Hansjörg Müller – Lautsprecher des Verfassungsschutzes

In meiner letzten Kolumne hatte ich mich mit der Wirkungmacht und Deutungshoheit des sogenannten Verfassungsschutzes auseinandergesetzt.

Siehe hierzu:

https://sachedesvolkes.wordpress.com/2018/09/29/die-macht-des-verfassungsschutzes/

Dieses Thema soll an dieser Stelle noch einmal aufgegriffen und anhand eines Beispiels präzisiert werden.

Auf der Wirkungsebene kann der VS Systemopposition, ob von rechts oder links oder etwa durch Islamisten, a) analysieren und dokumentieren, b) kriminalisieren und in der Öffentlichkeit diffamieren und c) in den inneren Strukturen beeinflussen.

Zu a) Daß der VS ein Interesse daran hat, Systemopposition durch Spitzel auszukundschaften, die ihm Berichte liefern, braucht nicht weiter erklärt werden. Daß allerdings NPD-Funktionäre wie Thorsten Heise erkannte bzw. sich bekennende V-Leute in ihrem Umfeld nicht entfernen, ermöglicht dem VS ungestört innerhalb der NPD zu arbeiten.

Siehe hierzu ab Minute 19:40:

Hinzu kommt der Umstand, daß Heise unkameradschaftlich gegenüber seinen „Kameraden“ handelt, indem er es wissentlich zuläßt, daß der VS aus dem Innenleben der NPD Personendaten, auch solche die belastend sein können, sammelt. Heise hintergeht seine „Kameraden“, indem er sicherlich seine Kenntnisse über V-Leute in seinem Umfeld nicht unter allen seinen NPD-“Kameraden“ bekannt macht.

Zu b) Auch der Umstand, daß der VS insbesondere nationale Opposition kriminalisiert und in der medialen Öffentlichkeit diffamiert, braucht insbesondere nach der Causa „NSU“ nicht mehr weiter erklärt zu werden.

Zu c) Was in nationalen Kreisen oftmals nicht erkannt wird, ist das Interesse des VS, nationale Oppostion von innen heraus zu beeinflussen. Dies geschieht vor allem durch die Lautsprecherfunktion von bestimmten V-Leuten. Das heißt von solchen V-Leuten, die sich innerhalb nationaler Strukturen dazu bekennen, V-Leute zu sein bzw. solche, die sich dazu bekennen, mit dem VS in Kontakt zu stehen, den Umstand aber, daß sie V-Leute sind, herunterspielen bzw. mit Legenden verschleiern. Diese sichtbaren V-Leute können die Propaganda des VS in nationale Organisationen hineintragen, dort Einschüchterung und Angst im Sinne des VS verbreiten. Solche bekannten V-Leute können Botschaften des VS überbringen, welche Personen und Positionen bedenklich bzw. zu entfernen seien.

Einer dieser VS-Sympathisanten war mit in meiner Burschenschafterzeit begegnet. Über Hansjörg Müller zu informieren ist deshalb nicht uninteressant, weil er seit September 2018 für die AfD im Bundestag sitzt.

Siehe hierzu:

https://de.wikipedia.org/wiki/Hansjörg_Müller

Bei der AfD ist Müller sicherlich gut aufgehoben, da sich führende Politiker dieser Partei, wie Alexander Gauland, dazu bekennen, sich hin und wieder mal mit VS-Funktionären zu treffen, um zu erfahren, was die AfD-Führung tun muß, um nicht in den Berichten des VS als „rechtsextremistisch“ genannt zu werden. Schließlich würde sich eine Nennung der AfD in VS-Berichten äußerst schädlich auf die bürgerliche Reputation dieser Partei auswirken. Sicherlich würden Vertreter einer vom VS als „rechtsextremistisch“ bezeichneten Partei nicht in den Systemmedien und deren „Talkshows“ als Gesprächspartner akzeptiert.

Aber nun zurück zu Hansjörg Müller, der Anfang der 2000er Jahre als Konkneipant, also nicht als Vollmitglied, in die Burschenschaft Thessalia aufgenommen wurde.

Zum Status des Konkneipanten siehe:

https://de.wikipedia.org/wiki/Konkneipant

Zur Burschenschaft Thessalia zu Prag in Bayreuth siehe:

https://de.wikipedia.org/wiki/Burschenschaft_Thessalia_Prag

Hansjörg Müller war einer der maßgeblichen Betreiber der Hetze gegen mich innerhalb der Thessalia – im Zuge der Kampagne des damaligen bayerischen Innenministers Günther Beckstein (CSU) gegen rechtsstehende Burschenschaften. Diese Kampagne fand in den Jahren 2001 bis 2002 statt.

Zur Kampagne des damaligen bayerischen Innenministers Günther Becksteins gegen Burschenschaften siehe:

http://www.jf-archiv.de/archiv01/261yy11.htm

http://www.spiegel.de/lebenundlernen/uni/burschenschaften-verbindungen-hofieren-rechte-a-139395.html

Hansjörg Müller sagte zu mir in einem Vieraugengespräch am 24.05.2002, das im Berghotel in Eisenach stattfand, daß er, Müller, den VS genau kenne, er Kontakt mit dem VS habe. Aufgrund meiner Mitgliedschaft stehe die Thessalia beim VS auf der „Abschußliste“. Zum Wohle des Bundes solle ich mich aus der Thessalia zurückziehen. – Für mich war in dem Moment klar, daß Müller versucht, im Sinne des VS ein Angstklima in die Thessalia hineinzutragen. Als Müller erkennen mußte, daß ich davon unbeeindruckt gewesen war, versuchte er es mit Angstmache gegen meine persönlichen Interessen. Ich sei doch, meinte Müller, derzeit arbeitslos gemeldet. Der VS, so Müller, können das Arbeitsamt dazu anhalten, mir mein Arbeitslosengeld zu kürzen.

Im selben Gespräch fragte mich Müller nach verbotenem Liedgut aus dem Dritten Reich, ob ich über derartige Liedmaterialien (Liederhefte, Tonträger usw.) verfügen würde. Die gleiche Frage stellte Müller auch an andere Bundesbrüder. Ebenso fragte Müller verschiedene Bundesbrüder immer wieder nach deren Verhältnis zum Holocaust. Ob die betreffenden Thessalen an die offizielle Version des Holocausts glauben würden. Es liegt die Vermutung nahe, daß Müller hierbei ganz geziehlt Material über Thessalen sammelte, das dem VS als „belastend“ gilt.

Hansjörg Müller geriet dann innerhalb des Bundes unter Druck, weil ich ein Gedächtnisprotokoll meines Vieraugengesprächs mit ihm als Kopie unter anderem dem Aktivensprecher hatte zukommen lassen. Müller rechtfertigte sich dann in einem Rundschreiben vom 17.06.2002 an den Altherrnkonvent der Thessalia. Er räumte ein, bereits mit dem VS in direkten Kontakt getreten zu sein. Allerdings, so Müller, sei dies ein einmaliges Treffen gewesen. Beim Gespräch eines VS-Beamten im April 2002 habe sich dieser ausschließlich mit Müller über dessen Geschäftsbeziehungen in die GUS-Staaten (ehemalige Sowjetunion) unterhalten. Müller wörtlich: „Mir wurde vom Verfassungsschutz mitgeteilt, daß dieses Organ nicht nur die Verfassung nach innen sondern auch nach außen gegenüber anderen Staaten schütze.“ (zitiert nach dem Schriftsatz Müllers vom 17.06.2002)

Ich kann und muß hier nicht den Beweis erbringen, daß sich Müller mit dem VS regelmäßig traf bzw. nach wie vor trifft, und daß er sich mit dem VS damals über die Burschenschaft Thessalia und heute über die AfD unterhielt bzw. unterhält. Fest steht allerdings, daß Müller damals die Propaganda des VS – ob mit oder ohne dessen ausdrücklichen Auftrag – in die Thessalia hineingetragen hatte. Zudem hatte Müller damals in der Thessalia versucht, Material zu sammeln und zu dokumentieren, das dem VS als „verfassungsfeindlich“ gilt.

Hansjörg Müller ist das Paradebeispiel für die Lautsprecherfunktion des VS. Personen, die sich innerhalb nationaler Organisationen dazu bekennen, den VS genau zu kennen, Beamte desselben bereits getroffen zu haben, können idealerweise die Propaganda des VS in die inneren Strukturen von Burschenschaften, patriotischen Parteien usw. hineintragen.

Hansjörg Müller trat später von selbst aus der Thessalia aus, nachdem der Altherrnkonvent sein Ansuchen um Vollmitgliedschaft abgewiesen hatte. Die Mehrheitsverhältnisse waren damals im Altherrnkonvent knapp bzw. unübersichtlich, weshalb ich aus politischen Gründen ausgeschlossen wurde, aber auch Müller seine Vollmitgliedschaft in diesem Bund nicht durchsetzen konnte.

Nach meinem Ausschluß aus Thessalia dokumentierte ich weiterhin fleißig die VS-Infiltration bezüglich dieses Bundes. Das entsprechende schriftliche Material schickte ich zur Information an bisherige Bundesbrüder. Da ich zu diesem Zeitpunkt weiterhin Mitglied im Kartellbund Germania Graz gewesen war, wirkten bestimmte Alte Herren von Thessalia darauf hin, daß ich auch aus dem Kartellbund Germania Graz ausgeschlossen werde.

Zu Germania Graz siehe:

http://germania-graz.at

Zum schwarzblauen Kartell siehe:

http://thessalia.de/kartell.html

Ich wurde dann vom Altherrnkonvent der Germania aufgefordert, meine Kritik an der Nähe bestimmter Thessalen zum VS zurückzunehmen – nicht nur Hansjörg Müller hatte VS-Propaganda verbreitet -, da es sich hierbei um Beleidigungen handeln würde. Meine Bitte, sich doch sachlich mit meiner Kritik an der VS-Infiltration in der Thessalia auseinanderzusetzen, wurde zurückgewiesen – mit der dummen Bemerkung, Bundesbrüder seien immer ehrenhaft, könnten deshalb gar nicht unehrenhaft handeln.

Um es kurz zu machen. Das Ergebnis war, daß nicht die VS-Fraktion aus der Thessalia ausgeschlossen wurde oder Germania mit Thessalia das Kartell aufgekündigt hätte; nein: ich, der Kritiker an den VS-Seilschaften in Thessalia, wurde im Nachgang aus Germania mit „Schimpf und Schande“ (cum infamia) ausgeschlossen. – Das ist insofern auch nicht verwunderlich, da ich im Zuge der VS-Kampagne von 2001-2002, die unter anderem gegen mich geführt wurde, erkennen mußte, daß mein eigener Ehrbegriff mit dem „Ehr“-Begriff bestimmter Burschenschafter nicht in Übereinstimmung steht. Vielmehr ist bei bestimmten Burschenschaftern genau das eingetreten, was Friedrich Nietzsche als die „Umwertung aller Werte“ bezeichnet hatte.

Zu Friedrich Nietzsches „Umwertung aller Werte“ siehe:

https://de.wikipedia.org/wiki/Umwertung_aller_Werte

Jürgen Schwab

Bücher von Jürgen Schwab:

Die Manipulation des Völkerrechts. Wie die „Westliche Wertegemeinschaft” mit Völkermordvorwürfen Imperialismus betreibt. Kyffhäuser Verlag, Mengerskirchen 2011, 14,95 Euro.

Angriff der neuen Linken – Herausforderung für die nationale Rechte. Hohenrain Verlag, Tübingen 2009, 9,80 Euro.

Die „Westliche Wertegemeinschaft”, Abrechnung, Alternativen. Hohenrain Verlag, Tübingen 2007, 9,80 Euro.

Volksstaat statt Weltherrschaft. Das Volk – Maß aller Dinge. Hohenrain Verlag, Tübingen 2002, 9,80 Euro.

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