Fremdschämen für die „Nürnberger Nachrichten“

Die „Nürnberger Nachrichten“ befinden sich an der Spitze der Betroffenheitsbekunder hinsichtlich der Verbrechen des sogenannten „Nationalsozialistischen Untergrunds“. Aber ist denn die Rolle der Super-Aufklärer, die sich die NN bezüglich des „NSU“ selbstgerecht zuschreiben, wirklich so glaubwürdig? – Zweifel sind angebracht. Hierzu nur ein Beispiel. Unlängst führte die Redaktion der NN ein Kaffeeklatschgespräch mit Günther Beckstein (CSU) und Renate Schmidt (SPD) zu deren 75. Geburtstag. Es wurde dabei viel über Belangloses palavert, aber das Thema „NSU“ wurde dabei überhaupt nicht angesprochen.

Siehe hierzu:

http://www.nordbayern.de/politik/nn-talk-mit-den-politik-urgesteinen-beckstein-und-schmidt-1.8332515?searched=true

War es nicht Günther Beckstein, der in der Zeit, in der der „NSU“ insgesamt zehn Menschenleben, davon immerhin fünf im Bundesland Bayern auslöschte, die Verantwortung als bayerischer Innenminister getragen hatte?

Siehe hierzu:

https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalsozialistischer_Untergrund

https://de.wikipedia.org/wiki/Günther_Beckstein

Warum stellen die NN denn nicht Beckstein bezüglich seiner Verantwortung hinsichtlich der Morde des „NSU“ zur Rede? Es wird doch niemand so dumm sein zu glauben, daß Uwe Bönhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe jahrelang in den Untergrund verschwanden, um Menschen zu ermorden, ohne daß der sogenannte Verfassungsschutz deren Bewegungen und Taten nicht mitverfolgt hätte.

Für mich ist völlig klar, daß Beckstein zumindest Mitwisser, sein bayerischer Verfasssungsschutz eventuell sogar Mitorganisator der NSU-Mord sein muß.

Aber den NN, so mein Eindruck, geht es nicht um eine umfassende Recherche aller möglichen Motive hinsichtlich der Morde an neun ausländischen Menschen und der einen deutschen Polizistin. Davon abgesehen, ob die Morde allesamt von den drei Beschuldigten begangen wurden. Das Motiv des Rassenhasses gegen ausländische Menschen läßt sich nicht so einfach zur Seite schieben wie rechte Verschwörungstheoretiker dies meinen – wobei der Mord an der deutschen Polizistin dabei irgendwie doch aus dem Rahmen – des Motivs Rassenhaß – fällt.

Siehe hierzu:

https://www.amazon.de/Das-NSU-Trio-Karl-Heinz-Hoffmann/dp/3000402160

Daß es um den sogenannten „NSU“ viele Ungereimtheiten gibt, soll an dieser Stelle gar nicht bestritten werden. Aber die grundsätzliche Möglichkeit, daß ausländische Menschen von Deutschen umgebracht werden, die diese wegen ihrer Herkunft hassen und töten wollen, ist eine plausible Möglichkeit.

Bei den NN ist nun aber die Suche nach möglichen weiteren Tatmotiven erledigt beziehungsweise erschöpft. Die Suche nach weiteren Tätergruppen und deren Tatmotive wird von den NN gar nicht angestrengt. Denn für die NN geht es gar nicht darum, den „NSU“ umfassend in alle Richtungen zu recherchieren, sondern den Popanz „NSU“ lediglich zum Kampf gegen rechts zu instrumentalisieren. So nutzt Roland Englisch einen Artikel, den er in den NN veröffentlichte, um „rechtes Denken“ pauschal zu kriminalisieren (NN vom 12.07.2018, S. 2).

Höre hierzu:

Den NN geht es in Wirklichkeit um die Vernichtung einer politischen Rechten in Deutschland, deshalb auch der große, aber einseitige Rechercheaufwand bezüglich des „NSU“. Daß die NN rechte Denker, rechte Politiker und Aktivisten sozial vernichten wollen, machen Recherchetechniken der Readation deutlich. Die Redakteure der NN, die mit rechten Aktivisten usw. in Kontakt treten, fragen diese regelmäßig und systematisch nach deren Arbeitgebern aus – also nicht nur allgemein nach dem Beruf, sondern ganz gezielt nach dem Arbeitgeber. Wozu soll diese Information dienen als politische Andersdenkende bei deren Arbeitgebern zu denunzieren?

Die NN haben in den letzten Jahren nicht nur viele Leser und Abonnenten verloren, sie entwickeln sich auch geistig mental immer mehr zu einer Sekte. Wenn die Sektierer bzw. Redakteure der NN ihre heiligen Hallen verlassen, um mit Menschen in der Außenwelt in Kontakt zu reden, fabulieren sie immer wieder von dem „Boden des Grundgesetzes“, auf dem doch alle guten Menschen, die in Deutschland leben, zu stehen hätten. Daß aber genau von diesem „Boden des Grundgesetzes“ aus ausländische Menschen gezielt und kalkuliert ermordet werden – mit welchem Tatmotiv wäre zu fragen? -, genau diese Frage stellt sich die NN-Sekte nicht.

Auf „Bildungs“-Veranstaltungen der NN schwadronieren Redakteurinnen von den vielen „Fehlern“, die der sogenannten Verfassungsschutz in der Causa „NSU“ gemacht habe. Darüber lacht nicht nur die SdV, sondern auch die Autonomen in Gostenhof.

Die NN können sich nicht vorstellen, daß vom „Boden des Grundgesetzes“ aus deutsche Patrioten und Nationalisten auch durch staatliche Behörden kriminalisiert werden, indem man deren berechtigte Kritik an der Verausländerung Deutschlands mit Mordtaten gegen Ausländer gleichsetzt. Daß hierzu Systemkräfte ausländische Menschen in Deutschland ermorden könnten, um den Verdacht auf die nationale Opposition allgemein zu lenken, diese damit zu dikreditieren, diese Idee läßt die NN-Redaktion in ihrer Sektenwelt nicht an sich heran.

Und insofern ist es auch nicht verwunderlich, daß die NN-Sekte gemeinsam mit Günther Beckstein dessen 75. Geburtstag feiert, ohne den „Boden des Grundgesetzes“, von dem aus zehn Menschen ermordet wurden, auszuleuchten.

Jürgen Schwab

Bücher von Jürgen Schwab:

Die Manipulation des Völkerrechts. Wie die „Westliche Wertegemeinschaft” mit Völkermordvorwürfen Imperialismus betreibt. Kyffhäuser Verlag, Mengerskirchen 2011, 14,95 Euro.

Angriff der neuen Linken – Herausforderung für die nationale Rechte. Hohenrain Verlag, Tübingen 2009, 9,80 Euro.

Die „Westliche Wertegemeinschaft”, Abrechnung, Alternativen. Hohenrain Verlag, Tübingen 2007, 9,80 Euro.

Volksstaat statt Weltherrschaft. Das Volk – Maß aller Dinge. Hohenrain Verlag, Tübingen 2002, 9,80 Euro.

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