Das Böse im Kino und in Compact!

Im Kino läuft derzeit der Kinofilm „Lords of Chaos“ der bereits zahlreiche Kulturseiten in Zeitungen und Zeitschriften beschäftigt, darunter auch das Compact-Magazin von Jürgen Elsässer, das dem Film und dem „Phänomen“ Black Metal einen immerhin dreiseitigen Artikel widmete. Der Film beruht auf ein gleichnamiges Buch das auf norwegisch im Jahr 2003 erschien und auch seit einigen Jahren auf deutsch zu haben ist. Film und Buch behandeln eine der dunkelsten Stunden der Metal-Szene und zwar die Geburt des sogenannten Black Metal in Norwegen Anfang der 1990er.

Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Lords_of_Chaos_%28Film%29

Dabei handelt es sich um keine Horror-Erfindung aus Büchern und Filmen sondern um Realität.Auch wenn der eine oder andere vielleicht einen reinen Horror-Film vermuten mag.

Siehe: https://www.welt.de/kultur/musik/article6972740/Wie-ein-rechtsextremer-Moerder-zum-Popstar-wurde.html

Das der neue Film von einem Compact-Redakteur und Szenekreisen bekrittelt wird mag keinen überraschen. Schließlich möchten die „Fans“ was sehen was dem entspricht was sie als „Fans“ in das eigene „Ideologem“ positiv einbringen können. Da es sich um eine der krassesten Subkulturen handelt war das kaum zu erwarten. Das ist in etwa so als würde ein Jihadist erwarten das in einem Hollywood-Film „positives“ über den IS zu sehen sei. So das sich die Szene bezüglich der asozialen und mörderischen Black Metal Subkultur auf Szeneseiten und Compact beschwert das sei entweder „unfair“, „verkürzt“, spare viele „schwierige“ politkulturelle Sichtweisen aus – also verstehe polemisch gesagt etwa nicht warum man in Norwegen Kirchen abbrannte oder warum man tötete – entweder in der Szene oder außerhalb.

Das szenische „Verstehen“-Wollen muss allerdings auch auf „verschweigen“ aus sein. So das etwa nichts über Anschläge auf Metal Bands verlautbart wird – die nicht der eigenene „Ideologie“ entsprachen“ – etwa die in Goth Metal/Goth-Rock-Kreisen sehr bekannte Band „Paradise Lost“. Die ist ist nur ein Beispiel: So das es Anschläge und Gewalt gegen weitere Bands aus verschiedenen Genres des Metal gab.

So das Anschläge gegen Paradise Lost szenische „Gründe“ hatte. Der erfolgreichen „Grufti-Band“ wurde aus der schwarzen Szene entweder vorgeworfen man sei entweder „Anti-Satanisch“ oder gar – ganz schlimm – „grufti-christlich“ und „humanistisch“. Die Feindschaft gegen die „Gruftis“ blieb bestehen so das es zu mehreren Gewaltaten und gar Morden gegen diese Szene kam – vor allem in den 90ern. Die „Grufties“ besuchen zwar gerne Friedhöfe, interessieren sich auch für das morbide sehen sich aber zumeist nicht als Anhänger des „Bösen“, des satanischen und sind im Kern auch nicht „antichristlich“. Mehr oder weniger zieht man das Morbide aus „Romantik“, Humanimus und teilweise aus einem Reformchristentum oder humanen Atheismus.

Die Wurzeln des Black Metal liegen dagegen wie in Compact richtig dargestellt in Satanismus, Anti-Humanismus, einem extremen Sozialdarwinismus, der sich gegen jedes Kollektiv aussprach, weil in diesem die „humane Gefahr“ vorhanden sei, die durch den krassen Individualismus zu überwinden sei – das weder Sozialität noch Gesetzlichkeit kenne dürfe. Was nichts weiter bedeutet das man im Extremfall den Bandkollegen oder Nachbarn tot schlagen darf – warum auch immer- weil eine soziale Moral nichts mehr gelten soll. Das Gesetz der Menschenfeindlichkeit die sich über radikale Individualismus darstellt.

Damals man es in Norwegen zu einer Reihe von schwersten Verbrechen, begangen von Anhängern, ja Top-Mitgliedern dieser Subkultur. Eine Brandanschlagsserie auf christlichen Kirchen, Morde und eine extreme Menschenverachtung dieser Szene schockten ganz Norwegen und auch die Metal-Musikwelt. Damit hängt aber auch der sich entwickelte „Mythos“ um den Black Metal zusammen, so das der Gründer von Burzm Namens Varg Vikernes bis heute „Kultstatus“ genießt. Dieser galt nicht nur einer der Köpfe hinter der Anschlagsserie sondern ermordete auch seinen ehemaligen Bandkollegen „Euronymous“ von Mayhem. Der Burzum-Gründer stach 23 mal auf seinen ehemaligen Freund und nun maligen Kontrahenten ein. Ein Gericht verurteilte ihn zu einer 21-kährigen Haftstrafe.

Jener stand auch Jahre später wieder im Fokus.

Siehe: http://www.taz.de/!5062882/

Zum einem gab es einen Führungsstreit um den sogenannten „Inner Circle“, aus dem die Brandanschlagsserie hervor ging, wie auch einen ideologischen Streit. Das ermordete Opfer war Mitglied der linken Gruppe „Rote Jugend“, während Vikernes mit faschistischen Gedanken und gar dem Nationalsozialismus symphatisierte. Deswegen genießt der Burzum-Chef bis heute auch in manchen deutschen Neonazikreisen bis heute über einen Kultstatus. Im Vorfeld und Nachgang hatten auch andere Black Metaler Morde und Verbrechen begangen. Ein Mitglied der Band Emperor tötete etwa heimtückisch in einem Waldstück einen Homosexuellen.

Die Verbrechenswelle erreichte auch Deutschland. Der Sänger der Band „Absurd“ tötete einen Mitschüler mit der „Begründung“ dieser habe es „nicht verdient zu leben“. Auch jener Mörder genießt in manchen Neonazikreisen bis heute Kultstatus.

Siehe: https://www.youtube.com/watch?v=uJvt8kAx-Dw

und heute https://rechtsaussen.berlin/2015/03/satansmoerder-als-neonazi-netzwerker/

Wie gut für den Satansmörder das es den ukrainischen NATO-Faschismus gibt.

Siehe: https://lsa-rechtsaussen.net/das-regiment-asow-zu-gast-in-halle/

Dieses Verbrechen wurde in Compact allerdings nicht thematisiert. Diese Verbrechen haben ihren Ursprung in dem was ein Compact-Autor wohl für „positiv“ halten mag – nämlich Nilhilismus, Misanthrosophie (Menschenfeindlichkeit) und eine satanisch absurde Interpretation des Heidentums. So das jener auch ein Essay eines Briten heran ziehen muss der meint den Black Metal als „konservative Revolution“ und „Aufstand gegen die moderne Welt“ interpretieren zu können, unter Nennung von Spengler, Evola und eben menschenfeindlichen Schwarzmetalern.

Den Black Metal in all seinen Schattierungen lebt natürlich von der Faszination des Bösen und auch diesen mörderischen Gründungsmythos. Dies aber als „konservative Revolution“, als „Kultur“ gegen „die Moderne“ zu verklären erfordert aber schon einige phantastische Deutungsfähigkeit. Freilich könnte man dies auch beim Massenmörder Charles Manson absurderweise so hinein „deuten“, für den vielleicht einige in der rechten „Szene“ auch Sympathien haben.

Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Manson

So das auch „rechte“ Charles Mason Fans nicht das „Selbe“ sind wie Fans des US-Schockrockers M. Manson. Der letztere hat keinen umgebracht. sondern schockt nur die US-Öffentlichkeit durch den Namen und „Bibelverbrennungen“ auf der Bühne. Es handelt sich mehr oder weniger um einen „harmlosen“ Bühnen-Provakateur, während es sich bei dem anderen um einen Mörder handelt. Dieser Mörder beeindruckt auch noch Compact-Redakteure auf FB. Dies mag einer nie überwunden Pubertät entsprechen die sich als „politisch“ ausgibt. Das „gegen die Welt“ der Erwachsenen mag dabei von einem End-30er noch im Sinn eines 15-jährigen aufgeführt werden.

Den pubertierenden Metal oder Schockrocker interessiert natürlich eine möglichst „böse“ oder „schockierende“ Story seiner Helden. Das schockt Eltern, Umfeld und die Lehrer die man nicht leiden kann. Mancheiner hat diese Phase nie erfahren, andere sind aber nie darüber hinaus gekommen.

Ob man den Sound des extemsten Musikgenenres innerhalb des Metal – nämlich Black Metal – mag oder nicht ist nicht die Frage, da viele Bands von sich behaupten eine „Ideologie“ zu vertreteten, die etwa in Menschenfeindlichkeit und einem mörderischen Sozialdarwinismus endet, der dann nicht reine „Provokation“ ist, wie im Metal-Genre typisch, sondern zur realen Tat schritt. Bei Schockrockern und Schockmetalern ist eher klar das sie nur die bürgerliche Öffentlichkeit provozieren wollen – nennen wir mal Alice Cooper, M. Manson oder Rammstein – um Verbrecher handelt es sich aber kaum, auch um keine „Menschenfeinde“.

Es geht ja kaum um Sound – was reine Geschmacksfrage sein wird – oder ob einige Bands tolle Covers auf CDs pressen, die sich an einen norwegischen Maler der norwegischen Romatik ausrichten. Beim Sound gibt es ja auch etwa sogenannten „White Metal“ der sich teilweise genauso anhört, nur eben mit christlicher Ausrichtung. Für die Szene oder die Fans liegt aber die Faszination eher oder auch am „Bösen“. An dem was die meisten Menschen als „krank“ ansehen werden.

Ob der Sound eines „Burzum“-Albums, das jeweils etwa auf youtube kostenfrei zu erhören ist, ist, nun dem Sound nach eine reine Geschmacksfrage. Man könnte entweder argumentieren der höre sich „furchtbar“ an oder aber „interessant“. Je nach Sichtweise!n Das „interessante“ das auch einen Compact-Redakteur interessiert besteht zweifelsohne aus einer Mischung zwischen höchst aggressiven-morbiden und teilweise melodisch-hypnotischen.

Nehmen wir ein einfaches Beispiel: Jemand kann etwa die Musik von Michael Jackson für gut befinden – der hat ja immerhin niemanden umgebracht – aber meinen das an seinem Verhalten und insbesondere beim Umgang mit Kindern vieles höchst kritikwürdig sei. Ob man einen Song von Michael Jackson vielleicht „gut“ findet, muss dann nichts damit zu tun haben das man Jackos kritikwürdiges sozialverhalten auch „gut“ findet, das kann man auch höchst kritikwürdig finden. Beim Compact-Autor steckt neben Sound, aber eben auch „Ideologie“ dahinter.

Die „Ursprünge“ des Black Metal sind natürlich früher zu sehen, so das man den Ursprung auf 80er Bands wie Bathory und Venom zurückführte und einige schon auf die Hardrocker von Black Sabath um Ozzy Ozborne – Ende 60er. Ozzy war aber weder „Satanist“ noch „Menschenfeind“ und hatte auch wenig mit dem Black Metal Sound zu tun sondern schockte durch Bühnenauftritte und Provokationen die heute kaum noch einen schockieren, aber damals ein Skandal waren. Eine gewisse Verwandtschaft mag es auch zum „Death Metal“ geben, der Anfang der 80er aufkam.

Die Black Metal zeichnete sich aber durch eine Feindschaft gegen andere Metal-Genres aus, wobei es ebenfalls zu Gewalttaten und Attentaten kam. So wurden Anschläge gegen die bekannte Goth-Metal Band Paradise Lost begangen oder gegen Metal Bands die entweder christlich grundiert waren oder denen man dies unterstellte. Oder auch gegen Bands und Anhänger des Genres „Melodic Metal“ – szeneintern als „Schwuchteln“ beschimpft. Diesen „Krieg“ trug man auch in die eigene Szene so das sich „Kommerz“-Black Metaler, „Trues“, „reine Satanisten“, „Heiden Black Metaler“ und politisch anders geartete Schwarzmetaler befehden, teilweise mit Gewalt und gar Mord.

Die Black Metal Subkultur hat durch die begangenen Verbrechen und die verbreitete „Ideologie“ dem Neoheidentum einen Bärendienst erwießen – durch die absurde Vermischung mit inhumanen und sozialdarwinistischen Mördertum und der starken satanistischen Beigabe. Dagegen steht aber zum Glück Benoists menschenfreundliches Neoheidentum – was man auch als Christ sagen kann.

Siehe: https://www.zvab.com/buch-suchen/titel/heide-sein-zu/autor/benoist/

So das man scheinbar die Heidenvernichtung und die damals zum Teil unsinnigen Anwürfe gegen das „teuflische Heidentum“ rechtfertigen möchte, in dem man sich verhält wie es die damalige christliche Propaganda unterstellte. Natürlich hat die Black Metal „Ideologie“ kaum etwas mit dem „vorchristlichen“ Norwegen oder Germanien zu tun. Das Heidentum war weder „satanisch“, „menschenfeindlich“ noch tötete man andere oder gar sich selbst wegen „Unwürdigkeit“. Diese abscheuliche postmoderne ins „positive“ gekehrte Interpretation des „Bösen“ ist eine Beleidigung für jeden Heiden. Um das zu erkennen muss man auch kein „Heide“ sein.

So bezog sich eine bayrische NS-Black Metal Band in Namen auf ein angebliches „Ausweidungsritual“ der Germanen, welches es natürlich niemals gab, wie Historiker meinen – sondern von einem römischen antigermanischen Schriftsteller erfunden wurde. Der sogenannte NSBM ist dann mit Neonazis in Teilen eng verbunden – so ein Topaktivist des Dritten Weges gerne mit „Burzum“ und „Absurd“- Westen herum läuft und Anhänger des NATO-Faschismus in der Ukraine mit Black Metal Konzerten bespasst werden, so das es in Asow auch eine Abteilung gibt die sich „menschenfeindliche Division“ nennt.

Diese bezog sich als „Vorbild“ freilich auf den „Burzum-Mastermind“ (Pföhringer in Compact), wobei dessen genaue Einordnung unter „NSBM“ teilweise „umstritten“ ist. Was aber nur daran liegt das sich dieser in Interviews vom Hitler-NS „distanzierte“, weil er meinte dieser habe sich auf ein „Volk“ bezogen, während er schwarzhaarige Norweger nicht als Norweger akzeptiere, sondern nur blonde, so das es ihm um Blonde, wo auch immer gehe. So das er auch Hitler, Himmler nicht mögen wird oder den kleingewachsenen Goebbels. Das „Mastermind“ verbreitet natürlich zudem seit Jahren „ideologische“ Schriften die im harten Kern der Szene gelesen werden. Er soll sich schon in seiner Frühphase einer White Power Organisation Namens „Weißer Arischer Widerstand“ angeschlossen haben.

Ein anderer Mörder der Black Metal Szene ist auch wieder aktiv. Der Deutsche „Möbius“ von Absurd, der unter anderem ein „Untergrundmagazin“ heraus bringt. In jemem wird aber nun nicht mehr explizit zu Anschlägen auf Kirchen aufgerufen, sondern auf Moscheen. Jener saß sowohl in der BRD als auch in den USA im Knast. In bestimmten Kreisen verfügt er über eine ähnliche Reputation wie Varg Vikernes. In den USA scheiterte dieser mit seinem Ansinnen nach einem „politischen Asyl“.

Natürlich hat der Compact-Autor recht das Vikernes (Burzum) „intellektuell begabt“ ist, der nicht nach dem Mord aus dem Knast neue Alben veröffentlichte, sondern sich nach seiner Freilassung auch immer wieder zum „Zeitgeschehen“ äußert, was man aber auch über Charles Manson und andere niedere Verbrecher sagen kann. Es gibt auch den Typus des intellektuellen Idioten der auch ein gemeiner Mörder sein kann. Der Black Metal hat mehr oder weniges alles zusammen gepackt was schockiert, weil es für die allermeisten Menschen böse sein wird: Menschenverachtung, Satanismus, ein Fehlen von moralischen Mindeststandards und in einem Teilbereich der Szene sogenannter „NSBM“, in welchem der Holo positiv besungen wird.

Ob sich bei Burzm Texte zu babylonischen Mythen, altnordischen und anderes finden lässt sowie ein „Gesang“ (gekreische, geröhre, usw) der altgermansiche Wörter verwendet mag zwar sagen das der Bandgründer vielleicht belesen ist, aber vielleicht war das Jack The Ripper auch. Auch mag der Sound den ein oder anderen beeindrucken, da man den typisch schnellen Riffs des Black Metal auch einen melodischen Anteil findet und Klangkompisitionen die eine finster-bedrohliche Atmosphäre verbreiten und gar eine schwarze und finstere „Mystik“ die in Verbindung mit einem unverständlichen bedrohlichen „Gesang“ – der zwischen Psychose und bedrohlichen wechselt – sicherlich eine gewisse Faszination ausstrahlen mögen.

Der Name der Band die wegen den Taten des Gründers so schockiert und einige kindisch fasziniert ist selbst in der Literatur angelegt und zwar in Tolkiens weltbekannten Fantasy- Büchern zu Herr der Ringe, deren Ruhm auch durch die hervorragenden Filme gesteigert wurde. „Burzum“ bezieht sich auf ein Wort der „schwarzen Sprache“ in den Romanen für „Dunkelheit“ bzw. andere Bandzumsammenhängen auf die in den Romanen vorkommenden bösen Rassen oder Fantasy-Wesen „Orks“ und „Uruk-Hai“. In den Romanen stehen diese für das absolut Böse, während das Gute von den Rassen der Menschen, Elfen, Zwergen, von weißmagischen Zauberern (Gandalf) und den Hobbits dargestellt wird.

Uruk-Hai und Orks auf die sich Burzum literarisch bezog töten ohne jede Moral, auch sich untereinander, sie sind gar Kanibalen die sich an einigen Stellen gegenseitig auffressen. Nun haben sich zwar Black Metaler nicht gegenseitig gefressen – soweit bekannt – aber immerhin ermordet. Die Menschenfeindlichkeit ging gar so weit das etwa Mayhem den Suizid des ersten Sängers zu PR-Zwecken nutzte und sich die Band über den Selbstmord lustig machte, gar feierte. Ein an moralischer Abscheulichkeit wohl einmaliger Vorgang in musikalischen Zusammenhängen.

So das in jenen Kreisen das unmoralische bis zum geht nicht mehr vorherrschte. Normalerweise spricht das psychologisch für eine schwere unsoziale Dissonanz die sich allem entledigt hat was nötig ist um eine einigermaßen funktionierendes Sozialgefüge zu ermöglichen. Es handelt sich um einen unmenschlichen Bruch mit allem, wo man dann etwa jemand töten „darf“ weil ihm was auch immer nicht passt, einem Mordsanarchismus der jenseits von jedem Gesetz und Moral steht. Siehe: „Absurd“.

Da man „böse“ sein will ist etwa auch das Christentum zwar der Hauptfeind, aber einige Bands aus diesem Genre besingen dann die Inquisition und die Hexenverbrennung positiv. Hauptsache ein Verbrechen wird positiv dargestellt -egal welches. Den Black Metal „Untergrund“ stört sich natürlich an einer Kommerzialisierung, so sind Bands wie Cradle of Filth und Dimu Borgir mittlerweile international erfolgreich. Alben landen teilweise in den Top-10. Wobei diesen von den „Truern“ und dem „Untergrund“ als verweichlicht ablegelhent werden. Das deren „kommerzialisierter“ Satanismus durchaus ankommt wird auch etwas mit dem „Untergang des Abendlandes“ zu tun haben und nicht mit einer angeblichen“konservativen Revolution“ durch eine eklige Subkultur.

So das der Black Metal mittlerweile in die Popkultur Einzug gehandelt, das einstige Schmudelkind des Metal verkauft sich in den Charts und bekommt in Norwegen mittlerweile gar „Staatsnete“ über „Kulturförderung“. Der Compact Autor, der sich für Black Metal begeistert zitiert etwa auch Norwegens Ministerpräsidentin Solberg, die sich in einer TV-Show „stolz“ auf „Norwegens Kulturexport Nummer Eins“ äußerte. So das in Oslos Staatsoper auch eine Black Metal Band „der ersten Stunde“ auftreten konnte – die Satanisten von Satyricon.

Den Compact-Autor Daniel Pföhringer treibt auch die Sorge der „Truer“ um, also der „Kommerzialisierung“, weil sein Herz für den „Untergrund“ und deren Helden Vikernes (Burzum) zu schlagen scheint. So das er auch den neuen Film bekrittelt weil er die „kulturellen Umstände“ gar nicht dargestellt habe und beim Mord vom Vikernes an seinem Ex-Bandkollegen die „komplexen Zusammenhänge“ ausgespart habe. Pföhringers „Soundtrack für das Kali Yuga“ (Aktuelle Compact, Seite 54 – 56) mag für viele eher „konservative“ Compact-Leser Neuland sein, aber die sollten sich durch die Verwurschtelung von „konservative Revolution“ und „Zivilisationskritik“ nicht in die irre führen lassen.

Pföhringer obwohl Black Metal Fan und „Auskenner“ begeht natürlich auch ein paar Fehler wenn er etwa Burzum dem „true Black Metal“ zuordnet, ganz einfach da dies von True Black Metalern in der Regeln in Frage gestellt wird: Zum einem wegen „melodischen“ Parts und auch der später von Burzum vorgenommen Paganismus, wo der Satanaismus minimiert wurde. Ein weiterer Fehler war die Titulierung des „Inneren Zirkels“ als „schwarzer Zirkel“.

Natürlich steht Pföhringer nicht allein da, so wird etwa in dem Buch „Kontralkultur“ im nationalkonservativen Verlag Antainos erschienen, behauptet der Black Metal beschwöre eine „Anti-Moderne“. Das stehe in der Tradition der „deutschen Romantik“ und der „Bodenverwurzelung“, einem „archaischen Kriegermythos“ der die „Kräfte der Natur“ und alte Mythen herauffrufe. Daneben gibt es auf Amazon.de auch ein Buch das sich ernsthaft „Nationalsatanist“ nennt. Das Pseudointellektuelle Geschwätz um einen „Nationalsatanismus“ wird aber kaum einer ernst nehmen können und wollen.

So kann man etwa auch pseuointellektuell so einiges über den Mörder Charles Manson auf Facebook zusammen schreiben, worüber zurecht der“ Zuerst-„Chefredateur spottete, dies seien Phantasien eines Teenies der inzwischen älter geworden ist, sich aber verhält wie ein 15-jähriger der das Elternhaus schocken möchte. Allerdings verlangt da einer nach Anerkennung für ein Geschreibe das er für besonders „schlau“ hält und es für nötig befindet sich als intelligenter als der Rest selbst zu loben. Ob das für einen „Knacks“ spricht oder nicht soll jeder selbst bewerten.

Der Compact-Autor der „nebenbei“ der „Redakteur Politik“ bei Compact ahnt natürlich das dies nicht allen gefallen wird, so das er vorbauen muss als Teil einer Black Metal Verteidigungsstrategie: „Vollkommen in den Hintergrund tritt dabei, das die damalige Black-Metal-Subkultur in erster Linie keine Verbrecher hevorbrachte, sondern kreative Indivudalisten..“. Freilich hält er etwa „Burzum“ für genau das – „kreative Indivualisten“. Die Verbrechen sind jedenfalls nicht von dem zu trennen was der Autor von Compact als angeblichen „kreativen Individualismus“ umschrieb. Was auch eine Beleidigung für solche sein wird, die meisten werden ja keine Verbrecher sein und auch keine die „nur“ meinen andere seien „lebensumwert“.

Was natürlich neoliberale Sozialdarwinismus-Ideologie ist – aber eine besonders krasse. Die meisten Neoliberalen dürften trotzdem weder ideologisch, noch in der Tat so weit gehen wie die sogenannte Black Metal Szene. Warum? Auch Alice Weidel von der AfD, die CDU oder die FDP verfügt über eine gewisse Grundmoral. Wo man sich zumindest noch nicht offen zu menschenfeindlichen Morden bekennt.

Verfasser: Sozrev

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