag formuliert, aber negativ gegen diejenigen antibolschewistisch gehetzt, die ihn als einzige ablehnten („böse“ Kommunisten-Sowjets). Degrelle kämpfte nun gegen den „Bolschewisms“, die Frage ist nun was dies mit heute zu tun hat oder auch mit Versailles – ganz althistorisch?

Siehe: https://www.booklooker.de/B%C3%BCcher/L%C3%A9on-Degrelle+Hitler-geboren-in-Versailles/id/A021JXyS01ZZo

So das es man je nach Ansicht auch unterschiedlich bewerten mag ob in Frankreich die Resistance und die Gaullisten Patrioten waren oder die „Kollaborateure“. Das ist so wie die Frage ob die prorussischen Kräfte in Tschetschenien Patrioten seien oder die tschetschenischen Separatisten -worunter sich viele Jihadis finden. Dabei wird es wohl auch auf die Defintion ankommen.

Stauffenberg und die Weiße Rose gehören trotz der Tatsache das sie zum deuschen Nationalismus angehärig sind in der BRD zum verfälschten Mythos. So werden sie für nationalmasochismus eingespannt, obwohl dies mehr als zweifelhaft sein wird. So viel Glück hatte der Kreis um den Nationalrevolutionär Ernst Niekisch oder etwas der NS-Dissident Strasser nicht. Da hilft es auch Strasser auch nichts, dass behauptet wurde hinter dem „Elsser-Attentat“ stecke angeblich Strasser. Hitler entging nur knapp dem tot. Wohl durch einen „Zufall“.

Siehe: http://www.georg-elser-arbeitskreis.de/texts/strasser.htm

Das sich aber einige Strasseristen beschwerten ihnen würde die „Anerkennung“ verwehrt ist auch lächerlich. Auf Anerkennung kann nur derjenige hoffen, der dafür auch zu verwenden ist – im Sinne des herrschenden Systems, sei es durch eine Uminterpretation oder eine Systemintegration. Trotzki kann auch nur als Widerstandskämpfer gegen Stalin gesehen werden, falls man Kommunist wäre und nicht Kapitalist.

So das es auch theoretisch 1944 nichts mehr zu verhandeln gab, weil jedem klar war das ein Sieg der antideutschen Kräfte nur eine Frage von ein paar Monaten sei. Der Zusammebruch hätte noch viel füher erfolgen können, wenn nicht noch ein Überraschung über die Ardennen-Offensive gelungen wäre und einige kleinere Rückeroberungen an der Ostfront – schon auf deutschem Reichsgebiet.

Das möglichst lange Halten der Ostfront erlaubte die Flucht von Millionen Ostdeutschen, was vielen wohl das Leben gerettet hat. Der deutsche Landser kämpfte nicht entegen der Unterstellung ab 44 für den „Endsieg“ sondern für die Rettung von vielen deutschen Zivilisten. Nicht für Hitler sondern für die flüchteten Schlesier, Ostpreußen, Pommern, usw. Während sich an der Westfront die Wehrmacht fast wehrlos ergab, wurde etwa im Osten bis zur letzten Patrone gekämpft.

An einen „Sieg“ glaubten auch nicht mehr Goebbels, Ribbentrop sowie Göring sondern sogar Himmler, so das sie immer wieder Hitler bedrängten friedensfühler auszustrecken – vom „Westen“ bis hin zu den Sowjets. Zumeist soll Hitler einen Wutfanfall bekommen haben und wlld geschrien haben so was nie wieder in seiner Gegenwart zu äußern. Als er sich wieder beruhigt hatte, könnte man aber meinen – etwa gegenüber Goebbels, der mit Stalin verhandeln wollte – das seine Sicht „realistisch“ war. Goebbels erklärte er dann wieder etwas ruhiger ,dass er ja auch dafür wäre, aber das ginge nur wenn die deutsche Kriegslage nicht so negativ sei. So das er sich gewahr war das Stalin gar keinen Grund hätte mit ihm zu verhandeln, da ja ein Sieg von Stalin nur mehr eine Frage der Zeit sei. Dies ginge nur wenn die deutschen Linien stabilisiert wären. So das logischerweise auch Hitler längst der Meinung war das es aus sei.

Goebbels – der neue Reichskanzler – hatte dann noch versucht wenige Stunden nach Hitlers Selbstmord mit den Sowjets zu verhandeln, was der Logik nach völlig absurd war, da er nur noch über einige hundert Meter an Boden verfügte. Die sowjetischen Granaten schlugen im Sekundentakt in der Umgebung ein und die Panzer waren nur einige Straßen entfernt. Wer sollte da noch über was und warum verhandeln wollen?

Bei den Nürnberger-Prozessen hatten die meisten der Angeklagten vor dem Tribunal der Sieger eine schwache bis jämmerliche Figur angegeben. Die Ausnahme bildeten Göring, Dönitz und zum Teil Rosenberg, Keitel. Hans Franck bekannte sich gar zur „Kollektivschuld“ die noch „1000 Jahre dauern“ müsse. Speer erzählte eine erfolgreiche Märchengeschichte, Jodl versuchte sich bei den Westallliierten anzubiedern. Schacht sah sich als „Judenfreund“ der ein Opfer einer sowjetischen Kampagne sei, auf das USA und Briten herein fielen. Schacht wurde von den USA gerettet, da er gute Kontakte zum US-Finanzkapital pflegte und der selben Freimaurerloge angehörte wie der US-Präsident.

Bei einigen Angeklagten war auch unklar warum sie überhaupt auf der Anklagebank sassen. Hans Frietzsche kannten die meisten Mitangeklagten gar nicht. „Wer soll das sein?“, war eher die Frage. Jener sass als „Ersatz“ für Goebbels auf der Anklagebank, war aber selbst in der Führungsriege fast unbekannt.

So kam es auch zu völlig absurden Urteilen. Die ekelhafte primitivantisemitische Gestalt Julius Streicher wurden gehängt, der aber selbst keinen Anteil mehr an den Anklagepunkten haben konnte, weil er schon vor Jahren „abgesetzt“ wurde und sich ins privatleben zurück zog. Streicher wurde aus „moralischen“ Gründen verurteilt, für vulgär-antisemitische Äußerungen im Stürmer, aber nicht weil ihm irgendeine Beteiligung an realen Verbrechen nachweisbar war. Falls dieses „Verständnis von Recht“ universall gewesen wäre, hätte man etwas Churchill hängen müssen, der sich auch nicht immer gerade freundlich über Juden äußerte. Ist aber natürlich auch absurd, weil es ja ein Tribubal der Sieger über die Verlierer war.

Die Nürnberger Prozesse haben jedenfalls Schule gemacht, so das die Sieger der WWG über Milosevic, Saddam Hussein oder Ratko Mladic Gericht hielten. In Libyien klappte das nicht, so das man aufgrund der nicht gegebenen Kontrolle über Libyien den Gaddafi-Sohn Saif laufen lassen musste. Dort gelang es nicht ein richtiges Besatzunsgregime zu installieren, so das ihn eine libysche Fraktion (die Berber) einfach wieder auf freien Fuß setzten. Im Irak hängte man zwar Saddam, aber eine Kontrolle kann im Nachgang die WWG nicht mehr ausüben, so das bei Wahlen der irakische Widerstand gewann. Auf Platz eins landete der radikale Schiiten-Prediger Al Sadr und auf Platz zwei eine „Miliz“ die vom Iran unterstützt wird.

Dies hängt natürlich vom „Widerstandswillen“ ab, so das die Deutschen nach 45 die USA in der Tendenz als sanften Hegomon akzeptierten, während in der irakischen Hauptstadt zehntausende schwer bewaffnete und vermummte Radikale paradierten.

Siehe: https://www.youtube.com/watch?v=I0qRxTucDS4

Darunter sicherlich nicht wenige, die bereit sind sich zu Opfern, wenn es sein muss. Der „Werwolf“ war in Deutschland eine Schimäre. Niemand ist nach der Niederlage mit einem Lastwagen voller Sprengstoff in eine US-Patrouille gerast, niemand hat sich mit Mann und Maus in Klein bis Großstädten verschanzt und auch hat keiner aus dem deutschen Staatsapparat versucht Widerstandaktionen zu koordinieren – wie Saddam und seine Söhne. Entweder hat sich die Führungsmannschaft ergeben oder Selbstmord begangen. Die Saddam-Söhne lieferten sich ein stundenlanges Gefecht mit den Besatzern, bevor sie den „Märtyertot“ erlitten.

Ein hochrangiger eigentlich mit dem Widerstand sympathisierender Wehrmachtsoffinzier meinte einst „deutsche bringen ihre Führer nicht um“. Kann sein! Aber Araber ergeben sich nicht! Natürlich begehen auch Araber Selbstmord, aber insofern als das sie den Märtyertot wegen der nationalen oder religiösen Ehre suchen.

Göring meinte aus der Zelle in Nürnberg in ein paar Monaten stünde ein Göring-Denkmal in jeder Stadt. Scheinbar ist dies nicht der Fall! Auch nicht nach 70 Jahren. Das dies nun passsiert wird immer unwahrscheinlicher.

Eine deutsche nationale Souveränität und ein deutscher Nationalstaat steht aber immer mehr auf der Agenda – ohne Göring. Dafür gibt es zumindest Hinweise, so das sich zumidest verstärkt die politische Lage in eine solche Richtung entwickeln kann. Ob es hierzu auch kommt hängt aber auch davon ab was die vorhandenen Akteure daraus machen werden und nicht alleine von der vorhanden Tendenz die europweit die Richtung weißen wird, auch wenn diese zumeist noch parteipolitisch von Populisten genützt wird, die innerhalb des Systems agieren. Man wird es sehen!

Verfasser: Sozrev

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