„White Rabbit“

Matthias Mattusek, Ex-Spiegel und Welt-Journalist, hat ein neues Buch heraus gebracht. Dieses hört für ein politisches Buch auf den etwas lustigen Namen „White Rabbit“. Mattusek landete vor über 10 Jahren schon mit „Wir Deutschen“ einen Verkaufsschlager und auch sein Buch über das „katholische Abendteuer“ sorgte für Aufregung. Ganz schlecht wird sich auch das neueste Werk nicht verkaufen.

Siehe: https://www.m-vg.de/finanzbuchverlag/shop/article/14292-white-rabbit-oder-der-abschied-vom-gesunden-menschenverstand/

Mattusek galt einst als „angesehener Journalist“ wird aber seit einigen Jahren als „No Go“ gesehen, als eben „Rechtsradikaler“. So das man heute Mattusek auch im „Deutschlandkurier“ der AfD lesen kann. In dem Buch präsentiert sich Mattusek auch als Meister der größenwahnsinnigen Provokation, etwa mit „ich war schon AfD bevor es die AfD gab“ oder mit „ich war der erste Identitäre, bevor es diese gab“.

Abschied beim Spiegel und der Welt hat ihn auch nicht zum Paria gemacht, wie er in dem Buch behauptet. Parias schreiben schließlich nicht für den Focus, die Weltwoche, oder für die wichtigsten Zeitschriften in der Schweiz und Großbritannien.
So domminierten in den letzten Jahren die Verkaufsschlager bei politischen Büchern auch Sarrazin, Buschkowsky, Sieferling, Ulf Kotte und etwa Tanja Kambouris „Deutschland im Blaulicht“ oder ein Buch von Roland Wendt. Hinzu kommen Broder, die vielen Betstseller von Samad – zuletzt „Integration. Ein Protokoll des Scheiterns“. Auch Gabriela Sabatini, die für die JF schreibt, verkaufte sich gut oder aber die Neocon-„Islamkritikerin“ Hirsi Ali.

So wird auch Mattuseks neues Buch von Literaturpapst Rüdiger Safranski sehr positiv besprochen: „Höchstform“ und „zugleich links und konservativ, katholisch und anarchistisch, polemisch und poetisch“. So meint Safranski das Buch sei „wenig heitere Aussicht, aber dafür reines Lesevernügen“ im Land „des betreuten Denkens, der verminderten Bereitschaft zur Selbstbehauptung, im veränderten Land der Tugendbolde, der Schlafwandler, der politischen Kitsches“.

Aber Holla! Das ist ähnlich „böse rechts“ wie das Mattusek-Buch selbst, das eine Abrechnung mit der Flüchtlingspolitik, dem Nationalmasochismus und dem Konformismus ist. Freilich ist es auch konformistisch, da Mattusek den Israel-Broder gibt und vor der russischen „Gefahr“ warnt. Eine Kritik am Kapitalismus findet sich darin nun logischerweise erst recht nicht da der einstige Ex-Maoist zum wirtschaftliberalen gereift ist. Man erfährt über „lustiges“ über die linke Vergangenheit, etwa 68er-Storys über den Haschischkonsum. Dies wird Safranski mit „links“ gemeint haben.

So erzählt Mattusek, der 26 Jahre beim Spiegel war, auch alte Veteranengeschichten mit dem Satz „wir waren damals Nationalisten“, unter Rudi Augstein. Das waren noch ganz andere, schöne Zeiten, als beim heutigen Spiegel. Dies ist falsch und richtig zugleich. Unter Augstein war der Spiegel sicherlich nicht „nationalistisch“, ebenso wenig wie Mattusek es heute sein wird, aber eben war man auch nicht linksliberal-antinational, sondern eher patriotisch.

Das der Rudi – nicht Dutschke, sondern Augstein – ein Patriot war wird auch der letzte Depp politisch begriffen haben. So war damals die Linie auf deutsche Einheit und selbstbewusste Nation aus sowie stoppt den Asylwahnsinn. Die vielen Spiegeltitel sind manigfaltig.

Worüber aber der Islamkritiker kein Wort verliert ist der Sachverhalt das der Spiegel einige Jahre seit 9/11 das Hausblatt der „Islamophobie“ war, was nun dem Islamkritiker nicht mehr in das „Konzept“ passen wird. Der Spiegel war voller Artikel und Covers über den finsteren Islam und die islamische „Antizivilsation“. Diese damaligen Hefte wurden damals auch auf NPD-Veranstaltungen verbreitet – von „Mekka Deutschland“ bis Spiegel-Covers unter tiefen schwarz mit dem Bin Laden, Hezbollah, Iran und Hamas.

Daneben war auf den Covers unter Islamthemen nur Vollverschleierte, Vermummte und Hamas-Leute mit Bombenattrappen zu sehen. Damals lief dies unter dem Motto „so gefährlich ist der Islam“. Später machte man auf einen islamophilen Merkel und Roth-Kurs. Mattusek war natürlich ein harter Anhänger des alten Kurses und war über den neuen Kurs schockiert. In welchen unter anderem arabische Gangs aus Berlin als „innovativ“ gelobt wurden, als Menschen „die wir bräuchten“. Was aber neoliberal gesagt logisch ist, da der Ellbogen-Ganove im Kapitalismus eben ein „innovativ“ ist. Sich an staatliche Regeln zu halten ist hier eben „reaktionär“ und fast schon „Kommunismus“.

Über das Zuwanderungsinteresse des Kapitals wollen nun natürlich weder Mattusek noch die AfD reden. Aus Sicht des Kapitals macht das nun natürlich Sinn, da ein Lohndrücker nun einmal ein Lohndrücker ist. Ob es sich um ein Syrer oder einen Polen handelt ist da egal – der eine mag einen schwarzen Bart haben und der andere blonde Haare. Dies mag eine „Polemik“ sein, wie sie auch Matussek liebt, nur anders gelagert.

So sagte mir eine menschliche sympathische „Flüchtlingshelferin“ das „wir“ eben die Refugees „bräuchten“, wegen den „Fachkräften“. Nur hat die Gutmenchin wohl keine UN-Studien gelesen, die etwa den polnischen Durschnitts-IQ bei über 100 angibt und den arabischen bei etwa 75 – im Schnitt. Der afrikanische liegt noch darunter.

Sarrazin hat hier teilweise recht. EIn IQ zwischen 70 und 80 ist in Deutschland ein Sonderschulnniveau. Der Wert liegt zum Teil 30 Prozent unter dem deutschen Schnitt. So das viele studierte „Fachkräfte“ dem intellekt nach eher einem Realschüler entsprechen – nicht alle, aber viele.

Auf seinem Gut brauchte aber Sarrazin deutsche Arbeitslose die ihm den Rasen mähen. Das können auch Hauptschüler oder Sonderschüler machen. So putzen auch in einer kathholischen Einrichtung in Regensburg vollvermummte Burkaträgerinnen, die nur nach Saudi-Art einen Augenschlitz sehen lassen. So das für das Kapital auch Augenschlitz-Muslimas als Arbeitskräfte einen „Sinn“ machen. Über das Kapitalinteresse an der Zuwanderung wollen aber weder Sarrazin noch Matussek reden!

Mattusek empfielt natürlich den Katholizismus als Bollwerk gegen den Islam. Bei Matusseks „reaktionären Katholizismus“ wird es natürlich etwas merkwürdig, weil er sich auf eine Papstdarlegung aus den 1860er bezieht und es in dem Buch vielum „Pressefreiheit“ geht. Kann sein das diese Vatikan-Schrift nicht jeder kennt, in welcher es um die „modernistischen Häresien“ ging. Als solche wurde nun auch was Matussek nicht erwähnt die „Pressefreiheit“ genannt.

Bei seinem katholischen „Reaktionismus“ hat Matussek eine ganz eigene Deutung, so das er von „wahrer Liberalität“ schreibt, aber in der Schrift wurde jeder Liberalismus und Demokratismus radikal verdammt. Nebenbei logischerweise auch „Religionsfreiheit“ – damals gemünzt auf andere Christen. So das man es mit einem Wirtschaftsliberalen zu tun hat der sich als „Antiliberaler“ gibt, der aber der „echte Liberale“sein möchte. Ob das „logisch“ sein wird, dies mögen andere beurteilen.

So das auch der Verfasser dieser Zeilen natürlich für Matussek – trotz katholischer Christ – ein Häretiker sei, weil er sich fragt was „Jesus wirklich sagte“. Das sei eine der schlimmsten „Häresien“. Zumindest nennt diese Historisierung Matussek als besonders verdammenswert.

Verfasser: Sozrev

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Kommentare

  • hanswernerklausen  Am 18. Juli 2018 um 19:47

    Als Matussek noch beim SPIEGEL war, erschien dort aus seiner Feder ein Jubelartikel zum Putschversuch gegen Hugo Chavez. Beim Redaktionsschluß sah es nach einem Erfolg aus und Matussek jubelte über den Sturz des „Diktators“. Als die ersten Exemplare an den Kiosken verkauft wurden, war Chavez wieder im Amt und ich habe herzhafte Schadenfreude über die Blamage für den SPIEGEL empfunden

  • sozrev  Am 23. Juli 2018 um 20:38

    Ja! In dem Buch geht es auch gegen Chavez und Castro.

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