Die Antike im Jahr 2018

Über den Spiegel als „Lügenpresse“ kann man sagen was man will, aber die historischen Sonderhefte sind zumeist interessant. Jüngst brachte man eines zu „Alexander dem Großen“ heraus. Der Makedonier gehört bis heute zu den wichtigsen historischen Figuren, in dessem Atemzug höchstens noch Ceäsar, Napoleon und vielleicht wegen der Wirkung Hitler zu nennen sind.

Siehe:http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelgeschichte/index-2018-3.html

Gut vielleicht könnte man noch Jesus nennen und ein paar andere – aber nicht viele.
Wer sich näher mit Alexander den Großen befassen möchte sei ein neuere Biographie emfpohlen – die als die umfangreichste gilt – oder aber mit einem Band in der Reihe „CH Beck Wissen“, falls man es twas komprimierter möchte.

Siehe: https://www.buecher.de/shop/alexander-der-grosse/demandt-alexander/-/products_products/detail/prod_id/26032616/

und. https://www.chbeck.de/gehrke-joachim-alexander-grosse/product/11684

Natürlich handelt es sich dabei um „Fachwissenschaft“, die eben von relativ wenigen gelesen wird. Ein Verkaufsschlager waren dagegen wohl die beiden Alexander-Romane von Gisbert Haefs. Jene standen auf den Listen der meistverkauften Bücher. Als Romane sind sie nun sehr lesenswert.

Siehe: https://www.amazon.de/Alexander-Gisbert-Haefs/dp/3453866630

Im Spiegel-Sonderheft widersprechen einige Historiker der alten „Deutung“ von Alexander als „Globalisten“. Was so gedeutet wurde habe viel mehr völlig „pragmatische“ und „hellenisch-imperialistsche“ Gründe. So wurde etwa ein „Flußausbau“ in Richtung Indien als “ Globalisierung der Antike“ gedeutet, was aber in Wahrheit nur einem Truppentransport zur schnelleren Eroberung diente. Die Deutung als „Internationalisierung“ und „Globalisierung“ sei eher ein „Hirngespinst“.

Die Frage ob nun Alexander ein „Verbrecher“ war lässt das Spiegel-Sonderheft unbeanwortet mit dem Verweis einges sei „nahe“ an einem Völkermord gewesen, aber eben nicht unter Zeitbedingungen. Andere hätten eben ähnlich gehandelt oder gar umfassender. Diese „Sachlichkeit“ gesteht man aber dann eben nicht aktuellen von der WWG und Spiegel zu „Bösewichten“ gedeuten Personen der Geschichte zu.

So wird etwa Alexander auch Verwandten- und Freundenmord zugesprochen, aber mit der Spiegel-Sachlichkeit, dass sei ja damals normal gewesen und habe auch „politische“ Begründung gehabt – aus einer bestimmten Sicht.

Rein theoretisch kann es auch sein das dies alles gar nicht so stimmt, so das viele neuere Historiker die Verbrechen der angeblichen römischen „Böswichte-Kaiser“ Nero und Caligula eher bezweifeln. Die seien weder „verrückt“ gewesen, noch hätte sie Mutter und Frau ermordet, auch nicht Rom angezündet oder zehntaussende Christen umgebracht. So das man hier darauf verweist das die „Propaganda“,die sich im Gedächtnis erhalten hatte, von Gegnern stammt die unhistorische „Märchen“ verbreiteten.

So das etwa das Negativbild über Kaiser Nero über Filme aus den 50ern transportier wurde – etwa über Massenmord an Christen. Historisch gab es dies aber unter Nero gar nicht.

Alexander der Große eroberte ein Reich von Hellas bis hin nach Afghanistan, Pakistan, Persien und Westindien. Zudem war er eine fast schon mythologische Figur von seiner Behauptung der „Göttlickkeit“ über den „gordischen Knoten“oder die vielen „Alexandermythen“, so das im persischen Nationalpeos „Buch der Könige“ in Wahrheit Alexander verarbeite wird. Der Name wird im persischen Nationalepos nur persisiert, so das etwa der albanische Nationalheld Skanderberg auch nur dem Namen nach eine Verballhornung von Alexander der Große war. „Skanderberg“ war auch kein „Albaner“, sondern ein ethnischer Georgier, wo Alexander den gordischen Goten, nach dem Mythos gelöst haben soll.

So das aus Alexander den Großen erst „Iskander“ wurde und dann in der Folge abweichungen, wie eben „Skanderberg“. Kleopatra, die berühmte Ägypterin, war auch keine Ägypterin, sondern stammte aus einem Herrschergeschlecht das von Alexander inthronisiert wurde. Der Dynastiegründer Kleos war ein General Alexanders.

Ja, aber was hat diese antike Historie mit 2018 zu tun? Alexander der Große ist ein Streitpunkt zwischen griechischen und madekondischen Nationalisten, sowie innerhalb Makedoniens zwischen Nationalen und Antinationalen.

So gibt es in Griechenland eine Region Makedonien, was zum Streit zwischen Griechenland und Mazedonien führte ob sich Mazedonien eben Mazedonienen nennen dütfte. Der „Kompromiss“ lautete voerst diese Wochen das sich Mazedenien „Republik Nordmazedonien“ nennt, wogegen griechische Nationalisten auf die Straße gehen, die zum Teil Mazedonien als Teil Griechenlands sehen.

Das hat viel mit Alexander der Großen zum tun, weil hier ein Streit vorrherscht ob jener „Hellene“ oder „Makedone“ war. Historisch gesehen ist dies natürlich „leicht“ zu beantworten, weil die Madekonen unter Alexander und seinem Vater dem griechischen Kulturkreis angehörten, griechische Göttter anbeteten und griechisch sprachen, Damals handelte sich um „Berggriechen“, die in der Folge Griechenland dominierten.

Der große Schwachpunkt im Alexander-Sonderheft ist nun genau dieses Thema, wo sich sich Jan Puhl unter dem Text „Wem gehört Alexander?“ klassisch antinational über die „Verreinnahmung von Alexander“ durch „Nationalisten“ auf den Seiten 130 bis 130 auslässt. So wird mit Bezug auf einen antinationalen Städteplaner vorgeschlagen das große Alexanderdenkmal in Skopje abzureisen. Jener meint „wir wollen keine Balkanidioten sein“, sondern EU-Knechte, was sich bei diesem „Europäer“ nennt.

So das für jenen Alexander der Große weder eine historische Person des Hellinismus, des Griechentums, noch des makedonischen Nationalpatriotismus sein darf, sondern höchstens des EU-Antinationalismus. Die Lösung dürfte trotz Historität darin liegen das Alexander sowohl von griechischen und makedonischen Patrioten und Nationalisten als Ahnenvater gesehen wird. Der Deutung als „Globalist“ und EU-Ideologe haben die anderen Autoren im Spiegel-Heft eher widersprochen. Dabei handelt es sich zumeist um Fachhistoriiker!

Ob nun die Athener, Spartaner oder Alexander-Makedoner die echten Griechen wäre, so wie ob man fragen würde ob die alten Römer oder die Etrusker die „wahren Italiener“ gewesen wären. Freilich ist der Vergleich etwas unpässlich weil die Etrusker als völlig „rätselhaft“ gelten, die Makedonier unter Alexander kaum.

So das die heutigen Griechen nicht mehr die antiken Hellenen sind und die hellenischen Madekonier sich relativ umfangreich von jenen unterscheiden – so das im Frühmittelater slawisiert wurde – und heute kulturell zum Teil noch nach Griechenland blickt, aber teilweise sprachlich nach Serbien und Bulgarien. Die Sprache ähnelt etwa eher dem bulgarischen, aber die politische Solidartiät eher Serbien, die Kultur ist eher griechisch.

In Mazedonien selbst gibt es völkische Konflikte, aber nicht mit Griechen, sondern mit Albanern, die bis zu 30 Prozent der Bevölkerung stellen. Hier gibt es wiederrrum eine Solidarität von Mazedonien, Serbien, Griechenland und Bulgarien gegen die Albaner.

Die Deutschen haben eine besondere Beziehung zum „Hellinismus“, so gab es lange Zeit eine Griechenlandbegeisterung in der Form eines Philolhellenismus. Über Athen, Sparta, Troja, griechische Philosophie und Sagen. Die alten Griechen als Begründer Europas und auch des „völkischen“ und politischer Ideoloigien – von „Sozialismus“ bis „Marktwirtschaft“.

In der politischen Philosophie sind dem Theoriebegriff nach Platon und Aristotoles bestimmend. Platon über den Souveränitätsbegriff, Frühsozialismus und völkisches in „der Staat“ und Aristotoles in „Politik“ ebenfalls über einen Souveränitätsbegriff, „soziale Marktwirtschaft“ und die Bestimmung des Begriffes der „Politik“.

Siehe: https://www.amazon.de/Staat-Platon/dp/3866474598/ref=pd_lpo_sbs_14_t_0?_encoding=UTF8&psc=1&refRID=JRYKT8Z3J937P2SVTPWJ

und https://de.wikipedia.org/wiki/Politik_%28Aristoteles%29

Das war eng mit dem Mythos verbunden, so das sich bei Platons „Atlantis-Bericht“ um eine Darstellung des „idealen Staates“ handelte. In der ideologischen Folge sollte darauf Hegel bis Karl Marx aufbauen. Ob es sich dabei nur um eine literarischen Text handelt oder um eine Teilhistorie ist umstritten. So wenden einige Forscher ein das gegen die „Phantasie“ spricht, das in anderen Kulturen die idealen „Inselstaaten“ den fast gleichen Namen hatten. Ob es sich nur um „Zufall“ gehandelt haben kann ist eben unklar. So das es neben Atlantis, Avalon, Atlan, Atzlan.

Diese Bezeichnung die in etwa die gleiche Geschichte erzählen sind entweder griechisch, ägyptisch, nordisch, süd- und mittelamerikanisch oder altindisch. Ob es sich nur um eine Geschichte oder um ein Teilrealität handelt wird eben in hunderten Büchern diskutiert.

„Sparta“ wird zwar von der NS-Szene als „Vorbild“ gebraucht, so etwa von Angelika Willig, was aber bei der sozialdarwinistischen Antisozialistin keinen Sinn erben wird, da für Fachhistoriker einzelne Phasen für einen antiken radikalen „Frühkommunismus“ stehen, unter antiken Vorzeichen. Zum Teil wesentlich radikaler als bei Platon.

So wird Sparta etwa auch in dem Buch „die Farbe Rot“ als eine der Ursprünge des „Kommunismus“ behandelt.

Siehe: https://www.chbeck.de/koenen-farbe-rot/product/20530835

Verfasser: Sozrev

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