Thesen zum „Neonazismus“ in der BRD – eine Neubearbeitung

Von Jürgen Schwab

Die nachfolgenden Thesen zum „Neonazismus in der BRD“ hatte ich ursprünglich im FPÖ-nahen Magazin „Aula“ (Ausgaben vom März und April 2005) veröffentlicht. Eine fruchtbare Diskussion hatte mein Versuch einer Analyse des Neonazismus in Deutschland allerdings nicht ausgelöst. Die „Neonazis“ führen in weiten Teilen ihren Weg des systemstabilisierenden „Radikalismus“, der in der Glorifizierung von Drittem Reich und Adolf Hitler besteht, fort. Auf der Gegenseite stehen die Rechtspopulisten, Nationalliberalen und Konservativen, die sich in Distanzierungsritualen ergehen, ohne sich auf eine sachliche Debatte über Hitler und das Dritte Reich einzulassen.

Nichtsdestotrotz schickte ich meine „Thesen zum Neonazismus“ Jahre später an die Redaktion von „Hier & Jetzt“. Veränderungen am Text nahm ich kaum vor, allerdings hatte ich die Einleitung aktualisiert und den Text um einen selbstkritischen Nachtrag ergänzt, der meinem damaligen Erkenntnisstand entsprach. Die Thesen wurden dann wiederum Jahre später in der Nachfolgezeitschrift von „Hier & Jetzt“, in „Gegenlicht“ im Juli 2017 veröffentlicht. – Da sich mein Bewußtsein in dieser Thematik in den letzten Jahren weiterentwickelt hat, habe ich mich nun zu einer Neubearbeitung und Erweiterung meiner Thesen entschlossen.

1. Die verlorene Handlungsfähigkeit des Deutschen Reiches

Für die Deutschen endete der Zweite Weltkrieg mit der totalen Niederlage. Die letzte Reichsregierung unter Großadmiral Karl Dönitz wurde am 23. Mai 1945 von den Alliierten verhaftet, seitdem verfügen die Deutschen über keinen souveränen Staat mehr. Der militärischen Besatzung folgte die Umerziehung im Sinne der alliierten Sieger. Durch die Überstülpung des BRD-Systems auf die einst sowjetisch besetzte (ehemalige) DDR greift nun auch der zersetzende Ungeist der amerikanischen reeducation auf Mitteldeutschland über. Die Kriegspropaganda der alliierten Feinde des Deutschen Reiches ist längst in die Geschichtsbücher deutscher Schüler und Studeten eingezogen, die nun mit dem „Nasenring“ (Armin Mohler) der „Vergangenheitsbewältigung“ traktiert werden. Die alliierten Presselizenzen nach dem Kriege haben ihr übriges getan.

Der deutsche Gutmensch sieht heute die Geschichte und ebenso die aktuelle Politik mit der Brille der alliierten Sieger und der Nachkommen des „Holocausts“. Adolf Hitler ist zum „Gott sei bei uns“ des modernen Menschen geworden. Der gebürtige Österreicher nimmt heute die Rolle des schlichtweg Bösen ein. Daß man als Gutmensch dem Bösen keine berechtigten Ziele, guten Absichten und richtigen Fragestellungen zuerkennen darf, versteht sich von selbst.

2. Die „Vergangenheit als Gegenwart“ (Martin Walser)

Die deutschen Gutmenschen messen die politischen Wirkungen des historischen Nationalsozialismus mit der Elle gegenwärtiger, sprich vom alliierten Sieger vorgegebener „Werte“ („Demokratie und Menschenrechte“, „Befreiung“, etc.). Sie lassen dabei – aus opportunistischem Antrieb heraus – gerne außer acht, daß die Deutschen vor über siebzig Jahren dieser „westlichen Wertegemeinschaft“ noch nicht angehört haben und demzufolge an diesem pseudomoralischen Maßstab gar nicht gemessen werden können. Niemand, der mit der „Gnade der späten Geburt“ (Helmut Kohl) ausgestattet ist, kann wissen, wie er damals – in der Ausnahmesituation des „Europäischen Bürgerkrieges“ (Ernst Nolte) – gehandelt hätte. Der Schriftsteller Martin Walser bringt diese Heuchelei mit der Formel „Vergangenheit als Gegenwart“ auf den Punkt, die das Verstehen der eigentlichen Vergangenheit verhindert. Dieser Zustand ist aufzulösen durch die Wiederherstellung der Handlungsfähigkeit des deutschen Staates, dessen geschichtlicher Name „Deutsches Reich“ lautet.

Eine Restauration des NS-Systems soll damit allerdings nicht verbunden sein, das nur aus der ideologischen Ausnahmesituation der zwanziger und dreißiger Jahre erklärbar ist. Der „Neonazismus“, der glaubt, den Gegenstand verherrlichen zu müssen, der vom verhaßten „System“ tagtäglich in den Medien verteufelt wird, kann nur mit dem Untergang des fremdherrschaftlichen „Systems“ selbst sein Ende finden. Bis dahin sind BRD und „Neonazismus“ als zusammengehörig zu erkennen. Die Dämonisierung Adolf Hitlers bewirkt dessen Glorifizierung. Die BRD ist die Brutstätte des „Neonazismus“ – nicht die NPD!

3. Die fehlende nationale Kritik am historischen Nationalsozialismus

Der parteipolitische Nachkriegsnationalismus hat es über Jahrzehnte hinweg versäumt, eine intellektuell anspruchsvolle Kritik des historischen Nationalsozialismus zu entwickeln beziehungsweise eine solche aufzugreifen, um somit der Apologetik in den eigenen Reihen entgegenwirken zu können. Vielen NS-Apologeten ist bis heute die kritische Bilanz unbekannt geblieben, die bereits von Teilen der politischen und militärischen Führungselite des Dritten Reiches (unter anderem von Alfred Rosenberg, Joachim von Ribbentrop und Heinz Guderian) und von einfachen Soldaten und Offizieren (Ernst Jünger und Franz Schönhuber) gezogen wurde. Die wenigen qualifizierten Nachkriegspublizisten des eigenen Lagers (vor allem Herbert Taege, Hans-Dietrich Sander, Armin Mohler, von der jüngeren Generation Werner Bräuninger), die sich mit diesem Thema fundiert auseinandergesetzt haben, sind entweder nie verstanden oder weitgehend ignoriert worden. Die Früchte ihrer Arbeit ist nie in die Selbstreflexion nationaler Parteipolitik einbezogen worden.

Somit gibt es im Nachkriegsdeutschland nur zwei Pole, die unheilvoll die Auseinandersetzung mit dem Dritten Reich bestimmen: Die überquellende und medial geförderte Schuldliteratur und – als ihre Kehrseite – die Rechtfertigungsliteratur, die auch dort rechtfertigt, wo es gar nichts zu rechtfertigen gibt. Mit welcher moralischen Berechtigung jammert ein Neonazi über die fehlende Rechtstaatlichkeit der BRD oder über das mangelnde Völkerrechtsbewußtsein in der US-Außenpolitik, wenn sein eigenes systempolitisches Vorbild in diesen Bereichen zu Verfehlungen geführt hat (unter anderem in der Verfolgung politisch Andersdenkender, in der Ostpolitik von Erich Koch)? Nicht selten gerät der nationale Deutsche zum uneingeschränkten Anwalt des Dritten Reiches und spielt somit die ihm vom System zugewiesene Rolle.

4. Neonazi- und Antifa-Blick – die zwei Seiten der einen System-Medaille

In Wirklichkeit stellen sowohl das Neonazi- als auch das Antifa-Spektrum die zwei Seiten der einen Medaille des Systems dar. Jede Seite vertritt allenfalls nur eine einseitige Teilwahrheit im Blick auf das Dritte Reich und den Faschismus als Epochenphänomen. Während der Neonazi eine Gänsehaut bekommt bei den Wochenschauen, den Siegen der Wehrmacht, den Uniformen und der faschistischen Ästhetik im allgemeinen, die sich doch wohltuend abhebt von dem Häßlichkeitskult unserer kaputten Zeit; so sehen Antifas ausschließlich das verbrecherische, unmenschliche in Hitlers Reich wüten: den Massenmord an den Juden und anderen verfolgten Gruppen.

Das „Reich der Niederen Dämone“ (Ernst Niekisch) und die damalige Generation von Deutschen sei eben ausschließlich von niederen Instrinkten bestimmt gewesen, von der Barbarei gegen die Menschlichkeit; demgegenüber die glorreiche und tadellose Rote Armee als Befreierin aufgetreten wäre.

Beide Sichtweisen, die der Neonazis wie die der Antifas, sind einseitig und verzerren somit die Zeitgeschichte. Im Prozeß der Historisierung im Sinne Ernst Noltes wäre hingegen beides ausgewogen zu berücksichtigen. Zu dieser Denkarbeit sind freilich die „Linken Leute von rechts“ und nationale Linke am meisten prädestiniert.

5. Rechte Unternehmer machen Kasse mit dem Dritten Reich

Bis es soweit ist – bis eine notwendige Historisierung des Dritten Reiches durchschlagend Erfolg haben kann -, wirken eine pauschale Rechtfertigung und NS-Apologetik einer notwendigen Politisierung der eigenen Mitglieder, vor allem der nationalen Jugend entgegen. Anstatt sich mit der Bedeutung politischer Begriffe und mit Gegenwartsproblemen zu befassen, steht die einstige deutsche Waffenstärke im Mittelpunkt des Interesses. Nationale Verleger und Buchhändler sind zuerst Kaufleute und bedienen ihre Kundschaft. Wehrmachtsspielzeug und Bücher über Eva Braun und andere Größen des NS-Systems, die in der „Deutschen Stimme (DS)“ feilgeboten werden, sind die Entsprechung zur filmischen Verwertung von „Hitlers Frauen“ und „Hitlers Kindern“ durch den ZDF-Hofhistoriker Guido Knopp („History“).

Nicht zu vergessen diejenigen Neonazi-Organisationen, die ihre politische Arbeit und ihren privaten Haushalt über diverse Rechtsrockkonzerte finanzieren. Es stellt freilich einen Widerspruch in sich dar, einerseits nach außen hin für einen politikfähigen Nationalismus stehen zu wollen, andererseits Liedtexte zu vermarkten, mit denen die niedersten Instinkte abgerufen werden („Blut muß fließen – knüppelhageldick … ). – Das heißt, der Spagat zwischen dem an sich lobenswerten Projekt „Nationalismus trifft Multikulti“, bei dem der Neger eine respektierte Person ist – auch wenn man von denen nicht zu viele in Europa haben möchte -, und dem Primitivrassismus, der in bestimmten Liedtexten von Rechtsrockbands zum Ausdruck kommt („Afrika für Affen, Europa für Weiße. Steckt die Affen in ein Boot und schickt sie auf die Reise “), kann nicht gelingen, weil er nicht glaubwürdig ist.

Siehe hierzu:
https://www.flashlyrics.com/lyrics/landser/afrika-lied-33

6. Die Inflation an „Rechtsextremismusexperten“

Die Profiteure, die ordentlich Profite aus dem Neonazismus schlagen, gehören aber nur zum geringeren Anteil der Neonazi-Szene selbst an. Wie im Ping-Pong-Effekt werfen sich die neonazistischen Schaumschläger und Hochstapler, die täglich an der eigenen „Bedeutung“ arbeiten, und selbsternannte medial wie akademisch aufgewertete „Rechtsextremismusexperten“ gegenseitig die Bälle zu. – Gerade in der deutschen Medienlandschaft kam es in den letzten Jahren zu einer Inflation an „Rechtsextremismusexpertisen“ und „Rechtsextremismusexperten“. Medienleute wie Rainer Fromm und Andrea Röpke verdanken ihren Broterweb und ihre gesellschaftliche Daseinsberechtigung der Existenz des Neonazismus in Deutschland.

In Büchern, Fernsehbeiträgen und dergleichen mehr wird die „Gefahr von rechts“ hochgeschrieben und hochgesendet – so daß sich „Insider“, die einen gewissen Abstand zur Materie bewahren, die Frage stellen müssen: In welche mediale Scheinwelt führen diese medialen und akademischen Profiteure der „Aufklärung“ über den Neonazismus ihr Publikum? – Aus dem nüchternen Kalkül heraus, auf dem Acker zu säen, auf dem man über Jahre hinweg die eigenen Ernten einfahren möchte.
Nicht zu vergessen die vielen staatlichen Fördertöpfe und „Initiativen“, die durch Systemknete reich beschenkt werden, wie die „Amadeu Antonio Stiftung“, sowie die vielen „Politikwissenschaftler“ und anderen akademischen „Helden“, die für diesen „guten Zweck“, den „Rechtsextremismus zu erforschen und darüber aufzuklären“ vom Staat alimentiert werden.

7. Der „Neonazismus“ als Protestkult und Bestandteil der Spaßgesellschaft

Je mehr die Inflation der „Rechtsextremismusexperten“ und der Bewältigungsindustrie zunimmt, desto interessanter wird die Provokation gegen dieses System, das seine Legitimation als „Wachkoma des Dritten Reiches“ (Reinhold Oberlercher) offensichtlich aus dem „Nie mehr!“ bezieht. – Wer als deutsches Pärchen im Partnerlook als „Adolf & Eva“ geht, kann sich sicher sein, daß die BRD-Spießer sich darüber empören.

Siehe hierzu:
http://www.druck18.de/product_info.php?products_id=2169

Was aber für viele in der Neonazi-Szene lustig ist – beispielsweise Dumpfrassismus und Behindertenwitze unter anderem gegen den Rollstuhlfahrer Wolfgang Schäuble -, empfinden die meisten Normal- und vor allem Bildungsbürger nur als peinlich. – Somit gerät der Jugendprotest, der aus der Neonazi-Szene kommt, zum Rohrkrepierer, weil er dem Ziel des Rechtspopulismus – an bürgerliche Schichten anzudocken – zuwiderläuft.

Sicherlich, Jugend hat grundsätzlich ein Recht auf Protest – gegenüber dem, was ihr die ältere Generation diktiert. Und Jugend will auch heute von Jugend geführt werden. Dem notwendigen Protest der deutschen Jugend, vor allem in Mitteldeutschland, fehlt aber heute die geistige Führung. Somit verkommt nicht selten der Protest zur Provokation als Selbstzweck. Schon in den 1980er und 1990er Jahren war man „Neonazi“ und „Skinhead“ wie andere als „Punks“ auftraten oder der „Gothic-Szene“ angehörten – eben ein Teil der pluralistischen BRD-Spaßgesellschaft.

8. Das Geschwätz vom „negativen Erscheinungsbild“

Der Völkische, auch der bürgerlichen Art, ist zumeist geprägt von einem einseitigen naturalistischen, auf die reine Materie ausgerichteten Weltbild. Das soll heißen: Probleme existieren im Bewußtsein nur äußerlich materiell, nicht innerlich geistig. Somit ist man auch nicht in der Lage, diese geistig anzugehen. Das negative, weil unbürgerlich wirkende „Erscheinungsbild“ von NPD-Demonstrationen der 1990er Jahre war für die naturalistischen Kritiker leicht begreifbar, weniger allerdings die geistige Ursache. Das Problem „Neonazismus“ war schon damals nicht dadurch zu lösen, daß man „Skinheads“ in dunkle, langärmelige Anzüge steckte, unter denen ihre Tätowierungen verschwanden; ihnen das Krawattenbinden lernte und anschließend den Mund verbat. Der Neonazismus wurde auch durch das zeitweilige Aufkommen der „Autonomen Nationalisten (AN)“ nur schlecht kaschiert.

Das – rein äußerliche – „Erscheinungsbild“ wird sich zum Besseren hin ändern (und ändert sich zum Teil schon), wenn den Meinungsführern nationaler Jugendgruppen ein anderer Geist vermittelt worden ist. Dem „Neonazismus“ ist dauerhaft nur durch inhaltliche Politisierung zu begegnen – und nicht ausschließlich in Belehrung der Kleiderordnung.

Das Problem offenbart sich vor allem in der Sektensprache von Neonazis, wenn diese in „Weltnetzforen“ meinen, daß „Bolschewisten“ wie ich nicht „zu uns gehören“. – Nicht zu „uns“? – also nicht zur Sekte der „Hitlerleute – einst und heute“. Auch die Stauffenberg-Flagge oder die Nationalfarben in Schwarz-Rot-Gold stören den echten Neonazi in seinem Sektendasein.

9. Parteifreier Staat – statt Parteidiktatur

Dreh- und Angelpunkt einer politischen Bildungsarbeit wäre die Staatstheorie, mit der die NS-Parteidiktatur zu widerlegen ist. Der Kurzschluß „NPD = NSDAP = Machtergreifung = NS-Parteidiktatur“ hat in diesem staatstheoretischen Mangel seine Ursache. Ganz davon abgesehen, daß die Deutschen – und nicht einmal die Wähler nationaler Parteien – nach rund 90 Jahren Parteienherrschaft (Weimarer Republik, Drittes Reich, DDR, BRD) – einer erneuten Parteidiktatur die Gefolgschaft verweigern würden. In diesem Sinne ist der „BRD-Nationalsozialismus“ als systemimmanent zu erkennen, da er eine glaubwürdige revolutionäre Alternative zum herrschenden System „Parteienstaat“ verhindert.

Die revolutionäre „antikapitalistische Sehnsucht des deutschen Volkes“ (Gregor Strasser) liegt auch heute in der Unterscheidung von parteifreiem Staat und interessenbestimmter Gesellschaft. Hier ist eine Entscheidung für Carl Schmitt und gegen Adolf Hitler zu treffen.

10. Nationaler Sozialismus – jetzt!

Hinzu kommt, daß sich bürgerliche Patrioten und Neonazis in dem Punkt zumeist einig sind, daß die bürgerliche Gesellschaft der BRD auf der Eigentumsebene nicht zu verändern sei. Auf Carl Schmitts Staatstheorie läßt sich, wie von mir oben erwähnt, auf jeden Fall ein deutscher Zukunftsstaat errichten – im Gegensatz zur Parteidiktatur Hitlers; aber Schmitt – und mit ihm Hegel als Staatstheoretiker – wären auf gesellschaftlicher Ebene teilweise um Karl Marx zu ergänzen. Schließlich erkannte dieser Vertreter des deutschen Idealismus, daß sich auf einer – bezüglich der Eigentumsverhältnisse – rein kapitalistisch strukturierten Gesellschaft kein Staat im Sinne des „allgemeinen Interesses“ (Hegel) begründen läßt.

Der Hitlerfaschismus ist als totalitärer Notausgang der bürgerlichen (und adeligen) Gesellschaft der Weimarer Republik zu erkennen. Nur wer diesen Zusammenhang versteht, kann begreifen, daß in Westdeutschland ab 1945 das Großkapital nach dem Sturz der Hitler-Diktatur von den westalliierten Siegern wieder in die alten bürgerlichen Eigentumsrechte eingesetzt wurde (nach relativ kurzen Haftaufenthalten von Flick & Co.).

11. „Volksgemeinschaft“ als Ideologie von Volksverrätern

Die Idee der „Volksgemeinschaft“ gab es schon vor den Nazis – im wilhelminischen Kaiserreich und in der Weimarer Republik. Aber Hitler war es, der dieses Ideenkonklomerat auf seine Weise in die staatspolitische Wirklichkeit umsetzte. Heute sind es vor allem Neonazis, welche die „Volksgemeinschaft“ als „Weltanschauung“ propagieren.

Da es in diesen Kreisen mit politischer Bildung nicht allzu weit her ist, gerät völlig aus dem Blick, daß die zeitgeschichtlichen Entstehungsbedingungen der 1930er Jahre mit der heutigen Situation nichts mehr gemein hat. Damals waren es die besitzenden Kreise – in Deutschland, Italien und in anderen Ländern -, die ihre ökonomischen Interessen im Schutzraum eines starken Nationalstaats – auch in der Eroberung und Verteidigung von Kolonien und internationalen Märkten – verfochten. Deshalb war damals eine Interessenkoalition zwischen Bourgeoisie, Großgrundbesitz und nationaler Hochfinanz einerseits mit nationalen und faschistischen Bewegungen und Parteien andererseits, sofern sich deren Führer und Programme nur gegen eine soziale Revolution richteten, möglich und naheliegend.

Diese damalige Lage hat mit der heutigen nichts mehr zu tun. – Wer heutzutage als „Nationalist“ die „Volksgemeinschaft“ mit den deutschen Bonzen sucht, ist in Wirklichkeit ein jämmerlicher Volksverräter, weil er die Zusammenarbeit mit denjenigen Kräften sucht, die seit Jahren alles tun, um die deutschen und europäischen (Außen-) Grenzen für Waren und Dienstleistungen aller Art, für Kapital und für Arbeitskräfte aus dem Ausland zu öffnen.

Wer die „Volksgemeinschaft“ heute – auf Grundlage gegenwärtiger Eigentumsverhältnisse und somit Machtverhältnisse – verficht, hofiert faktisch diejenigen, die auch als Deutsche den „Volkstod“ des eigenen Volkes maßgeblich betreiben.

12. Die Oligarchie des nationalen Parteiwesens benötigt treue Gefolgsleute

Aus der Wirtschaft kennen wir den Spruch: Zweitklassige Manager sammeln um sich zweit- und drittklassige Assistenten. Das gleiche Prinzip gilt auch für die Politik: Schwache Parteiführer sammeln willensschwache Gefolgsleute um sich, die sie leicht kontrollieren können und die ihnen beim Kampf um Posten weniger gefährlich werden. Dieses Prinzip, das Robert Michels in seiner Soziologie des Parteiwesens (1910) herausgearbeitet hatte, läßt sich auf alle Parteien – egal welcher ideologischen Ausrichtung – anwenden.

Für nationale Parteien bedeutet dies: Wer NS-Nostalgie mit Politik verwechselt, ist im „Machtgefüge“ nationaler Parteien leichter zu instrumentalisieren als geistig anspruchsvolle und willensstarke Personen, die vielleicht die etablierten Parteiführer überragen. Auf Dauer kann diese Rechnung freilich nicht aufgehen, wie das sächsische Beispiel zeigte. Dort sah sich der damalige NPD-Fraktionsvorsitzende Holger Apfel gezwungen, erstklassiges Fachpersonal außerhalb der Partei hinzuziehen (unter anderen Karl Richter, Andreas Molau, Arne Schimmer), damit die künftigen Herausforderungen in Landtagsfraktion und Verlag Deutsche Stimme zu bewältigen waren. Somit bestimmten Fachleute aus Bayern, Niedersachsen und Hessen die Politik der NPD-Landtagsfraktion in Sachsen.

Hätte man früher auf die Investition in einen neuen Geist, der sich auf der Höhe der Zeit befindet, gesetzt, hätte die NPD ein zukunftsfähiges Konzept besessen. Hätte, hätte, Fahrradkette … Jetzt ist diese Partei abgehängt – vom nun auch in Deutschland erstarkten Rechtspopulismus – durch AfD, Pegida, Identitäre, „Sezession“ und „Compact“.

13. Bürgerliche Distanzierung aus Opportunismus

Bürgerlich nationale Kritik am „Neonazismus“ geht nicht selten an einer Lösung des Problems vorbei. Mancher Artikel, der von „konservativen“ Autoren in den letzten Jahren beispielsweise über die NPD geschrieben wurde, hat mehr über die subjektive Absicht des Kritikers ausgesagt als über das Objekt der Kritik.

Die Distanzierung und Abgrenzung, die nicht selten eigenen Interessen entspringt (wie bürgerliche Reputation, Rücksichtnahme auf Bündnispartner und Spender, Abgrenzung nach Maßgabe des „Verfassungsschutzberichts“) hat das Problem des „Neonazismus“ verschärft und nicht gelöst. Verfassungspatriotische Vorhaltungen – in einer politischen Lage ohne wirkliche Verfassung! – provozieren beim jugendlichen Protestierenden nur Verachtung gegenüber „feigen Bürgern“, anstatt Lernbereitschaft zu wecken. Hier wäre von bildungsbürgerlicher Seite künftig mehr Kameradschaft und Dienstleitung auf dem Bildungssektor gefragt als unsägliche Distanzierungsrituale.

14. Der Möchtegernrechtspopulismus ist zum Scheitern verurteilt

Gerade das NPD-Spektrum und der Nationale Widerstand befinden sich seit den letzten Jahren in einem Spannungsverhältnis zwischen der Einbindung von „Neonazis“ in die politische Arbeit und einer Nachahmung des Rechtspopulismus, wie wir ihn seit Jahren erfolgreich im europäischen Ausland und neuerdings auch in Deutschland anhand der AfD mitverfolgen können.
Das Elend der Möchtegernrechtspopulisten im NW besteht nur aber gerade darin, daß sie den Anschluß an den Rechtspopulismus deshalb verpassen, weil sie sich als Parteifunktionäre, Verleger, Medienbetreiber und Rechtsrockunternehmer nicht den neonazistischen Ast absägen wollen, auf dem sie selbst – auch rein materiell gesehen – sitzen. Der möchtegernrechtspopulistische Spagat – zwischen Rechtspopulismus und Neonazismus -, der aus dieser ungeschickten Situation folgt, verfestigt aber eben nur die eigene Erfolglosigkeit. Martin Sellner ist der Absprung von seinem Lehrmeister Gottfried Küssel gelungen, um Anschluß an die Mitte-Rechts-Systemhälfte zu schaffen – Patrick Schröder beispielsweise hat nun genau diesen Augenblick verpaßt.

15. Die Herrschenden und ihr VS benötigen dringend den NS-Popanz

Daß das etablierte politische System und seine Geheimdienste zur Herrschaftssicherung den „Neonazi“-Popanz dringend benötigen, braucht nach den vorangegangenen Punkten eigentlich keiner weiteren Erläuterung.

Die pauschale Behauptung aber, die NPD sei eine Agentur des „Verfassungsschutzes“, wie sie immer wieder von bürgerlichen „Analysten“ aufgestellt wird, ist als Verleumdung zurückzuweisen – wobei sie sicherlich als begrenzte Teilwahrheit ihre Berechtigung haben dürfte. Die Binsenweisheit geheimdienstlicher Unterwanderung gilt freilich für Systemopposition generell. Zudem hat das erste Verbotsverfahren gegen die NPD um das Jahr 2001 gezeigt, daß die enttarnten VS-Spitzel keinesfalls einheitlich dem Klischee „dumpfer Neonazi“ zuzuordnen waren, sondern mehrere davon – wie Wolfgang Frenz, Udo Holtmann usw. – mit bürgerlichem Habitus aufgetreten waren.

Allerdings steht ebenso fest, daß das Stigma der „Neonazi-Partei“ die gesamte nationale Opposition kriminalisiert, indem alle negativen alliierten Interpretationen des historischen NS (wie die „einzigartigen Verbrechen“) wesensmäßig den heutigen Nationalen zugeschrieben werden.

Auf ein Spielfeld, auf dem der Gegner – mittels Massenmedien – die Regeln zu seinen Gunsten vorgibt, sollte man sich erst gar nicht begeben. Die „ordentliche Beschäftigungspolitik“ (Jörg Haider) des Dritten Reiches ist zwar rein sachlich kaum zu widerlegen, jedoch unter den Bedingungen des von alliierten Dogmen bestimmten öffentlichen Diskurses fast ebenso ungeschickt wie die Bezeichnung Adolf Hitlers als „großen deutschen Staatsmann“ (Udo Voigt). Im letzteren Falle könnten die bundesrepublikanischen Medien dem damaligen NPD-Vorsitzenden sogar unterstellen, sein „Staats“-Begriff sei mit dem Hitlers identisch (was Udo Voigt sicherlich bestreiten würde).

Somit greift wieder die Assoziationskette „NPD = NSDAP = Machtergreifung = NS-Parteidiktatur“. Im Münchner Gerichtsprozeß gegen den „Neonazi“ Martin Wiese, der 2003 angeblich ein Bombenattentat gegen die jüdische Gemeinde der Landeshauptstadt geplant haben soll, stürzte sich der Staatsanwalt gierig auf die behauptete Absicht Wieses, einen „NS-Staat“ errichten zu wollen.

16. NATO-Nazis auf den Spuren von Himmler und Göring

Neuerdings rekrutieren ukrainische Agenten der NATO freiwillige Kämpfer in Deutschland und in anderen Ländern Europas. Auch wenn es ukrainischen Nationalisten vordergründig um eine Emanzipation gegenüber der russischen Hegemonie geht, so dienen Ukrainer und deutsche und europäische Söldner in letzter Konsequenz für die NATO-Osterweiterung. Bei diesem Unterfangen geht es um das Engerziehen des Belagerungsrings um Rußland.

Bemerkenswert ist allemal, daß Alexander Jungkunz, der stellvertretende Chefredakteur der „Nürnberger Nachrichten“, nichts dagegen einzuwenden hat, daß der SPD-Politiker Frank-Walter Steinmeier – vor wenigen Jahren als Bundesaußenminister – ukrainische Faschisten hofierte.

Siehe hierzu:

https://sachedesvolkes.wordpress.com/2014/06/06/der-nazi-kollaborateur-alexander-jungkunz/

Völlig neu ist diese Strategie, Söldner unter Europas Neonazis und Neofaschisten im Kampf gegen (Sowjet-) Rußland zu rekrutieren, nicht. Auch in den unmittelbaren Nachkriegsjahrzehnten sammelte die NATO ihre braunen und schwarzen Schafe – mittels antikommunistischer Rattenfängermelodien. Der Nazi-Geheimdienstmann Reinhard Gehlen war ihr Vorkämpfer. Das Gesamtprojekt firmierte unter Begriffen wie „Gladio“ und „Stay behind“.

Siehe hierzu:

Heute öffnen diverse Neonazi-Organisationen – beispielsweise in Dortmund – ihre Häuser und – unter anderem in Thüringen – ihre Rechtsrockkonzerte für Rekrutierer von „Asow“ und von anderen faschistischen Organisationen aus der Ukraine – mit dem Ziel, der NATO-Osterweiterung neue Söldner zuzuführen.

Im Grunde genommen wandeln heutige NATO-Nazis auf den Spuren von Heinrich Himmler und Hermann Göring, die in den letzten Monaten des Dritten Reiches – hinter dem Rücken ihres Führers – Kontakt zu den angelsächsischen Mächten aufnahmen – in der vergeblichen Hoffnung, daß diese doch deutsche Verbündete gegen die auf Berlin heranrückende Rote Armee gebrauchen könnten. Dieses „visionäre“ Projekt kam den kapitalistischen Westmächten damals noch zu früh. Jetzt ist es aber an der Zeit – gemeinsam mit den nazifaschistischen „Krauts“ – den russischen Bären zu erlegen!

17. Der Nazifaschismus hat keine Zukunft mehr!

Als Hilfstruppen mögen Neonazis noch gebraucht werden. – Allerdings gehört der „Faschismus in seiner Epoche“ – wie es Ernst Nolte in seinem bekannten Buchtitel postulierte – längst der Vergangenheit an. Noch so viel neonazistischer Aktivismus und noch so eine große systemmediale Begleitmusik können daran nichts ändern.

Das Kapital ist nicht mehr national auszurichten, wie dies noch für das 19. und die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts galt. Das Kapital ist heute global. Auch noch so viele stümperhafte Versuche, wie die vom derzeitigen US-Präsidenten Donald Trump, verlorengegangene und überlebte Industrien aus dem Museum zu reißen und wieder in den nationalstaatlichen Käfig zu sperren, ändern daran nichts.

Der Nationalstaat der Zukunft wird aus einer nationalen und sozialen Revolution hervorgehen – oder überhaupt nicht mehr sein. – Neonazistische Parteien und „Bewegungen“ werden deshalb, weil ihre Ideologie einer „Volksgemeinschaft“ beziehungsweise einer „integralen Nation“ überlebt ist, immer Randphänome, deren „Führer“ Randfiguren bleiben. Und das ist auch gut so. – Wer den Absprung schafft, setzt sich zu den „Identitären“ ab.

18. Der Nazifaschist in seiner tiefsten Erniedrigung

Alle faschistischen Ideologien – egal welches Niveau und egal welcher nationalhistorische Kontext – eint die Sehnsucht nach Besiegung des Feindes, nach Unterwerfung des geschlagenen Feindes, nach Erniedrigung und Demütigung des marxistischen Klassenfeindes wie des ethnischen Feindes. Auch wenn Hitler mehr Volk und Rasse, Mussolini mehr Nation und Staat propagierte, darin waren und sind sich alle Faschisten einig: Russen sind gegenüber Deutschen „Untermenschen“ wie Italiener Äthiopier als „Minderwertige“ zu unterwerfen haben.

Die eigene Nation soll erhoben werden, da man ja selbst dieser angehört, was natürlich nur auf Kosten anderer Nationen geschehen kann. – Dies verhält sich wie in der kapitalistischen Marktwirtschaft: Der Erfolg und der Aufstieg des eigenen Unternehmens geht auf Kosten, zu Lasten anderer – bedingt den Abstieg und die Vernichtung des Konkurrenten, des Feindes.
Das Phänomen des „Nazi-Aussteigers“ erklärt sich genau vor diesem Hintergrund: Der Faschismus, insbesondere der Nazi-Faschismus kann heute und in der Zukunft nicht mehr siegen. Ein Faschismus aber, der dauerhaft „Loser-Bewegung“ bleiben muß, wird viele der schlaueren einstigen „Führer“ verlieren. – Das sind die Axel Reitz, Felix Benneckenstein, Andreas Molau, Stefan Rochow und dergleichen mehr. Die plötzlich auftauchenden oder schon lange schwärenden moralischen Skrupel sind nicht das Hauptmotiv des Ausstiegs; vielmehr haben die schlaueren Neonazis erkannt, daß mit Adolf Hitler im Gepäck kein deutscher Staat mehr zu machen ist.

Vor allem kommen Faschisten nicht damit zurecht, Herrenmenschen sein zu wollen, die immerzu politische Gegner und ethnische Feinde erniedrigen müssen, aber in Wirklichkeit ständig gedemütigt werden. – Erniedrigt und gedemütigt durch Gegendemonstrationen, die wegen ihrer Verankerung in der linksliberalen Systemhälfte zahlenmäßig stärker besucht werden, aber auch durch die vielen Hausdurchsuchungen, Arbeitsplatz- und Wohnungsverluste und dergleichen mehr.
Faschisten, die herrisch auftreten wollen, aber immerzu gedemütigt werden, leben in einer Art geistigen Schizophrenie. – Sie müssen verzweifeln oder aussteigen.

Und somit sind auch die rückläufigen Zahlen an Mitgliedern, Mitstreitern von Neonazi-Parteien und Organisationen – auch auf Demonstrationen – erklärbar. Daran können auch einzelne Rechtsrockkonzerte mit höherer Teilnehmerzahl, die in politischer Hinsicht sowieso sinnfrei sind, nichts ändern.

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Kommentare

  • Kommentar von Per Lennart Aae  Am 6. September 2017 um 20:12

    Entwurf eines Kommentars zum Artikel von Jürgen Schwab: „Thesen
    zum „Neonazismus“ in der BRD – eine Neubearbeitung“.

    Ich habe den Artikel gerade kopiert und abgespeichert – dabei auch inhaltlich überflogen. Ich erlaube mir, vom angeblichen Thema abzuweichen, dabei aber erst recht beim tatsächlichen Thema zu bleiben.
    Ich bin der Auffassung, daß HEUTE unsere historische Aufgabe darin besteht, die Deutungshoheit über das Volks- und Staatsverständnis der Bundesrepublik Deutschland (BRD) für uns in Anspruch zu nehmen, und daß unsere Chancen dabei auch sehr gut stehen, auch wenn der eine oder andere diese Einschätzung für Größenwahn halten mag.
    Sie stehen deswegen gut, weil das Projekt „Abschaffung Deutschlands“ (frei nach Sarrazin) sich in einer äußerst kritischen Phase befindet.
    Das Grundgesetz und die BRD mit ihrem authentischen Volks- und Staatsverständnis sind PRAKTISCH VERWAIST. Das Grundgesetz definiert Deutschland als NATIONALSTAAT, basierend auf dem DEUTSCHEN VOLK als Staatsvolk und Volkssouverän. Wer das Gegenteil behauptet, dient nicht Deutschland, sondern dem Feind. Genau das tut das Bundesverfassungsgericht in seinem Urteil vom 17.01.2017, in dem es das Eintreten einer Partei für dieses Volks- und Staatsverständnis für verfassungswidrig erklärt und somit als
    Begründung für Verbot und Auflösung der Partei definiert.
    Demokratie ist aber laut Grundgesetz (und gesundem Menschenverstand) nur in einem souveränen Staat möglich. Doch, die Bundesregierung schafft die Souveränität ab, ja trachtet sogar danach, Deutschland als Völkerrechtssubjekt gänzlich abzuschaffen.
    In dieser Hinsicht sind ganz konkrete Schritte unternommen worden, Schritte des Hoch- und Landesverrats, und zwar konspirativ von allen drei Staatsgewalten: Legislative (Parlament), Exekutive (Regierung) und Judikative (v.a. Bundesverfassungsgericht).
    Deswegen kann es nach meiner Überzeugung für die verfemte nationale Opposition nur eine Strategie geben: DIE MACHTFRAGE STELLEN!
    Die Machtfrage stellt man m.E. nicht wirklich – schon gar nicht als nationale Opposition! –, indem man Wahlerfolge hat oder eine, im Rahmen des Gesamtsystems der kapitalgesteuerten Volksverdummung völlig irreale Regierungsübernahme anstrebt.
    MAN STELLT SIE VIELMEHR, INDEM MAN DIE DEUTUNGSHOHEIT ÜBER DIE
    GRUNDLAGEN DES STAATES BEANSPRUCHT.
    Die allgemein akzeptierte Gründungsurkunde und damit die Grundlage der BRD ist das GRUNDGESETZ. Dieses wird heute durch einen seit 27 Jahren andauernden staatsrechtlichen Schwindel durch alle drei Staatsgewalten mit Füßen getreten, beliebig deformiert und verfälscht. Dabei ist das Ziel eindeutig: die Umwandlung Deutschlands von einem Nationalstaat in ein fremdbestimmtes Multikulti-Konglomerat, nicht nur de facto, sondern auch de jure.
    Zwei Großprojekte sollen dadurch pseudo-legitimiert werden: a) Die Abschaffung
    Deutschlands als Völkerrechtssubjekt, und zwar durch Aufgehen in einen „europäischen“ Bundesstaat; b) die Zerstörung der Identität des Deutschen Volkes durch Masseneinwanderung.
    Es handelt sich um einen systematischen Schwindel, der nicht nur subjektiv erfahrbar, sondern objektiv beweisbar ist: 1987 stellte das Bundesverfassungsgericht sinngemäß fest, das WAHRUNGSGEBOT verpflichte zur Erhaltung des Identitätskerns des Deutschen Volkes.
    2017 – 30 Jahre später – erklärt das Bundesverfassungsgericht in seinem „NPD-Urteil“, das Anstreben der Wahrung des Identitätskerns des Deutschen Volkes sei verfassungswidrig.
    Dazwischen liegen 30 Jahre Verfassungsbruchs durch die BRD-Pseudo-Parlamente und übelster Rechtsbeugung durch die Richter am Bundesverfassungsgericht, insbesondere die kraß verfassungswidrige Streichung des WAHRUNGSGEBOTS im September 1990 (wie im
    „Einigungsvertrag“ vereinbart) und die darauf aufbauenden Urteile des
    Bundesverfassungsgerichts.
    Die Polit-Richter begehen dadurch – angesichts ihrer sicheren Kenntnis der Bedeutung des Wahrungsgebots – RECHTSBEUGUNG, nicht nur einmal, sondern im Laufe von drei Jahrzehnten WIEDERHOLT! Eine Straftat, die nach § 339 Strafgesetzbuch mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu fünf Jahren bestraft wird!!
    […] HIER LIEGT DER STRATEGISCHE HEBEL FÜR JEGLICHEN NATIONALPOLITISCHN WIDERSTAND IN DEUTSCHLAND. Solange die Nationalen diese, an sich triviale Erkenntnis nicht gewonnen haben, oder etwa glauben, sie einfach ignorieren zu können, oder zu müssen, ist jeder Einsatz
    für die nationale Sache in Deutschland vergebliche Liebesmühe – oder sogar schädlich.
    Es wird Zeit, daß wir endlich die „nationale“ Nabelschau und die dämliche Selbstanalyse anhand von verlogenen Begrifflichkeiten des GEGNERS … VERGESSEN!

  • Rezension in "NS heute"  Am 1. Oktober 2017 um 11:25

    Zitatanfang:

    In Thesen zum „Neonazismus“ darf sich Jürgen Schwab am Nationalen Widerstand abarbeiten und versteigt sich gar zu der These, der Nationalsozialismus sei in der BRD „systemimmanent“ und das Merkel-Regime würde den NS zur „Herrschaftssicherung“ brauchen. Diese steile These wird allein dadurch widerlegt, dass es in der BRD keine politische Bewegung gibt, die vom System derart umfassend und hart bekämpft wird wie der Nationale Widerstand.

    Zitatende.

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