Wagenknecht und Lafontaine kommen aus den Startlöchern!

Im linken Spektrum sorgt derzeit eine Iniaitive um Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine für Aufregung. „Austehen“ hätten schon über 50.000 per Unterschrift unterstützt. Dabei handelt es sich aber (noch?) nicht um eine Wahlpartei die man bei der bayrischen Landtagswahl oder der nächsten Bundestgawahl wählen könnte. Viel mehr soll es sich um eine „Bewegung“ der Linken handeln, die sich gründete wegen der Auseinandersetzung zwischen dem dem Flügel um Lafo/Wagenknecht und der Führung der Linkspartei, die auf offene Grenzen für alle setzt, während Lafo und Sahra wenigesten an eine Zuwanderungsbegrenzung denken.

Der Konflikt wurde immer viruelenter. Lafontaine und Wagenknecht können selbst in der Linkspartei keine Mehrheit organisieren, da die Partei auf linksliberitären und antinationalen Extremismus setzt, sich dabei aber als verlängerter Arm der Kanzlerin positioniert. In der Wählerschaft der Partei gärt es aber gewaltig. Ein Teil ist in Mitteldeutschland deswegen zur neoliberalen AfD gegangen, ein anderer flüchtet sich in Wahlenthaltung und ein anderer Teil ballt noch die Faust in der Tasche.

So das Wagenknecht entweder aus ihrem Spektrum vorgeworfen sie würde entweder eine „linke AfD“ wollen oder gar etwas „rot-braunes“. Wagenknechts Stichwortgeber war allerdings Lafontaine der sich auf seiner Seite immer wieder eindeutiger äußerte und das Zuwanderungsinteresse des Kapitals ansprach und linke „Idioten“, die in diesem Strom über „Refugees Welcome“ und Asyl für Alle mitschwimmen. Ganz neu ist nun dies nicht, da sich Lafontaine seit mindestens 1990 ähnlich äußerte. So das sich Lafontaine schon 2005 „Nazi-Jargon“ vorwerfen lassen musste, weil er von dem Interesse der Kapitalisten um „Fremdarbeitern“ sprach.

Der Nazivorwurf schwingt aber auf diejenigen zurück die ihn gegen Lafo gebrauchten, weil Lafontaine vor Fremdarbeitern warnte, im Zuge der kapitalistischen Verwertung, während die Nazis eben solche auch im Zuge der kapitalistischen Verwertung gebrauchten. Inwiefern also jemand ein „Nazi“ sein soll der vor „Nazimethoden“ im neuen Gewand warnte, wird wohl ein Geheimnis bleiben.

Wagenknecht war 2005 selbts noch nahe am „Nazivorwurf“ gegen ihren heutigen Stichwortgeber und Man,, so das sie Lafontaine vorwarf „braunen Gewässern“ zu angeln. Dieser Vorwurf wird ihr aber nun selbst gemacht!
Wagenknecht möchte nun nicht mehr daran erinnert werden das sie einst Führungspersönlichkeit der „Kommunistischen Plattform“ in der PDS war, so das sie empört hierauf in Interviews reagiert – das sei doch schon lange her und eine unverschämtheit dies noch zu erwähnen. Die KPF wird natürlich vom Verfassungsschutz als „extremistische“ Organisation beobachtet.

So das Wagenknecht mittlerweile in Büchern und Interviews völlig absurde Storys erzählt. Sie sei zum Ende der DDR „subversiv“ gewesen – also gegen das Honecker-System. Wahrscheinlich war sie eben deswegen auch der Meinung das es zu Stalin „keine Alternative“ gegeben habe – kurz nach dem die DDR unterging. Ob sie aber die „subversive“-Story HEUTE selber glauben wird, dies ist schwer zu sagen.

Wahrscheinlich wird es aber in der KPF so was ähnliches wie „nationalbolschewiken“ geben. Deren aktuelle Chefin hatte nämlich etwas sprachlich „verräterisches“ formuliert: Die NSDAP sei nur eine „anbebliche nationale und sozialistische“ Partei gewesen. Was sich ein wenig nach Richard Scheringer anhört. Genau hat sie es nun nicht ausgeführt, aber „angeblich national und sozialistisch“ hört sich irgendwie so an als wüsste die Person was „wirklich national und sozialistisch“ sei.

Jüngst hatte ein Genosse der Jungen Welt der Linkspartei auch ordentlich eingeschänkt. Die Forderung der Linkspartei nach einem „Zuwanderungsgesetz“ sei Klassenverrat und stehe auf einer grundsätzlichen Linie mit Merkel bis BDI und anderen. Das sei ein von links formulierendes Klassenschutzunternehmen für den Kapitalismus und ein Angriff auf die inländische Arbeiterklasse. Mithin ein Verrat an Marx, da man von links ebenso eine industruelle Reserveearmee schaffen wolle – wie die Kapitalistenklasse.

Gut gebrüllt, was aber freilich eher im linken Spektrum als „rot-braun“ oder zumindest „nationalbolschewistisch“ gesehen werden wird. Linkspartei-Funktionäre halten nun jedenfalls je mehr die Forderung ertönt, möglichst jeden nach Deutschland rein zu lassen, für „links“. Mit einer marxistischen Klassenanalyse hat dies freilich gar nichts mehr zu tun. Eher mit einer libertär-linksbürgerlichen Haltung.

So präsentiert sich nicht nur der rechte Flügel der Linkspartei – Reformer bis Führung – als radikaler Überfremdungsflügel, sondern auch ein großerTeil des linken Flügels – um die AKL, der ebeso Lafo und Wagenknecht bekämpft. Das BRD-Asylrecht ist aber gar keine marxistische Position, sondern eine rein bürgerliche – rechts bis linksbürgerlich.

Auf dem letzten Parteitag der Linken konnte Wagenknecht keine Mehrheit finden, was auch daran liegen wird das „Freunde“ wie Dieter Dehm keine waren, der sich wünschte, das Wagenknecht und Katja Kipping hoffentlich gemeinsam die Abschiebung von Zigeuner-Familien verhindern mögen. Dies mag ein netter „Vermittlungsversuch“ gewesen sein – also mit Katja Kipping, die erklärt es gäbe gar keinen US-Imperialismus und die sich mit Al Nusra-Mahnmalen in Dresden solidarisch erklärte um der „rechten Hetze“ zu widersprechen. Dümmer geht es scheinbar immer.

Die dümmste Wahnsinnige wird aber wohl die Trozkistin Christine Buchholz, vom angeblichen „linken“ Parteiflügel sein, die immer wieder den Genossen erzählen will, das in Syrien sei ja ganz anders: Djihadisten seien „Arbeitermilizen“. Ob es sich bei jenen um trotzkistische Atheisten handeln soll, dies hat sie doch noch nicht so genau ausgeführt. Auf solche absurden Behauptungen kam aber bislang noch niemand, weil das so wäre als würde der Vatikan behaupten beim IS würde sich in „Wahrheit“ um katholische Milizen handeln. Frelich behauptet dies nicht der Vatikan, aber scheinbar Linkspartei-Trotzkisten.

Logischerweise kannte etwa die DDR kein „Asylrecht“, bei einem Ausländeranteil von unter 1 Prozent, sondern nur eine sehr beschränkte Aufnahme von Personen aus sozialistischen Bruderstaaten. Die meisten wurden ausgebildet und nach einer Zeit wieder zum Zweck des sozialistischen Aufbaues in ihre Heimatländer zurück geschickt. „Asyl“ gab es freilich – etwa für Allende-Anhänger aus Chile, usw. Übertragen gesehen sollen aber nun laut Linkspartei „Pinochetisten“ Asyl bekommen, wobei es sich um „Oppositionelle“ aus Syrien handelt, aber Assad soll „weg“.

Insbesondere Björn Höcke wildert nun im Spektrum der Linkspartei-Wähler, wobei es sich sowohl um „DDR-Traditionalisten“ als auch Protestwähler handeln wird. Die „DDR-Traditionalisten“ müssen aber die DDR selbst gar nicht lange erlebt haben, sondern dabei kann es sich auch um jüngere Geburtengänge handeln.

Höcke – ein Hesse – fordert ja in Thüringen den linken Ministerpräsidenten Bodo Ramelow heraus und hat zumindest Chancen im dreikampf mit Linke und CDU den ersten Platz zu erreichen. Die Wahlaussagen von Höcke zielen dabei eher auf Wähler von links ab.

Überraschend ist das nicht, da alle Umfragen unter den Linkspartei-Wählern ergab wonachunter diesen das Potential für nationale oder zumindest patriotische Positionen am größten ist. So das auch das strukturelle Potential für eine „Wagenknecht-Partei“ im Bund auf mindestens 25 Prozent von Demoskopen geschätzt wird. Im Osten der Republik noch wesentlich stärker. Immer mehr zweifeln nun an dem Image der Linken als „Kümmerpartei“, so das die Meinung ist die Linke würde sich nicht mehr um die eigenen Leute, die Inländer, kümmern. Die meisten fühlen sich aber nicht von der neoliberalen AfD vertreten.

Eine „nationalbolschewistische“ Position wird die Wagenknecht/Lafo-Gruppe aber kaum formulieren wollen, sondern eher eine linksreformistische, teilweise patriotische, also einen linkssozialdemokratischen Teilpatriotismus. „Nationalbolschewistisch“ müsste ja einen nationalen „Bolschewismus“ oder Kommunismus meinen. Also jemanden der sich auf das Programm der KPD zur nationalen und sozialen Befreiung bezieht und eine modernisierte Version des „deutschen Leninismus“ vorlegen möchte. Oder das könnte ein nationaler Rätekommunist sein – „Hamburger Nationalkommunismus“, ein Scheringer-Anhänger oder ein „National-Stalinist“. Aber kein linker Sozialdemokrat der zudem ein ambivalentes Verhältnis zur deutschen Nation hat.

Die Lafo und Wagenknecht-Truppe dürfte auch im Fokus derjenigen stehen die sich für eine „radikale Linke“ halten werden – unter anderem „Militante“ aus der Antifa. Was aber heute nur mehr linksbürgerliche „NATO-Kindersoldaten“ (Robert Kurz) bedeutet. Natürlich ist die heutige sogenannte „radikale Linke“ nur noch sehr eingeschränkt „militant“. Früher waren damit Gruppen gemeint die BDI-Präsidenten hinrichteten, Bombenkampagne gegen US-Einrichtungen fuhren und den Terror unter anderem in Erklärungen mit „Rache für Dresden und Hamburg“ rechtfertigten oder mit dem „Rassismus der Besatzer“ gegen Deutsche und Vietnamesen – also eine Art Doppelkrieg über die „Stadtguerilla“ gegen die Besatzung Vietnams und Deutschlands. So das es sich dabei aus heutiger linker Sicht um „rot-braunen Terror“ handelte.

Aber aus autonomen Putztruppen-Fightern wurden auch Außenminister mit einer „Serbien muss Sterbien“-Attitude.
Wagenknecht und Lafontaine zielen auf eine rot-rot-grüne Regierung, als eine Sammelbewegung, die dies „richtig“ ermöglichen soll. Was aber ungefähr so ist wie CDU-AfD-FDP in der Behauptung, diese müsse nur „richtig“ ausgerichtet werden. Die links- und rechtspopulistischen positiven Ergebnissen wären wohl sehr gering. In Griechenland haben sch unter vielen Hoffungen links- und rechtspopulisten zur Regierungsbildung entschlossen, ohne jede positive Effekte, sondern in Fortführung des alten – einige behaupten gar im schlimmeren.

Gegen eine linke patriotische Wahlkonkurrenz zur AfD wäre aber gerade nichts einzwenden. Dies würde nur das patriotische Spektrum positiv erweitern. In Summe gesehen käme dabei auch mehr aus als nur mit der AfD. Das sagt schon Adam Riese weil sagen wir mal 20 oder 25 Prozent mehr ergibt als 12 Prozent. Ein eventueller Schaden für die AfD wird nur AfD-Parteipolitker interessieren. Lächerlich ist auch die Meinung von AfD-Anhängern Wagenknecht soll doch der AfD „beitreten“. Dies ist so sinnvoll und wahrscheinlich wie das Gauland und Höcke der Linkspartei beitreten.

Verfasser. Sozrev

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Kommentare

  • Schwab  On 16. August 2018 at 10:48

    Die LafoWakne-Position ist interessant, weil Lafontaine schon in seinen frühen Büchern das Einwanderungsinteresse des deutschen Kapitals herausgestellt hatte, aber eine Bewegung muß sich ausdehnen, um öffentlichen Einfluß gewinnen zu können. Irgendwo habe ich gelesen, daß Konstantin Wecker und Antje Vollmer mitmachen möchten. Da kann ich mir nicht vorstellen, daß genau diese Lafo-Position in der Ausländerpolitik sich durchsetzen kann.
    Das ist ähnlich wie nicht Benedikt Kaiser alleine auf der Neuen Rechten eine wirklich sozialrevolutionäre Position durchsetzen kann, deshalb ein paar schlappe sozialpolitische Forderungen wie Mindestlohn erhebt. Und selbst der Höcke-soziale-Kurs stößt bei Weidel und Meuthen nicht auf Gegenliebe.

  • Florian Sander  On 1. September 2018 at 15:52

    Auch einige Inhalte des obigen Artikels werden hier kritisch diskutiert:

    http://konservative-revolution.blogspot.com/2018/08/aufstehen-die-sammlungsbewegung-als.html

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