Kategorie-Archiv: Jürgen Schwab Kolumnen

„Nürnberger Nachrichten“: Noch weniger Inhalt

Neulich erreichte mich ein Bettelbrief der „Nürnberger Nachrichten“. Diese Postwurfsendung ging wohl an viele Haushalte im Stadtgebiet. Die Bürger sollen eine zweiwöchige Leseprobe bestellen und sich dann möglichst für ein Abo entscheiden. Der Anlaß: die NN feiern dieser Tage ihr neues Erscheinungsbild bzw. Layout. Übersichtlicher scheint diese Zeitung geworden zu sein – auch deshalb, weil der Inhalt nun noch mehr ausgedünnt wurde. Das Schriftbild ist größer als zuvor, genauso auch der Zeilendurchschuß. Weiterlesen

Sowas kommt von sowas, Martin Sellner!

Ich fühle mich mittlerweile leider mehr als bestätigt mit meiner Analyse, daß der Rechtspopulismus das Pogrom gegen die islamischen Fremden geradezu anzieht.

Siehe hierzu:

https://sachedesvolkes.wordpress.com/2016/03/07/aufruf-zur-maessigung/

https://sachedesvolkes.wordpress.com/2016/03/29/aufruf-zur-maessigung-2/

Bislang sind wir allerdings noch nicht soweit vorgedrungen, die Ursachen dafür zu analysieren und zu benennen. Ist es immer nur die Propaganda der Linken und der Lügenpresse, die behaupten, daß die Rechtspopulisten verantwortlich für Pogrome gegen Fremde seien? Ist es ein bedauerlicher Zufall, daß ein Politiker, der Migranten als „Ratten“ beschimpfte, ausgerechnet der FPÖ angehört(e)? Weiterlesen

Besprechungen (40)

Werner Bräuninger kommt von Adolf Hitler einfach nicht los. – Mit seinem neuen Buch hat dieser Autor zwar das Genre gewechselt, aber sein Gegenstand, um den sich bei ihm schriftstellerisch alles dreht, hat sich nicht geändert.

Bräuninger hatte in den letzten Jahren immer wieder Bücher über zeitgeschichtliche Themen vorgelegt, zuletzt eine Biographie über den Hitler-Verbündeten Benito Mussolini, zuvor eine über den Neonazi Michael Kühnen, der vor allem in den 1980er Jahren „politisch“ aktiv gewesen war. Aber auch bei diesem Buch drehte sich Bräuningers Interesse indirekt um die Hitler-Zeit, die ja von Neonazis wie Kühnen irgendwie mumifiziert wird. Weiterlesen

Besprechungen (39)

Wer Philosoph der Nazis sein möchte, muß sich zum Anti-Philosophen erklären. Schließlich ist keine Ideologie („Weltanschauung“) so geistfeindlich wie der Nazismus, vor allem der Neonazismus. Keine andere Strategie verfolgt Angelika Willig, indem sie in „N.S. Heute“ (Nr. 13, Januar/Februar 2019, S. 37-39) erklärt, daß jegliche (Geschichts-) Philosophie – vor allem für Nazis – überflüssig sei. Richtschnur für Nazis könnten nur wirkliches Wissen, meß- und zählbare Erfahrungen bzw. naturwissenschaftliche Erkenntnisse sein. Weiterlesen

Aus deutscher Sicht: Jüdischer Publizist relativiert Holocaust

Unlängst meinte Michael Husarek, daß der Holocaust zur DNA der Nachkriegsdeutschen gehöre („Nürnberger Nachrichten“ vom 25.01.2019). Husarek, einer der beiden Chefredakteure der NN ist sich sicherlich nicht bewußt, daß er sich mit der deutschen Holocaust-DNA – die Abkürzung steht für englisch: deoxyribonucleic acid – stgringent biologistisch verortet. – Der Holocaust soll den heutigen Deutschen gefälligst in den Genen stecken. Weiterlesen

Fremdschämen für die „Nürnberger Nachrichten“

Die „Nürnberger Nachrichten“ befinden sich an der Spitze der Betroffenheitsbekunder hinsichtlich der Verbrechen des sogenannten „Nationalsozialistischen Untergrunds“. Aber ist denn die Rolle der Super-Aufklärer, die sich die NN bezüglich des „NSU“ selbstgerecht zuschreiben, wirklich so glaubwürdig? – Zweifel sind angebracht. Hierzu nur ein Beispiel. Unlängst führte die Redaktion der NN ein Kaffeeklatschgespräch mit Günther Beckstein (CSU) und Renate Schmidt (SPD) zu deren 75. Geburtstag. Es wurde dabei viel über Belangloses palavert, aber das Thema „NSU“ wurde dabei überhaupt nicht angesprochen. Weiterlesen

Wir Fußballidioten

Heute grüße ich ganz besonders meine spanischen Kameraden, die künftig in ihrer Sprache meine Kolumnen lesen können. – Ein politischer Autor wie ich äußert sich zumeist öffentlich über politische Themen, aber hin und wieder auch über Themen, die unpoltisch sind. Fußball zum Beispiel ist heutzutage das, was Karl Marx einmal als „Opium fürs Volk“ bezeichnete. Dieser linke Philosoph meinte damit aber die echte Religion, mit der die Menschen von ihren politischen und ökonomischen Interessen abgelenkt würden. Weiterlesen

Nürnberger Lügenpresse?

Seit dem Erstarken der rechten Opposition in Deutschland ist vermehrt die Rede von der „Lügenpresse“, welche die Deutschen über die politische Wirklichkeit täusche. Nun ist ein Lügner jemand, der bewußt seinem Publikum die Unwahrheit erzählt. Hingegen ist jemand, der, weil er falsch informiert ist, die Unwahrheit verbreitet, kein Lügner. In den meisten Fällen wird in den Systemmedien die Wahrheit verbogen, indem nur selektiv Teilwahrheiten verbreitet werden. Beispiel „Nürnberger Nachrichten“ (NN), die unlängst wieder einmal die rechte Opposition in Deutschland schlecht machte, weil diese Hysterie über den Migrationspakt der UNO verbreite. Weiterlesen

Korrupte Scheinalternative für Deutschland?

Alice Weidel hat das Zeug zu einer erfolgreichen Frau. Sie ist eine der beiden Fraktionsvorsitzenden der „Alternative für Deutschland“ (AfD) im Bundestag. Weidel repräsentiert den Typus einer Rechten, der es im System der BRD noch weit bringen kann – bis in die Bundesregierung. Alle Vorurteile, die die Rechte hat, widerlegt sie spielend. Sie ist mit einer Asiatin verheiratet. Weil zwei Frauen (und zwei Männer) keine Kinder zeugen können, haben sie zwei adoptiert. Weidel ist schon aufgrund ihrer Homosexualität besonders geeignet für den Kampf gegen den sittenstrengen Islam. Einwanderer aus dem islamischen Kulturkreis sind für sie zudem „Taugenichtse“, die also für unsere kapitalistische Wirtschaft keinen Nutzen bringen. Weiterlesen

Ernst Niekisch – zwischen Dichtung und Wahrheit

Von Jürgen Schwab

Welche politischen Positionen vertrat Ernst Niekisch? Zur Beantwortung dieser Frage reicht ein einzelner Aufsatz nicht aus. Niekischs Person und Werk sind äußerst vielschichtig und über die Zeit hinweg auch widersprüchlich. Sicherlich wird auch jeder Niekisch-Verehrer und Gegner seinen eigenen „Niekisch“ genau kennen. Mir geht es dabei nicht anders. Meine nationalrevolutionäre Position, die ich seit Anfang der 1990er Jahre – zunächst durch Lektüre, später auch publizistisch – entwickele, bezieht sich wesentlich auf Niekisch. [1] Dabei sollte es aber auch der Niekisch-Anhänger nicht an kritischer Distanz fehlen lassen. Weiterlesen