Kategorie-Archiv: Jürgen Schwab Kolumnen

Buchtipp für Alexander Jungkunz, Chefredakteur der Nürnberger Nachrichten

Der Chefredakteur der „Nürnberger Nachrichten“, Alexander Jungkunz, liest gerne Bücher. Dies ist in einer Zeit, die zu der Annahme einlädt, daß gedruckte Zeitungen und Bücher aussterben und in der das Leseverhalten vieler Bürger nur noch häppchenweise online geschieht, hoch anerkennenswert. Zudem Jungkunz auch gerne über Leseerfahrungen diskutiert, beispielsweise mit einer Kollegin über das „Für“ und „Wider“ des „Kleinen Prinzen“. (vgl. NN vom 07.04.18) Genau den findet Jungkunz irgendwie zu autoritär. Weiterlesen

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Warum die Nürnberger Nachrichten sich heute nicht mehr mit ihrem Gründer Joseph E. Drexel befassen

Die „Nürnberger Nachrichten“ und die „Sache des Volkes“ haben eine Gemeinsamkeit – man wird es kaum vermuten. Nämlich den Traditionsbestand um die Person des Joseph E. Drexel. Wer war dieser Mann? – Drexel war zu Zeiten der Weimarer Republik vor allem eines: deutscher Nationalist. Es ist nicht mein Anliegen, dessen Lebenslauf an dieser Stelle lückenlos nachzuzeichnen. Die genauen Angaben hierzu lassen sich leicht „ergoogeln“. Weiterlesen

Besprechungen (37)

Mittlerweile ist die siebte Nummer der Zeitschrift „NS heute“ auf dem Markt.

Siehe hierzu:
https://www.nsheute.com

Man muß ja den Jungs und Mädels in Dortmund, der Hauptstadt der Bewegung, viel Ausdauer und Idealismus zuerkennen. Die Recherche, das Schreiben, das sehr sorgfältige Redigieren und die überaus pünktliche Erscheinungsweise im Zweimonatstakt zeugt von Zuverlässigkeit. Als Mehrwert läßt sich nach meiner Einschätzung das Bestreben der Redaktion ermessen, die Zeitgeschichte des deutschen Neonazismus nicht alleine der Systempublizistik und Antifa zu überlassen, sondern selbst Zeitzeugen zu befragen und Erinnerungen zu dokumentieren. Weiterlesen

Besprechungen (36)

Das Parteien- und Verlagsspektrum auf der deutschen Rechten ist in den letzten Jahren gehörig in Bewegung geraten. Mit dem Aufkommen von AfD, Pegida, Identitären, Compact und Sezession sind in diesem Spektrum neue Platzhirsche auf der politischen Weide in Erscheinung getreten.

Siehe hierzu:
https://www.compact-online.de

https://sezession.de

Dies bedeutet, daß das Terrain beziehungsweise die Reviere neu verteilt werden. An den Futtertrögen kommt es nun verstärkt zum Gerangel. Für manche Teilnehmer der Alten Rechten reicht die Tischdecke nicht mehr so richtig aus. Weiterlesen

Besprechungen (35)

Der Historiker und Essayist Werner Bräuninger hat mit Veröffentlichung seiner Mussolini-Biographie im Grazer Ares-Verlag seinen bisherigen Forscherweg konsequent fortgesetzt. „Back to the roots“ würde der Engländer sagen. Zuvor stach der hessische Autor noch mit seiner zweibändigen Hitler-Biographie hervor, jetzt liegt seine einbändige Entsprechung über Benito Mussolini vor. Dies ist umsomehr konsequent, da wir von Ernst Nolte den italienischen Faschismus als den „Normalfaschismus“, die deutsche Variante hingegen als „Radikalfaschismus“ erklärt bekamen. „Radikal“ insofern, da Mussolini ursprünglich – anders als Hitler – seinen Antikommunismus nicht auf Antijudaismus stützte. Weiterlesen

Karl Richter möchte nicht getötet werden!

Karl Richter möchte nicht getötet werden! – Wer hätte das gedacht? Der Münchner Autor teilte mir mit, dass er meine Überschrift „Karl Richter töten?“ für „geschmacklos“ hält. Über Geschmack läßt sich bekanntlich streiten, weshalb auch meine Frage an Richter von diesem bislang unbeantwortet bleibt, warum seine eigenen Tötungsphantasien gegen Linke, Kommunisten und katalanische Sezessionisten mehr geschmackvoll sein sollen als meine sicherlich pointierte Überschrift? Weiterlesen

Karl Richter töten?

Die Querfront-Strategie ist seit den 1920er Jahren in Deutschland vor allem eine Strategie des Scheiterns. Das Scheitern rührt nicht zuletzt daher, daß zu geringe politische Kräfte auf der Rechten wie auf der Linken auf diese Strategie setz(t)en. Und nicht nur das, schließlich sind diejenigen in beiden politischen Lagern, die eine Querfront- Ü b e r z e u g u n g vertreten, eine verschwindend geringe Minderheit. Weiterlesen

Besprechungen (34)

Politische Theoretiker haben es nicht immer einfach. – Sie benötigen eine politische Bewegung oder Partei, die wenigstens im Ansatz ihren Ratschlägen folgt beziehungsweise diese von der Theorie in die Praxis umsetzen. Politische Theoretiker hingegen, die irgendwann erkennen müssen, dass sich keine wirklich maßgebliche politische Partei oder Bewegung für ihre Theorien interessieren, sollten nicht verzweifeln, sondern vielmehr überlegen, ob das Leben denn nun wirklich nur aus Politik in Theorie und Praxis besteht. Nur dieser Ansatz ist der Ausweg aus dem Dilemma. Weiterlesen

Besprechungen (33)

Vor gut 30 Jahren, am 17. August 1987, verstarb Rudolf Hess im Gefängnis von Berlin-Spandau.

Siehe hierzu:
https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_He%C3%9F

Auch wenn dies nicht bewiesen ist, es spricht vieles für die These, daß der einstige Führerstellvertreter von den Briten, die zu diesem Zeitpunkt das Gefängnis leiteten, getötet wurde. – Dieses Ereignis, das damals wie ein Lauffeuer durch die nationale Rechte ging, über das natürlich auch in den etablierten Medien berichtet wurde, löste einen Sturm der Empörung unter nationalen Deutschen aus – was keinesfalls auf das Spektrum des Neonazismus beschränkt gewesen war. – Selbst der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker (CDU) soll mit dem Gedanken gespielt haben, die Freilassung von Hess öffentlich zu fordern. Weiterlesen

Thesen zum „Neonazismus“ in der BRD – eine Neubearbeitung

Von Jürgen Schwab

Die nachfolgenden Thesen zum „Neonazismus in der BRD“ hatte ich ursprünglich im FPÖ-nahen Magazin „Aula“ (Ausgaben vom März und April 2005) veröffentlicht. Eine fruchtbare Diskussion hatte mein Versuch einer Analyse des Neonazismus in Deutschland allerdings nicht ausgelöst. Die „Neonazis“ führen in weiten Teilen ihren Weg des systemstabilisierenden „Radikalismus“, der in der Glorifizierung von Drittem Reich und Adolf Hitler besteht, fort. Auf der Gegenseite stehen die Rechtspopulisten, Nationalliberalen und Konservativen, die sich in Distanzierungsritualen ergehen, ohne sich auf eine sachliche Debatte über Hitler und das Dritte Reich einzulassen. Weiterlesen