Wer sind die Trump-Wähler und was wollen diese?

Mit Donald Trump befassen sich zwar zahlreiche Bücher und Zeitungen, aber bislang kaum mit seinen Wählern, was diese umtreibt, ihre Motive sind. Umfragen lassen jedenfalls vermuten das Donald Trump in den USA wahrscheinlich gute Chancen auf eine Wiederwahl hat, obwohl man in der deutschen Presse genau das Gegenteil animmt, weil man es annehmen möchte. Nun befasst sich eine Neuerscheinung auf erstaunliche sachlicher Ebene mit denjenigen die Trump wählten und dies obwohl es sich bei dem Verfasser um einen Trump-Gegner handelt.

Siehe: https://www.reclam.de/detail/978-3-15-011178-9/Klingst__Martin/Trumps_Amerika

Die unterschiedliche Motivlage gibt der Buchautor jedenfalls zutreffend wieder und auch ohne den sonst üblichen Schaum vor dem Mund. So stellt er auch fest das die Wankelmütigkeit Trumps aus Sicht seiner Wähler kaum zutrifft, da für diese Trump viele seiner Wahlversprechen gehalten habe. Das Einreiseverbot für Muslime, ein Herunterfahren der illlegalen und legalen Migration, die Mauer zu Mexiko wurde zwar noch nicht gebaut – aber die Vorbereitungen sind zumindest bereits gediegen. Der US-Präsident hat auch zahlreiche Freihandelsabkommen aufgekündigt, freilich nur um diese neu zu verhandeln. Trump legte sich auch mit Feind und Freunden an – wie im Wahlkampf angekündigt, so das sich in seiner Außenpolitik kaum eine „Linie“ erkennen lässt.

Trump hat im mittleren Westen geschlossenen Kohlemienen wiedereröffnet, führte Schutzzölle ein uns streitet sich im Geist von „America First“ mit der EU, den Chinesen und Mexiko. Für die Reichen und Libertärkapitalisten setzte er kräftige Steuererhöhungen durch, gleichzeitig für die Arbeiter und den Mittelstand eine teilweise keynesiastische Politik gefahren. Die in sich inkosquente Politik befriedigt nun die sehr konträrern Wählerschichten Trumps – so das für jeden etwas dabei ist. Daraus ergibt sich auch die Zufriedenheit mit Trump – unter seinen Wählern. Unter seinen Wählern hat er jedenfalls bessere Werte als so gut wie jeder US-Präsident vor ihm.

Den für „sicher“ gehaltenen Sieg Hillary Clintons, wobei nur mehr über Trumps vorgebliche totale Niederlage spekuliert wurde, hatte viele Gründe. Zum einem wurde total Trumps Anziehungskraft auf die weiße Arbeiterklasse unterschätzt, so wie auch auf die vielen „Wubürger“. Zum anderem wurde angenommen Hillary würde die Minderheiten im Sinne des „Antirassismus“ anziehen. Hillary gelang in Wahrheit im Gegensatz zu dem BRD-Klischee keine Mobilisierung der Minderheiten, zumindest nicht in dem hier erhoffen Ausmaß. Viele Schwarze und Lationos blieben zuhause oder wählten gar Trump.

Entgegen dem hier verbreiteten „antirassistischen“ Klischee gelang Hillary keine „Mobilisierung“, insbesondere nicht nicht unter den Afroamerikanern. Zum einem hatte sich unter jenen über die Jahre in Wahrheit eine Wut über Obama angesammelt. Kein deutscher „Antirassist“ hat den Frust der Schwarzen in den Statdvierteln mit hohen Anteil an „Afroamericans“ theamtisiert. In TV-Dokus war jedenfalls zu hören Obama hätte gar nichts erreicht oder gar es sei sozial noch schlimmer geworden.

Dann gibt es noch einen ganz anderen Zusammenhang der in der BRD-Presse logischerweise keiner thematisierte – wegen Hillary als „Antirassistin“. Schwarze Bürgerrechtler warfen dieser schon lange vor, sie habe als „Planerin“ hinter Gesetzen gesteckt, die auf Diskriminierung der Schwarzen hinausliefe – vor allem in ihrer Rolle als Ehefrau von Bill. So warf man hier Hillary vor Sozialkürzungen habe in Bill Clinton-Gesetzen vor allem Schwarze betroffen – auf Anraten von eben Hillary. Der Vorwurf lautete damals das sei kein „Zufall“ gewesen.

So das auch vergessen wurde das Hillary im Demokraten-Vorwahlkampf, den sie 2008 gegen Obama verlor, vorgeworfen wurde, sie habe sich „rassistisch“ gegen Obama geäußert. Das war damals in den USA ein großes Thema. Warum? Die Südstaatlerin Hillary hatte damals „Codewörter“ gebraucht die jeder im Süden verstand. Jeder aus dem Süden wusste was damit „gemeint“ war. Das wird wohl so gewesen sein, weil sie sich in ihrem dicken Erinnerungsbuch etwas zweideutig „entschudigte“, schließlich war sie ja nun Außenministerin geworden – unter Obama.

Freilich ist die Mauer zu Mexiko keine reine Trump-Idee. Bill baute zwar keine Mauer aber einen Zaun. Hillary-freundlichen Biographen meinen die Idee sei eher von Hillary gekommen. So das es auch wilde Milizen die zum Teil mit Waffengewalt gegen mexikanische Einwanderer vorgehen seit Bill und der „First Lady“ gibt. Ob man das „gut“ oder „schlecht“ findet ist aber nicht die Frage von „antirassistischen“ Heuchlern – in der BRD. Diese werden ja ganz einfach nicht aufnehmen das die Bill Clinton-Regierung es legalisierte das private Paramilitärs ganz „legal“ auf Mexikaner schießen konnten.

Das in den USA renommierte libertäre Meinungsforschungsinstitut „Cato“ hatte die Trump-Wählerschaft demoskopisch untersucht. Hierzu wurden 8000 Trump-Wähler unter die Luppe genommen. Unter jenen gibt es mindestens fünf „ideologische“ Gruppen. Zum einem gebe es die „klasssischen Republikaner“, die zwar Trump nicht mögen, aber ihn wählten, weil man eben immer die REPs wählt. Der „rüpelhafte“ Still Trumps stößt hier eher auf Befremdung. Besonders wichtig sei diesem Lager eine christliche Politik, die Berufung von konservativen Richtern, Sozialkürzungen, Verteidigung des Waffenbesitzsrechtes, aber auch eine restriktive Einwanderungspolitik.

Eine andere Gruppe bilden libertäre Marktkapitalisten, die Trump gegenüber Hillary nur als das geringere Übel ansahen, da sie befürchteten diese würde Gewerkschaftsrechte stärken und für mehr Wohlfarth plädieren. Sie sind auch für Freihandel und Zuwanderung – hier in einem inhaltlichen Contra zu Trump.

Dann gibt es die Trump-Wählergruppen die sich von Trump besonders angesprochen fühlten. DIes sind zum einem die „Anti-Elitären“ und die „Freischwebenden“. Beide Gruppen wollen Trump, weil er als „Störer“ auftritt und gegen das Political Correctness verstößt. Sie erwarten sich von Trump mit dem „Sumpf“ in Washington aufzuräumen. Nun kommt die größte Überraschung: Die „radikalste“ Gruppe – die „Bewahrer“ – ist zum einem die rechteste und zugleich auch die linkeste.

Diese will zum einem das weiße, christliche und auch europäischstämmige Erbe der USA erhalten. Bei jenen habe es sich aber eher um Ex-Wähler der Demokraten gehalten, mit für US-Verhältnissen „linken“ Sozial- und Wirtschaftsvorstellungen. Diese Trump-Gruppe wünscht sich eine höhere Besteuerung von Reichen und einen Aufbau des Sozialstaates – der in den USA insbesondere für das klassische REP-Spektrum ein Tabu ist. Die sogenannten „Rassisten“ finden sich vor allem in dieser Wählergruppe, die aber keine typisch „rechte“ ist.

Diese Wählergruppe findet man vor allem unter den weißen Arbeitern im mittleren Westen und den Südstaaten – ländlich und sozialkonservativ gegrägte Gebiete. Der Süden war entgegen dem Klischee einst demokratische Hochburg, lief aber fast völlig zu Trump über. In einem Bundesstaat des Südens der eigentlich immer demokratisch wählte, hatte Trump mit unglaublichen 41 Prozent vor Hilllary gewonnen.

Im Buch sprach Klingst auch mit einigen aus der weißen US-Arbeiterschicht, was aber wenig mit dem zu tun hat was man sich unter Arbeiterwählern in Europa vorstellen mag. So beschwerten sich diese über Sozialhilfe und staatliche Programme die nur die „Faulen“ alimentieren würden, gerade in Gebieten in welchem es besonders viele Arbeitslose und Arme gibt. Dies obwohl es in den USA im Gegensatz selbst zu der BRD, wo der Neoliberalismus mittlerweile bestimmend geworden ist kaum einen „Sozialstaat“ gibt.

Obamas Gesundheitsversicherung sei auf „Kommunismus“ ausgerichtet gewesen und dann bekämen auch noch die Kinder von armen Familien „Fresspackete“. So wünscht sich natürlich ein Neoliberaler die „Arbeiter“. So regt sich in dem Buch ein Arbeiter der nur noch verfaulte Zähne besitzt und kein Geld hat um zum Zahnarzt zu geben über Obamas angeblichen „Kommunismus“ im Gesundheitssytem auf, der aber in jedem europäischen Land als mangelhaft gilt. Nicht weil es sich um einen „Kommunismus“ handelt, sondern weil nur 10 Prozent der US-Amerikaner unter die dort verurteilte „Zwangsversicherung“ fielen.

Dagegen klingen die Argumente gegen die Latino-Invasion in Teilen überzeugend. Trump-Wähler sagten Klingst diese nutze nur den gutverdiendenden Amerikanern und solchen Betrieben die billige Arbeitskräfte anstellen. Die liberalen Gutverdienern müssten nun nicht auf dem Arbeitsmarkt mit schlecht ausgebildeten Mexikanern konkurrieren. Allerdings handelt es sich bei einem Teil des US-Gebietes um ehemaliges mexikanisches Gebiet, das die USA im 19, Jahrhundert kriegerisch eroberten – dies sind immerhin bis zu 13. Bundesstaaten.

Die Kriminalität durch die Lationo-Zuwanderer hat auch eine „andere“ Seite. Statistiken zeigen das die weißen Amerikaner weitaus mehr Schusswaffen horten als die „Minderheiten“. So sind 42 Prozent der Weißen bewaffnet, aber „nur“ 18 Prozent der Schwarzen und Lationos. Fast alle Amokläufe wurden von Weißen begangen.

Klingst widmet sich auch der in den USA ausufernden Waffengewalt. So starben in den USA mehr Menschen durch Schusswaffengebrauch als in den allermeisten „offiziellen“ Kriegsgebieten. Auch weitaus mehr als in Mexiko. Mitunter mag die USA gefährlicher sein als sagen wir mal Syrien. In Mexiko (kein Krieg) oder in Syrien (Krieg) bekommt aber auch niemand eine Waffe ausgehändigt wenn er in einem Supermarkt Lebensmittel einkauft oder Neukunde einer Bank wird. Michael Moore machte sich in seinem Film „Bowling for Coumbine“ ironisch über solche Absurditäten lustig. So händigte man ihm in einer Bank ein Maschinengewehr aus. Der Filmemacher fragte den Bankdirektor ironisch ob das in einer Bank so eine tolle Idee sei.

Der Filmtitel war freilich schon eine einzige Ironie. Der spielte auf den Amokauf in einer US-Schule an. Die US-Waffenlobby behauptete ernsthaft das Massaker habe nichts mit Schusswaffenwahn zu tun,sondern damit das die Täter als „Bowler“ bekannt waren oder zumindest am Tag zuvor Bowling spielten. Es kann natürlich auch sein das an einem Amoklauf die „Tacoindustrie“ in Wahrheit die Schuld trägt oder vielleicht hat ein Amoläufer öfters mal Rosen gekauft.

Die USA sind natürlich ein absurdes Land. Einerseits das Land des Finanz- und Bankenkapitals, aber viele US-Amerikaner haben keine Kontoverbindung. Warum? Weil viele Amerikaner befürchten der Staat würde so in ihr „Freiheitsrecht“ eingreifen. Das setzt sich bis hin zum Mord vor, so gibt es diverse Bundesstaaten in dem es an sich „legal“ ist einen Nachbarn zu erschießen der „ungefragt“ das Grundstück betritt. So das gar kein Unterschied gemacht wird ob einer nur mal klingeln wollte oder mit Mordabsicht das Grundstück betritt. So das zumindest in einigen Bundesstaaten das Ermorden eines unbewaffneten, völlig harmlosen als „Notwehr“ gewertet wird, weil dieser ungefragt die „Privatsphäre“ verletzt habe. Dies gibt es so weit bekannt in keinem anderem Land der Welt.

Martin Klingst, der Autor des Buches, sprach freilich auch mit US-Hollyoodnazis im Süden, so mit dem „Führer“ des „Imperial Klan of Amerika“, einer KKK-Gruppe. Klingst meint natürlich der „Clown“ sei gefährlich weil dieser ganz Hollywood-Nazis Hakenkzreuze im Wald aufstellen lässt und Schießübungen an einer Puppe durchführen lässt die er „Runnaway-Nigger“ nennen lässt, SS-Runen und „Hass“ sich in den glatzköpfigen Schädel hat tätowieren lassen. Der Titel des großen Führers ist natürlich „Hexenmeister“. Über so jemand werden sich aber selbst die dümmsten deutschen Neonazis lustig machen. Ein „Stellvertreter“ der zu dem Interview dazu kam meinte lachend „keine Sorge bisher haben wir hier noch keine Nigger aufgehängt“.

Natürlich ist der KKK dazu gar nicht mehr in der Lage, schon alleine weil er sich in dutzende feindliche Fraktionen aufgespalten hat, die selbst zusammen genommen im Vergleich der Hochzeit des KKK völlig unbedeutend sind. Damals hatte man noch Schwarze und Bürgerrechtler aufgehängt oder in Flüssen versenkt. Mitunter gehörten damals noch Polizeichefs, hohe Politiker oder zumindest Bürgermeister zum Umfeld des KKK.

Mitunter mag der Film „Missisipi Burning“ durchaus „liberale Propaganda“ gewesen sein, aber ganz falsch waren in dem Oscar-prämierten Film die Sachverhalte nicht. Weiße Bürgerrechtler wurden im Fluß versenkt, Schwarze wurden aufgehängt, die Täter gehörten zum KKK – aber nicht „nur“ – sondern die Aktion vom örtlichen Polizeichef geleitet, es gab Freisprüche für einige Mörder, weil der Richter offenbar selbst zum KKK-Umfeld gehörte. Der Staatsanwalt ebenso. Das war freilich Anfang der 60er und nicht im Jahr 2018.

Freilich ist das kein Buch über die US-Neonazisezne sonst hätte Klingst auch einen Neonazi-Führer interviewen können der eine der diversen „American Nazi Party“ gründet und sich optisch als Hitler verkleidet, vor Gericht mit dem Ansinnen scheiterte seinen Namen in „Hitler“ umändern zu lassen und seine Kinder „Eva“ (Braun) und „Heinrich“ (Himmler) nennen ließ. Der Hund heißt natürlich „Blondie“.

Klingst meint natürlich „alarmiert“ die US-Neonazi und White Power-Szene sei in den USA auf dem Vormarsch. Dabei handelt es sich freilich um eine Einbildung an die man glauben will weil man es schon wieder glauben möchte. Charlottesville („Unite the Right“), auch organisiert von David Duke hat in Wahrheit der Szene das Rückrat gebrochen. Seit dem clownhaften und gewaltsamen Aufmarsch bekommt man bei Demos fast nichts mehr auf die Reihe. Zum Teil nur mehr ein paar dutzend Leute.
Die „Ideologie“ oder das „Ansinnen“ klingt unter den heutigen Bedingungen freilich absurd. Robert Spencer – ein Ideologe – der rasssischen US-„White Power Nation“ plädiert für ein Gebiet der weißen US-Amerikaner, gegen eines der Schwarzen, Latinos, Asiaten und der rassisch durchmischten. Die wichtigsten US-Staaten sind aber enweder rasssisch durchmischt oder verfügen bereits über eine große Latino-Minderheit die in ein paar Jahrzehnten wohl dort zur Mehrheit wird.

Das Spencer-Spektrum das zum „Neoheidentum“ neigt wird freilich in den USA kaum für voll genommen weil man sich hier zur weißen christlichen Nation bekennt und selbst rechten weißen Christen, dass gemeinsame Bekenntnis mit katholischen Mexikanern wichtiger ist als die gemeinsame Hautfarbe mit neoheindischen Spencer-Anhängern. Für einen Ami ist Christ immer noch wichtiger als Nicht-Christ, so das in den USA das Motto gilt „Go to Church. Somewhere.“

So zeigen auch US-Umfragen das Amerikaner jeden als ihren Präsidenten akzeptieren würden – Weiß, Schwarz, Mann oder Frau – aber im Verhältnis dazu gesehen keine „Atheisten“ und erst recht keine „Heiden“ – die in US-Denken erst gar nicht vorkommen. Hauptsache derjenige sei erst mal Christ und bekenne sich zumindest dazu.

In einem Compact-Interview war Robert Spencer wenigstens so ehrlich sich als „Nationalimsus-Kritik“ zu bekennen. Er bezöge sich auf die weiße Rasse – vor allem in den USA – aber nicht auf Nationen. Nur das auch dies keinen „Sinn“ ergibt weil sich im Gegensatz zu Spencer die meisten weißen „Traditionalisten“ bis hin zu Trump auf die „weiße christliche Nation“ beziehen. Für Spencer müsste es natürlich einen weißen Transnationalismus geben, aber wahrscheinlich haben Orban, Putin bis Polen und die Slowakei keine Lust in einem „Großspencer-Reich“ zu leben, in dem von Spencer Nation und Staat als unwichtig erklärt wird. Freilich wird wahrscheinlich weder Putin noch Orban von der völlig unwichtigen Person Spencer je etwas vernonommen haben.

Trump hatte natürlich nicht unrecht das die Gewalt in Charlottesville von beiden Seiten ausging. Das ist aber etwas ganz anderes wie die Behauptung die auch von deutschen Compact-Magazin ernsthaft übernommen wurde: Dieses hatte die absurde These von „Unite the Right“ ungeprüft übernommen der Todesfall sei ein „Unfall“ gewesen. Ein Wagen eines White Power-Demonstranten raste in die Gegendemo und tötet eine weiße linke Gegendemonstrantin. Das hatte aber niemand aus dem Trump-Lager ernsthaft behauptet, sondern nur „Unite the Right“ und eben auch Compact. Die Lächerlichkeit einer „Unfallthese“ dürfte jedem klar sein.

In Wahrheit spielt die White Power-Szene auch unter den milianten der US-Rechten keine Rolle, sondern ist höchstens über den Namen KKK bekannt – der selbst zusammengebrochen ist und kaum noch über Anhänger verfügt – anders als noch in den 1960ern. Es gibt freilich eine relativ mächtige militante Szene, die aber in der BRD kaum bekannt ist. Mehrere Zehntausende sollen sich in den „Patriot-Milizen sammeln, zu deren Umfeld auch Amerikas bekanntester Inlandsterrorist Timothy McVeigh gezählt wird. Dieser sprengte einst eine FBI-Zentrale. Mithin der größte Terroranschlag nach dem 11. September auf US-Gebiet.

Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Timothy_McVeigh

Bei den „staatsfeindlichen“ und bewaffneten Milizen handelt es sich aber weder um US-Neonazis noch um „Rassisten“ nach White Power-Muster – da hier auch Schwarze und Latinos mitmachen dürfen. Deren Ideologie dürfte auch Rechten in Europa kaum verständlich sein da sich aus Verschwörungstheorien zusammen setzt. Die US-Regierung plane KZs für Amerikaner und eine Machtübertragung an eine UN-Geheimregierung, außerdem glaubt man die US-Regierung stehe im Akte-X-Still mit außerdischen Invasoren im Bunde (???). Im Vergleich zu US-White Power-Nazis handelt es sich aber um eine „rechte“ Massenbewegung.

Diese irrationale „Ideologie“ wird in Deutschland teilweise im Umfeld des „Magazines 2000“ in der BRD verlegt, welches an einigen Kiosken und Bahnhofsbuchhandlungen zu erwerben ist. Die „Patriots“ demonstieren freilich nicht , sondern bereiten sich in Wehrsportlagern auf den „Endkampf“ vor. Dies war zumindest den Büchern eines der Ideologen der Patriots zu entnehmen, welche auch in deutschen Verschwörungsverlagen verlegt wurden. In jenen kamen neben dem „UN-KZ-Plan“ für das amerikanische Volk auch „Roswell“ und „Majestic 12“ vor.

Kann sein das nicht jeder weiß was „Majestic 12“ sein soll. In der Verschwörungstheorie ist dies zumindest ein „Klassiker“. Das bezieht sich auf eine angebliche Gruppe von Militärs, Politikern und Wissenschaftlern die einen angeblichen „UFO-Absturz“ vertuscht hätten und dann laut Verschwörungstheorie später eine finstere Allianz mit den ETs geschmiedet hätten. Entweder gegen die Menschheit oder gegen das amerikanische Volk.

Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Majestic_12

Auf dem rechten Flügel finden sich freilich Leute die überhaupt nicht einordnbar sind, so etwa der als „Extremist“ verdammte Dick Black. Bei jenem handelt es sich um so etwas wie einen „Brieffreund“ von Assad und Hezboallah-Versteher. Um einen „Bewahrer“ handelt es sich nicht sondern eher um einen antisozialistischen klassischen US-Rechten, der aber sonst nicht „klassisch“ ist. Black, der als „extremer Rechter“ bei den Reps gilt, meint die besten US-Freunde wären „eigentlich“ Assad, die Hezbollah und auch der Iran. Frelich handelt es sich um einen Trump-Unterstützer, der hier eine gegenteilige Position einnimmt und eher die Evangelikalen bedient und die Israel-Lobby.

Völlig aus dem klischeehaften Rahmen schlägt freilich Paul Craig Roberts, ein ehemaliger Reaggan-Top-Mann, der in seinen Kolumnen und Büchern selbst antiimperialistische Linke verwirrt. Der ist mittlerweile „radikaler“ als viele linke Antiims- bezüglich des Antiimperialismus. So wirft dieser etwa Putin vor eine „Lusche“ zu sein. Putin hätte aus seiner Sicht in Kiew „einmarschieren“ müssen. Ansonsten liegen seine Symapthien bei Staaten wie Venezuela, Kuba, Iran bis Weißrussland und gar Nordkorea. Craig Roberts gilt natürlich den meisten Trump und Hillary-Wählern als „wahnsinniger“, verfügt aber trotzdem über eine bestimmte Reputation unter einer Minderheit der rechts- und linkswähler in den USA.

In Deutschland werden seine Kolumnen auch von verschiedenen linken und rechten Seiten gebracht. Was Craig Roberts aber nun genau sei – ein rechter oder linker, oder beides – mag auch in Deutschland keiner mehr genau sagen.

Trump hatte mehr oder weniger etwa die Hälfte der Wählerschaft für die REPs unter solchen Wählern rekrutiert, die im Grunde sonst nichts von den REPs hält sondern Trump gar nicht als Republikaner wahrnahm. Mehr oder weniger haben diese Paradoxerweise auch gegen die REPs gestimmt, gegen das typische REP-Establishment. Aus deren Sicht sollte die „Trump-Revolution“ eine gegen Demokraten und REPs sein. Dies wurde von Trump selbst befeuert, da er ankündigte falls er nicht REP-Kandidat werde, dann wolle er eben als „Unabhängiger“ gegen Alle antreten.

Trump hatte die eigentlich von den Demokraten dominierten „Blue Collar-Workers-Staaten“ gewonnen, in der unter Obama die Industriearbeiterschaft von Massenarbeitslosigkeit bedroht war. Es handelte sich auch um Staaten in welchen Arbeiter und Mittelschichten mit massiven Lohnverlusten zu kämpfen hatten, während die Kluft zwischen diesen ländlichen Regionen und den Großstädten immer größer wurde. Zugleich fühlten sich immer mehr „fremd im eigenem Land“. Umfragen zeigen sich die meisten Trump-Wähler die USA der 1950er und 1960er wieder herbei sehnen.

Die deutschen Medien verbreiteten aber auch „demoskopische“ Falschinformationen. So etwa bei der Behauptung kein Schwarzer hätte für Trump gestimmt. Nun weiß man aber das Trump das BESTE Wahlergebnisse für die Reps unter allen republikanischen Präsidenten der letzten Jahrzehnte holte – unter den Schwarzen. Immherin vier mal so viel wie etwa sein Voränger als REP-Präsidentschaftskandidat Romney erreichen konnte. Nun sank die Arbeitslosenrate unter US-Schwarzen „ausgerechnet“ unter Trump auf das niedrigste Niveau das jemals in den USA gemessen wurde.

Klingst bietet auch etwa zum Fall Nordkorea eine wohl interessante These. Hier fragten sich mehr oder weniger alle in der WWG was das soll. Trump hatte doch Nordkorea mit der Vernichtung gedroht und dann macht Trump einen halben Deal. Klingst verweist auf Trumps-Wahlkampfaussagen es sowohl Feinden wie auch „Verbündeten“ zu zeigen. Hier wollte es Trump mal den „Freunden“ zeigen was er mit „America Great Again“ meint. Das sollte ein Schuß vor den Bug gegen die „Freunde“ sein. Warum? Das weiß jeder der Trumps-Ansichten verfolgt. Die Verbündeten sollen mehr „zahlen“.

Um eine konheränte Politik handelte es sich nicht da Trump nach dem Deal verkündete man würde „tolle“ und „einmalige“ Beziehung zu Nordkorea aufbauen, eine Woche später wurden die Sanktionen durch die USA gegen Nordkorea verlängert und Trump twitterte Nordkorea sei eine „große Gefahr“, dann wieder beendete er gemeinsame Militärmanöver mit Sükdkorea. Dann wiederrum wurde ein paar Wochen später auf US-Antrag Nordkorea in der UN verurteilt.

Einen logischen Sinn macht dies nun nicht befriedet aber Wählergruppen und das eigene unlogische Denken von Trump. Das ist wie bei einem Veganer der an dem einem Tag Fleischkonsum als Verbrechen verurteilt, am nächsten aber zum Genuß von Steaks und Burgern auftruft und am nächsten Tag nur noch Nudel und Eierspeisen als moralisch gerechtfertigt erlaubt. Es kann sein das er dam darauffolgenden Tag zu Würsten tendiert oder zu reinen Salatspeisen. Keiner wird es so genau wissen können.

Verfasser: Sozrev

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