Category Archives: Jürgen Schwab Kolumnen

Besprechungen (35)

Der Historiker und Essayist Werner Bräuninger hat mit Veröffentlichung seiner Mussolini-Biographie im Grazer Ares-Verlag seinen bisherigen Forscherweg konsequent fortgesetzt. „Back to the roots“ würde der Engländer sagen. Zuvor stach der hessische Autor noch mit seiner zweibändigen Hitler-Biographie hervor, jetzt liegt seine einbändige Entsprechung über Benito Mussolini vor. Dies ist umsomehr konsequent, da wir von Ernst Nolte den italienischen Faschismus als den „Normalfaschismus“, die deutsche Variante hingegen als „Radikalfaschismus“ erklärt bekamen. „Radikal“ insofern, da Mussolini ursprünglich – anders als Hitler – seinen Antikommunismus nicht auf Antijudaismus stützte. Weiterlesen

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Karl Richter möchte nicht getötet werden!

Karl Richter möchte nicht getötet werden! – Wer hätte das gedacht? Der Münchner Autor teilte mir mit, dass er meine Überschrift „Karl Richter töten?“ für „geschmacklos“ hält. Über Geschmack läßt sich bekanntlich streiten, weshalb auch meine Frage an Richter von diesem bislang unbeantwortet bleibt, warum seine eigenen Tötungsphantasien gegen Linke, Kommunisten und katalanische Sezessionisten mehr geschmackvoll sein sollen als meine sicherlich pointierte Überschrift? Weiterlesen

Karl Richter töten?

Die Querfront-Strategie ist seit den 1920er Jahren in Deutschland vor allem eine Strategie des Scheiterns. Das Scheitern rührt nicht zuletzt daher, daß zu geringe politische Kräfte auf der Rechten wie auf der Linken auf diese Strategie setz(t)en. Und nicht nur das, schließlich sind diejenigen in beiden politischen Lagern, die eine Querfront- Ü b e r z e u g u n g vertreten, eine verschwindend geringe Minderheit. Weiterlesen

Besprechungen (34)

Politische Theoretiker haben es nicht immer einfach. – Sie benötigen eine politische Bewegung oder Partei, die wenigstens im Ansatz ihren Ratschlägen folgt beziehungsweise diese von der Theorie in die Praxis umsetzen. Politische Theoretiker hingegen, die irgendwann erkennen müssen, dass sich keine wirklich maßgebliche politische Partei oder Bewegung für ihre Theorien interessieren, sollten nicht verzweifeln, sondern vielmehr überlegen, ob das Leben denn nun wirklich nur aus Politik in Theorie und Praxis besteht. Nur dieser Ansatz ist der Ausweg aus dem Dilemma. Weiterlesen

Besprechungen (33)

Vor gut 30 Jahren, am 17. August 1987, verstarb Rudolf Hess im Gefängnis von Berlin-Spandau.

Siehe hierzu:
https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_He%C3%9F

Auch wenn dies nicht bewiesen ist, es spricht vieles für die These, daß der einstige Führerstellvertreter von den Briten, die zu diesem Zeitpunkt das Gefängnis leiteten, getötet wurde. – Dieses Ereignis, das damals wie ein Lauffeuer durch die nationale Rechte ging, über das natürlich auch in den etablierten Medien berichtet wurde, löste einen Sturm der Empörung unter nationalen Deutschen aus – was keinesfalls auf das Spektrum des Neonazismus beschränkt gewesen war. – Selbst der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker (CDU) soll mit dem Gedanken gespielt haben, die Freilassung von Hess öffentlich zu fordern. Weiterlesen

Thesen zum „Neonazismus“ in der BRD – eine Neubearbeitung

Von Jürgen Schwab

Die nachfolgenden Thesen zum „Neonazismus in der BRD“ hatte ich ursprünglich im FPÖ-nahen Magazin „Aula“ (Ausgaben vom März und April 2005) veröffentlicht. Eine fruchtbare Diskussion hatte mein Versuch einer Analyse des Neonazismus in Deutschland allerdings nicht ausgelöst. Die „Neonazis“ führen in weiten Teilen ihren Weg des systemstabilisierenden „Radikalismus“, der in der Glorifizierung von Drittem Reich und Adolf Hitler besteht, fort. Auf der Gegenseite stehen die Rechtspopulisten, Nationalliberalen und Konservativen, die sich in Distanzierungsritualen ergehen, ohne sich auf eine sachliche Debatte über Hitler und das Dritte Reich einzulassen. Weiterlesen

Besprechungen (32)

Im Westen nichts neues! – Auch in ihrer mittlerweile dritten Ausgabe bleiben sich die Bielefelder Redaktion und die Autorenschaft von „NS heute“ treu in ihrer reaktionären Forderung nach einer „Volksgemeinschaft“ mit dem deutschen Großbürgertum. – In der jetzt vorliegenden neuen Folge erklärt uns Arnulf Brahm wie der deutsche „Volksstaat“ der Zukunft aussehen wird (S. 31-37). Sein Versprechen an die Leser, der im Untertitel aufscheint („Vorwärts zum Volksstaat. Neue Wege in Zeiten der EU-Krise“), uns also „neue Wege“ zu diesem Ziel aufzuzeigen, wird der Autor nicht gerecht. Der Aufsatz selbst handelt nur davon, wie harmonisch alle Berufe, Schichten und Klassen im deutschen Volksstaat miteinander auskommen werden; den Weg dorthin beschreibt Brahm nicht. Weiterlesen

Besprechungen (31)

Endlich! Endlich! Endlich! – Viel schlimmer als Durst, Hunger, Kälte, Hitze, Obdachlosigkeit und nie wieder Sex – ist die Vorstellung, daß Arne Schimmer seine Zeitschrift nicht mehr herausbringt! Was unter „Hier & Jetzt“ begonnen wurde, findet nun unter dem Titel „Gegenlicht“ seine Fortsetzung. Gott sei Dank! Weiterlesen

Republik auf tönernen Füßen

Die Ausschreitungen linksautonomer Kräfte haben den gesamten G-20-Gipfel von Hamburg überschattet. Daraus lassen sich Schlußfolgerungen über den Zustand der BRD ziehen:

Zum einen beeilte sich das linksliberale Mileu, sich von den linken Gewalttätern zu distanzieren. Das zeigt uns, daß weite Teile der sogenannten Linken, über die Grünen bis in die Linkspartei hinein, fest in das kapitalistische System integriert, das heißt von diesem korrumpiert sind. Beispiel hierfür sind die handzahmen Äußerungen der Grünen-Vorsitzenden Katrin Göring-Eckardt bei Anne Will. Weiterlesen

Kameraden!

Adolf Hitlers „Mein Kampf“ war schon 1945 verloren. – Und Euer Kampf des Neonazismus ist schon von Anfang an verloren. Nur einige Euerer Neonazi-Führer, die es sich – mangels anderer sozialer Alternativen – in der NS-Szene mehr oder weniger gut eingerichtet haben, belügen Euch und – in vielen Fällen – auch sich selbst an dieser offensichtlichen Erkenntnis vorbei.

Vergeudet deshalb nicht mehr Euere mehr oder weniger kurze Lebenszeit in verlorene pseudopolitische Projekte. – Begreift endlich, daß eine nationale Revolution nicht mehr ohne eine soziale Revolution möglich sein wird. Weiterlesen