Category Archives: Theorie & Diskurs

Umfall-Höcke oder die Pseudo-„Nationalkonservativen“ der AfD

Der „Rechtsaußen-Flügel“ (Lucke-Freund Dieter Stein in der JF) gibt sich derzeit ziemlich zahm. Björn Höcke, der AfD-Landeschef aus Thüringen, der medial als Führer dieses Flügels gilt, hatte vor Monaten in einem Interview mit der souveränistischen Zeitschrift „Compact“ bewiesen das er eben vieles, aber kein echter „Nationalkonservativer“ ist.

So distanzierte sich Höcke in Compact („Petry Heil?“) teilweise von seiner Aussage nicht alle NPD-Mitglieder seien „Extremisten“. Die Differenzen mit Frauke Petry seien in diesem Zusammenhang „Vergangenheit“. Mit Petry gäbe es „keine inhaltlichen Differenzen“, sondern nur Meinungsverschiedenheiten in „bestimmten Stil- und Umgangsformen“. Was aber noch vor dem Ausschlussverfahren gegen ihn war, welches vor allem von Petry forciert wurde. Weiterlesen

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Der Hitler-Mythos

Adolf Hitler arbeitete spätestens seit dem Jahr 1923 an seinem eigenem Führer-Mythos, woraus ein Hitler-Kult erwuchs, nachdem er zu Anfang seiner Karriere nur ein „Trommler“ sein wollte, der einem nahezu sagenhaften und mystischen Erreter vorarbeit leistet. Hitler glaubte selbst an seine fast schon mythologische Kraft, an die Vorsehung die ihre schützende Hand über ihn hält und laut Hans Frank soll er sich in Gesprächen gerne mit Jesus verglichen haben. Scheinbar glaubte Stalin nach 1945 an Hitlers „Unsterblichkeit“, da er das Gerücht verbreiten ließ Hitler sei am Leben. So haben auch US-Behörden mittels Fahndungsportrait – „so könnte Hitler heute aussehen“ – nicht an sein Ableben geglaubt – zumindest Teile der US-Geheimdienste. Weiterlesen

Das wahre Österreich

Im Sommergespräch von Tarek Leitner (ORF) mit HC Strache (FP) hieß es, die Freiheitlichen wollten ein Ministerium für Heimatschutz und Leitkultur. Ist ja gut. Strache, von Leitner um eine Definition des Begriffs Leitkultur gebeten, schien ziemlich hilflos, blieb verallgemeinernd an der Oberfläche, hob aber zumindest hervor, dass in der Schule deutsch gesprochen werden sollte. Aber ist das alles, was die Partei dazu zu sagen hat? Dabei sollte gerade die FP-Führung nicht nur die unzähligen Österreich-Bekenntnisse* maßgeblicher Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die sich zumindest bis in die 1970er Jahre sehr klar zu einer bestimmten jahrhundertealten österreichischen Leitkultur bekannt haben, kennen. Weiterlesen

Der AfD-„Sozi“

Der Alternative für Deutschland (AfD) wird von nahezu jedem Politiker der Bundestagsparteien und in jeder politischen Talkshow unterstellt sie habe nur einfache Antworten auf komlizierte Sachverhalte, womit auch gesagt werden soll, dass die Politiker der AfD mehr oder weniger „Dummköpfe“und Bauerfänger seien. Gegen diesen Vorwurf spricht zumindest das sich in der AfD zahlreiche Bildungsbürger, Professoren und Doktoren, Wirtschaftswissenschaftler und Ökonomen versammeln. Von einer intellektuell dünnen Funktionärsriege kann man also kaum sprechen. Dieses Arguemt dient eher dazu sich einer sachlichen Diskussion zu verweigern und gleichsam die Wähler der AfD als „Idioten“ zu beschimpfen. Weiterlesen

Besprechungen (33)

Vor gut 30 Jahren, am 17. August 1987, verstarb Rudolf Hess im Gefängnis von Berlin-Spandau.

Siehe hierzu:
https://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_He%C3%9F

Auch wenn dies nicht bewiesen ist, es spricht vieles für die These, daß der einstige Führerstellvertreter von den Briten, die zu diesem Zeitpunkt das Gefängnis leiteten, getötet wurde. – Dieses Ereignis, das damals wie ein Lauffeuer durch die nationale Rechte ging, über das natürlich auch in den etablierten Medien berichtet wurde, löste einen Sturm der Empörung unter nationalen Deutschen aus – was keinesfalls auf das Spektrum des Neonazismus beschränkt gewesen war. – Selbst der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker (CDU) soll mit dem Gedanken gespielt haben, die Freilassung von Hess öffentlich zu fordern. Weiterlesen

Thesen zum „Neonazismus“ in der BRD – eine Neubearbeitung

Von Jürgen Schwab

Die nachfolgenden Thesen zum „Neonazismus in der BRD“ hatte ich ursprünglich im FPÖ-nahen Magazin „Aula“ (Ausgaben vom März und April 2005) veröffentlicht. Eine fruchtbare Diskussion hatte mein Versuch einer Analyse des Neonazismus in Deutschland allerdings nicht ausgelöst. Die „Neonazis“ führen in weiten Teilen ihren Weg des systemstabilisierenden „Radikalismus“, der in der Glorifizierung von Drittem Reich und Adolf Hitler besteht, fort. Auf der Gegenseite stehen die Rechtspopulisten, Nationalliberalen und Konservativen, die sich in Distanzierungsritualen ergehen, ohne sich auf eine sachliche Debatte über Hitler und das Dritte Reich einzulassen. Weiterlesen

Compact-Aktuell zum Konfliktherd Nordkorea mit SdV-Beteiligung

Die USA drohen Nordkorea mit Krieg oder gar einer Vernichtung „des Volkes“ (US-Verteidigungsminister Mattis). Das neue Compact-Aktuell welches Online zu erwerben ist befasst sich vielschichtig mit den Kriegsdrohungen des US-Imperialismus und dem natinalsouveränen kommunistischen Staat Nordkorea. Zu dieser interessanten auf aufweckenden Pulikation hat auch ein Autor der Sache des Volkes einen Beitrag geleistet. Weitere Informationen finden unsere Leser hier.

Der Bruch

aus: Progress, Heft 1, August 1997

Vorbemerkung: Mitte der 90er Jahre kam es innerhalb des „Nationalen Widerstandes“ zu einer hitzigen Diskussion um die Thesen der so genannten „Progressiven Nationalisten“. Zwar ist die Selbstüberschätzung der PN´ler mitunter etwas penetrant und die meisten der Protagonisten sind in der Versenkung verschwunden – aber einige Thesen des Progressiven Nationalismus erscheinen gerade angesichts aktueller Entwicklungen durchaus beachtenswert. Grund genug für den nicht alle PN-Standpunkte teilenden Verfasser dieser Zeilen, den zugegebenermaßen reichlich provokanten nachstehenden Artikel zu dokumentieren. Weiterlesen

Kemal Atatürk – Begründer der modernen Türkei

1. Vorbemerkungen

Gegenstand dieses Aufsatzes ist das Werk Kemal Atatürks, unter dessen Führung das türkische Volk sich aus den Trümmern des im Ersten Weltkrieg zusammengebrochenen Osmanischen Reiches erhob. Aus dieser Erhebung gingen ein vollkommen neuer Staat und eine neue Nation hervor, die einen radikalen Bruch mit ihrer islamischen Vergangenheit vollzogen und die – noch immer nicht beendete – Transformation hin zu einer laizistischen, europäisch geprägten Gesellschaft einleiteten. Es handelt sich bei dieser Transformation um die wohl tiefgreifendste Kulturrevolution des 20. Jahrhunderts.

Ende des 19. Jahrhunderts war das einst mächtige Osmanische Reich nur noch ein Schatten seiner selbst. Bereits im 16. Jahrhundert zeigten sich erste Stagnationserscheinungen, die gepaart mit einer wirtschaftlichen Dauerkrise spätestens mit dem Debakel vor Wien 1683 in einen Niedergang ohnegleichen einmündeten. Die zaghaften Reformen der Tanzimat-Periode fanden 1877/78 ihr Ende, als Sultan Abdul Hamid II. seine autokratische Herrschaft errichtete. Zu dieser Zeit erstreckte sich das Osmanische Reich von Albanien und Mazedonien bis nach Mesopotamien, Palästina und in den Irak. Das Land geriet unter internationale Finanzkontrolle und in wirtschaftliche Abhängigkeit von ausländischen Mächten. Im Westen strebten die christlichen Gebiete auf dem Balkan nach Unabhängigkeit, im Osten regte sich der arabische Nationalismus. Verzweifelt war die osmanische Regierung bemüht, durch administrative, wirtschaftliche, militärische und technische Reformen den endgültigen Zerfall des Reiches zu verhindern. Zu nennen ist hier nicht zuletzt die militärisch-technische Unterstützung durch das deutsche Kaiserreich, das dem Sultan in Istanbul mit Militärberatern zur Seite stand und den Bau strategischer Eisenbahnlinien förderte (Bagdadbahn). Inmitten einer Welt von Feinden sollte das Deutsche Reich dann auch von der osmanischen Regierung als einziger aufrichtiger Partner angesehen werden. Weiterlesen

Intelletektuell und vielversprechend!

Warum noch eine Besprechung über die Erstausgabe von Gegenlicht? Schließlich gibt es ja schon mindestens drei – von Jürgen Schwab, durch einen Topmann der österreichischen Identitären und die bürgerliche Antifa-Seite “ Blick nach Rechts“. Darüber hinaus gibt es auch zwei Interviews mit dem Chefredakteur der Zeitschrift. Wobei es sich bei letzterer „Besprechung“ weniger um eine wirkliche „Besprechung“ handelt, da der Verfasser das Heft nicht gelesen zu haben scheint, sondern nur das Inhaltsverzeichnis. Das Heft bietet sich einfach wegen des Umfanges und des inhaltlichen Gehaltes zu einer weiteren Besprechung an. Intellektuell dürfte höchstens die Sezession an Gegenlicht heranreichen, aber mit einer wesentlich geringeren Seitenanzahl. Gegenlicht bietet einfach Raum für Texte und Autoren die so in keiner anderen nationalen Zeitschrift publiziert werden können – entweder wegen Themen oder wegen dem Umfang. Weiterlesen