Der Bruch

aus: Progress, Heft 1, August 1997

Vorbemerkung: Mitte der 90er Jahre kam es innerhalb des „Nationalen Widerstandes“ zu einer hitzigen Diskussion um die Thesen der so genannten „Progressiven Nationalisten“. Zwar ist die Selbstüberschätzung der PN´ler mitunter etwas penetrant und die meisten der Protagonisten sind in der Versenkung verschwunden – aber einige Thesen des Progressiven Nationalismus erscheinen gerade angesichts aktueller Entwicklungen durchaus beachtenswert. Grund genug für den nicht alle PN-Standpunkte teilenden Verfasser dieser Zeilen, den zugegebenermaßen reichlich provokanten nachstehenden Artikel zu dokumentieren. Weiterlesen

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Kemal Atatürk – Begründer der modernen Türkei

1. Vorbemerkungen

Gegenstand dieses Aufsatzes ist das Werk Kemal Atatürks, unter dessen Führung das türkische Volk sich aus den Trümmern des im Ersten Weltkrieg zusammengebrochenen Osmanischen Reiches erhob. Aus dieser Erhebung gingen ein vollkommen neuer Staat und eine neue Nation hervor, die einen radikalen Bruch mit ihrer islamischen Vergangenheit vollzogen und die – noch immer nicht beendete – Transformation hin zu einer laizistischen, europäisch geprägten Gesellschaft einleiteten. Es handelt sich bei dieser Transformation um die wohl tiefgreifendste Kulturrevolution des 20. Jahrhunderts.

Ende des 19. Jahrhunderts war das einst mächtige Osmanische Reich nur noch ein Schatten seiner selbst. Bereits im 16. Jahrhundert zeigten sich erste Stagnationserscheinungen, die gepaart mit einer wirtschaftlichen Dauerkrise spätestens mit dem Debakel vor Wien 1683 in einen Niedergang ohnegleichen einmündeten. Die zaghaften Reformen der Tanzimat-Periode fanden 1877/78 ihr Ende, als Sultan Abdul Hamid II. seine autokratische Herrschaft errichtete. Zu dieser Zeit erstreckte sich das Osmanische Reich von Albanien und Mazedonien bis nach Mesopotamien, Palästina und in den Irak. Das Land geriet unter internationale Finanzkontrolle und in wirtschaftliche Abhängigkeit von ausländischen Mächten. Im Westen strebten die christlichen Gebiete auf dem Balkan nach Unabhängigkeit, im Osten regte sich der arabische Nationalismus. Verzweifelt war die osmanische Regierung bemüht, durch administrative, wirtschaftliche, militärische und technische Reformen den endgültigen Zerfall des Reiches zu verhindern. Zu nennen ist hier nicht zuletzt die militärisch-technische Unterstützung durch das deutsche Kaiserreich, das dem Sultan in Istanbul mit Militärberatern zur Seite stand und den Bau strategischer Eisenbahnlinien förderte (Bagdadbahn). Inmitten einer Welt von Feinden sollte das Deutsche Reich dann auch von der osmanischen Regierung als einziger aufrichtiger Partner angesehen werden. Weiterlesen

Intelletektuell und vielversprechend!

Warum noch eine Besprechung über die Erstausgabe von Gegenlicht? Schließlich gibt es ja schon mindestens drei – von Jürgen Schwab, durch einen Topmann der österreichischen Identitären und die bürgerliche Antifa-Seite “ Blick nach Rechts“. Darüber hinaus gibt es auch zwei Interviews mit dem Chefredakteur der Zeitschrift. Wobei es sich bei letzterer „Besprechung“ weniger um eine wirkliche „Besprechung“ handelt, da der Verfasser das Heft nicht gelesen zu haben scheint, sondern nur das Inhaltsverzeichnis. Das Heft bietet sich einfach wegen des Umfanges und des inhaltlichen Gehaltes zu einer weiteren Besprechung an. Intellektuell dürfte höchstens die Sezession an Gegenlicht heranreichen, aber mit einer wesentlich geringeren Seitenanzahl. Gegenlicht bietet einfach Raum für Texte und Autoren die so in keiner anderen nationalen Zeitschrift publiziert werden können – entweder wegen Themen oder wegen dem Umfang. Weiterlesen

Grüne Patrioten

In Österreich ticken die Uhren etwas anderes wie in der BRD. Dort droht den Grünen trotz eines grünen Bundespräsidenten Alexander van der Bellen ein mögliches Wahldebakel bei den anstehenden Neuwahlen. Hatte sich zunächst die Grüne Jugend in Richtung KPÖ von der Mutterpartei abgespalten, scheint nun für die Grünen Gutmenschen die Katastrophe perfekt zu sein. Der bisherige Grüne-Abgeordnete und ehemalige Bundessprecher der Grünen Peter Pilz tritt mit einer eigenen Liste an. Weiterlesen

Die vielen Tode des Wolfgang Pohrt

Wer bitte schön soll das sein? Wer ist Wolfgang Pohrt? Nun der Publizist Wolfgang Pohrt kann wohl zurecht als der ehemalige „Spiritus Rector“ des antideutschen Neokonservatismus in der deutschen Linken bezeichnet werden – auch wenn diese Linke weder deutsch und zum Teil mittlerweile auch nicht mehr „links“ sein will. Pohrt ist zudem ein großer Provokateur, ein Brachialpolemiker und jemand der so manche furchtbare Dinge schrieb. Wolfgang Pohrt dem es zuzuschreiben ist, das sich überhaupt eine antideutsche Linke entwickelte hat sich aber schon vor Jahren als Dissident von dem Spektrum das er einst befeuerte los gesagt und ins politische Niemansland verabschiedet. Weiterlesen

Sterben für die NATO?

Für einiges Aufsehen sorgte ein Rechtsrockkonzert mit mindestens 4500 Besucher in Themar. Dieses wurde auch bestückt durch zahlreiche Redner aus dem NS-Spektrum. Was aber nicht für Aufsehen sorgte, war das die NATO-Faschisten vom Asow-Bataillon aus der Ukraine bei dieser Veranstaltung versuchten deutsche Kämpfer für ihren Kampf in der Ostukraine anzuwerben.

Siehe: http://www.belltower.news/artikel/ukrainische-faschisten-miliz-rekrutiert-deutsche-neonazis-f%C3%BCr-die-%E2%80%9Cr%C3%BCckeroberung%E2%80%9D-europas

Was auch logisch sein dürfte da man in anderen Kreisen hierzulande kaum Freiwillige finden dürfte. Nun könnte man aber sagen das die ukrainische Regierung versucht ihre Reihen aufzufüllen, schließlich gehört Asow über die Einheitsliste des Putschchefs Poroschenko jener Regierung an. Das nun eine Regierung Kontakt zu deutschen Neonazis sucht dürfte nun nicht so wahnsinnig oft vorkommen. Auch nicht das diese Regierung mit dem Segen von Washington, Brüssel und Berlin handelt. Wobei Asow um dann Donald Rumsfeld zu paraphrasieren zwar „Bastarde sind, aber unsere Bastarde“. Das Schmudelkind der NATO zwar, aber eben doch ein gern genommenes und gebrauchtes. Weiterlesen

Nation und Europa: Stunde der Generäle?

Die höchst bedenkliche Lage in der sich ein mit fundamentalen Desorientierungserscheinungen konfrontiertes Europa befindet, ist der hohe Preis den es dafür zahlen muss, dass es sich selbst untreu geworden ist und seine maßgeblichen Eliten hauptsächlich dem Mammon dienen. Die damit einhergehenden Wucherungen einer hedonistischen Schamloskultur wie Deshumanisierung, Verantwortungslosigkeit, Verwilderung und Verrohung, nicht zuletzt der Einbruch des Fremden, offenbaren den Wahnsinn einer angezählten Zivilisation. Für den Verfall der öffentlichen Moral, die Schwächung des Staates und die Demontage der Demokratie ist die mit Inszenierungen beschäftigte politische Führungsschicht in hohem Grade verantwortlich. Weiterlesen

Staat und Gesellschaft: Großer Austausch und Ersatz

Was Nietzsche den Riesen Zufall nannte, dürfte heutzutage auf bestimmte in verkehrter Richtung ablaufende Ereignisse ganz und gar nicht zutreffen. Nichts geschieht durch Zufall, dahinter steckt meist eine auf ein bestimmtes Ziel hin ausgerichtete Absicht. Denn nichts kann ohne Ursache existieren, ja selbst der „Zufall“, so es ihn gäbe, nicht. So wie ja auch alles was wir heute an vom Natürlichen abweichenden oder allgemein bedrohlichen Vorgängen in Einzelfällen wahrnehmen, nicht einzig und allein einer geistig-spirituellen Krise anzurechnen ist. Weiterlesen

Querfront?

Das nicht einmal 100-Seiten dünne Büchlein „Querfront“ von Benedikt Kaiser, welches im Verlag Antaois erschienen ist, gehört mit Sicherheit zu den interessantesten Neuerscheinungen des Jahres 2017. Der Autor, der für die Sezession und die Neue Ordnung aus Österreich schreibt, hat damit in seinen noch jungen Jahren bereits sein drittes interessantes Buch vorgelegt. So hatte er bereits mit seinem Buch über die Gesellschafskritik bei Drieu la Rochelle (2011) und zum „Phänomen Inselfaschismus“ (2013) bereits lesenswerte Bücher vorgelegt bzw. an diesen mitgearbeitet. Weiterlesen

Besprechungen (32)

Im Westen nichts neues! – Auch in ihrer mittlerweile dritten Ausgabe bleiben sich die Bielefelder Redaktion und die Autorenschaft von „NS heute“ treu in ihrer reaktionären Forderung nach einer „Volksgemeinschaft“ mit dem deutschen Großbürgertum. – In der jetzt vorliegenden neuen Folge erklärt uns Arnulf Brahm wie der deutsche „Volksstaat“ der Zukunft aussehen wird (S. 31-37). Sein Versprechen an die Leser, der im Untertitel aufscheint („Vorwärts zum Volksstaat. Neue Wege in Zeiten der EU-Krise“), uns also „neue Wege“ zu diesem Ziel aufzuzeigen, wird der Autor nicht gerecht. Der Aufsatz selbst handelt nur davon, wie harmonisch alle Berufe, Schichten und Klassen im deutschen Volksstaat miteinander auskommen werden; den Weg dorthin beschreibt Brahm nicht. Weiterlesen