Hayek-Neonazis

Auf der hetegorenen Rechten hat das Buch „Marx von rechts“ für einige Diskussionen gesorgt, wie auch für empörte Reaktionen, wofür schon alleine der für viele provokative Titel, wie auch der Inhalt Rechnung trägt. Zum einem wurde an sich die Thematik des Buches: eines Antikapitalismus von „rechts“, wie auch ener Vesachlichung der Gedanken von Karl Marx an sich, von der sozial-und nationalrevolutionären Sache des Volkes, einiger Kommentaoren auf Sezssion.de und anderen Internetseiten für positiv befunden.

Das Buch sollte auch gar keines nur über Marx-sein, sondern hatte den Sinn einen Antipitalismus von „Rechts“ zu begründen, unter dem Versuch im Werk von Marx positives von negativen zu scheiden und auch aufzuzeigen wo zum einem Marx für eine Analyse des Kapitalismus im Jahr 2018 noch fruchtbar ist und auch wo nicht. Es war der Versuch auf wissenschaftlicher Basis das Marx-Bashing und auch das Antikapitalisten-Gegnertum auf der politischen Rechten aufzubrechen. So haben die Autoren auch damit recht das auf der Rechten – mit Ausnahmen – keine sachliche Diskussion über das Marx-Werk vorhanden ist.

Zum anderem haben Liberalkonservative, Rechtspopulisten bis das ganz hartes Neonazi-Speketrum erwartungsgemäß gegen den Inhalt des Buches Breitseiten abgefeuert. Stillbildend ist hierbei eine „Besprechung“ aus dem Neonazi-Spektrum in der Zeitschrift „NS heute“ , das sowohl rechtskonservativ-neoliberale als auch faschistisch-neoliberale „Argumente“ bündelt. Diese sind nur schwächer als auf liberalkonservativer und rechts-neoliberaler Seite und zeichnen sich zum Teil durch einen „Schwachsinn“ aus, der sich als „wissend“ ausgibt.

Siehe: https://www.nsheute.com/2018/08/30/ausgabe-11-leseprobe-1-3-buchbesprechung-kaiser-de-benoist-fusaro-marx-von-rechts/

Der „Schwachsinn“ liegt gar nicht einmal nur darin das man das dort geäußerte für falsch halten mag, sondern selbst bei dem was man für falsch halten kann, wird man dem Gegenüber ja wenigstens zusprechen können, das dies aus der Sicht desjenigen mit einer anderen Meinung, wenigstens gut recherchiert wurde – Quellen gesichtet- und der Gegner aus seiner Sicht sich mit dem Thema befasst habe. Dies ist aber hier gar nicht der Fall. So wirft man auf NS heute den Verfasser des Marx-Buches lächerlicherweise vor auch Quellen umfassend gesichtet zu haben.

Der Sinn der Besprechung in der Neonazi-Zeitschrift liegt nun nicht in einer wissenschaftlichen Sicht des Abwägens, sondern in einem Geschreibe das dies bedienen soll, was man in dem eigenen Spektrum für unwidersprechbar ausgibt. Es handelt sich allerdings auch um eine reine Szeneschrift, in einer Szene, bei der schon der Name Marx alle auf die Bäume treibt. Wenn also der böse jüdische Buhmann Marx von Klassenkampf, Warenfetisch und vielen mehr schrieb, muss schon das reine Gegenteil richtig sein, weil dies bei Marx stand. Das dies besonders dumm ist wird aber kaum einem in der Szene auffallen.

Ganz so als sei etwas schon deshalb falsch weil das jemand schrieb den man aus ethnischen Gründen für das Böse hält oder aus Gründen die aus der Bürgerkriegssituation von Weimar stammen. Rein theoretisch hätte man ja so was in einen eigenen Verstand um die Lage 2018 zu analysieren. Dies würde aber Abwägung erfordern und ein Bruch mit dem Denken aus seiner Sekten-Szene.

Die „Ideologie“ von „Hitler heute“ gibt sich selbst als umfassende Weltanschauung aus ist aber nichts weiter als eine Anti-Ideologie die der Meinung ist, es bräuchte gar keine Analyse der unmöglichen Zustände im modernen Kapitalismus und auch kein eigenes Gehirn oder Verstand. Es reiche bestimmte Phrasen abzuspulen, was auch reicht um eine immer kleiner werdende Szene zumindest noch im kleinen zusammen zu halten. Diese Ideologie scheint sich dann aus „Mein Kampf“ und „Schwarzbuch des Kommunismus“ zusammen zu setzen.

Die NS-Szene ist intellektuell ausgedünnt, wobei man sich als Gegengewicht in besonders radikaler Art zum „Marxismus“ oder der Linken versteht. Der Real-NS verfügte aber selbst einst kaum jemals über Ideologen – als solcher hat sich vielleicht Rosenberg gesehen, der aber selbst in den eigenen Reihen verspottet wurde. Hitler hatte selbst nie behauptet er sei ein solcher. Die marxistische Linke verfügt aber Marx über viele andere historische Ideologen – von Trotzki, Rosa Luxemburg, Lenin bis zu Dimitroff, Engels, zahlreichen Russen und Franzosen. Stalin war selbst kein wirklicher Ideologe, war aber wenigstens noch in der Lage halbwegs so etwas wie Analysen – aus seiner Sicht – zu gestalten. Ebenso Mao. Fidel Castro brachte es ebenfalls zu einem umfangreichen Oevre mit teilweise ideologischen Anspruch.

Der wohl letzte Versuch im NS-Spektrum so was wie eine Neonazi-Ideologie zu begründen waren die Schriften des in der Szene umstrittenen Michael Kühnen. Diese erinnerten etwas an Joseph Goebbels, der wie Kühnen unter dem sozialistischen Anspruch nicht den Bruch mit der Reaktion schaffte. Goebbels hatte Sympathien für Lenin und Stalin, Kühnen für den Maosimus, wobei letzerer an dem Widerspruch zwischen reaktionären und halbsozialistischen Thesen scheiterte.

So das auch ein „Gregor Strasserist“ aus Franken auf der Seite eines rechten Hayekianers, der Compact-Redakteur ist, so etwas schrieb wie „Waldemar Pabst tue es wieder“. Wer gemeint war ist nicht ganz klar? In dem Text des rechten Hayekianers ging es eben um Waldemar Pabst als Schutzwall gegen den „Bolschewismus. Rosa gibt es ja nicht mehr, so das etwa die Sahra gemeint sein könnte. Oder war Kipping gemeint, wobei es mehr als absurd wäre Rosa und Katja zu vergleichen.

Jedenfalls meint der selbe Gregor „Strasserist“ das Kuba und die dortige sozialistische Revolution zerschlagen werden sollte – als Nationalstaat – weil Kuba nach Rassen aufgeteilt werden sollte. So das er den Hinweis auf Kuba sei die Nation etwas ganz anderes als in Deutschland als „Multikulti-Ideologie“ verstanden haben wollte.

Es kann sein das er ganz einfach nicht zwischen der völkischen Nationsdefintion etwa in Deutschland und in Lateinamerika – multirassisch – unterscheiden kann – weil dort völkisch keinen Sinn macht, wegen der Gemischtrassigkeit und einer ganz anderen Tradition. Es kann aber auch sein das die Wendung gegen das Milosevic-Regime in Serbien und Postings die Asow über „Driter Weg“ feiern nicht gerade für „Sozialismus“ sprechen.

Dem historischen NS wurde aber schon in Nürnberg das Genick gebrochen, da sich nur die wenigsten der Angeklagten nocht tapfer zum NS-System bekennen wollte: Göring, Heß und einige andere wenige. Die Meisten versuchten sich aber nachträglich zu distanzieren – gerade auch der Chefideologe Rosenberg. Auch bei Göring war eine Teildistanzierung vorhanden, da er etwa Himmlers-Stellvertreter Kaltenbrunner angeschrienen haben soll: „Was habt ihr Wahnsinnigen da getan?“ Was aber nicht bei Knopp zitiert wird sondern bei dem Revisionisten David Irving.

Siehe: http://www.buchdienst-kaden.de/buecher/zeitgeschichte/ab-1945/irving-nuernberg-die-letzte-schlacht.htm

Die Autoren von „Marx von rechts“ werden sich nun bestätigt finden da in dieser Besprechung genau eben all jenes steht was sie der pro-kapitalistischen Rechten vorhalten – wozu auch das Umfeld von NS heute zu zählen sein wird. Zum einem setzt der Besprecher Kapitalismuskritik mit dem stalinistischen Gulag gleich und zum anderem spult er einen absurden rechten Hayekianismus ab. Warum dies in diesem Fall schon beinahe „lustig“ ist, darüber wird noch zu sprechen sein. Es ist ja nett das NS heute genau den „bösen“ Kaiser bestätigt. Das mag dumm sein, aber wenigstens ehrlich.

Der Neonazi scheint sich auch als „Moralist“ aufspielen zu wollen, wobei die Moral darin besteht Antikapitalisten Verbrechen zu unterstellen mit dem Hinweis eine Distanzierung vom Gulag sei unglaubwürdig, der Stalin-Kritiker wollte das selbe wie Stalin. Ja, aber was will dann der Hitler-Anhänger, der sich nicht von Hitler distanziert bzw. von den in diesem System vorgekommenden Verbrechen? Das es sich dabei um eine völlig absurde „Moral“ halten wird, dies wird wohl jeder erkennen, der zumindest selbst kein Neonazi ist.

Natürlich werden Neonazis sagen: Den Holo gab es gar nicht, keine Massenvernichtung von Behinderten -alles war ganz anders – und das Vorgehen gegen linke Parteien sei „berechtigt“ gewesen. Die Autoren des Marx von rechts Buches „leugnen“ aber weder die stalinistischen und maoistischen Verbrechen, noch rechtfertigen sie jene, sondern kritisieren sie mehr als deutlich. Von welcher „Moral“ will aber der Neonazi in diesem Zusammenhgang ernsthaft sprechen?

Den Inhalt des Buches hat der Rezesent kaum erfasst, sondern hat nur eine Schlagworte wie „Klassenkampf“ und „Marx“ wahr genommen um das übliche „Volksgemeinschaft statt Klassenkampf“ und einen neonazistischen Nationalkapitalismus abzuspulen. So weiß er auch nichts über den Inhalt von Benoists Beiträgen über „Warenfetisch“ und „Wertkritik“ zu berichtetn, wohl weil er kaum eine Ahnung hat was dies überhaupt sein soll. Das muss aber an sich schon „böse“ oder gar „verbrecherisch“ sein, weil dies eben bei Marx stand oder die Wertkritik von Marx abstrahiert wird.

Insbesondere bei der Wertkritik hat aber kaum ein Neonazi eine Ahnung, was das überhaupt sein könnte? Wie auch? Dazu müsste man erst einmal das Werk von Marx relativ umfassend kennen und dann die Abstraktion der Parole mit „Marx über Marx“ hinaus, hin zu einer Kritik der verkürzten Kapitalkritik, die sich selbst bürgerlich-kapitalistischer Inhalte bedient – Arbeitsideolologie als „Emanzipation“ und einer Trennung von Produktionssphären innerhalb des Prozesses des modernen warenproduzierenden kapitalistischen Systems.

So das bei der Neonazi-Besprechung bezüglich des Italieners Fusaro im Marx von rechts-Buch, weil er gar nicht verstanden hatte, worum es gehen wird, eine „unmögliche“ Art des Textes von Fusaro unterstellte. Warum? Weil der Text philosophisch angelegt ist ausgehend auf die Philosophie bei Marx und die Deutung von Marx auf andere Philosophen – von Hegel, Junghegelianern, usw. Dazu müsste man erst mal eine Ahnung von den besprochenen Philosophen haben und deren Deutung in der Fachliteratur.

Fusrao der ein anerkannter Experte für Marx bis deutsche Philosophen des Idealismus ist, schreibt natürlich wohl für Leser die sich selbst zumindest rundimentär mit dem Thema befasst haben. Der Neonazi will nun nur sagen das er selbst keine Ahnung hat und gar nicht versteht was das alles soll. Die Ahnungslosigkeit wird aber keiner offen zugegeben wollen und können. Das wäre zwar ehrlich, aber dann könnte man nicht so tun als wüsste man worum es gehen wird.

Der Neonazi wird wohl eher einer Besprechung des Marx-Buches von Fusaro zustimmen, welches im linken deutschen Westend-Verlag erschien. Die bürgerliche FAZ versuchte natürlich das Buch abzubügeln, es wäre aber auch komisch falls nicht.

Siehe: https://www.buecher.de/shop/marx-karl/schon-wieder-marx/fusaro-diego/products_products/detail/prod_id/47748842/#reviews

Der von Marx erkannte „Warenfetischismus“ , wie auch vom Neuen Rechten Benoist, ist für die Analyse des Kapitalismus nun entscheidend. So handelt es sich nach Marx und Benoist bei der Lohnarbeit um einen Widerspruch, da sich der Unternehmer das Mehrprodukt am Mehrwert aneignet, der Ziel und Gegenstand der kapitalistischen Produktion ist. Die Ware ist selbts ein Mittel um den finanziellen Reichtum – für den Kapitalisten wachsen zu lassen – aber nicht für den Arbeiter oder allgemein für die Ausgebeuteten im Produktionsprozess. Dabei muss es sich in der modernen Dienstleistungsgesellschaft nicht nur um klassisch-sozologische Arbeiter handeln, weil der klassiche Arbeiter immer mehr wegfällt.

Der Warenfetisch führt laut Marx und Benoist dazu das über Entfremdung soziale Beziehungen nur noch über den vermittelten Wert der Ware geschehen, wobei sich die Beziehungen der Menschen zunehmend über das Warenverhältnis darstellen. Waren sind ein Fetisch, die den zwischenmenschlichen Aspekt sozialer Beziehungen verschleiern. Es kommt zur Vedinglichung der sozialen Beziehungen. Das Sein beschränkt sich auf das Haben.

Ob es aber den Warenfetisch im Kapitalismus gibt oder nicht ist nicht von Marx abhängig, sondern von der kapitalistischen Funktionsweise. Ebenso war der Klassenkampf keine Erfindung von Marx sondern eine geschichtliche Tatsache und ist es. Dieser wurde auch nicht durch Hitler „abgeschafft“, sondern es gab nur die Behauptung dieser sei Qua Hitler und Zerschlagung linker Organisation nicht mehr „existent“. Das war in etwa so absurd, wie wenn sagen wir mal Stalin behauptete, es gäbe in der Sowjetunion keine Nationalitätenkonflikte (Russen, Ukrainer, Muslime, Kaukasier, usw.) mehr weil er das sagte.

Der Neonazi scheint auch des lese-verstehens nicht mächtig zu sein. So regt er sich darüber auf das der aus Neonazi-Sicht „Verräter“ Otto Strasser in dem Buch als „klug“ bezeichnet wird – wobei sich dies im Verhältnis gesehen auf die Strasser-Ideologie im Gegensatz zu Hitler, Rosenberg und Göring bezieht. Dem Neonazi fällt darauf ein das beim Nürnberger Prozess bei Göring oder Schacht ein besonders hoher IQ gemessen wurde. Um den IQ von Strasser ging es aber auch gar nicht – diesen kennt ja keiner – wie auch nicht denjenigen von Hitler.

Das ist so wie wenn man sagen würde Obama habe wohl einen höheren IQ als der Neonazi, was aber noch wenig über den Politiker Obama bezogen auf dessen Ideologie aussagte. Wahrscheinlich lag der IQ von Marx über demjenigen der meisten heutigen Nazis – sogar sehr sicher. Bei der Intelligenzforschung hätten aber vielleicht viele aus der Szene ein Problem, oder? Das ist aber eher ein Thema für Thilo Sarrazin, wobei sich dieser aber weder mit dem IQ von Neonazis noch Marxisten befasst!

So findet sich in dem Text im Grunde ein rechtskonservativer Anti-Antikapitalismus von einem der sich wohl für einen „nationalen Sozialisten“ halten wird. Nur etwas radikaler als bei rechten Wirtschaftsliberalen, so das der Verfasser leicht als „radikaler Bürger“ zu erkennen ist. Nicht einmal Christian Lindner würde solcherlei Einlassungen als „sozialistisch“ einordnen. Nur weil ihn einem Text „Volksgemeinschaft“ drinnen steht, muss der Inhalt nun gerade in diesem Fall kaum etwas mit einer Kapitalkritik zu tun haben. Um die Person Marx geht es hierbei gar nicht, sondern der Verfasser verrät sich inhaltlich, auch wenn diese sehr arm sein wird.

Nun sind unter bürgerlichen Antimarxisten zumindest klügere Marx-Kritiken zu lesen. Es ist kaum wahrscheinlich das aus dem bürgerlichen Spektrum jemand solcherlei Geschreibe ernst nehmen würde – weil es erkennbar von Unwissen und Widersprüchen geprägt ist. Der rechte Antimarxismus und Anti-Antikapitalismus benötigt aber auch nicht radikale Neonazis.

So fällt dem Autor zum Thema „Marxismus heißt Zerstörung“ ausgerechnet der Philosoph Habermas ein, der aber wie jeder wissen könnte, seit Mitte der 60er Jahre kein „Marxist“ mehr ist sondern ein liberaler Staatsphilosoph des BRD-Systems. Dies erinnert an die tollen rechtskonservativen und rechtspopulistischen Thesen von den „Bolschewisten“ die in der BRD bestimmend seien – entweder bei Grünen, SPD oder nun in der CDU.

Besonders absurd wird der Verfasser in dem Textzusammenhang nun danach trachtet eine „Hayek-Rechte“ zu verteidigen, weil er sich bei diesem Begriff wohl selbst angesprochen fühlt – den etwa Benedikt Kaiser in dem besagten Buch gebraucht. Kaiser der sich nur am ganz am Rand mit Neonazis beschäftigt meinte aber eher Rechtskonservative, Nationalliberale und Rechtspopulisten. Neonazis auch – aber die sind ihm zu unwichtig!

Scheinbar hat der Neonazi aber auch Probleme bei der Darlegung dessen für was Hayek stand. Jeder der sich mit Hayek, einem der radikalsten neoliberalen Ideologen befasste, weiß das jener etwa Kommunismus und NS-System gleichsetzte und diesen Vorwurf des „Nazikommunismus“ auf alle ideologischen Richtungen ausdehnte, die aus seiner Sicht für Staatseingriffe standen – etwa Sozialdemokratie bis Christdemokratie. Alles Nazikommunisten außer Mutti und Hayek!

An dieser Stelle soll gar nicht Werner Pirker der in dem Text „Neoliberaler Rechtsextremismus“ großartig bemüht werden, der in der JW ein lustiges Spielchen aufzog und Zitate von Hayek und Hitler brachte, wobei er erst später in dem Text verraten wurde, was von wem stammte. Pirker kam jedenfalls zum Fazit: Der eigentliche „Rechtsextremismus“ sei heute der Neoliberalismus.

Besonders peinlich ist jedenfalls für den Neonazi, der Hayek gar nicht kennt, aber meint den Hayekianismus verteidigen zu müssen, dass dieser in „Freedom and the Econmic System“ den NS als sozialistische Bewegung definierte, die ihre Wurzeln im Antiliberalismus und der Bismarck-Ära habe. Diese ähnele dem Kommunismus stark. Hayek diente sich der britischen Regierung an mit dem Hinweis er wolle gegen den „Sozialismus“ in Deutschland vorgehen, wie auch gegen dessen angeblichen „Zwilling“ – den Kommunismus.

In der „Weg zur Knechtschaft“ schrieb Hayek gegen die „Sozialisten in allen Parteien“ an. Der Sozialstaat münde laut dem radikalen Neoliberalen Hayek automatisch in sozialistischer „Planwirtschaft“, begründe eine „antifreiheitliche“ Bewegung und führe in eine semikommunistische Diktatur. Individuelle Freiheit und „Wohlstand“ können nur in der „reinen“ freien Marktwirtschaft – im Radikalkapitalismus – gesichert werden, so zumindest Hayek. Das Buch wurde insbesondere in den USA und England zum Bestimmungswerk des Thatcherismus und der „Chicago Boys“.

Den Zusammenhang von Chicago Boys, Hayek und etwa Pinochet hat meisterlich von der Globalisierungskritikerin Naomie Klein in ihrem Werk „Die Schock Strategie. Der Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus“ dargestellt.

Siehe: https://www.fischerverlage.de/buch/naomi_klein_die_schock-strategie/9783596174072

Verfasser: Sozrev

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Kommentare

  • Christian_Klee  On 29. Oktober 2018 at 07:53

    Hervorragender Artikel. Vielen Dank dafür.

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