Mordfall Lübcke: Der „tiefe Staat“ am Werk?

Der Mord an Walter Lübcke (CDU) durch einen Täter aus der „rechten Szene“ wirft seit einiger Zeit Fragen auf, die zum einem von der Mainstreampresse unter „NSU 2.0″ geführt werden, aber wohl etwas anders als man sich dies aus Sicht des Mainstreams wünschen wird. Selbst die BILD-Zeitung mutmaßt eine Verfassungsschutzbeiligung, was an der Person Temme, der offenbar im Umfeld beteiligt war, festzumachen ist.“Schon wieder Temme? Und jetzt schon wieder Zufall? Schwer zu glauben – bei Yozgat, wie bei Lübcke“, so ein Anwalt der ersten NSU-Opfer.

Nun gab es einen Einruch in Lübckes ehemaligen Büro was laut Polizei natürlich keinen „Zusammenhang“ zu dem Fall habe.

Siehe: https://www.hna.de/kassel/walter-luebcke-sti1262396/kassel-unbekannte-brechen-regierungspraesidium-zr-12861338.html

Spiegel-Online hatte schon am 07.06. 2019 geschrieben: „Als schien es als könnten die Gerüchte kaum noch wilder werden, kam auch noch Andreas Temme ins Spiel. Der damalige hessische Verfassungsschützer hatte 2006 in einem Kasseler Internetcafe auf einer Flirtseite gechattet, während kurz oder bevor wenige der Cafebetreiber Halit Yozgat von Neonazis des NSU ermordet wurde.“ Und weiter „glaubt man…Compact-Online, dann könnte Temme auch irgendetwas mit dem Tod des Kassler Regierungspräsidenten Walter Lübcke was zu tun haben“. Was aber für den Spiegel eine „absurde rechtsextreme Verschwörungstheorie“ sei, was aber auch NSU-Opfer-Anwälte „andeuten“. Was auf Spiegel-Online natürlich nicht zu lesen sein wird.

Temme war nämlich 2014 bei dem Täter, bei Stephan Ernst vorstellig geworden. Der Verfasssungsschützer Andreas Temme wurde nämlich von Walter Lübcke in seiner „Administration“ beschäftigt. Über diesen schrieb schon 2012 die „Zeit“: „Hat ein Verfassungsschützer einer der NSU-Morde begangen?“ Bei einem Mord aus dem Jahr 2006, der dem NSU zugeordnet wird, könnte laut Zeit-Recherche der Verfassungsschützer, der damals für den Inlandsgeheimdienst arbeitete, der Mörder gewesen sein. Dieser taucht nun „ausgerechnet“ oder „zufällig“ wieder im Mordumfeld auf. Nun 2019.

Aktuell ist Temme in der „Unweltbehörde“ beschäftigt, in welche er zwei Wochen vor dem Lübcke-Mord versetzt wurde. Im hessischen Untersuchungsausschuss hielt Ministerpräsident Bouffier (CDU) seine schützende Hand über Temme und verhängte eine „Aussagesperre“. Was so er selbst später ein „Fehler“ gewesen, was er nie getan hätte falls er gewusst hätte das es sich um eine „rechtsextreme“ Quelle gehandelt habe. Die Aussagesperre gilt natürlich.

Die Linkspartei brachte im hessischen Landtag das „Schreddern“ von Verfassungsschutzunterlagen zu dem Täter Ernst ans Licht, aufgrund von Presseberichten. Dieser bestritt dies als „Falschmeldung. Die Akten seien nicht vernichtet, sondern nur „gesperrt“ worden. Was in etwas das selbe sein wird, da sie kaum noch einer einsehe kann. Das „stinkt“ natürlich.
Ernst ist nicht als V-Mann überführt, was aber noch kommen könnte. Die Mordwaffe wurde von einem gewissen Markus H. arrangiert. Der von ehemaligen Kameraden als „perfekter V-Mann“ gesehen wird. H. soll zumindest einen Rekrutierungsversuch eingeräumt haben. Es handelt sich um einen Ex-KS-Führer. Ernst selbst ist ein krimineller Gewalttäter gewesen, der 1992 einen Asylbewerber niederstach und sich erfolglos an einem Brandanschlag auf ein Asylheim in Hessen versuchte. Deswegen saß er auch ein.

Ein anderer V-Mann aus der rechten „Szene“, Namens Benjamin G., der von Temme geführt wurde fürchtet nun um sein Leben und packte bei BILD und Compact aus. Man habe ihm geraten bloß die Fresse zu halten. Benjamin G. alias „Gemüse“ meinte gegenüber der BILD „da müssen höhere Mächte am Werk gewesen sein“. Gemeint sind wohl „Geheimdienstkreise“ und ähnliche Strukturen. Temme jedenfalls ist ihm „unheimlich“ und er nennt ihn „Psycho“. „Hat Temme ein NSU-Opfer „weggmacht“, so habe „Gemüse“ schon ein andererer von Temme geführten rechten V-Mann damals gefragt?

Der Täter von 2019 war seit 2009 nicht mehr aktiv und zog sich ins Privatleben zurück, wurde aber davor wegen Gewalttaten belangt. Aus der NPD wurde ausgeschlossen – wegen nicht gezahlter Mitgliedsbeiträge und gilt nun als „Borderliner“, einer psychischen Erkrankung. Mainstream-Zeitungen meinten aber er sei ein „Schläfer“ gewesen – die Frage ist nur für wen? Benjanim G. vermutet jedenfalls einen „Auftragsmord“. Da sich dieser vor seine einstigen Dienstherren fürchtet, wird wohl klar sein, was dieser vermutet.

Der dem NSU-zugeschriebene Mord an Yozgat der auf den Verfassungsschützer Temme verweisen könnte ist mehr als rätselhaft, weil er mit Islamisten und mit Islamisten-V-Männern zu tun hat. Dieser war zum Zeitpunkt der Schüssen in einem Internetcafe das gegenüber eines islamistischen Beobachtungsobjektes stand – man weiß das sich hier fünf V-Leute befanden, die nun die islamistische Szene ausspähten. Temme soll diese, ebenfalls wie auch Neonazis „geführt“ haben.

Bei einer Befragung eines Untersuchungssausschusses behauptete Temme er habe die Leiche hinter den Thresen nicht „gesehen“. Was schwer glaubthaft sein wird das ein Photo zeigt das der füllige 110 Kilo Tote zur Hälfte hinter dem Thresen hervorsah. Das Beobachtungsobjekt war eine Moschee die dem Verfassungsschutz als radikal-islamistisch galt und wo fünf V-Männer sassen, die man aus dem Islamisten-Milieu angeheuert hatte. Das Temme also wie der Spiegel meinte im Cafe nur attraktiven Damen per Mails oder FB nachstellte, wird dann nicht einmal der Spiegel selbst annehmen. Zur selben Zeit war im Cafe auch noch ein anderer V-Mann und zwar Amar A. – ein von Temme geführter islamistischer V-Mann.

Das geht noch weiter. Er sei mindestens bei sechs der neun NSU-Morden „in der Nähe gewesen“, so 2011 mehrere Zeitungen. Sicherlich nur „Zufall“, oder doch nicht ganz? Sicherheitsbehörden verfolgten damals die Morde, vermuteten aber etwas anderes und ermittelten in Richtung Islamisten, Kurden, Graue Wölfe und „türkische Mafia“. Eine neue Behauptung bringt mit dem Mord von 2006 eine gewissen Amar A. als Täter in Zusammenhang.

Ein weiterer NSU-Mord scheint auch mit Islamisten, CIA und mehr in Zusammenhang zu stehen. Die Rede ist auch von einem Doppelagenten – Islamist und CIA-Mitarbeiter. Das hat mit der sogenannten „Sauerland-Zelle“ zu tun, die einen Anschlag geplant hatte.

Siehe: https://www.welt.de/politik/deutschland/article13744140/US-Agenten-sollen-Polizistenmord-beobachtet-haben.html

und http://nhzzs.blogspot.com/2011/12/cia-terrorist-mevlut-kar-kampfname-abu.html

Weitere Morde tragen zumindest ein merkwürdiges „Geschmäckle“, da mehrere der Opfer den Sichhherheitsbehörden, natürlich nicht als „Döner-Verkäufer“, bekannt waren, sondern entweder der Islamisten-Szene zugeordnet wurden oder in zwei Fällen der „Grauen Wölfe“. Jemand scheint also durchaus zielgerecht nicht nur „08/15-Gemischwarenhändler“ hingerichte zu haben.

Türkische Tageszeitungen haben auch ganz andere Thesen als den NSU und berichten abwechselnd von angeblichen „Killerkomandos“ des tiefen türkischen Staates und PKK-Kommandos. Je nach politischer Ausrichtung!
Gegen Temme begangen aber andere Sicherheitsbehörden schon 2006 mit Ermittlungen, sein Telefon wurde „überwacht“. Dabei „überwachte“ man etwa auch Gerold Hasso-Hess, der damalige Vorgänger von Lübcke, der Temme sagte: „Wenn ich weiß, das irgendwo so was passiert, bitte nicht vorbeifahren“. Dies musste von den Yozgat-Hinterbliebenen-Anwälten frei geklagt werden.

Die Akten des Verfassungsschutzes zu diesem Fall wurden 2014 für 120 Jahren gesperrt. Nun wurden auch die Akten zum Täter von Lübke gesperrt. Es gibt auch noch etwas „merkwürdiges“: Der Tatort wurde von einer bosnischen Reinigungskraft „gesäubert“, der zunächst verhaftet, aber wieder frei gelassen wurde. Die Ermittler sprachen zunächst von „Manipulation“ am Ort der Tat. Schwerbewaffnete SEK-Kräfte nahmen den Mann zunächst fest, ließen ihn aber wieder laufen.
Stephan Ernst wurde auch mit der aus Britannien stammenden Neonazi-Terrorgruppe C 18 in Verbindung gebracht. Ein entsprechendes Photo zeigte wohl aber nicht Ernst. C 18 ist aber längst als von Geheimdiensten unterwandert bekannt. Sogar Sprengstoff-Nagelanschläge werden „Geheimdiensten“ zugeordnet.

Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Combat_18

Der vom britischen Geheimdienst kontrollierte C 18 ist nicht nur für Gewalt und Morde an Migranten und Linken verantwortlich, sondern auch für Attentate und Morde an britischen Nationalisten der BNP. Einer der bekanntesten BNP-Politiker Eddy Buttler überlebte nur knapp eine C 18 Messerattacke, 1997 wurde bei einer internen Fehde Christopher Castle durch zahlreiche Messerstiche getötet. 1999 schrieb die FAZ, die Gruppe bestehe „nur zu einen gewissen Teil aus Aktiven“, der „Rest“ seien „Geheimdienst-Agenten“.

C 18 war neben dem britischen Geheimdienst eng mit proenglischen Milizen in Nordirland verbunden, die sich dort mit der IRA duellierten. Berüchtigt wurde Combat 18 (die Zahl steht für „Adolf Hitler“) aber für Nagelbombenattentate in einem Migrantenviertel in London bei welchem drei Menschen starben. Die Sicherheitsbehörden bestritten zwar später eine Verbindung von jenen zu C 18, was aber auch daran liegen mag, das einige Journalisten eine Verbindung zu Geheimdienstkreisen nachwiesen.

C 18 war von Anfang eine höchst obskure Gruppe. Das Führungsmitglied Charlie Sargant war von der den ersten Tagen an ein Mitarbeiter des MI-5-Geheimdienstes und der „Chefideologe“ war ein „Nazi-Satanist“. David Myatt, der als Chefideologe fungierte, war ebenso Mitglied der Satanisten-Sekte „Order of Nine Angels“. Sargant selbst gehörte zu der Führungsfiguren der harten Hooligan-Szene. Dieser stand als MI-5-Mann in engen Konkakt zu dem Neonazi- V-Mann aus Deutschland: Szczepanski.

Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Carsten_Szczepanski

Gewalttaten in Deutschland haben auch mit Agenten zu tun. Der „deutsche Gründer“ war ein gewisser Szczepanski, bekannt als V-Mann „Piatto“. Dieser führte 1992 eine Truppe, die einen nigerianischen Asylbewerber ins Koma prügelte und in einen See werfen wollte. 1994 wurde er V-Mann, dies wurde von Teilen des Dienstes versucht zu beenden, was aber an einer Intervention von Ignaz Bubis scheiterte, damals Chef des Zentralrates der Juden. So zumindest der Spiegel im Jahr 2013. Der Neonazi war zwar im Knast, verurteilt zu 8 Jahren Haft wegen versuchten Mordes bekam aber Freigang und einen Verfassungsschutz-Fahrdienst zu Treffen mit Neonazis.

Verfasser: Sozrev

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