Jüdischer Nationalist

Bei vielen politisch denkenden und handelnden Menschen stellt man über die Jahre hinweg eine Entwicklung von linksrevolutionärer Jugend bis hin zum Rechtskonservativismus im Alter fest. Die Linke will Rechte erkämpfen, die gesellschaftlichen Verhältnisse verändern, während die Rechte ihre (Eigentums-) Rechte verteidigen, die gesellschaftlichen Verhältnisse im großen und ganzen konservieren möchte. Auf diesen Umstand hatte zuletzt Reinhold Oberlercher im Gespräch mit „Deutsche Stimme“ (September 2010) hingewiesen.

Also bei mir war die Entwicklung umgekehrt. Ich fing mit 16 Jahren in der Jungen Union Bayern an, rutschte dann allmählich über die Republikaner – bei denen auf dem sozialpatriotischen Flügel – in den klassischen Nationalen Widerstand (NPD und Umfeld) hinein, wo ich schon in den 1990er Jahren als „Staatsbriefe“- und „Sleipnir“-Autor auch sozialrevolutionäre Positionen vertrat. Mittlerweile bin ich dort angelangt, wo sich ideengeschichtlich der Rechtsradikalismus mit dem Linksradikalismus trifft.

Einer, der den typischeren Weg – von links nach rechts – ging, ist Henryk M. Broder, der sich in einem Artikel in der „Bildzeitung“ dazu bekannte, in seiner Jugend ein radikaler Gegner von Axel Springer gewesen zu sein.

Siehe: http://www.bild.de/BILD/politik/2010/09/22/25-todestag-springer/broder-sorry-axel-ich-hab-mich-geirrt.html

Schon damals hatte er jedoch den weltanschaulichen Zwiespalt erkannt, in dem er sich befunden hatte. Als Linker mußte er gegen das prozionistische publizistische Flaggschiff in der BRD ankämpfen, als Jude hatte er zu dieser Zeit schon Selbstzweifel, ob diese Haltung die richtige war. Aus heutiger Sicht erkennt Broder, daß er zu den Pseudo-„Linken“ gehörte, die niemals wirklich Marx und die anderen linksradikalen Klassiker verinnerlicht hatten, woraus sich dann die „Spaßguerilla“ entwickelte. Hierzu gehörte auch die Frankfurter „Putztruppe“, aus der der Ungarndeutsche, spätere Grünenpolitiker und Außenminister der BRD Joseph „Joschka“ Fischer hervorging.

Entgegen rechtsreaktionärer Verschwörungstheorien sind beide – Broder wie Fischer – längst im kapitalistischen System angekommen; sie sind gut versorgt, haben ihre etablierten Foren gefunden. Der gravierende Unterschied ist nur, daß der eine, Broder, der sich heute selbst als „Reaktionär“ eingruppiert, den Weg zu seiner eigenen Volksgemeinschaft gefunden hat, Joschka Fischer hingegen nicht. Dieser gehört zwar genauso wie Broder zur WWG (Westliche Wertegemeinschaft). Während diese Position jedoch dem nationalen Judentum – dem Zionismus – nutzt, das Broder repräsentiert – da Israel in seinem Überlebenskampf auf den Schutz der USA und der Europäer angewiesen ist –, schadet diese Ausrichtung, die Fischer verkörpert, dem deutschen nationalen Anliegen. Dieser gehört schließlich der Partei, den „Grünen“ an, die sich am schädlichsten gegenüber ihrem eigenen Volk verhalten. Die Stichworte lauten: Multikulti, Schuldkult, Einführung von „Hartz IV“, Auslandseinsätze der Bundeswehr, Westorientierung.

Jürgen Schwab

Bücher von Jürgen Schwab:
Angriff der neuen Linken – Herausforderung für die nationale Rechte. Hohenrain Verlag, Tübingen 2009, 19,80 Euro.
Die „Westliche Wertegemeinschaft“, Abrechnung, Alternativen. Hohenrain Verlag, Tübingen 2007, 19,50 Euro.
Volksstaat statt Weltherrschaft. Das Volk – Maß aller Dinge. Hohenrain Verlag, Tübingen 2002, 9,80 Euro.

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