Hilfloser „völkischer“ Rechtspopulismus

In Punkto „Antirassismus“ geht das BRD-System zweifelsfrei immer schärfer gegen Überfremdungsgegner und Kritiker vor. Vor allem wenn diese Kritiker organisatorisch in führender Stellung im Nationalen Widerstand oder der NPD eingebunden sind. So erging es auch dem NPD-Spitzenfunktionär Frank Schwerdt, der durch das Thüringer Landesgericht zur Zahlung einer „antirassistischen“ Geldstrafe in Höhe von 1800 Euro veruteilt wurde.

Dabei ging es um die Frage, ob der CDU-Angolaner Zeca Schall, ein echter Thüringer sei oder nicht, was die Thüringer NPD und wohl so gut wie alle völkisch gesinnten Nationalisten verneinen würden. Daß der CDU-Vertreter zur Heimreise animiert werden sollte, ist nun nicht nur vor dem Hintergrund verständlich, dass Zeca Schall für eine volkseindliche Politik in Thüringen einsteht, die zur Entvölkerung und Verarmung ganzer Landstriche führte, sondern auch da die NPD nun einmal als völkische und nationale Partei auf Ausländerrückführung setzt und sich in diesem Sinne vor allem der deutschen Abstammungsgemeinschaft verschrieben hat.

Der Verweis der NPD das die CDU wie auch andere Systemparteien – beispielsweise die rechtspopulistischen Karnevalsnarren in Köln – mit „Quotennegern“ auftreten, sollte dabei nicht als Abwertung afrikanischer Menschen gewertet werden. CDU-und SPD-Quotenneger sollen doch darüber hinwegtäuschen, das diese Parteien für die Raubzüge des bundesrepublikanischen Großkapitals und Imperialismus auf dem schwarzen Kontinent verantwortlich sind. Zeca Schall und andere müssen sich dann schon fragen lassen, warum sie sich als Afrikaner für die antiafrikanische und imperialistische Politik der Bundesregierung hergeben?

Das nun aber Frank Schwert und Thorsten Heise in einer arg misslungenen Aktion Zeca Schall und Afrikaner im allgemeinen als bananenstaudenschwingende „Bimbos“ verulken wollten, entwertete dann doch, die mehr als nur berechtigte Überfremdungs- und Multikulti-Kritik der Thüringer NPD. Auf mich jedenfalls machte dies mehr den Eindruck, als ob hier ohnmächtige Personen am Werk wären, die bestimmte Minderwertigkeitskomplexe auf schwarze Afrikaner abwälzen.

Dabei haben doch nationale Deutsche keinen Grund sich über die Afrikaner und Neger lustig zu machen. Nicht nur das Zeca Schall in seinem politischen und wirtschaftlichen Leben wohl als erfolgreicher zu bezeichnen ist, als ein Frank Schwerdt, Thorsten Heise und die meisten NPD-Mitglieder und Wähler. Auch ist zum Ärger, so mancher Eurosibirier und Großeuropäer, der US-Präsident Obama, nun nicht gerade als rassischer Bestandteil des von ihnen präferierten weißen Amerikas zu bezeichnen. Sicherlich! Schwarzafrikaner weisen im Durchschnitt einen niederigeren IQ auf , als der Durschschnitseuropäer, allerdings scheinen die Afrikaner dann im Großen und Ganzen ihre Kultur besser bewahrt zu haben, als diejenigen europäischen Nationen, die Bestandteil der Westlichen Wertegemeinschaft sind. Vielleicht ist ja die behauptete „Primitivität“ und „Rückständigkeit“ der Neger in dem ein oder anderen Fall dann doch eher ein Vorteil. Jedenfalls sollte der kulturelle „Fortschritt“ nicht unbedingt über die Anzahl von McDonalds-Buden, Spielekonsolen und Handy-Modellen bemessen werden.

Zeca Schalls Heimatland – Angola – wird ja immerhin von nationalistischen Parteien regiert. Die mit absoluter Mehrheit regierende „Volksbewegung zur Befreiung Angolas“ ist hier ebenso zu nennen, wie die nationalistischen Oppositionsparteien „Nationale Union für die völlige Unabhängigkeit Angolas“ oder die „Nationale Front für die Befreiung Angolas“. Sicherlich befindet sich Angola heute im Schlepttau des US-Imperialismus und der EU. Angola gehört heute nicht nur zu einem der ärmsten Staaten Afrikas, sondern gilt auch als einer der treuesten Verbündeten Washingtons.Hier spiegelt sich mitunter die ganze Tragik des afrikakischen Postkolonialismus wieder.

Peinlich erscheint nun aber eine öffentliche Rechtfertigungsstellungsnahme von Frank Schwerdt. Schwerdt versucht nun den Eindruck zu erwecken, ihm sei es mehr oder weniger nur um die gescheiterte Integration des Angolaners Zeca Schall gegangen. Er habe ja auch nur sagen wollen, dass Deutschland kein Einwanderungsland sei. Es würde ihm doch um einen freien Diskurs um Einwanderung und Integration gehen, so der Thüringer-NPD-Chef. Zeca Schall sei zudem unzweifelhaft kein Thüringer, sonderne ein Angolaner.

http://www.npd.de/html/1938/artikel/detail/2491/

Dies ist nun sicherlich in Teilen nicht falsch, nur erscheint diese Erklärung dann schon etwas duckmäuserisch.Also dies wirkt dann in Summe schon sehr hilflos und wie ein teilweiser Kniefall vor dem Rechtspopulismus, dem es um die Integration und Assimiliation von Fremden geht die „zu unserer“ Kultur passen. Gemeint ist bei Strache, Beisicht und Konsorten, dann doch zumeist weniger die deutsche Nationalkultur, sonderne eher das zweilfehafte Wertekonstrukt der liberalistischen Westlichen Wertegemeinschaft. Schwerdts Erklärung passt nun nicht wirklich zur Bananen-Aktion im Thüringer Wahlkampf. Bei echten Rechtspopulisten geht es aber auch in der Regel gar nicht um die Zuwanderungsgruppe aus Schwarzafrika, sondern um das politische Feindbild des Islam. Darauf setzt nun auch die NPD in Thüringen.

Siehe: http://www.npd-thueringen.de/wp-content/Parteitag2011/antrag_papstbesuch.pdf

Die Thüringer NPD befindet sich auch mit dem Zionisten Beckstein oder dem derzeitigen CSU-Bundesinnenminister Friedrich verbal auf einer Linie: „Sicherheit vor Toleranz! Islamisten raus!“.

Siehe: http://www.fuer-eisenach.de/downloads/ausgabe16.pdf

Das auch von Rechtspopulisten präferierte Konzept der „gesteuerten Zuwanderung“ im Interesse der jeweiligen Kapitalisten und Wirtschaftslobbyisten, sowie die Integration und Assimilation von Zuwanderern, ist auf lange Sicht auf einen schleichenden Volkstod ausgelegt. Die islamistischen Sündenböcke sollen von dieser gezielten Strategie des europäischen Großkapitals ablenken. Sicherlich wird es der NPD in Thüringen, grundsätzlich nicht wie den Pro-Gruppen um einen „friedlichen“ Multikulturalismus ohne die störenden islamistischen Bösewichte gehen, aber das Aufspringen der völkischen Nationalisten auf dem systemrelevanten Zug des Anti-Islamismus, lenkt auch die Nationalisten in Thüringen von der eigentlichen Ursache der Massenzuwanderung und Überfremdung ab. Gut gemeint ist auch bei deutschen Nationalisten eben nicht immer auch gut gemacht.

Das Wahlprogramm der NPD in Thüringen deutet dann darauf hin, dass die Absichten gut sind (Ausländerrückführung, Stopp der Überfremdung), aber die darin enthaltenen programmatischen Punkte es doch als unwahrscheinlich erscheinen lassen, dass dies auch geschehen würde, falls die NPD in Erfurt etwas zu sagen hätte. Man kritisiert zwar den Neoliberalismus und die Globalisierung, malt aber ganz reformkapitalistisch den Sozialismus als bolschewistisches Schreckgespenst an die Wand. Den Sozialismus kennt man im Wahlprogramm nur als „totalen Staat“ und als „Planwirtschaft“, die laut den sozialen Marktwirtschaftlern in der NPD abzulehnen sei. Die kapitalistischen und linksliberalen Parteien (SPD, Grüne, Linkspartei) werden in der antibolschewistischen Begriffsverwirrung dann gar zu einem „kommunistischen Block“ erklärt. Insbesondere bei selbsternannten „nationalen Sozialisten“ wie Patrick Wieschke fällt der „Sozialismus“ im „nationalen Sozialismus“ dann doch sehr mager aus. Wieschkes radikaler Antikommunist führt nun nicht unbedingt zu sozialistischen Positionierungen. Als Chefredateur des „Wartburgkreis Boten“ gebärdet er sich und sein Umfeld nun eher wie rein radikaler Antisozialist, was insofern dann wirklich radikal „Rechts“ ist.

Auch ein sozial-marktwirtschaftlicher Kapitalismus – wie ihn die NPD und viele aus dem NS-Spektrum vertreten- wird kein Interesse an einer Rückführung von ausländischen Fremdarbeitern- und Lohndrückern haben. Schließlich kommt es ja in den Zeiten des globalisierten Kapitalismus in erster Linie nicht auf die (richtigen) völkischen Absichten derjenigen an, die an die deutsche Oberschichten appellieren, sondern auf die echten Entscheidungsträger in den Aufsichträten der Banken und Großkonzerne. Wer die Überfremdung unserer Heimat stoppen will, der muss vor allem auf den Zusammenhang von Zuwanderung und Großkapital hinweisen.

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