US-Wahlen (1)

Auf der SdV-Seite werden wir in unregelmäßigen Abständen eine neue Serie beginnen. Dieses mal soll es um die Wahlen in den USA gehen. In der ersten Folge befassen wir uns mit dem republikanischen Kandidaten Donald Trump, der als neuer „Superstar“ der US-Politik derzeit für mächtig Aufsehen sorgt.

Ein Großkapitalist als Totengräber des US-Imperialist?

Donald Trump, der unorthodoxe Republikaner Präsidentschaftskandidat, sorgt nicht nur den USA für mächtig Aufsehen, sondern auch in Europa und insbesondere in der BRD.

Trumps Vorteil ist es das er nicht von Lobbys abhängig wäre, da er mit einigen Milliarden auf dem Konto, sozusagen seine eigene Lobby ist. Wenn überhaupt, dann kauft der Großkapitalist andere Politiker. Ihn zu kaufen dürfte nun relativ schwer sein.

Hierzulande gilt Donald Trump als „Verrückter“, „Geisteskranker“ und natürlich als „Rechtspopulist“ oder „Nationalist“. Linksliberale Schreiber sorgen sich darum in der Lügenpresse darum um die Frage ob Trump überhaupt noch zu stoppen sei. Nach Putin und Assad sitzt das „Böse“ für Gutmenschen, die sich ansonsten treu transatlantisch geben, neuerdings auch in den USA.

Trump hat bei den Vorwahlen der US-Republikaner bislang drei von vier Vorwahlen gewonnen und liegt in den Umfragen bei den Republikanern weit in Führung. Man wirft den Multimilliardär in der BRD-Presse vor allem „Rassismus“ vor, weil Trump gegen Einwanderung aus Mittelamerika und vor allem durch Muslime in die USA ist. Bei einer der Vorwahlen lag allerdings „merkwürdigerweise“ bei den Latino-Wählern weit vorne.

Siehe: http://dailycaller.com/2016/02/24/entrance-polls-trump-dominates-latino-vote-in-nevada/

Man könnte meinen das Trump auch deutschen Kritikern der Asylschwemme-Politik der deutschen Kanzlerin Merkel nutzt, weil der blonde Weiberheld Merkels-Politik hart kritisierte.

Siehe: http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-12/fluechtlinge-donald-trump-angela-merkel-kritik

Vielleicht spielt hier auch seine deutsche Herkunft eine Rolle.

Siehe: http://www.stern.de/politik/ausland/donald-trump–us-milliardaer-mit-deutschen-wurzeln-6371478.html

Trump scheint nicht so dem Klischee eines US-Politikers zu entsprechen, weil er sich etwa als ausgesprochener Putin-Anhänger outete, als nicht nur als „Putin-Versteher“.

Siehe: https://www.youtube.com/watch?v=H1Ng7PF7ru4

Putin selbst scheint mit Trump auch zu können.

Siehe: https://www.youtube.com/watch?v=9PUSD6s-U9o

Trump ist dann auch in Syrien der Meinung das die USA die Falschen unterstützen würden und warnt vor der Bewaffnung nicht von NATO-Islamisten sondern auch vor den sogenannten „gemäßigten Rebellen“. Assad sei zwar ein „böser Bube“, aber immerhin aus seiner Sicht noch die beste realistische Lösung.

Siehe: https://www.youtube.com/watch?v=EQ0fyqk0o6Y

Putin soll laut Trump die „Hölle aus dem IS“ bombardieren, Wer dies kritisiere sei offenbar nicht ganz richtig im Kopf. Trump wirft zudem richtigerweise der US-Administration vor in Syrien einen 3. Weltkrieg zu riskieren.

Siehe: https://www.youtube.com/watch?v=hC_DJalOePo

Donald Trump hat nun noch mal nachgelegt und den Irakkrieg der Bush-Regierung in einer Auseinandersetzung mit Jeb Bush, dem Bruder des Ex-Präsidenten, scharf kritisiert. Dabei meinte Trump, er würde als US-Präsident auch öffentlich machen wer wirklich hinter den Anschlägen vom 11. September stecke. Er beschuldigte dabei vor allem die Saudis und meinte auch die damalige US-Regierung im Vorfeld bescheid wusste, aber absichtlich nichts unternommen habe.

Siehe: http://www.compact-online.de/donald-trump-ich-verrate-euch-wer-am-11-09-die-twin-towers-zerlegt-hat/

Nun werden beim US-Verbündeten Saudi Arabien wohl die Alarmglocken schrillen. Für Trump handelt es sich bei den Saudis nicht um einen Verbündeten, sondern um einen „Hauptfeind“.

Die Trump-These wurde in einem Buch bereits hervorragend recherchiert. Wobei in diesem Buch auf Verschwörungstheorien verzichtet wird. Hier wird sich nur an Fakten gehalten. Trumps-Äußerungen sind also nicht „Verrückt“, wie man in der Presse meinte, sondern durch Fakten belegt.

Siehe: http://www.amazon.de/Geheimsache-Hintergr%C3%BCnde-September-amerikanischer-Machtpolitik/dp/357050042X

Trump hat auch geäußert das ihm ein NATO-Beitritt der Ukraine egal sei, dies sei keine US-Angelegenheit, sondern eine Entscheidung der Europäer. Aufgrund seiner „Freundschaft“ zu Putin wäre Trump wohl bereit das Poroschenko-Regime fallen zu lassen. Schon vor Jahren äußerte er das die USA nicht mehr den „Weltpolizisten“ spielen sollten.Lau dem Compact-Magazin soll Trump geäußert haben das die USA kein Geld mehr in NATO-Basen in der EU stecken sollen.

Trumps Politik ist aber auch Widersprüchlich: So solidarisiert er sich mit der israelischen Regierung, ist Iran-feindlich und hat die rechte Neocon-Politiker Palin in sein Team berufen, die laut Peter Scholl-Latour die Krönung des amerikanischen Idiotismus sei. Trump ist nun sicherlich kein Antiimperialist, aber eben auch kein Falke und auch kein liberaler Imperialist mit Gutmenschenphrasen, sondern ein „realistischer“ Imperialist, der erkannt hat, dass die US-Politik von Clinton, Bush und Obama den USA geschadet hat.

Mittlerweile ist auch unter deutschen linken Antiimps ein Streit über Trump ausgebrochen. Die marxistische Tageszeitung „Junge Welt“ verschweigt etwa den Anteil von Trumps vernünftigen außenpolitischen Positionen. Andere Antiimp-Seiten haben irgendwie „querfrontlerisch“ ihr Herz für den US-“Rechten“ entdeckt.

Siehe: http://linkezeitung.de/2016/02/22/oh-donald-trump-hat-recht/

und https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2016/02/10/klatsche-fuer-die-zionistische-mafia-trump-und-sanders-holen-dicke-siege-in-new-hampshire/

Eine Überraschung bietet aber auch der erzreaktionäre Kandidat Ted Cruz, der immerhin eine Ablösung Assads ablehnt.

Siehe. http://www.thedailybeast.com/articles/2015/12/04/ted-cruz-and-marco-rubio-battle-over-syria-regime-change.html

Der evangelikale christliche Fundi Cruz steht damit gegen die US-Neocons. So das, dass Bündnis zwischen Neocons und Evangelikalen brüchig wird. Der Erzreaktionär Cruz steht aber für eine besonders asoziale Wirtschaftspolitik und außenpolitisch ist er eingefleischter Moskau-Feind. Allerdings setzt als Verbündeten auf den „Neonasseristen“ Sisi in Ägypten.

Interessanterweise ist aber selbst bei einem Teil der Neocons mittlerweile ein Umdenkprozess im Gange. Der rechte Flügel der US-Neocons hat mittlerweile den Sturz Gaddafis als einen fundamentalen Fehler bezeichnet. Dabei handelt es sich aber um eine Minderheit im Neocon-Spektrum.

Siehe: http://www.frontpagemag.com/fpm/249242/how-west-destroyed-libya-raymond-ibrahim

Einer der Hauptinterventionisten bei den US-Republikanern, Jeb Bush, musste nach diversen Wahlniederlagen die Segel streiten. Der BRD-Lügenpresse-Liebling Rubio, der als „Gemäßigter“ gegen Trump hochgehalten wird, verteidigt die US-Interventionspolitik in Libyen und Syrien, das Aufrüsten von sunnitischen Jihadisten und möchte die antirussische Politik eskalieren. Natürlich hat er auch den Iran und die Hezbollah im Blick.

Trump entspricht aber auch wirtschaftspolitisch nicht dem Klischee eines US-REP, da er sich entgegen dem REP-Trend gegen Sozialkürzungen stellt und für einen Milliardär ungewöhnlich die stärkere Besteuerung von hohen Einkommen fordert, bei gleichzeitiger Entlastung für Geringverdiener und Mittelschichten. Auch er selbst sollte mehr Steuern an den Fiskus abgeben, so Trump. Unter Republikanern gilt deswegen Trump als „Parteilinker“.

Auch ist er kein Globalist, da er eher für eine protektionistische Wirtschaftspolitik eintritt. Falls Trump Präsident werden sollte könnte es schon interessant werden: Ein US-Präsident als Putin-Freund und Protektionist! Dies könnte doch so einiges auf den Kopf stellen.

Verfasser: Sozrev

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